Das Wien - E-Book

WIEN DAS Österreichische Post AG - RM GZ 17A0411152K - unabhängig Ausgabe 11 April/2026 23 Bezirke Bargeld wird EU-weit auf zehntausend Euro begrenzt S. 18 Hotel Fasching Das Familienhotel am Längsee in Kärnten S. 11 Bäckerei Felzl Tradition trifft Innovation: Neues „Croissant au Citron“ S.15 Foto beigestellt © Felzl/Sandra Blum Laxenburg Fünf neue historische Parkführungen S. 6 © Schloss Laxenburg BetriebsgesmbH Neuordnung der Zuständigkeit: Stadt Wien übernimmt ab 1. Juli 2026 die Parkraumüberwachung S. 17 Foto: © Christian Fürthner Migrationsrekord Rund 64 Millionen im Ausland geborene Menschen in EU. S. 22 VISUM

DAS WIEN AKTUELL 2 Es tut sich was in Österreich Während es in den vergangenen Wochen die eine oder andere Turbulenz in der SPÖ gegeben hat, ist der Landesparteitag in Wien harmonisch verlaufen. Der Wiener SPÖ-Landesparteivorsitzende Michael Ludwig wurde am vergangenen Samstag mit überwältigender Mehrheit von 92,3 Prozent der Delegiertenstimmen am Landesparteitag der SPÖ Wien wiedergewählt. Das freut auch den leidgeprüften Bundesparteivorsitzenden Andreas Babler, der lobende Worte findet: „Mit Michael Ludwig an der Spitze der SPÖ Wien – mit all seiner Erfahrung, seinem Weitblick und seiner Lösungskompetenz – geht Wien in eine gute Zukunft. Bei Michael Ludwig ist Wien in besten Händen“, so der Vizekanzler. Weniger harmonisch ist es da in der SPÖ Tirol verlaufen. Dort gab es keine Partei-Gnade für Georg Dornauer: Das Schiedsgericht der Tiroler-SPÖ hat nach seiner zweiten und letzten Sitzung in Innsbruck die Berufung des Ex-Landeshauptmannstellvertreters und früheren Landesparteichefs gegen dessen Parteiausschluss verworfen und bestätigte diesen wegen parteischädigenden Verhaltens. Dornauer war im Oktober 2025 wegen seines letztjährigen Landtagsantrags, 170 Millionen Euro an Übergewinnen des Landesenergieversorgers Tiwag als Sonderdividende an die Bevölkerung zurückzugeben, aus Partei und Fraktion ausgeschlossen worden. Die Landesparteispitze sah darin einen „Koalitionsbruch“ bzw. einen Bruch des Koalitionsvertrages, schließlich war der Regierungspartner ÖVP strikt gegen eine solche Maßnahme. Zudem stelle dies auch nicht eine Parteiposition dar. Es sei der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht habe, argumentierte man – und warf Dornauer zudem unkollegiales Verhalten seit seinem erzwungenen Rücktritt als Parteichef und Landeshauptmannstellvertreter im November 2024 vor. Seit seinem Ausschluss ist der 43-Jährige freier Abgeordneter zum Tiroler Landtag. Eine andere Wahl hat es beim ORF gegeben. Dort ist Ingrid Thurnher in einer achtstündigen Marathonsitzung zur ORF-Generaldirektorin bis Ende 2026 gewählt worden. Sie kam mit 31 der 35 Stimmen im ORFStiftungsrat auf eine breite Mehrheit und war die einzige Person unter den elf Bewerbern, die zu einem Hearing eingeladen war. Sie war die Favoritin, führte sie den ORF doch schon nach dem Rücktritt von Roland Weißmann interimistisch. Nun lenkt Thurnher den ORF für weitere acht Monate. Die ORFWahl für die Periode ab 2027 wird auf 11. Juni vorverlegt. „Ich freue mich sehr, dass das Votum so klar ausgegangen ist“, sagte Thurnher im Anschluss an die Wahl vor Journalisten. Sie wolle nun das Bild vom ORF zurechtrücken und das Vertrauen des Publikums