WIEN DAS Österreichische Post AG - RM GZ 17A0411152K - unabhängig Ausgabe 12 Mai/2026 23 Bezirke 1. Mai Aufmarsch SPÖ demonstrierte am 1. Mai ihre stärke in Wien S. 10 Johann Strauss Forschungsplattform zu Unterhaltungsmusik S. 13 ESC in Wien Ganz Europa fiebert dem Megaevent entgegen S. 22-27 © SPÖ © Bubu Dujmic © Klaus Titzer DDSG Blue Danube Gewinner der Kategorie „Eventlocation das Jahres“ S. 19 © Stadt Wien/PID Christian Jobst Was schafft COSMÓ am Samstag im Finale beim Songcontest? Im Interview sprach COSMÓ über seine Weltoffenheit, die Bedeutung seines Siegersongs und vieles Weitere mehr. S. 23 © Hans Leitner
DAS WIEN AKTUELL 2 Die Politbombe ist gleich zu Beginn der vergangenen Woche geplatzt. ÖVP-Klubobmann August Wöginger ist am Montag im „Postenschacher“- Prozess in Linz wegen Amtsmissbrauchs schuldig gesprochen worden und unmittelbar darauf als Klubchef zurückgetreten. Abgeordneter bleibt er aber. Seine Nachfolge an der Fraktionsspitze ist im Rekordtempo geregelt worden. Neuer Klubobmann ist der weitgehend unbekannte Steirer Ernst Gödl. Wöginger und zwei mitangeklagte Beamte fassten jeweils sieben Monate bedingt und unbedingte Geldstrafen aus. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Wöginger hofft weiter auf einen Freispruch in der nächsten Instanz. Zur Erinnerung: Der Vorwurf der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) lautete, dass die Angeklagten 2017 einem ÖVPBürgermeister aus parteipolitischen Motiven den Vorstandsposten im Finanzamt Braunau zugeschanzt hätten. Der Bürgermeister hatte Wöginger gebeten „ein gutes Wort“ für ihn einzulegen, Wöginger deponierte nach eigener Aussage dieses „Bürgeranliegen“ bei Schmid. ÖVP-Chef Bundeskanzler Christian Stocker sprach von einem „harten Urteil“. Er respektiere Wögingers Entscheidung, habe aber „immer betont, dass sich an meinem persönlichen Verhältnis zu August Wöginger nichts ändern wird“. Wöginger habe im Sinne des Vertrauens in die Politik die Konsequenzen gezogen. Alles Weitere sei Angelegenheit des ÖVP-Klubs, meinte der Koalitionspartner SPÖ. Begrüßt wurde der Rücktritt von Neos. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz begrüßte die Verurteilung des Teils des „Systems ÖVP“, letztendlich werde aber der Wähler am Wort sein. Die Grüne Parteichefin Leonore Gewessler bezeichnete den Rücktritt Wögingers als „wichtig und angebracht“. Am vergangenen Sonntag haben wir anlässlich des Muttertags unsere Mütter geehrt. Er steht für jene Frauen, die tagtäglich Verantwortung übernehmen und den Zusammenhalt in unseren Familien sichern. Ohne ihren Einsatz würde vieles in unserer Gesellschaft gar nicht funktionieren. Umso grotesker mutet es an, dass ausgerechnet der katholische Pfarrkindergarten Gallneukirchen Gedichte für den Muttertag gestrichen hat. Das soll auf jene Kinder Rücksicht nehmen, die keine Mutter haben oder in schwierigen Familienverhältnissen leben. Kann man machen, aber dann darf man sich als Kirche nicht wundern, wenn einem die Gläubigen abhandenkommen. Jede Menge „Gläubige“ werden in Wien anlässlich der größten Live-Musikshow der Welt – dem EurovisionsSongcontest (ESC) auftauchen. Sie glauben an den Sieg ihrer Lieblinge. Dafür erweitert der WienTourismus sein Serviceangebot. In Kooperation mit der Wiener Polizei stehen ab 11. Mai täglich Grätzelpolizisten der Innenstadt in der Tourist-Info am Albertinaplatz persönlich für sicherheitsrelevante Fragen von Bewohnern und Gästen zur Verfügung. Zusätzlich sorgen sechs Welcome Desks des WienTourismus an zentralen Standorten in der Stadt für eine umfassende persönliche Betreuung der Eurovision-Fans. Im Rahmen der langjährig bestehenden Sicherheitspartnerschaft „GEMEINSAM.SICHER mit unserer Polizei“ ist von 11. bis 16. Mai täglich von 10 bis 13 Uhr ein Infostand der Wiener Polizei in der TouristInfo am Albertinaplatz eingerichtet. Grätzelpolizisten stehen dort Gästen wie Bewohnerern persönlich für alle sicherheitsrelevanten Anliegen zur Verfügung. „Gerade bei einer internationalen Großveranstaltung wie dem Eurovision Song Contest sind persönliche Ansprechpartner vor Ort wichtig – für Wiener ebenso wie für alle angereisten Eurovision-Fans“, betont Norbert Kettner, ESC-Koordinator der Stadt Wien und Geschäftsführer des WienTourismus. „Unser Ziel ist es, den Jubiläums-ESC für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Mit unseren Welcome Desks heißen wir EurovisionFans aus über 80 Ländern persönlich willkommen und setzen dabei einen klaren Fokus auf Service, Orientierung und gelebte Gastfreundschaft. Bereits 2015 haben wir gezeigt, was möglich ist: der gastfreundlichste Eurovision Song Contest der Geschichte – ausgezeichnet für Atmosphäre, Erreichbarkeit und internationale Strahlkraft. Daran knüpfen wir 2026 an und entwickeln das Stadterlebnis konsequent weiter.“ Das Finale des ESC findet schließlich am 16. Mai statt. Im Vorfeld kann man bei Wettbüros Tipps abgeben, welches Land den ESC gewinnt. Aktuell liegt Finnland bei den Wett-Quoten vorne. Das Land ist also ein Favorit für den Sieg. Es wird vom Duo Linda Lampenius & Pete Parkkonen vertreten. Gute Chancen gibt es auch für Griechenland. Österreichs Beitrag „Tanzschein“ von Cosmo hat aus Sicht der Wettbüros wenig Chance auf den Gewinn. Denn Österreich liegt bei den Wett-Quoten auf einem der hinteren Plätze. Möge der/die Beste gewinnen! Geschätzte Leser! Liebe Leserinnen! EDITORIAL von Heinz Knapp IMPRESSUM: Herausgeber/Chefredaktion/Verleger/Inhaber: Heinz Knapp, h.knapp@das-wien.at UID: ATU 63468713, redaktion@das-wien.at Lektorat: Alfred Eichhorn Grafik: Daniel Knapp, daniel.knapp@das-wien.at; Druck: Mafra Print, 15000 Praha; Vertrieb: Österreichische Post AG, Haidingergasse 1, 1030 Wien; Straßen- und Geschäftsverteilung - Wiener Stadtgebiet Verlagsadresse/Rechnungswesen/Grafik/Produktion: Die Agentur - Unabhängige Wochenzeitung, Heinz Knapp, Chorturmblick 1, 9061 Klagenfurt, www.das-wien.at Offenlegung gem. § 25 MedienG: Online unter www.das-wien.at Bei bezahlten Anzeigen, PR-Artikeln und namentlich gekennzeichneten Berichten liegt die inhaltliche Verantwortung beim Auftraggeber. Alle Berichte beziehen sich auf Stand 07.05.2026, 10:00 Uhr Gewinnen mit “ Das Wien” 1 von 5 Gutscheinen im Wert von jeweils 1.000 Euro von Wie heißt eine der beliebtesten Urlaubsinseln der Welt? a) Malediven b) Maledoofen Senden Sie eine Mail mit dem Betreff des Gewinnspiels und Ihrer Antwort an marketing@das-wien.at Teilnahmebedingungen für sämtliche Gewinnspiele: Die Teilnehmer erklären sich ausdrücklich damit einverstanden, dass ihre Daten an den jeweiligen Gewinnspielpartner weitergegeben werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Gewinne sind nicht in bar ablösbar. Einsendeschluss: Freitag, 22. Mai 2026. 1 Einkaufsgutschein im Wert von 1.000 Euro Wo befindet sich der Store von Louis Vuitton? a) Am Graben b) Kärntner Straße Betreff: Louis Vuitton Betreff: Reisen
