WIEN DAS Österreichische Post AG - RM GZ 17A0411152K - unabhängig Ausgabe 10 April/2026 23 Bezirke Wiener Staatsoper: Die Spielzeit 2026/2027 S. 22 ORF-Privilegien Wahre Freunde schanzen sich Top-Gagen zu S. 14 Karl Ploberger Das Veilchen beglückt mit zauberhaftem Farbenspiel S. 28 © Wiener Staatsoper/Michael Poehn © Christoph Böhler Café Landtmann Wiener Kaffeehaus wird zur festlichen Abendlocation S. 16 © Moritz Scheer Foto beigestellt Boxlegende Joe „Tiger“ Pachler war Europameister im Weltergewicht: „Im Ring hatte ich nie Angst!“ S. 24
DAS WIEN AKTUELL 2 In der Stunde der Niederlage hat Viktor Orbán Größe gezeigt und sich als vorbildlicher Demokrat erwiesen. Noch vor Auszählung aller Stimmen hat der ungarische Langzeit-Premier seinem Herausforderer, Péter Magyar, zum Wahlsieg gratuliert, obwohl zahlreiche Medienkommentatoren davon ausgegangen sind, dass sich Orbán an die Macht klammern werde und sich nicht problemlos zurückzieht. Nach 16 Jahren endet damit die Ära von Viktor Orbán. Das ungarische Volk schickte ihm an den Wahlurnen trotz seiner vergangenen Erfolge die Rechnung für das zunehmend bleierne System der Misswirtschaft und Korruption. Es will einen Neuanfang. Seit Jahren stagniert die ungarische Wirtschaft bei hoher Inflation. Orbán hat nicht mehr geliefert. Jetzt muss sein Nachfolger Péter Magyar liefern – und das wird nicht leicht für diesen. Hat doch keiner der neuen Abgeordneten politische Erfahrung und sitzt das erste Mal in einem Parlament. Ebenso schwierig wird wohl die Besetzung der Ministerposten, denn auch diese Magyar-Leute haben keinerlei Regierungserfahrung. Und da haben wir noch gar nicht über die hunderten Mitarbeiter gesprochen, die dieser neu aufzustellende Apparat benötigt, um reibungslos zu funktionieren. Und das muss er. Haben die Ungarn doch deutlich zum Ausdruck gebracht, dass sie Veränderungen wollen. Und das rasch. Dieses Kunststück muss Magyar zustande bringen. Wenn nicht, wird er genauso schnell wieder weg sein, wie er da war. Einen ganz anderen Machtübergang haben einige in der SPÖ Niederösterreich geplant gehabt. Dort hat die nach Wien in die Bundesregierung weggelobte SPÖ-Staatssekretärin Königsberger-Ludwig völlig überraschend bekannt gegeben, dass sie beim bevorstehenden Parteitag Ende Mai gegen den amtierenden SPÖ-Landeschef Sven Hergovich antreten will. Die Situation in der Landespartei sei zurzeit „sehr schwierig“, man nehme die SPÖNÖ nicht als „konstruktive Kraft“ wahr, begründete KönigsbergerLudwig ihre Kandidatur. Ihr Ziel sei es, ein starkes Personalpaket für die Zukunft zu schnüren und ein verlässliches, konsensfähiges Angebot für die Landtagswahl 2028 zu machen. Der Masterplan dahinter dürfte wohl auf die vergangenen Koalitionsverhandlungen mit Landeshauptfrau Mikl-Leitner zurückzuführen sein. Hat der damals neu installierte SP-NÖChef Sven Hergovich diese doch ordentlich versemmelt und ist auf dem Abstellgleis gelandet. Das ist an seiner mangelnden Kompromissfähigkeit gelegen. So wollte er sich lieber die Hand abhacken als den Koalitionspakt mit der ÖVP zu unterschreiben. Das hat Mikl-Leitner nicht vergessen. Schließlich wurde sie durch diese unprofessionelle Aktion Hergovichs in eine Koalition mit der von ihr ungeliebten FPÖ gezwungen. Da wäre eine streichelweiche Königsberger-Ludwig, die schon einmal mit der ÖVP mitregieren durfte und von dieser über den grünen Klee gelobt wurde, weitaus angenehmer. Es ist wohl sehr wahrscheinlich, dass im Büro MiklLeitners die Sektkorken geknallt haben, als sie vom Antritt Königsberger-Ludwigs erfahren hat. Man hat hier ein Fenster gesehen, um die lästigen Freiheitlichen los zu werden. Doch dieses Fenster hat sich rasch wieder geschlossen. Wenige Tage nachdem der Wille KönigsbergerLudwigs zu einer Kampfabstimmung an die Medien verraten worden ist, hat sie nach einer Sitzung der SPÖ-Gremien ihre Kandidatur wieder zurückgezogen. Geschätzte Leser! Liebe Leserinnen! EDITORIAL von Heinz Knapp IMPRESSUM: Herausgeber/Chefredaktion/Verleger/Inhaber: Heinz Knapp, h.knapp@das-wien.at UID: ATU 63468713, redaktion@das-wien.at Lektorat: Alfred Eichhorn Grafik: Daniel Knapp, daniel.knapp@das-wien.at; Druck: Mafra Print, 15000 Praha; Vertrieb: Österreichische Post AG, Haidingergasse 1, 1030 Wien; Straßen- und Geschäftsverteilung - Wiener Stadtgebiet Verlagsadresse/Rechnungswesen/Grafik/Produktion: Die Agentur - Unabhängige Wochenzeitung, Heinz Knapp, Chorturmblick 1, 9061 Klagenfurt, www.das-wien.at Offenlegung gem. § 25 MedienG: Online unter www.das-wien.at Bei bezahlten Anzeigen, PR-Artikeln und namentlich gekennzeichneten Berichten liegt die inhaltliche Verantwortung beim Auftraggeber. Alle Berichte beziehen sich auf Stand 16.04.2026, 10:00 Uhr Tag des Zu-Fuß-Gehens: Buntes Programm am Schottentor Am 27. April laden wir zum Tag des Zu-Fuß-Gehens auf die Wiener Ringstraße ein. Zwischen 15.00 und 18.00 Uhr gibt es am Schottentor ein buntes Programm, das unsere Füße als smartes Verkehrsmittel feiert. Mit SalsaStreet-Workshop und Coffe to go für den notwendigen Schwung, dem beliebten Silly-Walk-Contest für den Schmäh und einem Glücksrad mit den begehrten Goodies von Wien zu Fuß“, erklärt Fußgängerbeauftragte Petra Jens von der Mobilitätsagentur Wien. „Mitmachen kann man auch mit den eigenen Füßen: Gemeinsam wollen wir 100 Millionen Schritte sammeln, oder 25-mal Österreich umrunden. Wer mit der „Wienzu-Fuß“ App zwischen 27. April und 27. Mai 2026 seine Schritte zählt, ist mit dabei und kann mit etwas Glück großartige Preise gewinnen. Die Schritte Challenge #gehmit2026 ist eine Kooperation mit der österreichweiten App „Walk15””, ergänzt Petra Jens. Zudem werde über die geplante Neugestaltung der Geh- und Radwege auf der Ringstraße informiert. Die schattige Allee, auf der sich jetzt noch Fußgängerinnen und Fußgänger mit Radlerinnen und Radlern den engen Platz teilen müssen, wird künftig zu einer Allee zum Zu-Fuß-Gehen. Die Gehsteige entlang der Gebäude werden schön gepflastert und begrünt, die Nebenfahrbahn wird zum Radweg. Am Schottenring entsteht so Platz für zusätzliche 900 Quadratmeter Grünfläche mit Sitzbänken im Schatten. “Das Zu-Fuß-Gehen am Ring wird in Zukunft viel angenehmer und einladender. Das ist ein guter Grund, den Tag des Zu-Fuß-Gehens genau dort zu begehen“, so Jens abschließend. © Sebastian Philipp
