Das Wien - E-Book

DAS WIEN GARTENTIPP 29 Der absolute Duftstar ist das Parmaveilchen. Es galt im 18. und 19. Jahrhundert in Frankreich als besonders begehrt; viele Gärtnereien rund um Toulouse spezialisierten sich darauf. Ein Virus vernichtete jedoch die Bestände. Heute werden virusfreie Pflanzen aus gesunden Zellen gezogen. Die Kultivierung ist aufwändig, aber das Parmaveilchen lohnt sich – es sollte geschützt gepflanzt und im Winter unbedingt vor Frost bewahrt werden. Gartengeschichte Italien voller Duft Es ist eine der Sehnsuchtsgegenden der Österreicher – seit jeher. Gerade die Region Friaul gilt im Frühling als besonders attraktiv. Zuletzt war ich dort mit einer Gruppe von Gartenfreundinnen und Gartenfreunden unterwegs. Das Besondere an dieser Reise rund um Udine: Wir durften gleich mehrere private Gärten besuchen. Bei dieser Reise zeigte sich einmal mehr: Italien ist unser absoluter Lieblingsnachbar. Köstliches Essen und eine ganz außergewöhnliche Gastfreundschaft. Dass die privaten Gärten Oasen des Glücks sind, konnten wir hier erleben. Bei dieser Reise besuchten wir auch eine der am besten sortierten Gärtnereien der Region (und weit darüber hinaus): Susi’s Garden. Ein Ehepaar, dass sich vor vielen Jahren hier angesiedelt hat und eine unfassbar große Vielfalt an Pflanzen – darunter viele Raritäten – hier kultiviert. Unter anderem Veilchen. Mehr als 50 verschiedene Arten und Sorten werden von den Pflanzenliebhabern hier gezogen und zum Kauf angeboten. So ist eine Reise nach Friaul nicht nur eine kulinarische, sondern auch eine pflanzliche Entdeckungstour. Immer begleitet vom Duft des Frühlings. Gartenkalender Jetzt Unkraut beseitigen! Endlich wird es wärmer – auch in der Nacht und das wirkt sich auf das Wachstum aus. Nicht nur die vielen Zierpflanzen, Gemüse und Kräuter beginnen kräftig zu wachsen, sondern auch die Beikräuter. Daher ist nun überall dort, wo man keine Beikräuter haben will, das Unkrautzupfen angesagt. Was ist sonst noch zu tun? Im Garten Es wird gesät und gepflanzt. Im Ziergarten lassen sich die Staudenbeete auffrischen, mit Dahlien noch ein wenig warten – ev. in Töpfen vorziehen, hilft auch gegen Schnecken. Im Gemüsegarten Radieschen, Karotten, Petersilie, Pastinaken säen und Salate, Kohlrabi und Porree setzen. Am Balkon Noch ist‘s für die „echten“ Balkonblumen zu früh (und zu gefährlich, weil Spätfröste Pelargonien und Co. vernichten). Oliven, Lorbeer, Hanfpalme und alle mediterranen Kräuter kommen aber raus. Citrus mit Vorsicht rausstellen – Vlies bei Frostgefahr zum Abdecken bereitlegen. Bei unter minus zwei Grad doppellagig. Im Zimmer Alle Zimmerpflanzen wöchentlich düngen. Orchideen dennoch nur sehr schwach dosiert. Bei „Überdosis“ werfen sie die Blüten ab. Vorgezogen auf der Fensterbank werden jetzt Kürbisse, Gurken und Zucchini – sie brauchen viel Wärme. Gartenfragen Mein ganzer Garten ist voll mit einem gelbblühenden Unkraut. Reiße es schon jahrelang immer aus, wird aber mehr, statt weniger. Im Sommer ist es verschwunden! Was tun? Diese kleinen gelben Blüten sind vom Scharbockskraut. Ein Wildkraut, das sich dort kleine Wurzelknollen extrem stark vermehrt und damit praktisch nicht mehr wegzubringen ist. Es zieht im Mai ein und die Blätter vertrocknen. *** Warum ist meine Weide abgestorben? Ich habe nur ein kleines Loch – fingerdick – entdeckt. Wer ist der Täter? Vermutlich war der Weidenbohrer der „Täter“. Fingerdicke Löcher und Sägespäne am Boden deuten daraufhin. Sobald Schäden an der Rinde zu sehen sind, versuchen mit einem Draht die Raupe zu erwischen. Auch mit dem Einsprühen von Raupenspritz- und Pyrethrum Mittel wurden Erfolge berichtet. *** Kann ich jetzt noch Rosen umpflanzen? Sie haben schon kleine Blätter und mir gefällt die Pflanze an dieser Stelle nicht mehr. Wenn die Rose schon so ausgetrieben hat, ist es zu spät. Sie hat nun schon die ganz feinen Faserwurzeln gebildet, die beim Umpflanzen verloren gehen würden. Im Spätherbst umsetzen, wenn es nur um die Optik geht, ist es der bessere Zeitpunkt.

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