DAS WIEN AKTUELL 3 Ein leider allerorts bekanntes Bild: Aus Altkleidercontainern herausgerissene Kleider, die wild verstreut rund um die Container auf den Gehsteigen liegen. Laufend werden Container illegal geöffnet bzw. aufgebrochen und die offenkundig brauchbaren Kleidungsstücke entnommen. Der weniger interessante Rest wird oft neben den Containern einfach liegen lassen, achtlos auf Gehsteige und Straßen geworfen. Dadurch kommt es nicht nur zur Verunreinigung durch die Textilien selbst, auch Ungeziefer und weiterer Vermüllung rund um die Container ist damit Tür und Tor geöffnet, Schmutz zieht bekanntlich Schmutz an. Beschwerden über diese Missstände kommen aus vielen Bezirken. Die Beschwerden nehmen laufend zu, über die „Sag‘s Wien App“ wurden im Vorjahr fast 800 und heuer bereits über 340 übermittelt. Die MA 48 muss mehrfach täglich ausrücken, um herumliegende Altkleidung einzusammeln und zu entsorgen. Die Betreiber dieser Container wurden über Jahre immer wieder aufgefordert, diese Missstände zu beseitigen und für Sauberkeit im Umfeld ihrer Container zu sorgen. „Leider waren diese Bemühungen erfolglos. Fakt ist, die Betreiber bekommen dieses Problem nicht in den Griff und lagern die Probleme und Kosten an die Öffentlichkeit aus. Der öffentliche Raum in unserer Stadt ist ein kostbares Gut, mit dem wir sorgsam umgehen. Und daher sind nun weitere Maßnahmen nötig: Wir werden das Aufstellen dieser Altkleidercontainer auf öffentlichem Grund künftig verbieten. Es gibt eine Vielzahl anderer Möglichkeiten, Altkleider zu entsorgen bzw. einer sinnvollen Weiter- bzw. Wiederverwertung zuzuführen“, erläutert die für den öffentlichen Raum zuständige Planungsstadträtin Ulli Sima. Aktuell sind in Wien 2.280 Altkleidersammelcontainer auf öffentlichem Grund – meist im Umfeld von Altstoffsammelinseln – durch die MA 46 bewilligt. Verbot der Altkleidercontainer im öffentlichen Raum ab 2027 Die neue Regelung – rechtliche Grundlage hierfür sind eine Änderung des Wiener Gebrauchsabgabegesetzes sowie einer Ortspolizeilichen Verordnung des Magistrats zur Behebung des Missstandes – soll mit 1.1.2027 in Kraft treten. Sie betrifft explizit die Aufstellung von Altkleidersammelcontainern auf öffentlichem Grund, das Sammeln von Altkleidern per se bleibt grundsätzlich erlaubt. Mit der Entfernung der Container im öffentlichen Raum wird eine massive Reduktion der Verschmutzung erwartet. Alternativen: Mistplätze, Secondhand-Shops & Internet „Ein gutes Leben in unserer Stadt hat sehr viel mit Wertschätzung zu tun – mit Wertschätzung füreinander, aber auch für unsere Umwelt: Deshalb setzen wir als Stadt Wien auf Kreislaufwirtschaft, auf lokale Wertschöpfung und ReUse“, betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. „Wir unterstützen die Verwertung von Altkleidern und bieten schon seit langem die Abgabe auf den Wiener Mistplätzen, wo Altkleider-Sammelcontainer zur Verfügung stehen. Die abgegebene Kleidung wird sortiert und schöne Ware im 48er-Tandler in Margareten sowie in der Donaustadt weiterverkauft!“ Alternativ kann bei Annahmestellen karitativer Organisationen, wie der Volkshilfe oder der Caritas, nicht mehr benötigte Kleidung weiterhin abgegeben werden, auf privatem Grund können auch weiterhin Container aufgestellt werden. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Plattformen zum Kleidertausch, auch einige Modeketten bieten bereits eigene Secondhand-Plattformen an und nehmen gebrauchte Kleider auch in den Shops zurück. Nur hochwertige Ware eignet sich für lokales ReUse Voraussetzung für eine Wiederverwendung von gebrauchten Kleidungsstücken ist, dass nur qualitativ hochwertige Ware abgegeben wird, die auch Abnehmer innen und Abnehmer findet. Durch die Flut an Fast-Fashion bzw. Ultra-Fast Fashion ist diese Qualität nicht immer gegeben. Die Folge: Zahlreiche Kleidungsstücke können in Österreich und Europa nicht weiter- bzw. wiederverwendet werden. „Daher ist die oberste Prämisse: nur jene Kleidungsstücke weiterzugeben, worüber sich auch Freunde oder Familienmitglieder freuen würden. Bitte daher keine verunreinigten, verschlissenen, reparaturbedürftigen Textilien bzw. Kleidungsstücke abgeben. Diese bitte im Restmüll entsorgen“, so der Klimastadtrat. Die lange Reise der Altkleider Erst kürzlich hat eine GreenpeaceRecherche ergeben, wie weit die gesammelten Altkleider oft reisen und nur ein geringer Anteil tatsächlich wiederverwendet wird. Ein Teil landet laut der Studie – nach langen Reisen um den halben Erdball – schließlich häufig auf Müllhalden anstatt in den Kleiderkästen anderer Menschen. Aufgrund der immer schlechteren Qualität der Sammelware kommt es am europäischen Markt auch zu einem massiven Preisverfall. Großabnehmer und Sortieranlagen in Europa verlieren ihre Absatzmärkte und führten in jüngster Zeit auch zu Konkursen bereits etablierter Sortierer in Europa. Da das Geschäftsmodell mit den Altkleidern zusammenzubrechen droht, muss umgedacht werden. Wien verbietet Altkleidercontainer auf öffentlichem Grund ab 2027 Öffentlichen Raum als Gut schützen – sinnvolle Wiederverwertung von guten Altkleidern statt Verschmutzung auf Gehsteigen und Straßen.