DAS WIEN AKTUELL 3 Wien beobachtet Wohnungsmarkt mit Argusaugen und schärft nach Die neue Wiener Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch evaluiert auch die Daten zu Kurzzeitvermietungen. Von der Opposition hagelt es Kritik! www.das-wien.at Die neue Wiener Wohn- und Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch (SPÖ) setzt in einem der sensibelsten Politikfelder der Stadt auf einen sachlichen und verantwortungsvollen Zugang. Mit ihrer Ankündigung, die bestehenden Regeln für touristische Kurzzeitvermietungen evaluieren zu wollen, signalisiert sie, dass die Stadt Wien den Wohnungsmarkt aufmerksam beobachtet und bereit ist, dort nachzuschärfen, wo es notwendig ist. Gerade in einem so komplexen Bereich wie Wohnen, in dem rechtliche, soziale und wirtschaftliche Fragen eng miteinander verflochten sind, erscheint ein sorgfältiges Vorgehen sinnvoll. Dennoch kommt von Grünen, FPÖ und ÖVP bereits scharfe Kritik, denen der von Hanel-Torsch eingeschlagene Kurs nicht weit genug geht. Vor allem die Grünen drängen auf ein sofortiges und deutlich härteres Vorgehen gegen touristische Kurzzeitvermietungen. Im Zentrum ihrer Kritik stehen Wohnungen, die dauerhaft als Tourismusappartements genutzt werden und damit dem regulären Wohnungsmarkt entzogen seien. Dabei blendet die Kritik der Grünen jedoch aus, dass die Stadt Wien bereits in den vergangenen Jahren auf die Entwicklungen im Bereich der Kurzzeitvermietung reagiert und die Regeln verschärft hat. Die von Hanel-Torsch angekündigte Evaluierung kann daher auch als Ausdruck einer Politik verstanden werden, die Maßnahmen nicht bloß ankündigt, sondern ihre Wirksamkeit überprüft und auf dieser Grundlage weitere Schritte setzt. Gerade im Wohnbereich, wo Eingriffe massive Auswirkungen auf Eigentümer, Mieter und Investoren haben, ist eine belastbare rechtliche Grundlage entscheidend. Die Grünen fordern nun ein Aus für Ausnahmebewilligungen innerhalb von Wohnzonen. Zur Untermauerung ihrer Forderungen verweisen die Grünen auf Zahlen aus einer Anfragebeantwortung der früheren Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál. Demnach gab es im Jahr 2025 bei der Baupolizei 305 Verfahren zur Umwandlung in Tourismusappartements, 132 Umwandlungen seien bereits bewilligt worden. Besonders kritisch sehen sie, dass sich die Entwicklung längst nicht mehr auf die inneren Bezirke beschränke, sondern zunehmend auch Bezirke außerhalb des Gürtels erfasse. Als Beispiel wird Favoriten genannt, wo die Zahl angebotener Wohnungen deutlich gestiegen sei. Auch Grünen-Klubobmann und Wohnbausprecher Georg Prack zeichnete ein alarmierendes Bild. Rein auf der Plattform Airbnb würden in Wien aktuell mindestens 14.000 Wohnungen dauerhaft touristisch genutzt. Damit gebe es in der Stadt inzwischen mehr touristisch genutzte Wohnungen als der gesamte Bezirk Josefstadt an Wohnungen aufweise. Für die Freiheitlichen steht weniger die Regulierung touristischer Kurzzeitvermietung im Vordergrund als vielmehr die Frage leistbaren Wohnens im Gemeindebau und im geförderten Wohnbau. FPÖ-Chef Dominik Nepp forderte eine Mietensenkung bei Wiener Wohnen, verwies auf einen milliardenschweren Investitionsstau und sprach von regelmäßig „menschenunwürdigen Zuständen“ in Gemeindebauten. Darüber hinaus verlangte er geförderte Wohnungen für Österreicher, Maßnahmen gegen Anleger im gemeinnützigen Wohnbau sowie mehr Transparenz bei Bauträgerwettbewerben. Auch die Wiener ÖVP übte Druck auf die neue Stadträtin aus. Wohnbausprecher Lorenz Mayer forderte „konkrete Handlungen für leistbares Wohnen“. Die Volkspartei sieht die Defizite vor allem in steigenden Wohnkosten, mangelnder Transparenz und einem zu geringen Stellenwert von Eigentum. Sie verlangt daher eine „Eigentumsoffensive“, insbesondere durch einen Ausbau von Miet-Kauf-Modellen. Ungeachtet dieser Kritik zeigt sich bereits zu Beginn der Amtszeit von Elke Hanel-Torsch, dass die SPÖ das Thema Wohnen weiterhin als zentrale soziale Aufgabe versteht. Die Ankündigung einer Evaluierung kann dabei als Versuch gelesen werden, nicht vorschnell auf politische Schlagworte zu setzen, sondern auf Basis von Daten, Erfahrungen und rechtlicher Umsetzbarkeit zu handeln. In einem angespannten Wohnungsmarkt ist ein solcher Zugang geeignet, nachhaltige Lösungen zu entwickeln, statt kurzfristige Symbolpolitik zu betreiben. H. K. © Ki generiert/firefly
DAS WIEN AKTUELL 4 NAT XXXL Küchenaktionen Ausgenommen alle Werbe-, Aktions- und XXXLutz Tippartikel aus den aktuellen und in den letzten 30 Tagen gültigen Prospekten auf xxxlutz.at/prospekte und Online Only Produkte 2) Gültig vom Katalogpreis. 2+3) Gültig bis 28.04.2026. Nicht mit anderen Aktionen (z. B. Gutscheinen oder Rabattaktionen) kumulierbar. Alle Preise sind Abholpreise. Nicht gültig auf bereits getätigte Aufträge, Abverkaufsprodukte und Österreichs bester Preis Produkte. 3) Gegenüber den Einzelpreisen lt. DAN Preisliste. Aktion gültig beim Kauf einer kompletten DANKüche. Impressum: Herausgeber u. Verleger: XXXLutz KG, Römerstraße 39, 4600 Wels. ab 2.000,- bis 4.500,- 15%4) Rabatt von 4.501,- bis 6.000,- 16%4) Rabatt von 6.001,- bis 8.500,- 17%4) Rabatt von 8.501,- bis 10.000,- 18%4) Rabatt von 10.001,- bis 12.500,- 20%4) Rabatt von 12.501,- bis 15.000,- 22%4) Rabatt ab 15.001,- 25%4) Rabatt IN FORM VON GUTSCHEINEN FÜR IHREN NÄCHSTEN EINKAUF. FÜR BESTEHENDE UND NEUE PREISEPASSINHABER. Ausgenommen alle Werbe-, Aktions- und XXXLutz Tippartikel aus diesem, den beiliegenden und in den letzten 30 Tagen gültigen Prospekten und Online Only Produkte 4) Für bestehende und neue Preisepassinhaber. Gültig bis 28.04.2026. Aktion gültig beim Kauf vieler Einbauküchen ab € 3.500,-. Nicht gültig auf bereits getätigte Aufträge, Abverkaufsprodukte und Österreichs bester Preis Produkte. Nicht einzulösen auf Online Only, Preishit und Marktplatz Produkte im Online Shop. Nicht mit anderen Aktionen (z. B. Gutscheinen oder Rabatt-aktionen) kumulierbar. Alle Preise sind Abholpreise. RABATT XXXL Großkauf50% Bis minus Markenrabatt VOM HERSTELLERLISTENPREIS 1) Sie erhalten bis 28.04.2026 minus 10% on Top auf Ihren Möbel- und Leuchteneinkauf. In Form von Gutscheinen für Ihren nächsten Einkauf. Auch zusätzlich auf alle Prozentaktionen und Markenrabatte, ausgenommen sind nur bereits getätigte Einkäufe, Gutscheinaktionen, Gutscheinkäufe, Serviceleistungen, Online Only Produkte, Abverkaufsprodukte, Österreichs bester Preis Produkte und bereits reduzierte Produktangebote in unseren Prospekten auf xxxlutz. at/prospekte. Bitte Gutschein vor jedem Einkauf vorweisen. Impressum: Herausgeber u. Verleger: XXXLutz KG, Römerstraße 39, 4600 Wels. -55% auf viele Einbauküchen der Marken Dieter Knoll2), Novel2), Celina2), Venda2 und Dan3) VOM KATALOGPREIS BIS Ausgenommen alle Werbe-, Aktions- und XXXLutz Tippartikel aus den aktuellen und in den letzten 30 Tagen gültigen Prospekten auf xxxlutz.at/prospekte und Online Only Produkte ANZEIGE