zurückgewinnen, indem sie weiter nach dem Motto „Transparenz mit Konsequenz“ vorgehen werde. „Ich spüre, bei schnellen Aktionen kommt auch schnell Gegenwind auf“, hielt Thurnher wohl mit Blick auf die vergangenen Wochen fest. „Nicht alles, was ich tun werde, wird alle freuen“, prognostizierte sie für die kommenden Monate. Der Stiftungsrat hat darüber hinaus mit großer Mehrheit die Einsicht in den Compliance-Bericht zur Causa Weißmann, in den skandalösen Luxuspensionsvertrag von Ex-GrünenSpitzenfunktionär Pius Strobl und in die bisher unter Verschluss gehaltenen Berichte zu Ex-NÖ-Landesdirektor Robert Ziegler sowie ORF-III-Geschäftsführer Peter Schöber beschlossen. Kritiker hingegen bezeichnen Thurnher als „vierzig Jahre ORF-Inventar“, die das System verwalten, aber nicht verändern wird. Doch dazu sollte man die neue Generaldirektorin einmal arbeiten lassen. Mit dem Motto „Transparenz mit Konsequenz“ hat sie sich jedenfalls selbst eine hohe Latte gelegt. Das ist exakt das, was Lederer, Schütze und Babler monatelang verhindert haben. Frau Thurnher wird letztendlich an ihren Taten zu messen sein – und das bedeutet auch Kündigungen. Egal ob Strobl, Ziegler oder Schöber, wer im ORF nur den Anschein von unrechtmäßigem Verhalten erweckt, hat am Küniglberg nichts mehr verloren. Diese Linie hat der Stiftungsrat selbst beschlossen – jetzt muss sie auch durchgezogen werden. Lederer und Schütze sitzen noch im Stiftungsrat. Die Unvereinbarkeiten sind ungelöst, die Berateraufträge der beiden für die Ärztekammer nicht aufgeklärt, der Verdacht der Beeinflussung der ZiB-Redaktion unaufgeklärt. Viel Arbeit für die neue Generaldirektorin! Geschätzte Leser! Liebe Leserinnen! EDITORIAL von Heinz Knapp IMPRESSUM: Herausgeber/Chefredaktion/Verleger/Inhaber: Heinz Knapp, h.knapp@das-wien.at UID: ATU 63468713, redaktion@das-wien.at Lektorat: Alfred Eichhorn Grafik: Daniel Knapp, daniel.knapp@das-wien.at; Druck: Mafra Print, 15000 Praha; Vertrieb: Österreichische Post AG, Haidingergasse 1, 1030 Wien; Straßen- und Geschäftsverteilung - Wiener Stadtgebiet Verlagsadresse/Rechnungswesen/Grafik/Produktion: Die Agentur - Unabhängige Wochenzeitung, Heinz Knapp, Chorturmblick 1, 9061 Klagenfurt, www.das-wien.at Offenlegung gem. § 25 MedienG: Online unter www.das-wien.at Bei bezahlten Anzeigen, PR-Artikeln und namentlich gekennzeichneten Berichten liegt die inhaltliche Verantwortung beim Auftraggeber. Alle Berichte beziehen sich auf Stand 30.04.2026, 10:00 Uhr Gewinnen mit “ Das Wien” 1 von 5 Gutscheinen im Wert von jeweils 1.000 Euro von Wie heißt eine der beliebtesten Urlaubsinseln der Welt? a) Malediven b) Maledoofen Senden Sie eine Mail mit dem Betreff des Gewinnspiels und Ihrer Antwort an marketing@das-wien.at Teilnahmebedingungen für sämtliche Gewinnspiele: Die Teilnehmer erklären sich ausdrücklich damit einverstanden, dass ihre Daten an den jeweiligen Gewinnspielpartner weitergegeben werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Gewinne sind nicht in bar ablösbar. Einsendeschluss: Freitag, 13. Mai 2026. 1 Einkaufsgutschein im Wert von 1.000 Euro oder 1 von 2 Einkaufsgutscheinen im Wert von 500 Euro Wo befindet sich der Store von Louis Vuitton? a) Am Graben b) Kärntner Straße Betreff: Louis Vuitton Betreff: Reisen