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DAS WIEN AKTUELL 6 Angesichts der aktuellen Budget- und Wirtschaftslage wächst die Kritik an der Bundesregierung. Im Zentrum stehen einerseits die geplante österreichische Haftung für einen milliardenschweren EUKredit an die Ukraine und andererseits die immer schwierigere Situation heimischer Unternehmen. Aus Sicht der Kritiker hat die Regierung die Interessen der österreichischen Bevölkerung und des heimischen Wirtschaftsstandorts längst aus den Augen verloren. Besonders regt die österreichische Beteiligung an einem EUKredit für die Ukraine auf. Während den Menschen im Inland ein hartes Sparpaket zugemutet wird und sie mit steigenden Preisen, hohen Wohnkosten und sinkender Kaufkraft kämpfen müssen, haftet Österreich mit rund 2,4 Milliarden Euro Steuergeld für diesen Kredit. Das ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die täglich arbeiten, sparen und mit den Folgen der Teuerung zurechtkommen müssen. Die Prioritäten der Regierung seien völlig falsch gesetzt: Statt zuerst an Familien, Pensionisten, Arbeitnehmer und Betriebe im eigenen Land zu denken, würden Milliarden für Brüssel und Kiew aufs Spiel gesetzt. Steuergeld ins Ausland Nach Darstellung der Kritiker entspricht der österreichische Anteil an dem 90-MilliardenEuro-Kredit rund 2,65 Prozent. Daraus ergebe sich eine Haftung von etwa 2,4 Milliarden Euro. Mit einer solchen Summe könnte entweder das gesamte Sparpaket für die Bevölkerung überflüssig gemacht oder das sogenannte Offensivpaket finanziert werden. Stattdessen werde dieses Geld für die Ukraine verpfändet. Die Regierung investiere damit nicht in die Zukunft Österreichs, nicht in den Wirtschaftsstandort und nicht in die eigenen Bürger, sondern setze Steuergeld für ausländische Interessen ein. Dabei entsteht das Bild einer Bundesregierung, die Geld für fremde Baustellen ausgibt, während im eigenen Land die Probleme immer größer werden. Wer die eigene Bevölkerung zur Kasse bitte, um internationale Verpflichtungen zu finanzieren, habe jedes Gefühl für die Sorgen der Menschen verloren. Gefordert wird daher ein sofortiger Stopp dieser Politik. Hilfe müsse zuerst im eigenen Land ansetzen – bei Familien, Pensionisten und Betrieben. Desaster: Standortpolitik Doch nicht nur beim Budget, auch in der Wirtschaftspolitik wird massives Versagen geortet. Anlass dafür sind aktuelle Zahlen des KSV1870 im Rahmen des „Austrian Business Check“. Diese Ergebnisse bestätigen aus Sicht der Kritiker, dass sich Österreichs Wirtschaft in einer schleichenden Abwärtsspirale befindet. Die Regierung schaue nicht nur tatenlos zu, sondern verschärfe die Lage zusätzlich durch neue Belastungen und ein Doppelbudget, das den Unternehmen weiter Geld entziehe. Laut den genannten KSV-Zahlen bewerten nur noch 48 Prozent der Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder sehr gut. Noch düsterer fällt der Blick in die Zukunft aus: Lediglich 22 Prozent der Betriebe erwarten für das Jahr 2026 eine Verbesserung. Besonders alarmierend sei, dass bereits 17 Prozent der Unternehmen darüber nachdenken, ihren Betrieb oder Teile davon ins Ausland zu verlagern. Das sei kein bloßes Warnsignal mehr, sondern ein handfester wirtschaftspolitischer Schiffbruch. Wenn jedes sechste Unternehmen mit Abwanderung liebäugle, dann sei das ein klares Misstrauensvotum gegen die Standortpolitik der Bundesregierung. Be- statt Entlastung Kritisiert wird besonders, dass die Regierung ab 2027 für viele Unternehmen eine höhere Körperschaftssteuer plane. Während Betriebe schon jetzt unter hohen Kosten, Bürokratie, schwacher Nachfrage und fehlender Planungssicherheit leiden würden, komme die Politik mit neuen Abgaben und zusätzlichen Belastungen. Entlastungen würden hingegen erst irgendwann ab 2028 in Aussicht gestellt. Das sei zu spät. Wer Betriebe heute unter Druck setze und erst übermorgen Hilfe verspreche, dürfe sich nicht wundern, wenn Unternehmen abwandern und Arbeitsplätze verloren gehen. Effektlose Regierungsstrategie Besonders dramatisch sei die Lage in Gastronomie und Tourismus. Nur 35 Prozent der Betriebe in diesen Bereichen bewerten ihre Situation positiv. Darin sehen Kritiker einen klaren Widerspruch zu den Beschwichtigungen der Regierung, die immer wieder betone, wie gut es dem Tourismus gehe. In Wahrheit würden gerade jene Branchen, die für Beschäftigung, regionale Wertschöpfung und Lebensqualität stehen, durch hohe Kosten, Bürokratie und fehlende Perspektiven erdrückt. Auch die Industriestrategie der Bundesregierung fällt aus Sicht vieler Betriebe durch. Nur sechs Prozent der Industrieunternehmen zeigen sich damit zufrieden. Eine Strategie, mit der 94 Prozent der Betriebe nichts anfangen könnten, sei keine echte Strategie, sondern ein politischer Totalschaden. Die KSV-Zahlen werden daher als dramatisches Alarmsignal für den Wirtschaftsstandort Österreich gewertet. Dass jedes sechste Unternehmen eine Verlagerung ins Ausland überlege, sei nicht nur eine Statistik, sondern Ausdruck eines massiven Vertrauensverlusts. System am Anschlag Die Gründe dafür seien hausgemacht: hohe Kosten, Konsumflaute, Fachkräftemangel, hohe Lohnnebenkosten, teure Energie und ausufernde Bürokratie. Die Regierung arbeite nur mit kurzfristigen Budgets, statt echte Reformen anzugehen. Gefordert wird daher eine echte Standortoffensive. Dazu zählen eine deutliche Senkung der Lohnnebenkosten, konsequenter Bürokratieabbau, steuerliche Entlastungen für kleine und mittlere Unternehmen sowie eine Energiepolitik, die Leistbarkeit und Versorgungssicherheit garantiert. Österreichs Betriebe bräuchten wieder Luft zum Atmen. Ohne rasches Gegensteuern drohe eine schleichende Deindustrialisierung, die Arbeitsplätze, Wohlstand und Zukunftschancen gefährde. Die Kritik richtet sich damit gegen eine Politik, die aus Sicht der Unternehmen und Arbeitnehmer Betriebe vertreibt, statt sie zu stärken. H. K. Sich-Durchwursteln-Devise der Regierung bedroht Industriestandort Laut Austrian-Business-Check erwägen 17 Prozent aller Unternehmer ihren Betrieb ins Ausland zu verlagern. Arbeitslosigkeit wird ansteigen.