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DAS WIEN AKTUELL 6 Die Abwahl Viktor Orbáns nach sechzehn Jahren an der Spitze der ungarischen Regierung markiert eine politische Zäsur, die weit über die Grenzen des Landes hinausreicht. Kaum irgendwo in Europa wurde das Ergebnis mit größerer Aufmerksamkeit verfolgt als in Brüssel, Berlin und Wien. Für die einen ist es ein Sieg der liberalen Demokratie über einen unbequemen Nationalkonservativen, für die anderen der Verlust eines der letzten Regierungschefs in Europa, der sich dem politischen und ideologischen Gleichschritt der Europäischen Union konsequent entgegengestellt hat. Gerade dieser Gegensatz zeigt, dass es bei der Wahl in Ungarn nicht nur um einen Regierungswechsel in einem Mitgliedstaat ging, sondern um eine Richtungsentscheidung von grundsätzlicher Bedeutung für die Zukunft Europas. Gegenpol zu EU-Zentralismus Orbán war über viele Jahre hinweg für breite Teile des konservativen und patriotischen Lagers in Europa eine Symbolfigur. Er verkörperte den Anspruch, nationale Souveränität gegen supranationale Einflussnahme zu verteidigen, staatliche Grenzen zu schützen, eine eigenständige Familien- und Gesellschaftspolitik zu verfolgen und sich nicht jedem politischen Trend zu unterwerfen, der aus Brüssel oder den westlichen Metropolen vorgegeben wurde. Gerade in Fragen der Migration, des Grenzschutzes und der kulturellen Selbstbehauptung nahm Ungarn unter seiner Führung eine Sonderrolle ein. Während viele Regierungen Europas bereitwillig Kompetenzen abgaben oder Konflikten auswichen, inszenierte sich Orbán als Gegenpol zu einem EUZentralismus, der immer stärker in die inneren Angelegenheiten der Mitgliedstaaten eingreife. Grundsatzfrage Dass mit seiner Abwahl nun ausgerechnet jene Kräfte in Jubel ausbrechen, die Orbán über Jahre hinweg als Störfaktor, Bremser und politischen Außenseiter behandelt haben, ist daher wenig überraschend. Gleichzeitig wirft dieser Jubel Fragen auf. Denn wenn der politische Wechsel in einem souveränen Staat vor allem deshalb begrüßt wird, weil damit unliebsamer Widerstand gegen Projekte der Europäischen Union wegfallen könnte, dann ist Misstrauen angebracht. In einem demokratischen Europa müsste es selbstverständlich sein, dass unterschiedliche politische Modelle nebeneinander bestehen können, solange sie auf freien Wahlen beruhen und vom jeweiligen Volk getragen werden. Wenn hingegen die Erleichterung darüber überwiegt, dass nun ein unbequemer Akteur ausgeschaltet ist, entsteht der Eindruck, dass politische Vielfalt innerhalb der Union zwar beschworen, in der Praxis aber nur so lange akzeptiert wird, wie sie sich im Rahmen des erwünschten Meinungskorridors bewegt. Künstliche Wertegemeinschaft? Die Vorgeschichte dieser Wahl hat diesen Eindruck zusätzlich verstärkt. Orbáns Gegner im In- und Ausland hatten ihre Hoffnung nie verhehlt, dass Ungarn politisch wieder enger an die Linie der EUKernstaaten herangeführt werden müsse. Streitigkeiten um Fördermittel, Rechtsstaatsmechanismen, politische Kampagnen und der ständige öffentliche Druck aus europäischen Institutionen bildeten einen Hintergrund, vor dem die Wahl stattfand. Für Orbáns Anhänger ist deshalb klar, dass die politischen Machtverhältnisse in Ungarn nicht allein durch den innerstaatlichen Wettbewerb geprägt wurden, sondern auch durch massiven äußeren Einfluss. Ob man diese Sicht in allen Punkten teilt oder nicht, sie verweist auf ein grundlegendes Problem: Die Europäische Union präsentiert sich gerne als Wertegemeinschaft, gerät aber immer wieder in den Verdacht, politische und finanzielle Hebel gezielt einzusetzen, um Regierungen mit unerwünschtem Kurs unter Druck zu setzen. Wählerwille zu akzeptieren Unabhängig davon bleibt festzuhalten, dass das ungarische Volk entschieden hat und dass diese Entscheidung in einer Demokratie zu respektieren ist. Der Wähler ist der Souverän, und sein Urteil gilt. Gerade deshalb verbietet sich auch jede herablassende Reaktion auf das Ergebnis. Wer Demokratie ernst nimmt, darf Wahlen nicht nur dann als Ausdruck des Volkswillens feiern, wenn sie das eigene Weltbild bestätigen. Die Akzeptanz des Wahlergebnisses gehört ebenso dazu wie die Bereitschaft, politische Gegner nicht nachträglich moralisch zu delegitimieren. Dass Orbán die Entscheidung der Wähler hinnimmt, entspricht Machtwechsel in Ungarn – Orbán geht – Magyar kommt zu 2/3-Mehrheit Die lange Ära von Fidesz-Premier Victor Orbán ist zu Ende. „Ein langer Albtraum endet“, so der Sieger Petèr Magyar von konservativer Tisza. Viktor Orbán wurde nach 16 Jahren als Regierungschef abgewählt Foto: wikimedia.org/Vox España