DAS WIEN AKTUELL 3 55 Live-Acts aus den 80er-, 90er-Jahren und von heute feiern mit 100.000 Fans: Vom 17. bis 25. Juli verwandelt das „Donauinsel Open Air 2026“ die Bundeshauptsadt in den Nabel der Popwelt. Am 24. Juli gibt es bei „Forever Young“ einen Ausflug in die goldene Ära der 80er u.a. mit Kim Wilde, Paul Young, Alphaville, Limahl und Midge Ure. Hochkarätig ist das gesamte Programm: Rapsuperstar Luciano (21.7.), die Hitmaschine der 90er Roxette (22.7.) und US-Weltstar Rita Ora (23.7.), dazu die Kult-Ikonen der 90er – Vengaboys, Snap, Dr. Alban – und Ballermann-Stars wie Mickie Krause und Isi Glück. Early-Bird-Karten sind ab 69 Euro bzw. 89 Euro (Front of Stage) bei wien-ticket.at und oeticket.com erhältlich. Auch VIP-Packages sind verfügbar. Mehr Infos auf www.donauinselopenair.at Noch größer und noch mehr Stars! Zwischen dem 17. und 25. Juli 2026 verwandelt das Donauinsel Open Air Wien in das Pop-Mekka Europas. An zwei prall gefüllten Wochenenden und drei exklusiven Konzertabenden unter der Woche kommen 55 Live-Acts nach Wien, um mit 100.000 Fans eine große Pop- und Rockparty zu feiern. Die VIP Premium Lounge Für alle Veranstaltungstage gibt es eine auf 120 Personen limitierte VIP Premium Lounge mit VIP-Tischen und bester Sicht auf die Bühne. Jeder VIP Premium Tisch umfasst zehn Premium VIP Tickets sowie ein Shuttleservice von der Floridsdorfer Brücke. Der Festivaltag beginnt für die Gäste mit einem Sektempfang, bevor sie im überdachten Loungebereich mit Terrasse eine erstklassige Sicht auf die Festivalbühne genießen. An der Cocktailbar servieren professionelle Barkeeper klassische Drinks, während die VIP Bar inkludierte Schankmixgetränke, Bier, Wein und alkoholfreie Erfrischungen bereitstellt. Kulinarisch werden die Besucher den gesamten Tag über mit einem abwechslungsreichen Buffet aus exklusiven Vorspeisen, warmen Hauptspeisen, Desserts und Snacks verwöhnt. Für zusätzlichen Komfort sorgen eigene VIP Toiletten, ein exklusives VIP Geschenk sowie ein Erinnerungs Lanyard. Was? Donauinsel Open Air 2026 Wann? Vom 17. bis 25. Juli 2026 Wo? Wiener Donauinsel, 1210 Wien Tickets für das Donauinsel Open Air sind ab 69 Euro bei oeticket. com und wien-ticket.at erhältlich. Anfahrt: Das Festivalgelände befindet sich auf der Donauinsel Wien, auf der Höhe der Donaubrücke und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln (U6 Station, S-Bahn Handelskai / Neue Donau) gut erreichbar. Mehr Infos auf www.donauinselopenair.at Donauinsel Open Air: 55 Live-Acts feiern im Juli mit 100.000 Fans Am 24. Juli gibt es bei „Forever Young“ einen Ausflug in die goldene Ära der 80er u.a. mit Kim Wilde, Paul Young, Alphaville, Limahl & Midge Ure. Ausgelassene Stimmung beim Donauinsel Open Air © Entertainment Renate Steinberger/EL SHADDAI Photography Kim Wilde © Kim Wilde Isi Glück © Isi Glück Mickie Krause © Janis Meyer Gola Gianni © Gola Gianni Per Gessle & Lena Philipsson Roxette © Fredrik Etoall