DAS WIEN AKTUELL 7 Das Familienhotel am Längsee im Zentrum Kärntens HOTEL FASCHING mit 1.800 m Naturbadestrand, Tennisplatz, Fahrräder, Wanderbus, Fun-Court, Top Pauschalen, Streichelzoo, Alpen-Adria, Kulinarik, Haustiere erlaubt, Wörthersee Plus Card Großzügige Kinderermäßigung mit Getränkebüffet und attraktives Rahmenprogramm HP ab € 82,- ... ankommen auspacken wohlfühlen ... 9313 St. Georgen am Längsee Tel.: +43(0) 4213 2128 office@hotel-fasching.at WWW.HOTEL-FASCHING.AT Top-Pauschalen Sparfuchs Kurz und Gut Sachertorten-Test überrascht Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat zehn Sachertorten blind verkosten lassen. Das Ergebnis überrascht: Die Original-Sachertorte landete nur auf Platz 5 und erhielt 64 von 100 Punkten. Kritisiert wurden unter anderem die Glasur und die geringe Marmeladenmenge. Testsieger wurde eine Spar-Eigenmarke mit ebenfalls 64 Punkten, jedoch besserer Gesamtbewertung. Eine selbstgemachte Sachertorte erreichte außer Konkurrenz 72 Punkte. Arbeitskosten steigen weiter Die im europäischen Vergleich hohen Arbeitskosten in Österreich sind 2025 weiter gestiegen. Eine Arbeitsstunde kostete im Schnitt 46,30 Euro. In Deutschland lag der Wert bei 45 Euro. Höher waren die Kosten nur in Luxemburg, Dänemark und den Niederlanden. Der EU-Durchschnitt lag bei 34,70 Euro. Die Arbeitskosten setzen sich aus Bruttolöhnen und Lohnnebenkosten wie Sozialbeiträgen der Arbeitgeber zusammen. Trockenheit sorgt für Probleme Die anhaltende Trockenheit sorgt in vielen Teilen Österreichs für Probleme und wirkt sich zunehmend auf die Landwirtschaft aus. Im Mühlviertel könnte es etwa zu Engpässen bei Futtermitteln kommen. In Teilen Tirols und der Steiermark wurden die Menschen bereits zum Wassersparen aufgerufen. In Niederösterreich und Salzburg gilt wegen der Trockenheit eine Waldbrandverordnung – Rauchen und offenes Feuer im Wald sind streng verboten. Luftverschmutzung weiterhin hoch Die Luftverschmutzung ist in Europa in den vergangenen 20 Jahren zwar gesunken, aber immer noch zu hoch. An etwa jeder fünften Messstation werden die EU-Grenzwerte überschritten. Vor allem Feinstaub und gesundheitsschädliche Gase bleiben ein Problem. Das erhöht das Risiko für Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Verbesserungen gibt es hingegen bei Kohlenmonoxid und Blei. Kritik an Kampf gegen Geldwäsche Österreich hat Aufholbedarf im Kampf gegen Geldwäsche. Das stellt die internationale Organisation FATF in einem Prüfbericht fest. Die Ermittlungsbehörden müssten mehr Befugnisse erhalten, zudem fehle es an Ressourcen. Die Verurteilungsrate sei niedrig. Die EU-Kommission hat bereits ein Vertragsverletzungsverfahren wegen Mängeln bei der Umsetzung der Geldwäsche-Richtlinie eingeleitet. Künstliche Hüftgelenke halten länger Wer heute ein künstliches Hüftgelenk erhält, kann davon ausgehen, dass es bis zum Lebensende funktionstüchtig bleibt. Das zeigt eine Untersuchung kanadischer Wissenschaftler. Auf Basis von Daten von mehreren Millionen Betroffenen wurde eine Erfolgsrate von rund 92 Prozent nach 30 Jahren errechnet, berichtet die Fachzeitschrift „The Lancet“. Die neuen Implantate ermöglichen es zunehmend auch jüngeren Menschen mit chronischen Beschwerden, sich operieren zu lassen, da die langfristige Haltbarkeit als gesichert gilt. Das kann jahrelange Schmerzen ersparen. ANZEIGE © KI generiert/adobe firefly
DAS WIEN AKTUELL 8 Es ist ein Thema, das viele Steuerzahler längst beschäftigt: Wohin fließt das viele Geld, das der Staat Jahr für Jahr an Vereine, Organisationen und sogenannte NGOs ausschüttet? Nach dem parlamentarischen Sonderausschuss steht für die Kritiker fest: Die Öffentlichkeit bekommt zu wenig Antworten, zu wenig Transparenz und zu viele Ausreden. Im Zentrum der Debatte steht der Vorwurf, dass zahlreiche Organisationen gleichzeitig aus mehreren öffentlichen Töpfen gefördert werden. Einmal vom Bund, dann von einem Ministerium, zusätzlich vielleicht noch von Ländern, Gemeinden oder staatsnahen Stellen. Genau hier beginnt das Problem: Für den normalen Bürger ist kaum nachvollziehbar, wer wie viel bekommt, wofür das Geld genau verwendet wird und ob die Leistungen tatsächlich in einem angemessenen Verhältnis zur Förderung stehen. Erklärung wäre Normalzustand Besonders brisant ist, dass Regierungsvertreter den Einladungen in den Ausschuss bisher nicht gefolgt sein sollen. Wer nichts zu verbergen hat, könnte doch offen erklären, nach welchen Kriterien Förderungen vergeben werden, welche Kontrollen es gibt und warum manche Organisationen mehrfach Geld erhalten. Dass ausgerechnet jene, die politische Verantwortung tragen, nicht persönlich Rede und Antwort stehen, sorgt bei vielen für Kopfschütteln. Denn es geht nicht um Kleingeld. Es geht um hart erarbeitetes Steuergeld. Natürlich betonen NGO-Vertreter, dass Co-Finanzierungen üblich seien. Mehrere öffentliche Stellen könnten ein Projekt gemeinsam unterstützen, heißt es. Das mag in manchen Fällen stimmen. Doch genau deshalb braucht es umso mehr Offenlegung. Denn zwischen sinnvoller Co-Finanzierung und undurchschaubarer Mehrfachförderung liegt ein schmaler Grat. Entscheidend ist nicht, wie die Fördernehmer die Sache erklären, sondern ob die Bürger lückenlos nachvollziehen können, was mit ihrem Geld passiert. Furcht vor Transparenz Die Debatte wird von den Betroffenen gerne als Angriff auf die Zivilgesellschaft dargestellt. Doch diese Darstellung greift zu kurz. Niemand stellt freiwillige Feuerwehrleute, Rettungsdienste, echte Ehrenamtliche oder gemeinnützige Helfer unter Generalverdacht. Im Gegenteil: Gerade diese Menschen verdienen höchsten Respekt. Sie leisten Tag für Tag Arbeit, die für das Land unverzichtbar ist. Aber genau deshalb darf ihr Einsatz nicht als Schutzschild für ein Fördersystem dienen, in dem auch politische Vereine, Lobbystrukturen und ideologisch geprägte Projekte mitlaufen. Auffällig ist auch der Umgang mit großen Zahlen. Einerseits wird von Milliardenbeträgen gesprochen, andererseits verweisen Organisationen darauf, dass