DAS WIEN AKTUELL 7 genau diesem demokratischen Grundverständnis, auch wenn seine Gegner ihm dieses Verständnis oft abgesprochen hatten. Behutsamer Kurswechsel? Die politische Bilanz seiner Regierungszeit wird freilich umstritten bleiben. Für die einen war sie geprägt von Machtkonzentration, parteipolitischer Dominanz und einer Polarisierung des Landes. Für die anderen war sie eine Phase der Stabilität, der sicherheitspolitischen Klarheit und des Beharrens auf nationaler Selbstbestimmung in einer Zeit wachsender europäischer Vereinheitlichung. Gerade in Mittel- und Osteuropa wurde Orbán deshalb vielfach nicht als Problem, sondern als Schutzfigur gesehen, als jemand, der das Primat des Nationalstaats gegenüber einer zunehmend entgrenzten europäischen Politik verteidigte. Mit seiner Abwahl endet somit mehr als nur eine lange Regierungsära. Es endet ein Abschnitt europäischer Politik, in dem Ungarn als hartnäckiger Störfaktor aus Sicht der einen und als letztes Bollwerk gegen Zentralisierung aus Sicht der anderen galt. Ob die neue politische Führung in Budapest tatsächlich einen anderen Kurs einschlägt oder ob sich rasch zeigt, dass auch sie an den Realitäten nationaler Interessen und internationaler Konflikte nicht vorbeikommt, wird sich erst weisen. Sicher ist nur, dass der Widerstand gegen die Machtansprüche Brüssels mit dieser Wahl keinen endgültigen Schlusspunkt gefunden hat. Denn die Spannungen zwischen nationaler Selbstbestimmung und europäischer Integration, zwischen demokratischer Entscheidung vor Ort und politischer Steuerung von oben bleiben bestehen. Die Wahl in Ungarn hat sie nicht beendet, sondern nur in eine neue Phase geführt. H. K. Peter Magyar der konservativen „Tisza“ war der klare Wahlsieger Foto: wikimedia.org/European Union, 1998 – 2026 Das Familienhotel am Längsee im Zentrum Kärntens HOTEL FASCHING mit 1.800 m Naturbadestrand, Tennisplatz, Fahrräder, Wanderbus, Fun-Court, Top Pauschalen, Streichelzoo, Alpen-Adria, Kulinarik, Haustiere erlaubt, Wörthersee Plus Card Großzügige Kinderermäßigung mit Getränkebüffet und attraktives Rahmenprogramm HP ab € 82,- ... ankommen auspacken wohlfühlen ... 9313 St. Georgen am Längsee Tel.: +43(0) 4213 2128 office@hotel-fasching.at WWW.HOTEL-FASCHING.AT Top-Pauschalen Sparfuchs Kurz und Gut ANZEIGE
DAS WIEN AKTUELL 8 „Vize-Außenministerin“ jettet auf Steuerkosten auf die Seychellen Ministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) beschert leitender Beamtin einen Luxusflug und -aufenthalt für „eine Stimme“ im UN-Sicherheitsrat. Die Seychellen beherbergen einzigartige Flora und Fauna, darunter die berühmte Seychellenpalme (Coco de Mer). Die Inseln zeichnen sich durch dichten tropischen Regenwald, das Granitgestein auf den inneren Inseln und weite Korallenriffe aus. „Die Mischung aus Sonne, blauem Himmel, weißem Sandstrand, grünen Palmen, türkisblauem Meer und den für die Seychellen charakteristischen Granitfelsen beschert ein unvergleichliches Bild“, heißt es in der Tourismuswerbung. Ein Traumziel, das allerdings nur mit gut befüllter Brieftasche zu erreichen ist. Denn die Reisen ins tropische Paradies sind sauteuer. Weitaus billiger – nämlich gratis – ist es, wenn man dienstlich ins Urlaubsparadies muss. Dieses „schreckliche“ Schicksal ereilte die Leiterin der der Sektion II für politische Angelegenheiten des Außenministeriums. Sie wurde von Außenministerin Beate MeinlReisinger (Neos) für einen Besuch des Außenamts-Staatssekretärs, der Seychellen, abgestellt und musste die rund 7000 Kilometer Flug nach Mahé, der Hauptstadt des Inselstaats, über sich ergehen lassen. Spannende Zusatzinfo für alle CO2 Begeisterten: Bei diesem 7.000-Kilometer-Trip werden 9.000 Kilo Kerosin verbraucht. Sitz in UN Sicherheitsrat Ein Flug auf die Seychellen kostet mindestens 750 Euro, in der Business-Class ab 2800 Euro aufwärts. Über die Kosten und die Dauer des Aufenthalts ist noch nichts bekannt, da das Außenministerium telefonisch keine Auskunft geben wollte. Eine schriftliche Anfragebeantwortung steht noch aus. Wer sich jetzt fragt, warum diese Reise stattgefunden hat, wird staunen. Das Treffen der österreichischen Beamtin, die auf den Seychellen als „Vize-Außenministerin“ betitelt wurde, mit dem dortigen Amtskollegen diente dazu, um für eine Stimme für Österreich im UN-Sicherheitsrat zu werben. Denn Österreich bewirbt sich derzeit um einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat für die Amtsperiode 2027 bis 2028. Überforderte Außenministerin Außerdem sei auch über die Diaspora der Seychellois in Österreich gesprochen worden, berichtet die Regierung der Seychellen über den Besuch der österreichischen „Vize-Außenministerin“. Ein ganz wichtiges Thema, sollen doch etwa 50 Inselbewohner bei uns in Österreich leben. Besonders brisant ist, dass die Falschbezeichnung „Vize-Ministerin“ auf der offiziellen Website der Regierung der Seychellen seit mehreren Tagen online ist und bis heute weder korrigiert noch offiziell klargestellt wurde. „Das unterstreicht Meinl-Reisingers Überforderung noch. Ein einziges Telefonat hätte genügt, um diese Peinlichkeit richtigzustellen. Dass nichts passiert, zeigt, dass man im Meinl-Reisinger-Ministerium offensichtlich kein Problem damit hat, wenn österreichische Beamte im Ausland als angebliche Regierungsmitglieder aufschlagen. Haben die Neos zu wenig Posten? Was soll dieser Wahnsinn und dieses Chaos?”, kritisierte FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz. Verhöhnung der Steuerzeahler Österreichs Außenministerium hat wohl aus gutem Grund auf seiner Homepage über diese Reise der Sektionschefin nicht groß berichtet, obwohl sonst jeder Nizza- oder Turkmenistan-Trip von Deregulierungs-Staatssekretär Sepp Schellhorn eine Pressemeldung wert ist. Während uns Österreichern Regierungsmitglieder raten, aufgrund der hohen Kosten die Heizung zurückzudrehen sowie „ein Jackerl anzuziehen“, und während der Finanzminister mit neuen Steuer-Ideen das gewaltige Budgetloch stopfen will, fliegt die „Vize-Außenministerin“ (so schreibt das wörtlich die Regierung der Seychellen) 7000 Kilometer auf ein Insel-Paradies. Botschafterin Hannah Liko liefert dann aber nur ein Handshake-Foto mit einem Staatssekretär der Seychellen. Eine Videokonferenz wäre wohl günstiger gewesen. Regierung verprasst Steuergeld Die ÖVP-SPÖ-Neos-Bundesregierung spricht immer wieder vom „Sparen im System“, verhöhnt aber weiterhin alle österreichischen Steuerzahler. Ein charakterlich bedenkliches Dienstwagen-Upgrade des Einsparungsstaatssekretärs, dann auf Social-Media-Plattformen viel kritisierte Reisen von Sepp Schellhorn nach Turkmenistan und Nizza, dazu noch ein Gold-Kleid-Auftritt von Beate Meinl-Reisinger in Ägypten, vier Besuche mit Geld-Zusagen in der Ukraine, und auch eine Überweisung von 19,3 Millionen Euro Steuergeld von Wien an die syrische Regierung, die von einem Ex-Terroristen dirigiert wird. Und das innerhalb nur eines Jahres. H. K. screenshot Facebook
DAS WIEN AKTUELL 9 www.murauerbier.at „Retro is des neue Modern!“ INS_Sujet_Wien_Kärnten_A4abfallend_01.pdf 1 12.11.2025 09:08:43 ANZEIGE