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DAS WIEN AKTUELL 6 Der Schlosspark Laxenburg, an dem auch die Wien Holding beteiligt ist, zählt zu den bedeutendsten historischen Landschaftsgärten Europas und bietet weit mehr als malerische Wege und romantische Teiche: Hier trafen über Jahrhunderte die verschiedensten Gesellschaftsschichten aufeinander. Ab der Saison 2026 wird ein erweitertes Programm an historischen Parkführungen angeboten: In fünf thematischen Rundgängen können Besucherinnen und Besucher nun die bewegte Vergangenheit des Parks erkunden und erhalten Einblicke in die Menschen, Ideen und Ereignisse, die diesen Ort geprägt haben. Jede Führung dauert rund zwei Stunden, startet am Parkhaupteingang (Parkplatz P1) und bietet tiefgehende Einblicke in verschiedene Aspekte der Parkgeschichte. Tickets sind online oder direkt an der Parkhauptkassa erhältlich. 1. Zeitreise Schlosspark Laxenburg – Entwicklung einer kaiserlichen Gartenanlage Die „Überblicksführung“ zur Geschichte des Areals: Hier werden die großen Gestaltungsideen, die den Schlosspark Laxenburg von einer Jagdresidenz über einen barocken Lustgarten bis hin zu einem englischen Landschaftspark machten, beleuchtet. Hier erlebt man, wie Kaiser, Architekten und Landschaftsgestalter den Park prägten, wie sich Stil und Zeitgeist wandelten und welche Bedeutungen sich hinter seinen Alleen, Teichen und Schlössern verbergen. Besucherinnen und Besucher erhalten Einblicke in Gartentheorien und die Bedeutung des Parks als Symbol von Macht, Ästhetik und Naturverbundenheit. Nächste Termine: 15. Mai 2026, 11:00 bis 13:00 Uhr 16. Mai 2026, 11:00 bis 13:00 Uhr 17. Mai 2026, 11:00 bis 13:00 Uhr 2. Kaiser Franz erfindet das Mittelalter – Der Rittergau im Schlosspark Laxenburg Kaiser Franz ließ ab 1798 im Schlosspark Laxenburg das „goldene Mittelalter“ wieder aufleben: Mit Turnieren, Festen und einer märchenhaften Ritterburg entstand der Rittergau als einzigartige Kulisse voller Fantasie und Symbolik. Besucherinnen und Besucher erfahren, warum gerade in Zeiten der Französischen RevoSchlosspark Laxenburg bietet fünf neue historische Parkführungen Geschichte an Originalschauplätzen erleben: Ab der Saison 2026 wird ein erweitertes Programm an historischen Parkführungen angeboten. © Donauturm Wien Fotos © Schloss Laxenburg BetriebsgesmbH

DAS WIEN AKTUELL 7 lution und Napoleons die mittelalterliche Ästhetik wieder modern wurde und welche Ideen Franz damit verband. Die Führung eröffnet einen faszinierenden Blick auf eine Welt voller Unterhaltung, Machtinszenierung und künstlerischer Gestaltung. Nächster Termin: 25. Mai 2026, 11:00 bis 13:00 Uhr 3. Gekreuzte Wege, geteilte Welten – Adel und Volk im Schlosspark Laxenburg Vor über 200 Jahren öffnete der Schlosspark Laxenburg seine Tore für die Öffentlichkeit – doch was passierte wirklich, wenn Adel und „einfache“ Bevölkerung aufeinandertrafen? Wer schlenderte durch die Alleen, wer feierte Feste, und wie nutzten die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten das Areal? Hier entdeckt man, wie aus dem Schlosspark Laxenburg ein Ort kaiserlicher Repräsentation und zugleich ein Rückzugs- und Erholungsraum für die breite Bevölkerung wurde. Spannende Anekdoten aus dem Hofleben und über die Besucherinnen und Besucher vergangener Zeiten begleiten den Rundgang. Nächster Termin: 7. Juni 2026, 11:00 bis 13:00 Uhr 4. Schaufel, Schlüssel, Uniform – Arbeiten im Schlosspark Laxenburg einst und jetzt Nicht nur Kaiser und Architekten waren im Schlosspark Laxenburg prägend, auch jene, die im Hintergrund wirkten, haben ihren Teil zur Entwicklung beigetragen. Welche Herausforderungen galt es früher zu meistern, damit Wege, Teiche und