große Teile davon etwa Universitäten, Feuerwehren oder Rettungsdienste betreffen. Auch hier zeigt sich das eigentliche Problem: Die Bürger brauchen endlich eine saubere Trennung. Was ist klassische staatliche Leistung? Was ist echte Gemeinnützigkeit? Was ist Ehrenamt? Und was sind politisch motivierte Förderprojekte? Solange alles in einen Topf geworfen wird, profitieren jene, die kein Interesse an Klarheit haben. Wer seriös arbeitet, sollte Transparenz nicht fürchten. Wer öffentliche Mittel bekommt, muss erklären können, wofür. Und wer Millionen verteilt, muss belegen können, warum. Das ist keine Skandalisierung, sondern demokratische Kontrolle. Förderkreislauf außer Kontrolle Besonders heikel wird es bei Projekten, die unter sensiblen Schlagworten wie Integration, Beratung, Antidiskriminierung oder Bewusstseinsbildung laufen. Solche Begriffe klingen gut, sind aber oft schwer messbar. Wie wird überprüft, ob ein Projekt erfolgreich war? Wer kontrolliert die Ergebnisse? Gibt es Rückforderungen, wenn Ziele nicht erreicht werden? Oder genügt am Ende ein Bericht mit schönen Formulierungen, damit die nächste Förderung bewilligt wird? Für viele Menschen im Land ist diese Debatte auch eine Frage der Gerechtigkeit. Während Familien unter hohen Preisen leiden, Betriebe mit Bürokratie kämpfen und viele Pensionisten jeden Euro zweimal umdrehen müssen, fließen öffentliche Gelder in Strukturen, deren Nutzen nicht immer klar erkennbar ist. Genau hier entsteht Unmut. Nicht wegen der Hilfe für Bedürftige. Nicht wegen des Ehrenamts. Sondern wegen des Verdachts, dass sich ein eigener Förderkreislauf gebildet hat, der von der Politik kaum noch wirksam kontrolliert wird. Förderregister unabdingbar Die Verteidiger des Systems verweisen auf tausende Freiwillige und hunderttausende Beschäftigte im gemeinnützigen Bereich. Das ist richtig und wichtig. Aber auch diese Zahlen beantworten nicht die zentrale Frage: Welche Organisation erhält wie viel Geld, von wem, wofür und mit welchem Ergebnis? Solange diese Fragen nicht vollständig beantwortet werden, bleibt der Verdacht bestehen, dass Transparenz nicht gewünscht ist. Österreich braucht daher ein öffentlich einsehbares, leicht verständliches Förderregister, in dem alle Zahlungen zusammengeführt werden. Keine verstreuten Listen, keine verschachtelten Zuständigkeiten, keine Nebelgranaten. Jeder Bürger muss mit wenigen Klicks sehen können, welche Organisation welche Förderungen erhalten hat. Dazu braucht es klare Regeln gegen Doppelförderungen, messbare Ziele, unabhängige Prüfungen und Konsequenzen bei Missbrauch. H. K. NGO-Förderungen: Wer kontrolliert eigentlich inflationären Geldfluss? Nichtteilnahme der Regierungsvertreter am NGO-Ausschuss zeigt, wie intransparent Fördertöpfe sind ... Kindesweglegung der Regierung! www.das-wien.at
DAS WIEN AKTUELL 9 Bezahlte Anzeige MUSEEN erforschen – Kultur hautnah erleben. Die vier Museen der Wien Holding – das Mozarthaus Vienna, das Kunst Haus Wien, das Jüdische Museum Wien und das Haus der Musik – machen Kunst und Kultur auf eine ganz besondere Weise erlebbar. Tickets erhältlich bei www.wien-ticket.at oder direkt bei den Museen. www.wienholding.at neug er wecken. mehr 200x272_wh_anz_museum_0226_rz.indd 1 25.02.26 10:33
DAS WIEN AKTUELL 10 Wien im roten Ausnahmezustand: Beim traditionellen Maiaufmarsch am Rathausplatz hat Bürgermeister Michael Ludwig eine kämpferische Rede gehalten – mit klaren Ansagen, viel Selbstbewusstsein und scharfen Angriffen auf politische Gegner. Vor tausenden Anhängerinnen und Anhängern wurde der 1. Mai einmal mehr zur großen Bühne der Sozialdemokratie – mit Fahnen, Musik und einer klaren Botschaft: Die SPÖ sieht sich weiterhin als Schutzmacht der arbeitenden Menschen. „Wir sind die, die zeigen, was in Wien für die Menschen möglich ist“, rief Ludwig unter lautem Applaus. Der 1. Mai sei kein gewöhnlicher Feiertag, sondern ein Kampftag der Arbeitnehmer, betonte er. Gerade in Zeiten von Teuerung, Unsicherheit und internationaler Krisen sei es wichtiger denn je, soziale Errungenschaften zu verteidigen. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass Rechte wie der Achtstundentag, Urlaub oder Mitbestimmung hart erkämpft wurden – und nicht selbstverständlich seien. Zusammenhalt beschwören Die Stimmung am Rathausplatz: kämpferisch, aber auch zuversichtlich. Viele Teilnehmer sahen im Maiaufmarsch ein wichtiges Zeichen der Solidarität. „Gerade jetzt müssen wir zusammenstehen“, war aus der Menge immer wieder zu hören. Genau diesen Ton griff Ludwig auf: Zusammenhalt und Geschlossenheit seien das Fundament der Sozialdemokratie – besonders dann, wenn der Gegenwind stärker werde. Besonders deutlich wurde der Bürgermeister, als es um die FPÖ ging. Eine Zusammenarbeit komme für ihn „unter keinen Umständen“ infrage. Nicht nur die Inhalte, auch der Umgangston führender Vertreter sei für ihn untragbar. Ludwig machte klar: Wien werde diesen Kurs nicht mitgehen – weder heute noch in Zukunft. Auch die Bundespolitik bekam ihr Fett ab. Die frühere Regierung habe ein Milliardenloch hinterlassen, das nun die aktuelle Regierung bewältigen müsse. Gleichzeitig stellte sich Ludwig demonstrativ hinter die sozialdemokratischen Kräfte auf Bundesebene. Der 1. Mai sei auch ein Signal der Unterstützung für jene, die Verantwortung tragen. Ein zentrales Thema blieb das Gesundheitssystem. Ludwig erteilte Privatisierungsplänen eine klare Absage: „Gesundheit darf keine Ware sein.