DAS WIEN AKTUELL 10 Herr Präsident Flechl, viele kleine und mittlere Unternehmen kämpfen mit steigenden Kosten, schwieriger Finanzierung und zunehmender Bürokratie. Wie ernst ist die Lage? Alexander Flechl: Die Lage ist ernst – aber nicht hoffnungslos. Wir sehen eine strukturelle Mehrfachbelastung: hohe Energiepreise, Lohnnebenkosten, regulatorische Anforderungen und eine restriktivere Kreditvergabe. Besonders KMU geraten dadurch unter Druck. Dabei sind sie das Fundament unseres Wohlstands. Über 99 Prozent aller Unternehmen in Österreich sind kleine und mittlere Betriebe. Wenn sie schwächeln, schwächt das den gesamten Standort. Aktuell befürchten Experten eine mögliche Insolvenzwelle mit bis zu 8.000 Betrieben pro Jahr. Hier herrscht also Handlungsbedarf, um gegenzusteuern. Sie haben mit dem UnternehmerCircle das sogenannte ALEX-PlusSystem entwickelt. Was verbirgt sich dahinter? Flechl: ALEX steht für einen strukturierten Entwicklungsprozess: A – Analyse L – Liquiditätssicherung E – Entwicklung X – Expansion Das „Plus“ steht für strategische Beteiligungen, Investorenanbindung und langfristige Begleitung. Wir arbeiten nicht mit punktuellen Beratungsansätzen, sondern mit einem integrierten System. Ziel ist die nachhaltige Stärkung der Eigenkapitalbasis und die strukturelle Wettbewerbsfähigkeit. Ein zentraler Bestandteil ist Ihre sogenannte Spektralanalyse. Was unterscheidet diese von klassischen Prüfungen? Flechl: Klassische Analysen betrachten Vergangenheitszahlen. Unsere Spektralanalyse analysiert das gesamte „Unternehmensspektrum“: Kapitalstruktur und Liquiditätsdynamik Marktposition und Innovationsfähigkeit Managementqualität und Entscheidungsstruktur Skalierbarkeit und Effizienz Unternehmenskultur und Zukunftspotenzial Man kann es mit einem Belastungs-EKG vergleichen. Wir erkennen frühzeitig Risiken – aber vor allem Chancen. Gerade in Phasen drohender Insolvenz ist das entscheidend. Viele Unternehmen sind operativ gesund, aber strukturell unterkapitalisiert. Sie gehen in bestimmten Fällen auch Beteiligungen ein. Wie funktioniert das? Flechl: Wir setzen auf partnerschaftliche Modelle: Stille Beteiligungen Eigenkapitalstärkung Co-Investments Restrukturierungsbeteiligungen Unser Ansatz ist langfristig. Es geht nicht um Spekulation, sondern um Stabilisierung und Wachstum. Ziel ist immer die unternehmerische Selbstständigkeit – nicht deren Verlust. Gerade in InsolvenzvermeidungsSituationen kann eine rechtzeitig strukturierte Beteiligung Arbeitsplätze sichern und volkswirtschaftlichen Schaden verhindern. Welche Rolle spielt Wien in diesem Modell? Flechl: Wien hat enormes Potenzial: Zentrale europäische Lage Qualifizierte Fachkräfte Internationale Anbindung Universitäre Exzellenz Doch dieses Potenzial wird nicht voll ausgeschöpft. Wien könnte Europas KMU-Drehscheibe zwischen West- und Osteuropa werden. Dafür braucht es eine klare Strategie: Eigenkapital stärken. Investitionen erleichtern. Bürokratie reduzieren. Innovation fördern. Wenn wir Wiener KMU stabilisieren, sichern wir Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Welche konkreten Maßnahmen braucht es aus Ihrer Sicht? Flechl: Fünf zentrale Punkte: 1. Eigenkapitalförderung statt reiner Kreditpolitik KMU brauchen Substanz, nicht nur Schulden. 2. Steuerliche Investitionsanreize Wer investiert und Arbeitsplätze schafft, muss entlastet werden. 3. Entbürokratisierungsoffensive Unternehmer sollen Unternehmen führen – nicht Aktenordner. 4. Standortpartnerschaften zwischen Stadt, Bund und Wirtschaft Koordinierte Strategien statt isolierter Maßnahmen. 5. Insolvenzprävention als Standortstrategie Früherkennungssysteme und Beteiligungsmodelle sind günstiger als Firmenzusammenbrüche. Das ist keine Subventionslogik – das ist strukturelle Wirtschaftspolitik. Ihre Botschaft an Unternehmerinnen und Unternehmer? Flechl: Warten Sie nicht, bis der Druck existenziell wird. Lassen Sie Ihr Unternehmen professionell analysieren. Denken Sie Eigenkapital strategisch. Nutzen Sie Netzwerke. Wien und Österreich kann stark bleiben – wenn wir den Mittelstand und die KMUs ins Zentrum stellen. Vielen Dank für das Interview! Flechl: Ich danke Ihnen! Das Gespräch führte Herausgeber Heinz Knapp mit Präsident Alexander Flechl vom UnternehmerCircle Verband. „Wien und Österreich kann definitiv Europas KMU-Drehscheibe werden“ Präsident Alexander Flechl über das ALEX-Plus-System, Spektralanalyse, Beteiligungsmodelle – und eine neue Agenda für den Standort Österreich. Foto beigestellt
DAS WIEN AKTUELL 11 Schönbrunn begrüßt Rotes Panda-Weibchen Im Tiergarten Schönbrunn gibt es seit Ende März einen vierbeinigen Neuzugang: Bei den Roten Pandas ist im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes ein neues Weibchen eingezogen. Das neun Monate alte Tier stammt aus dem Parco Faunistico La Torbiera in Italien. „Das Rote Panda-Weibchen machte von Anfang an einen entspannten Eindruck. Nach seiner Ankunft hat es sich rasch eingelebt und schon bald Bambus gefressen. Das Zusammenleben mit unserem Männchen wirkt sehr harmonisch. Wir hoffen nun natürlich, dass die beiden künftig für Nachwuchs sorgen werden“, so Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck. Wer den Neuzugang beobachten möchte, muss meist hoch nach oben schauen: Ähnlich wie sein männlicher Artgenosse, hält sich das Weibchen besonders gerne in den Bäumen auf. Dort klettern und ruhen die beiden Roten Pandas regelmäßig. Hering-Hagenbeck: „Rote Pandas sind ausgezeichnete Kletterer. Ihre scharfen Krallen und behaarten Sohlen geben den Tieren sicheren Halt, während der buschige Schwanz ihnen dabei hilft, das Gleichgewicht zu halten.“ Rote Pandas bewohnen Gebirgs- und Bambuswälder im östlichen Himalaya und im Südwesten Chinas. Dort herrschen teils eisige Temperaturen. Rote Pandas sind mit ihrem dichten Fell jedoch bestens an kühles Wetter angepasst. Die Tiere kommen daher auch mit dem derzeitig wechselhaften Frühlingswetter in Wien sehr gut zurecht. „Das Männchen und das Weibchen sind einfach zu unterscheiden, das Weibchen hat eine deutlich hellere Gesichtszeichnung. Rote Pandas gelten leider als stark gefährdet. Besonders die Abholzung von Wäldern und Wilderei sind für den Rückgang dieser Tierart verantwortlich“, erläutert Rupert Kainradl, MSc., zuständiger Kurator im Tiergarten. Mit dem Großen Panda sind Rote Pandas trotz ihres Namens nicht näher verwandt. Sie bilden ihre eigene Familie: die Katzenbären. Näher sind Rote Pandas etwa mit den Waschbären oder den Nasenbären verwandt, die wiederum zur Familie der Kleinbären gehören. © Daniel Zupanc Karl L. 80 Jahre | Zeitzeuge Spenden Sie auf care.at „ Das hat mir sehr geholfen. Heute kann ich anderen helfen.“ 104.1025003_80_Jahre_Anzeige_Karl_200x128abf_v01_RZ_DasWien.indd 1 05.11.25 16:23