alte Gebäude entstehen konnten und wie unterscheidet sich die Arbeit von damals von den Aufgaben der Parkmannschaft heute? Hier tauchen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein in die Geschichten hinter den Kulissen, entdecken alte Berufe und lernen, wie der Schlosspark Laxenburg seit Jahrhunderten als lebendiges Stück Kulturgeschichte erhalten wird. Nächster Termin: 26. Juni 2026, 15:00 bis 17:00 Uhr 5. Maria Theresia, Marie Thérèse und Sisi – Drei Kaiserinnen in Laxenburg Drei Frauen im Porträt: Wer waren die Kaiserinnen, die den Schlosspark Laxenburg prägten und welche Spuren haben sie hinterlassen? Diese Führung verbindet die Geschichte des Parks mit den Lebenswelten von Maria Theresia, Elisabeth („Sisi“) und der heute kaum bekannten, aber besonders aktiven Marie Thérèse. Man entdeckt ihre Rückzugsorte, erfährt von Gestaltungswünschen und persönlichen Interessen und erhält faszinierende Einblicke in das Leben dreier ganz unterschiedlicher Persönlichkeiten. So wird der Schlosspark Laxenburg zum Spiegel ihrer Geschichten. Nächster Termin: 6. Sept. 2026, 11:00 bis 13:00 Uhr Infos und Tickets unter: www.schloss-laxenburg.at

DAS WIEN AKTUELL 8 Kritische Infrastruktur schützen Die sogenannte kritische Infrastruktur soll in Österreich besser geschützt werden. Gemeint sind damit jene lebenswichtigen Versorger, ohne die im Alltag nichts mehr funktioniert – etwa Unternehmen, die für Strom, Wasser, Lebensmittel oder Kommunikation sorgen. Auch Spitäler oder der öffentliche Verkehr gehören dazu. Diese Unternehmen sind zu Schutzmaßnahmen verpflichtet, zum Beispiel Zutrittskontrollen. Außerdem müssen sie künftig Vorfälle, die die Sicherheit betreffen, melden. Eine entsprechende Verordnung des Innenministeriums ist nun in Kraft getreten. Mehr Schlichtungsanträge Die Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte (apf) hat im Jahr 2025 insgesamt 6.663 Schlichtungsanträge verzeichnet. Der Großteil entfiel auf den Flugverkehr mit 5.273 Fällen, gefolgt von der Bahn mit 1.244 Anträgen. Im Busbereich kam es zu einem deutlichen Anstieg auf 131 Fälle. Bei Flügen waren die Hauptursachen Verspätungen (46 %) und Annullierungen (36 %). Insgesamt konnten 5.130 Verfahren abgeschlossen werden, nur in 6 Prozent der Fälle kam es zu keiner Einigung, wie apf-Leiterin Röhsler sagte. Es gab Entschädigungen oder Erstattungen in Höhe von fast zwei Millionen Euro. Neue Regeln für E-Scooter & E-Bikes Mit 1. Mai tritt die StVO-Novelle mit Neuerungen für E-Scooter und E-Bikes in Kraft. Sie sieht eine Helmpflicht bei der Nutzung von E-Bikes bis zum Alter von 14 Jahren, bei E-Scootern bis 16 Jahren vor. Bei Fahrrädern bleibt die Grenze bei zwölf Jahren. Der KFV spricht sich dafür aus, unabhängig vom Alter einen Helm zu tragen. 97 Prozent der verletzten E-Biker seien älter als 14, bei E-Scootern 82 % der Verletzten 16 Jahre oder älter, so KFV-Direktor Schimanofsky. „Würden alle einen Helm tragen, könnten 1.000 schwere Kopfverletzungen pro Jahr verhindert werden.