“ Statt Kürzungen kündigte er massive Investitionen an. Milliarden sollen in Spitäler fließen, Gesundheitszentren ausgebaut und tausende Pflegekräfte ausgebildet werden. Für viele am Platz klang das wie ein Versprechen, das direkt an den Geist des 1. Mai anknüpft: ein starker Staat, der für alle da ist. Ähnlich selbstbewusst präsentierte sich Wien beim Thema Wohnen. Leistbarer Wohnraum sei eine der wichtigsten sozialen Fragen unserer Zeit. Dass ein Großteil der Bevölkerung in geförderten Wohnungen lebt, sei kein Zufall, sondern Ergebnis harter politischer Kämpfe. Ludwig machte deutlich: Dieser Weg werde weitergeführt – auch gegen Widerstände von Investoren. Auch wirtschaftlich sieht sich Wien auf Erfolgskurs. Noch nie habe es so viele Beschäftigte gegeben. Besonders betonte Ludwig die Rolle älterer Arbeitnehmer. Gerade am 1. Mai gehe es darum, die Leistung aller Generationen sichtbar zu machen. Arbeit dürfe nicht nach Alter bewertet werden, sondern nach Erfahrung und Engagement. Bekenntnis zum Pensionssystem Für Diskussionen sorgte seine klare Haltung zu Pensionen. Eine Anhebung des Pensionsantrittsalters lehnt er strikt ab. Viele ältere Menschen würden ohnehin schwer Arbeit finden. Der 1. Mai sei daher auch ein Tag, um gegen Verschlechterungen im Pensionssystem aufzutreten. Ebenso klar fiel sein Nein zur Sonntagsöffnung aus. Ein gemeinsamer freier Tag sei wichtig für Familien und gesellschaftlichen Zusammenhalt – ein Argument, das bei vielen Demonstrierenden auf Zustimmung stieß. Zum Abschluss wurde Ludwig grundsätzlicher: Der 1. Mai sei nicht nur ein Tag der Rückschau, sondern auch ein Auftrag für die Zukunft. Es gehe darum, Frieden, Demokratie und soziale Gerechtigkeit aktiv zu verteidigen. Wien solle dabei als Beispiel vorangehen – nicht nur in Österreich, sondern auch international. Die Botschaft des Tages ist eindeutig: Der 1. Mai lebt – und er ist in Wien mehr als Tradition. Er ist politische Kampfansage, Selbstvergewisserung und Mobilisierung zugleich. Für die Fans am Rathausplatz ein starkes Signal. Für die Gegner wohl eine klare Provokation. H. K. Das rote Wien ist der Fels in der Brandung für die Sozialdemokratie Die Masse ist etwas kleiner, aber eindrucksvoll wie emotional die SPÖ den Tag der Arbeit am 1. Mai in Wien unverändert hochleben lässt. © (2) SPÖ
DAS WIEN AKTUELL 11 Wieder mehr Arbeitslose im April Die Lage am heimischen Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Ende April waren 378.342 Menschen beim Arbeitsmarktservice (AMS) arbeitslos oder in Schulung gemeldet. Das entspricht einem Anstieg von 1,5 Prozent bzw. 5.711 Personen gegenüber April 2025. Die nationale Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 7,5 %. Der Zuwachs betraf laut AMS im April ausschließlich Frauen. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen stieg um 13,3 % auf mehr als 103.000 Personen. Extremismus bleibt Sicherheitsgefahr Der islamistische Extremismus bleibt auch 2025 die größte Gefahr für die Sicherheit der Bevölkerung. Das zeigt der Verfassungsschutzbericht 2025, der vor Kurzem präsentiert wurde. Laut Innenminister Karner (ÖVP) stieg die Anzahl der erfassten Tathandlungen im Vorjahr um 42,3 Prozent auf insgesamt 306. Zudem werden die Tatverdächtigen immer jünger und digitaler. 31,3 % der Tatverdächtigen sind unter 18 Jahre, wobei künstliche Intelligenz eine zunehmend größere Rolle spielt. Besorgniserregend sind auch die Zahlen im Rechtsextremismus: Hier gab es einen Anstieg um 33,6 % auf 1.786 Tathandlungen. Rauchverbot am Strand von Jesolo Im italienischen Badeort Jesolo gilt nun ein Rauchverbot am Strand. Rauchen ist nur noch in ausgewiesenen Bereichen erlaubt, die mit Sammel- und Recyclingsystemen für Zigarettenstummel ausgestattet sind. Auch für Hunde gelten neue Regeln: Sie dürfen sich nur zwischen 20:00 Uhr abends und 8:00 Uhr morgens am Wasser aufhalten. Tagsüber ist der Zugang zum Strand weiterhin untersagt, erlaubt ist dann nur die Promenade. Armut steigt in Österreich Im Vorjahr waren 1.677.000 Menschen (18,8 %) armutsgefährdet. Im Vergleich zu 2024 (16,7 %) ist das ein Anstieg um 170.000 Personen. Als armuts- oder ausgrenzungsgefährdet gilt, wer materiell und sozial stark benachteiligt ist, weniger als 60 % des Medianeinkommens zur Verfügung hat oder nur gering in den Arbeitsmarkt eingebunden ist. Rotkreuz-Chef Schöpfer appelliert, „nicht auf Kosten der Armen“ zu sparen. Volkshilfe-Chef Fenninger fordert erneut eine Kindergrundsicherung. ANZEIGE
DAS WIEN AKTUELL 12 Die Biennale di Venezia ist eine der ältesten und wichtigsten Kunstausstellungen der Welt. Sie findet alle zwei Jahre („biennal“) in Venedig statt und gilt als eine Art Weltbühne für zeitgenössische Kunst. Gegründet wurde sie bereits 1895. Heute umfasst sie mehrere Bereiche, vor allem die Kunstbiennale, aber auch Ableger für Architektur, Film, Tanz, Musik und Theater. Besonders bekannt ist die Kunstbiennale, bei der Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt ihre Arbeiten präsentieren. Ein zentrales Merkmal ist das sogenannte Ländersystem: Viele Staaten haben eigene Pavillons, in denen sie ausgewählte Künstler zeigen. Österreich etwa betreibt einen eigenen Pavillon, in dem jeweils ein Beitrag präsentiert wird – aktuell jener von Florentina Holzinger. Und die agiert mit nackter Haut gegen leere Kassen. Während Österreichs Budget unter Druck steht, Sozialausgaben diskutiert und Sparpakete geschnürt werden, sorgt ausgerechnet die staatliche Förderung in Höhe von 600.000 Euro für hitzige Debatten. Im Zentrum: eine „Künstlerin“, die sich gerne auszieht und bei ihren Performances jede Menge nackte Frauen auftreten lässt. Florentina Holzinger provoziert bewusst, überschreitet Grenzen und arbeitet mit radikaler Körperlichkeit, verrät eine kurze Recherche im Internet. Und genau in diesem Internet reißt ein nackter Frauenkörper in Zeiten von Youporn, X-Hamster oder sonstigen gratis Pornoseiten heutzutage jedoch niemanden mehr vom Hocker. Da muss man schon noch was drauflegen, um Aufmerksamkeit zu erregen. Und das macht Florentina Holzinger. Ihr „Kunstprojekt“ im Namen Österreichs umfasst eine sogenannte „Installation“, die mit Abwasser bzw. Urin arbeitet. So wird etwa das Lulu der Zuseher über mobile Toiletten gesammelt und in große Tanks im Pavillon geleitet. In diesen sollen die nackten Performerinnen dann baden. Laut der „Künstlerin“ ist das nicht als bloßer Schockeffekt gedacht, sondern knüpft thematisch an Holzingers Interesse an Kreisläufen, Körperflüssigkeiten und Umweltverschmutzung an – also daran, wie Menschen buchstäblich in ihren eigenen Abfallströmen leben. Es mag ja sein, dass sich die Frau Holzinger für Körperflüssigkeiten interessiert, aber was hat das mit Kunst zu tun? Und warum müssen die armen Biennale-Besucher, die sich einen Kunstgenuss der Kulturnation Österreich erwarten dabei zusehen, wie eine den Meisten wohl unbekannte Frau Holzinger samt ihren Kolleginnen in Lulu schwimmen? Sexuelle Vorlieben sind ja breit gestreut. Jeder hat da seine eigenen Vorlieben. Wenn die Frau Holzinger gerne in Urin badet, dann soll sie das machen. 