DAS WIEN AKTUELL 12 Österreich erlebt wirtschaftlich keine kurze Delle mehr, sondern eine anhaltende Schwächephase, die längst zu einer politischen Anklage geworden ist. Während andere Länder zumindest wieder zaghaft Tritt fassen, steckt die Republik noch immer in einer Mischung aus Rezession, Investitionsflaute und Kaufkraftverlust. Das WIFO spricht inzwischen vom dritten Rezessionsjahr, die von der Österreichischen Nationalbank erwartete Stabilisierung für 2026 ist ebenso ausgeblieben wie ein prognostiziertes spürbareres Wachstum. Mit anderen Worten: Für Betriebe, Arbeitnehmer und Familien ist die Krise nicht vorbei, sie wird nur verwaltet. Besonders bitter ist dabei, dass Österreichs Probleme nicht nur von außen kommen. Gewiss belasten die schwache Weltkonjunktur, hohe Energiepreise und geopolitische Spannungen die exportorientierte Wirtschaft. Doch die hausgemachten Faktoren wiegen schwer. Hohe Abgaben, ausufernde Bürokratie, schleppende Genehmigungen, Unsicherheit bei Investitionen und ein Staat, der in den vergangenen Jahren vor allem mit Ankündigungen statt mit Strukturreformen aufgefallen ist. Wenn das WIFO bestenfalls Stagnation beziehungsweise nur minimale Veränderung erwartet und erst 2026 ein zartes Wachstum sieht, dann ist das kein Zeichen solider Regierungsarbeit, sondern Ausdruck eines Landes, das unter seinen Möglichkeiten bleibt. Politik-Versagen Für die Bevölkerung fühlt sich diese Lage deshalb so bedrückend an, weil die Statistiken den Alltag bestätigen. Die Inflation ist zwar weit von den Höchstständen der Jahre 2022 und 2023 entfernt, aber sie bleibt spürbar. Der Preisauftrieb hat sogar zuletzt wieder angezogen. Für viele Haushalte bedeutet das: Die große Preisexplosion ist vorbei, die teure Normalität aber geblieben. Wohnen, Lebensmittel, Energie und Dienstleistungen haben sich auf hohem Niveau festgesetzt, während Löhne und Pensionen den Verlust der vergangenen Jahre nur teilweise ausgleichen. Der Konsum erholt sich deshalb nur zögerlich. Noch deutlicher zeigt sich das Versagen der Politik in der Industrie und am Bau. Gerade diese Sektoren müssten in einer exportstarken Volkswirtschaft wie Österreich zu den Stützen des Aufschwungs gehören. Stattdessen meldet Statistik Austria weiterhin schwache Produktionsdaten, während WIFO und OeNB seit Monaten auf eine anhaltende Industrierezession verweisen. Zwar gibt es vereinzelt positive Signale, doch von echter Dynamik kann keine Rede sein. Vor allem im Bauwesen wirken die hohen Finanzierungskosten der vergangenen Jahre, die Verunsicherung am Immobilienmarkt und fehlende Impulse nach. Die Regierung hat es nicht geschafft, rechtzeitig gegenzusteuern und Investitionen so zu entlasten, dass ein echter Neustart möglich geworden wäre. Stabiler Arbeitsmarkt Am Arbeitsmarkt ist die Lage stabiler, als man es angesichts der schwachen Konjunktur erwarten könnte, aber auch hier bröckelt die Fassade. Derzeit stiegt die Arbeitslosigkeit wieder. Das heißt im Klartext: Österreich zahlt die wirtschaftliche Stagnation schleichend mit weniger Dynamik bei Beschäftigung, mehr Druck auf Arbeitslose und steigender Unsicherheit in den Betrieben. Noch ist kein massiver Einbruch zu sehen, aber genau das macht die Lage politisch so trügerisch. Die Regierung kann sich darauf ausruhen, dass der Arbeitsmarkt noch nicht ganz kollabiert ist, obwohl die wirtschaftliche Substanz bereits erodiert. Hinzu kommt die prekäre Budgetlage. Die Europäische Kommission erwartet für Österreich weiter steigende Schuldenquoten und verweist auf anhaltende Defizite. Damit wird sichtbar, wie unerquicklich die Bilanz der vergangenen Jahre ist: Der Staat gibt viel Geld aus, aber die Wirkung auf Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Entlastung bleibt begrenzt. Es ist die teuerste Form politischen Stillstands. Die Bürger zahlen hohe Steuern und Abgaben, die Unternehmen kämpfen mit Kosten und Vorschriften, und trotzdem wächst weder das Vertrauen in den Standort noch die finanzielle Bewegungsfreiheit des Staates. Eine Regierung, die gleichzeitig keine nachhaltige Entlastung schafft und keine harte Prioritätensetzung im Budget durchsetzt, produziert genau jene Mischung aus Schwäche und Schulden, unter der Österreich nun leidet. Strukturprobleme Der Ausblick ist daher zweigeteilt. Es gibt durchaus Gründe, auf eine moderate Erholung zu hoffen. Sinkende Zinsen könnten dem Bau helfen, die Reallöhne dürften den Konsum stützen und mit einer etwas besseren europäischen Nachfrage könnte auch die Industrie langsam wieder Tritt fassen. WIFO und OeNB sehen für 2026 gerade noch ein Wachstumsszenario. Aber diese Erholung wird nur dann mehr sein als ein statistisches Aufatmen, wenn Österreich seine strukturellen Bremsen löst. Ohne echten Bürokratieabbau, ohne Entlastung von Leistungsträgern, ohne verlässliche Standortpolitik und ohne konsequente Prioritäten im Budget bleibt das Land im internationalen Vergleich zurück. Politische Führungsschwäche Die eigentliche Botschaft lautet deshalb: Österreich ist nicht arm an Potenzial, sondern arm an politischer Konsequenz. Das Land verfügt über qualifizierte Arbeitskräfte, starke mittelständische Betriebe, industrielle Kernkompetenz und eine zentrale Lage in Europa. Was fehlt, ist eine Bundesregierung, die aus diesen Voraussetzungen wieder eine Wachstumsstrategie macht. Solange die Politik Krisen nur moderiert, statt Fehlentwicklungen zu korrigieren, wird Österreich weiter unter seinem Wert geschlagen. Die wirtschaftliche Lage ist damit nicht bloß eine Konjunkturfrage. Sie ist ein Zeugnis politischer Führungsschwäche. H. K. Österreichs Wirtschaft windet sich nur schwer aus Stagnationsphase Große Unternehmen können die Lage meistern. Klein- und Mittelbetriebe leiden unter wenig Wachstum und beklagen fehlende Akzente der Politik.
