Das Wien - E-Book

DAS WIEN AKTUELL 19 Viele Unfälle bei Gartenarbeit Mit steigenden Temperaturen beginnt für viele die Gartensaison. Damit steigt laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) auch das Unfallrisiko. Von März bis Oktober landen jedes Jahr mehr als 128.000 Menschen in Österreichs Spitälern, weil sie sich beim Garteln verletzt haben. Besonders betroffen sind Menschen über 65 – sie machen rund 62 Prozent aller Verletzten aus. Häufig sind Knochenbrüche sowie offene Wunden an Händen und Füßen. Testamentsspenden: Rekordniveau Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Testamentsspende. Allein im Vorjahr wurden in Österreich 122 Millionen Euro an gemeinnützige Einrichtungen vererbt – ein Rekord. Vor allem alleinstehende und kinderlose Personen widmen ihr Vermögen nach dem Tod einem guten Zweck. Im Schnitt werden zwischen 50.000 und 100.000 Euro gespendet. Am häufigsten geht das Geld an den Tierschutz, gefolgt von den Bereichen Gesundheit, Pflege und Soziales. Laut Fundraising Verband Austria hat sich das Spendenvolumen in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Auffangstation für Exoten in Wien Als „Tierheim für Exoten“ bezeichnet das Haus des Meeres seine neue Auffangstation für Reptilien und Amphibien. Verwahrloste oder beschlagnahmte Tiere sollen dort gepflegt und anschließend weitervermittelt werden. Die Station ist für Arten gedacht, die nicht in unseren Breitengraden heimisch sind. Herzstück ist eine Glasfront, die Einblicke in die Pflege ermöglicht. Besucher können so hautnah erleben, wie moderne Exotenbetreuung funktioniert. „Ziel sei es, möglichst viele Tiere in fachkundige Hände zu vermitteln“, so Direktor Michael Schreiner. Als prominenter Pate konnte der österreichische Kammersänger und Intendant der Oper BURG GARS, dem größten unverstärkten Freiluft-Opernfestival Österreichs im Herzen des Waldviertels, Clemens Unterreiner, gewonnen werden. Landwirtschaft: Wenige Erntehelfer Gerade in der Spargelerntezeit fehlen heimischen Bauern ausländische Arbeitskräfte. Laut Landwirtschaftskammer liegt das Kontingent allein in Oberösterreich bei bis zu 5.000 Personen – doch es kommen immer weniger. Ein Grund ist der Krieg in der Ukraine: Viele ukrainische Arbeitskräfte fallen aus. Gleichzeitig verschärft eine Gesetzesänderung in Deutschland die Situation, da dort höhere Löhne gezahlt werden. Weniger Touristen in Thailand Kurz vor dem Neujahrsfest Songkran brechen in Thailand die Touristenzahlen ein. Dabei gilt das Fest normalerweise als Hochsaison. Grund sind stark gestiegene Reisekosten, infolge der Energiekrise. Reiseveranstalter berichten von Stornierungen und schwacher Nachfrage. Üblicherweise reisen Millionen Menschen durchs Land und nehmen an den traditionellen Wasserschlachten teil. AUA warnt vor steigenden Preisen Die angespannte Lage im Nahen Osten trifft auch die Austrian Airlines. Laut Airline-Chefin Annette Mann führt vor allem der stark gestiegene Kerosinpreis zu Mehrkosten von rund 1,5 Milliarden Euro. Flugreisenden wird geraten, möglichst früh zu buchen und wenn möglich innerhalb Europas zu bleiben. Das Nahost-Programm – mit Ausnahme von Tel Aviv – wurde für den Sommer gestrichen. Eine weitere Entwicklung sei derzeit schwer abzuschätzen. Nachtschicht belastet Ernährung Wer häufig Nachtschichten arbeitet, ernährt sich oft ungesünder. Das zeigt eine europaweite Studie, an der auch die FH JOANNEUM beteiligt war. Nachtschichtarbeiter essen häufiger, greifen öfter zu ungesunden Produkten und trinken mehr koffeinhaltige Getränke. Obst wird seltener konsumiert. Insgesamt wurden 6.200 Personen aus acht europäischen Ländern befragt. Kartoffelüberschuss problematisch In Europa gibt es derzeit besonders viele Kartoffeln – mit negativen Folgen für die Landwirtschaft. Die Preise sinken, die Lager sind voll. Allein in Niederösterreich wurden im Vorjahr 6.000 bis 8.000 Tonnen Überschuss produziert. Landwirte hoffen nun auf eine Verlängerung des Verkaufszeitraums für Lagerware. Üblicherweise endet dieser im Mai. Porsche verkauft weniger Autos Der deutsche Sportwagenhersteller Porsche hat im ersten Quartal weniger Fahrzeuge verkauft. Weltweit wurden 60.991 Autos ausgeliefert – ein Minus von 15 Prozent. Als Gründe nennt das Unternehmen die schwache Nachfrage in China und Nordamerika, das Auslaufen bestimmter Verbrennermodelle sowie weggefallene Förderungen für Elektroautos in den USA. Künftig soll der Fokus stärker auf Elektromodelle gelegt werden. Künstliche Beleuchtung nimmt zu Die künstliche Beleuchtung weltweit ist in den vergangenen Jahren deutlich stärker gewachsen als die Weltbevölkerung. Laut einer Studie stiegen die Lichtemissionen zwischen 2014 und 2022 um 16 Prozent, während die Bevölkerung um etwa 10 Prozent zunahm. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Nature veröffentlicht und basieren auf Satellitendaten der US-Raumfahrtbehörde NASA. Die Entwicklung verläuft regional unterschiedlich. Schirmherr Clemens Unterreiner und Zoodirektor Jeff Schreiner © Haus des Meeres © Ki generiert/firefly © Ki generiert/firefly

RkJQdWJsaXNoZXIy NDYxMjE=