1000 Rosen. Aber warum fördert der Staat Österreich – in diesem Fall das Ministerium unseres Vizekanzlers und Kunstministers Andreas Babler (SPÖ) – das mit sage und schreibe 600.000 Euro? Nicht die Performance selbst, sondern die staatliche Subvention ist der Skandal. Provokation gehört seit jeher zum Wesen der Avantgarde. Was jedoch zunehmend auf Unverständnis stößt, ist die Tatsache, dass genau solche Arbeiten mit erheblichen Summen aus öffentlichen Mitteln gefördert werden. In Zeiten, in denen Bürger mit steigenden Preisen kämpfen und der Staat zum Sparen mahnt, wirkt eine sechsstellige Förderung für derart polarisierende Projekte wie ein Schlag ins Gesicht vieler Steuerzahler. Denn tatsächlich steht hier eine grundsätzliche Frage im Raum: Welche Art von Kunst soll der Staat fördern – und in welchem Ausmaß? Holzingers Arbeiten sind zweifellos radikal und kompromisslos. Sie fordern heraus, überschreiten Grenzen und entziehen sich bewusst jeder breiten Anschlussfähigkeit. Genau darin liegt ihr künstlerischer Anspruch. Doch wenn solche Projekte mit hohen Summen subventioniert werden, während gleichzeitig in anderen Bereichen gekürzt wird, gerät die Balance ins Wanken. Die Debatte um diese 600.000 Euro ist deshalb mehr als nur ein Streit über Geschmack. Sie offenbart ein Spannungsfeld zwischen künstlerischer Freiheit und politischer Verantwortung. Dass eine Künstlerin provoziert, mag Teil ihres Konzepts sein. Dass der Staat diese Provokation großzügig finanziert, ist hingegen eine Entscheidung, die sich der öffentlichen Diskussion stellen muss. Provokation ja, Geldverschwendung nein Criticus KLASSIK im DOM Mozart, Dvořák, Mendelssohn ... Palo Alto Chamber Orchestra „PACO“ Scott Krijnen, Leitung im Stephansdom, Di., 30. Juni 2026, 20:30 Uhr Karten zu: EUR 20,-- / 10,-- Im Wiener Stephansdom findet ein Konzerterlebnis statt, das musikalische Vielfalt und jugendliche Exzellenz auf besondere Weise vereint. Vom feinsinnigen, eleganten Klang von Mozarts Divertimento in D-Dur über die warmen, lyrischen Streicherfarben in Dvořáks Serenade für Streicher bis hin zu Bartóks rhythmisch lebendigem Divertimento und Mendelssohns kraftvollem Streichoktett entfaltet sich ein abwechslungsreiches Programm, das sowohl nachdenkliche Ruhe als auch sprühende Lebendigkeit vermittelt. Das Palo Alto Chamber Orchestra „PACO“ zählt zu den herausragenden Jugendorchestern für Streicher in den USA und vereint talentierte Musikerinnen und Musiker im Schulalter in mehreren spezialisierten Ensembles. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die intensive Auseinandersetzung mit Kammermusik, die nicht nur musikalische Exzellenz fördert, sondern auch Teamgeist, Kreativität und gemeinschaftliches Musizieren in den Vordergrund stellt. Unter der Leitung von Scott Krijnen, seit der Saison 2023/24 Musikdirektor des Orchesters, knüpft PACO an seine langjährige Tradition höchster künstlerischer Qualität an und begeistert mit einem lebendigen, differenzierten Klangbild. Sein künstlerisches Credo – musikalische Exzellenz im Einklang mit Empathie und Zusammenarbeit – prägt die Arbeit des Ensembles nachhaltig. Erleben Sie einen inspirierenden Konzertabend im einzigartigen Ambiente des Stephansdoms – ein musikalisches Ereignis, das junge Talente und große Werke eindrucksvoll vereint. Kartenbuchungen: Online: www.kunstkultur.com E-Mail: tickets@kunstkultur.com Telefonisch: +43 (0)1 581 86 40 Foto beigestellt
DAS WIEN AKTUELL 13 Bürgermeister Michael Ludwig, Kultur- und Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler und Vertreter*innen der beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen stellten die neue Wiener Forschungsplattform zu Strauss und Unterhaltungsmusik des 19. Jahrhunderts vor. Mit dieser Initiative überführt die Stadt Wien die Impulse des erfolgreichen Jubiläumsjahres Johann Strauss 2025 Wien in eine dauerhafte wissenschaftliche Struktur. Zuvor zogen Bürgermeister, Stadträtin und Intendant Roland Geyer Bilanz über das Festjahr und präsentierten die Abschlusspublikation. Stadt Wien startet Wiener Forschungsplattform Mit der neuen Forschungsplattform führt die Stadt Wien Forschung, künstlerische Expertise und Quellenarbeit zusammen. Gemeinsam mit der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK), der Universität Wien, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und dem Wiener Institut für Strauss-Forschung schafft sie eine kooperative Struktur für Forschung, Nachwuchsförderung und etabliert die Stadt als internationalen Standort für Strauss-Forschung. Die Wienbibliothek im Rathaus ist als Quellenpartnerin eingebunden, die mit dem weltweit größten Strauss-Archiv eine maßgebliche Grundlage für die Forschung bietet. Ziel ist es, Wiens einzigartiges Erbe rund um Strauss sowie die Wiener Operetten-, Tanz- und Unterhaltungsmusik des 19. Jahrhunderts wissenschaftlich zu erschließen und dieses Themenfeld für eine neue Generation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu öffnen. Damit stärkt die Stadt Wien das Hochschulabkommen und ihren Anspruch, Musik, Kultur und Wissenschaft strategisch zusammenzuführen. Bürgermeister Michael Ludwig: „Wien ist ein Ort, an dem Kunst, Kultur und Wissenschaft seit jeher eng miteinander verbunden sind. Genau daran knüpfen wir an. Mit Johann Strauss 2025 Wien hat die Stadt ihr musikalisches Erbe in die Gegenwart geholt, mit der neuen Forschungsplattform setzen wir diesen Weg fort. Auf das Hochschulabkommen aufbauend schaffen wir eine Struktur, in der Musik und Wissenschaft gemeinsam Zukunft entwickeln. So stärken wir Wien als Musikhauptstadt, Kulturstadt und Wissenschaftsstandort.