DAS WIEN AKTUELL 13 ENDLICH IN GANZ ÖSTERREICH ERHÄLTLICH. MurelliSujett_Billa.pdf 1 29.08.2023 15:02:38 ANZEIGE
DAS WIEN AKTUELL 14 Ein wahrer Freund – diese Worte vermitteln Sympathie, Loyalität und Vertrauen. Sitzen deshalb im ORF-Aufsichtsrat in Wien Freundeskreise der verschiedenen politischen Parteien? Wohl kaum. Auch nach einem Höchstgerichtsurteil weigert sich die Regierung, Österreichs Staatsfunk endlich zu entpolitisieren! Man möchte weiterhin auf der mächtigsten Medienorgel des Landes klimpern! Was wäre mit einem Freundeskreis der Experten, einem Gremium der Medienprofis, einem Club der Dichter, Denker und Literaten oder einem Freundeskreis der Unabhängigen? Zuletzt ist der Stiftungsrat durch den Rücktritt des ORF-„Generals“ Roland Weißmann und einer undurchsichtigen Affäre ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Bekanntlich war der umtriebige ORF-Boss nach Vorwürfen „sexueller Belästigung“ zurückgetreten, obwohl er die Vorwürfe aus dem Jahre 2022 (!) weiterhin bestreitet. Eine interne ORF-Untersuchung kam zu dem Schluss, dass eine „sexuelle Belästigung im rechtlichen Sinne nicht vorlag“. Weißmann wurde trotzdem gekündigt, weil er angeblich „ethische Standards“ verletzt haben soll. Dem ORF droht eine Millionen-Schadenersatzklage. Mittlerweile wurde der nächste Chef vorläufig beurlaubt – Oliver Böhm, Geschäftsführer der ORF-Werbevermarktungstochter „Enterprise“. Er soll gegen Compliance-Regeln verstoßen haben. Zudem tauchten kürzlich verjährte Sex-Vorwürfe gegen einen anderen ORF-Promi auf, ein weiterer Manager ist angeblich in einen Suchtgiftskandal verwickelt. Stiftungsratsvorsitzender Heinz Lederer (SP) und auch Stellvertreter Gregor Schütze (VP) gaben zur Causa Weißmann sogar eine „Blabla“-Pressekonferenz. Man will nichts verheimlichen, Transparenz sei gefragt. Oder Freundschaft. Ein Wort, das nicht nur in „roten“ Kreisen vorkommt, wie der Ex-Grüne Spitzenverdiener Pius Strobl weiß. Ein ORF-Mann mit einem Jahres(vertrags-)gehalt von rund 450.000 Euro! Der Ex-Mann von Moderatorin Eva Pölzl ist kein unbeschriebenes Blatt. Wer kann sich noch an die „Abhöraffäre“ dieses Spitzenverdieners erinnern? Also auf heimliche Tonbandaufnahmen, während einer Stiftungsratssitzung? Böse Zungen behaupten, der „Vorzeige-Grüne“, Wrabetz-Freund, ORF-Standort-Bauherr, Ex-ORF-Sicherheitsbeauftragte und Licht-ins-Dunkel-Verantwortliche hätte sich für seine Supergage nicht gerade „den Haxn ausgerissen“. Aber das sind sicher nur Neider aus der ORFSchlangengrube. Vielleicht kommt doch noch Licht ins Dunkel? Was ist mit der kolportierten und schwer zu rechtfertigenden 2,5-Millionen-EuroLuxuspension für Herrn Strobl? Angeblich zugesagt am letzten Amtstag von Alexander Wrabetz. Und warum schweigen die sonst so polternden Grünen? Sie sind im 35-köpfigen Stiftungsrat vertreten, genauso wie FP, Neos, VP und SP. Und warum taucht ORF-Stiftungsratschef und PR-Berater Lederer laut „Krone“ in Honorarunterlagen eines Benko-Anwaltes auf – samt Treffen mit Signa-Leuten? Das hat mit ORF-Berichterstattungen im Kriminalwirtschaftsfall sicher nichts zu tun! Und Herr Lederer hat jenen Baumeister beraten, der das ORF-Funkhaus gekauft hat. Und Vize-Stiftungsrat Schütze hat zwei ORF-Konkurrenten gemanagt. Das sei ja doch nicht unvereinbar! Ebenfalls „nichts dabei“ findet Ex-ORF-Direktor und Stiftungsrat Thomas Prantner seine Konsulententätigkeit für Sky. Mindestens ein Dutzend der ehrenwerten Stiftungsräte sollen irgendwelche Konkurrenzunternehmen „irgendwie“ beraten. Und die Betroffenen erklären scheinheilig, dass „doch alles korrekt sei“. Kürzlich tauchten sogar Ärztekammer-Beraterverträge von Lederer und Schütze auf und eine Beschwerde der Kammer über einen ORF-Bericht. Ja, geht’s noch? Was, zum Teufel, heißt eigentlich unvereinbar? Wer kontrolliert diese Räte? Höchste Zeit für neue und unabhängige Köpfe, die auf keine lukrativen Nebengeschäfte schielen! Das riecht nach Privilegien-Stadel – diese Räte sind unglaubwürdig, peinlich und rücktrittsreif!!! Raus aus dem ORF-Haus!!! Und ORF-Stiftungsrat Peter Westenthaler, von den „Blauen“ vermutlich als (Unruhe-) Stifter ins erlauchte Gremium geschickt? Er tritt ständig in einem Konkurrenz-Unternehmen auf und plaudert manchmal aus der Schule (aus dem Stiftungsrat?). Aber Herr Westenthaler, gebürtiger Hojak, plaudert eben gerne. Der Ex-FP-Generalsekretär und Ex-BZÖ-Chef Westenthaler war es auch, der Gagenkaiser Pius Strobl eine Involvierung in den „Weißmann-Rücktrittskandal“ unterstellt hatte. Keiner will den gefeuerten ORF-„General“ verteidigen, aber in dieser Causa gibt es zu viele „Zufälle“. Warum platzte die Affäre ausgerechnet vor einer möglichen WeißmannVertragsverlängerung? Und die Frau Ingrid Thurnher soll es jetzt richten. Zutrauen kann man es ihr. Schließlich besitzt der ORF unter seinen 4000 Mitarbeitern hervorragende Journalisten, Vorzeige-Moderatoren, Spitzen-Kameraleute, exzellente Techniker und professionelle Fachleute! Und jetzt wehrt sich der ORF-Redaktionsrat und spricht vier Stiftungsräten (Lederer, Schütze, Prantner, Westenthaler) offiziell das Misstrauen aus. Dabei soll es u. a. um „Interventionen“ gehen. Bleiben wir beim Stiftungsrat: Warum darf ein Stiftungsrat-Mitglied, ein anerkannter Mediziner, zugleich in einer Sende-Reihe auftreten? Diese Optik ist fatal! Es reicht ja schon, wenn am Küniglberg ein ORF-Journalist permanent einen anderen ORF-Mann (Frau) als „Experte/Expertin für eh alles“ interviewt oder in der Nachmittagssendung zum xten-mal ein betagter Herr mit kaum nachvollziehbaren „Reiseberichten“ auftritt. Das sind peinliche Programmfüller wie z. B. die „Seitenblicke“ mit den ständig selben Gesichtern. Da ist man schon ein VIP, wenn man irgendeinmal einen Pseudo-Promi geheiratet hat oder von ihm geschieden worden ist. Und warum kommen manche (nicht immer großartige) Moderatoren immer wieder zu Bildschirmglück und andere verschwinden im KünigblergLabyrinth? Das hat sicher nichts mit „guten Beziehungen nach oben“ zu tun. Vielleicht kann man einmal alles in der ORF-Nachlese nachlesen? Und was macht Medienminister und Vizekanzler Andreas Babler? Er wünscht sich eine Frau an die ORF-Spitze. Und er will wieder einmal die Presseförderung überdenken. Das war es auch schon. Sonst scheint Minister Babler auf Tauchstation zu sein. Vielleicht sollte er sich beim SP-Freundeskreis informieren oder sind ihm die letzten Freunde abhandengekommen? H. K. Wahre Freunde schanzen sich im ORF- Privilegien-Stadl fette Top-Gagen zu Ein Allerlei, auszugsweise sexueller Belästigung, Abhör-Affären, Verstoß gegen Compliance-Regeln, Top-Gagen. So sieht also Freundschaft aus!