“ Stadträtin Veronica Kaup-Hasler: „Wien ist nicht nur Kulturhauptstadt, sondern auch Musikhauptstadt – Musik gehört zur DNA Wiens. Deshalb fördert die Stadt Wien eine vielfältige Musiklandschaft auf höchstem Niveau und schafft zugleich Zugänge für junge Menschen. Wir arbeiten daran, die nächste Generation für Musik zu begeistern: im eigenen Musizieren, im Hören und in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung. Dass die Stadt Wien jetzt eine interdisziplinäre Forschungsplattform startet, die – ausgehend von der Strauss-Dynastie – die Unterhaltungsmusik des 19. Jahrhunderts weiterdenkt, ist ein wichtiger, konsequenter Schritt.“ Starkes Festjahr als Grundlage Das von der Stadt Wien initiierte und ermöglichte Jubiläumsjahr „Johann Strauss 2025 Wien“ hat den Künstler und sein Oeuvre in der gesamten Stadt neu verankert und ein breites Publikum erreicht. Rund 400.000 Besucher, 404 Aufführungen, 80 Projekte und Spielorte in allen 23 Bezirken zeigen die Reichweite des Festjahres. Frei zugängliche Angebote im öffentlichen Raum und hochkarätige Produktionen in Wiener Kulturinstitutionen machten das musikalische Erbe der Stadt als lebendige Gegenwart erfahrbar. Zugleich war das Festjahr ein deutlicher kulturpolitischer Impuls für die Wiener Kunst- und Kulturlandschaft: Die Stadt Wien hat damit Produktionen, Kooperationen und neue künstlerische Vorhaben ermöglicht und so Kulturinstitutionen, Freie Szene, Kollektive und Künstlern gestärkt. So wurde das Jubiläumsjahr nicht nur zu einem kulturellen Ereignis für das Publikum, sondern auch zu einem Motor für künstlerische Arbeit in der Stadt. Wien startet Forschungsplattform zu Strauss und Unterhaltungsmusik „Johann Strauss 2025 Wien“ erreichte rund 400.000 Besucher. Mit der neuen Plattform führt die Stadt nun eine künstlerische Expertise durch. www.das-wien.at
DAS WIEN AKTUELL 14 Der Spatenstich wurde stellvertretend für drei Liegenschaften gesetzt, die von der ARWAG – an der auch die Wien Holding beteiligt ist – realisiert werden. Ziel des Wiener WohnBAUMProgramms ist es, die Holz- und Holz-Hybrid-Bauweise erstmals in einem größeren Maßstab im geförderten, mehrgeschoßigen Wohnbau auf den Weg zu bringen. Das 1. Wiener WohnBAUMProgramm wurde von der Stadt Wien ins Leben gerufen, um leistbaren Wohnraum, hohe architektonische Qualität und ökologische Verantwortung miteinander zu verbinden. In einem einstufigen Bauträgerwettbewerb konnte sich die ARWAG im Jahr 2022 mit ihren Konzepten für drei Liegenschaften erfolgreich durchsetzen. Der Spatenstich markiert nun den Übergang von der Planung zur Realisierung und damit den Startpunkt für ein Projekt, das die Ziele des WohnBAUMProgramms erstmals sichtbar und erlebbar macht. Mit der Umsetzung des Wettbewerbsprojekts leistet die ARWAG einen wesentlichen Beitrag zur Realisierung dieses neuen wohnbaupolitischen Ansatzes. Mit dem Paket A „4x4 I – Der Holzpilot“ realisiert die ARWAG im Rahmen des 1. Wiener WohnBAUMProgramms drei Wohnbauprojekte am Orasteig (Wien 21), in der Aspernstraße sowie am Naufahrtweg (beide Wien 22). Insgesamt entstehen 70 geförderte Wohneinheiten mit einer Wohnnutzfläche von rund 4.967 Quadratmetern, davon 35 Classic-geförderte und 35 SMART-geförderte Wohnungen. Ergänzend werden am Standort Naufahrtweg zwei geförderte Wohneinheiten für betreute Kinder- und Jugendwohngruppen mit insgesamt 521 Quadratmetern Nutzfläche realisiert. Das von der ARGE der Architekten GERNER GERNER PLUS. und AllesWirdGut entwickelte Konzept setzt auf einen hohen Holzanteil als zentrales Gestaltungselement, kombiniert mit flexiblen Grundrissen, gemeinschaftlich nutzbaren Freiräumen und einer klaren städtebaulichen Haltung. Die drei Liegenschaften werden als zusammengehöriges Projekt gedacht, reagieren jedoch jeweils individuell auf ihre Umgebung. Ziel ist es, nachhaltigen, leistbaren Wohnraum zu schaffen, der ökologische Innovation, architektonische Qualität und soziale Durchmischung vereint. Damit wird die Leitidee des Wiener WohnBAUMProgramms exemplarisch und auf ideale Weise umsetzt. Das Thema Nachhaltigkeit wird auch auf der Baustelle konsequent weiterverfolgt: Die STRABAG AG setzt als Bauführerin mit der Baustelle am Naufahrtweg in WienDonaustadt ein klares Zeichen. Das Projekt wurde gezielt ausgewählt, um nach den Kriterien der ÖGNI für eine nachhaltige Baustelle zertifiziert zu werden. Grundlage dafür ist eine ganzheitliche Bewertung über alle Projektphasen hinweg, von der Planung bis zur Fertigstellung, mit besonderem Fokus auf Ressourcenschonung, Arbeitssicherheit und eine qualitätsvolle Bauausführung. An der Veranstaltung nahmen Wohnbaustadträtin Elke HanelTorsch, Bezirksvorsteher-Stellvertreter Josef Fischer, Gregor Puscher und Silvia Hofer vom wohnfonds_ wien sowie die ARWAG-Vorstandsdirektoren Thomas Drozda und Christian Raab teil. Von der Idee zur Baustelle: Wiener WohnBAUMProgramm wächst weiter Mit dem Spatenstich der ARWAG am Orasteig in Wien-Floridsdorf wurde ein wichtiger Meilenstein des 1. Wiener WohnBAUMProgramms erreicht. v.l.n.r. Christian Raab (ARWAG Vorstandsdirektor), Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch, Thomas Drozda (ARWAG Vorstandsdirektor), Bezirksvorsteher-Stellvertreter Josef Fischer, Gregor Puscher (Geschäftsführer wohnfonds_wien) Das Wiener WohnBAUMProgramm steht für leistbaren Wohnraum auf höchstem Niveau, ökologische sowie ökonomische Nachhaltigkeit und für innovative Bauweise! Das Wiener WohnBAUMProgramm legt dafür eindrucksvoll Beweis ab. Durch die Verbindung von leistbarem Wohnraum und nachhaltiger Holz- bzw Holzhybridbauweise setzen wir ein starkes Zeichen für die Zukunft des Wohnens. Durch den Spatenstich wird die Wiener Erfolgsgeschichte des sozialen Wohnbaus um ein innovatives Kapitel reicher! Elke Hanel-Torsch, Wohnbaustadträtin der Stadt Wien „ „ © ARWAG/Alissar Najjar
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