DAS WIEN AKTUELL 15 Gewinnen mit “ Das Wien” 1 von 5 Gutscheinen im Wert von jeweils 1.000 Euro von Wie heißt eine der beliebtesten Urlaubsinseln der Welt? a) Malediven b) Maledoofen Betreff: Reisen Senden Sie eine Mail mit dem Betreff des Gewinnspiels und Ihrer Antwort an marketing@das-wien.at Teilnahmebedingungen für sämtliche Gewinnspiele: Die Teilnehmer erklären sich ausdrücklich damit einverstanden, dass ihre Daten an den jeweiligen Gewinnspielpartner weitergegeben werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Gewinne sind nicht in bar ablösbar. Einsendeschluss: Freitag, 01. Mai 2026. Gewinnen Sie 1 von 4 Gutscheinen im Wert von jeweils 250 Euro von Wo ist der Hauptsitz von Hugo Boss? a) Metzingen (D) b) Graz (Ö) Betreff: Hugo Boss 1 von 2 Einkaufsgutscheinen im Wert von jeweils 1.000 Euro Wo befindet sich der Store von Louis Vuitton? a) Am Graben b) Kärntner Straße Betreff: Louis Vuitton 1 von 2 Gutscheinen im Wert von jeweils 500 Euro von Wo ist der Firmensitz von Moncler Mode? a) Mailand, Italien b) Köln, Deutschland Betreff: Moncler Gewinnen Sie 1 von 10 Gutscheinen im Wert von jeweils 100 Euro von Wo befindet sich das neue Lokal von Plachutta? a) Neuer Markt b) Kärntner Straße Betreff: Plachutta Gewinnen Sie 5 x 1 Gutschein im Wert von 100 Euro von Wo befindet sich Julius Meinl in Wien? a) 1090 b) 1010 Betreff „Meinl“
DAS WIEN AKTUELL 16 Café Landtmann wird zum Nachtcafé „Würstel am Kanal“: „Collina am Berg“ Guten Abend im Café Landtmann. Ab 10. April zeigt sich das Café Landtmann in seiner neuen Inszenierung: Montag bis Samstag von 18 bis 24 Uhr, sonntags bis 22 Uhr, verwandelt sich das traditionsreiche Wiener Kaffeehaus an der Ringstraße in eine stimmungsvolle Abendlocation mit neuer Speisekarte, Licht- und Musikinszenierung sowie eindrucksvollen Laserprojektionen im Art-Déco-Stil am Plafond. Damit positioniert sich das Landtmann als attraktive Adresse für Aperitif, Abendessen sowie für Besuche vor und nach dem Theater. Das Café Landtmann setzt auf ein neues Abendkonzept: Ab 18 Uhr verwandelt sich das Wiener Grand Café mit einer neuen Speisekarte in eine stilvolle Abendlocation. Modernste Lichttechnologie projiziert Bildinszenierungen auf den Plafond des Kaffeehauses und macht das „Café Landtmann bei Nacht“ zu einem stimmungsvollen Besuchserlebnis. Kaffeehauskarte neu gedacht Mit dem Start des „Café Landtmann bei Nacht“ präsentiert sich das Kaffeehaus mit einer neu entwickelten Speisekarte. Während Klassiker wie das Wiener Schnitzel oder Rindsgulasch weiterhin auf der Speisekarte vertreten sind, sorgen Neuheiten wie das feine Hummerkipferl, getrüffelte Eiernockerl oder knusprige Spargelzigarren für kulinarische Akzente. Auch die Getränkekarte wird sichtbar erweitert. Neben einladenden Aperitifs wie dem Negroni oder einem Pink Gin Spritz werden mit dem klassischen Paloma und dem Espresso Martini ebenso Longdrinks und Cocktails angeboten – natürlich auch inklusive zahlreicher alkoholfreier Alternativen. Modernste Technik trifft Tradition Das „Café Landtmann bei Nacht“ bietet auch visuelle Highlights. Der große historische Saal wurde mit modernster 4K UHD Laserprojektoren-Technologie ausgestattet, die bewegte Bilder im Art-Déco-Stil über den Plafond laufen lässt und Besucher:innen auf eine visuelle Reise mitnimmt. Durch die Lichterspiele erstrahlt das Kaffeehaus in goldenem Licht und wird so zum Treffpunkt für stilvolle Soiréen. „Im ´Café Landtmann bei Nacht´ trifft Tradition auf Moderne. Mit professioneller Bühnentechnik, handgezeichneten animierten Bildern und abgestimmter musikalischer Untermalung schaffen wir eine Atmosphäre, die für unsere Gäste unvergessliche Abende kreiert,“ erklärt Berndt Querfeld, Cafetier und Geschäftsführer des Café Landtmann. Mit „Würstel am Kanal“ erweitert das Team rund um das „Collina am Berg“ sein Konzept und eröffnet einen modern gedachten Würstelstand im beliebten „Taste“-Areal am Donaukanal. Das „Collina am Berg“, bislang vor allem für seine gehobene Bistroküche am Spittelberg bekannt, geht neue Wege und bespielt seit Anfang April 2026 einen zusätzlichen Standort am Donaukanal. Mit „Würstel am Kanal“ übersetzt das Team rund um Gastgeber Tono Soravia den Wiener Würstelstand in ein zeitgemäßes, urbanes Format und erweitert damit das kulinarische Angebot entlang der beliebten Flaniermeile. Die Idee entstand aus einer klaren Marktbeobachtung: Während der Donaukanal kulinarisch bereits breit aufgestellt ist, fehlte bislang ein klassischer Würstelstand – jedoch in einer modernen Interpretation. „Am Donaukanal gibt es kulinarisch nahezu alles. Unser Anspruch war es, dem klassischen Würstelstand eine neue Bühne zu geben und ihn gleichzeitig zeitgemäß weiterzudenken“, so Gastgeber Tono Soravia. Würstelstand neu gedacht Das kulinarische Angebot reicht von traditionellen Klassikern wie Frankfurter und Käsekrainer bis hin zu innovativen Kreationen wie Kimchi Hot Dogs, „Philly Cheese Krainer“ oder einem „Wiener Reuben“. Ergänzt wird die Karte durch Gerichte wie Beef Tatar mit Senfkaviar und Toast oder Banh Mi mit Bratwurst, Fischsauce, Karotte und Koriander sowie Wild-Varianten auf der Karte, die den Anspruch an Qualität und Produktvielfalt unterstreichen. Qualität und Konzept am Donaukanal Neben dem Speisenangebot setzt „Würstel am Kanal“ auch im Getränkebereich gekonnt Akzente: Neben ausgewählten Weinen wird unter anderem auch Champagner zu attraktiven Preisen angeboten – ein bewusst gesetzter Kontrast zum klassischen Streetfood-Kontext. Darüber hinaus sind zusätzliche Formate geplant, darunter Public Viewing während großer Sportereignisse, Specials wie „Fried Chicken & Bubbles“ sowie die Möglichkeit, den Standort für private Feiern und Corporate Events zu nutzen. Öffnungszeiten „Würstel am Kanal“ ist von Montag bis Freitag, jeweils von 16.00 Uhr bis Mitternacht, sowie am Samstag, von 12.00 Uhr bis Mitternacht, geöffnet. Sonntags ist der Stand von 12.00 bis 22.00 Uhr in Betrieb. Bei Schlechtwetter bleibt der Standort geschlossen. Bever, Cremer, Querfeld, Querfeld, Pohanka und Polasek bei der Eröffnung des Café Landtmann bei Nacht © Moritz Scheer © beigestellt/leisure.at
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