“ Warnung vor Kerosin-Knappheit Schon bald könnte Kerosin in Europa knapp werden, davor warnen Airlines und die Internationale Energieagentur. Die Ticketpreise bei Ryanair dürften aus heutiger Sicht aber stabil bleiben, sagt deren Chef O’Leary. Die Airline habe bereits 80 Prozent des bis März 2027 benötigten Treibstoffs eingekauft. Kritik übt O’Leary an der Flugticketabgabe in Österreich: „Diese entspreche bei einem Ticketpreis zwischen 45 und 50 Euro einem Steuersatz von rund 25 %. Die höheren Treibstoffkosten würden hingegen nur bis zu 4 % mehr an Gesamtkosten verursachen“. Er fordert die Abschaffung der Abgabe. Hohe Abgaben auf Arbeit Die OECD hat ihre jährliche Studie zur Steuer- und Abgabenquote auf Arbeit veröffentlicht: Demnach hat Österreich im OECD-Vergleich den vierthöchsten Wert. Nur in Deutschland, Belgien und Frankreich waren die Lohnabgaben 2026 höher. Hauptverantwortlich sind die hohen Sozialabgaben für Arbeitnehmer sowie die Lohnnebenkosten für Arbeitgeber. Die Studie zeigt auch, dass Familien in Österreich deutliche Vorteile gegenüber Kinderlosen genießen. Neuerungen in Wiener Freibädern Die Wiener Freibäder starteten mit einer Reihe von Neuerungen in die am 2. Mai beginnende Saison. Geplant sind unter anderem eine Monatskarte, der Ausbau des Online-Ticketings und ein Testbetrieb für verlängerte Öffnungszeiten. Zudem steht im Strandbad Gänsehäufel erstmals eine „Fast Lane“ zur Verfügung. Das neue Modell der Monatskarte wird 43,60 Euro kosten, ist an jedem beliebigen Tag erhältlich und gilt 30 Tage. Im Strandbad Alte Donau wird ab 20. Juni ein späterer Badeschluss getestet – bis 20:30 Uhr soll dort geschwommen werden können. Lufthansa streicht Gratis-Gepäck Der AUA-Mutterkonzern Lufthansa streicht bei allen Airlines der Gruppe auf Kurz- und Mittelstreckenflügen die bisher kostenfreie Mitnahme eines kleinen Kabinenkoffers. Es wird ein neuer Einstiegstarif eingeführt, der nur einen kleinen persönlichen Gegenstand wie eine Laptoptasche oder einen Rucksack umfasst. Dieser darf maximal 40 × 30 × 15 Zentimeter groß sein. Zusätzliches Hand- oder Aufgabegepäck kann ab 15 Euro zugebucht werden. Die Regel gilt für Reisen ab dem 19. Mai. Junge Männer werden schwerer Stellungspflichtige junge Männer sind in den vergangenen Jahren etwas größer und deutlich schwerer geworden. Bei den Geburtsjahrgängen von 1972 bis 2006 stieg die Körpergröße im Durchschnitt von 177 auf 178 cm, das Gewicht von 71 auf 77 kg. Das zeigen Daten des Verteidigungsministeriums. Die häufigste Diagnose beim Gesundheitscheck ist der Plattfuß mit fast 8.100 Fällen im Vorjahr, gefolgt von Kurzsichtigkeit (7.800), Allergien (5.700) und Übergewicht (4.700). Regeln für Kurzzeitvermietung Wien will bei Kurzzeitvermietungen nachschärfen – mit einem Vermieterregister. Das kündigt Bürgermeister Ludwig an. Demnach müssen sich alle Vermieter registrieren, die ihre Wohnung etwa über Airbnb vermieten. So soll besser kontrolliert werden können, ob die Regeln eingehalten werden – etwa die Vorgabe, dass Wohnungen maximal 90 Tage pro Jahr vermietet werden dürfen. Lehrermangel in Wien Wien sucht dringend Lehrer für alle Schularten. Ab sofort kann man sich für das kommende Schuljahr bewerben. Besonders gefragt sind derzeit Lehrkräfte für Volksschulen und den sonderpädagogischen Bereich. Auch fachlich gibt es Engpässe, vor allem in Mathematik und Naturwissenschaften. Ebenso sind im Fach Bewegung und Sport – insbesondere für Mädchen – viele Stellen unbesetzt. Bewerbungen sind noch bis 8. Mai möglich. Drogen: Mehr Nikotin und Kokain Der Nikotinkonsum bei jungen Menschen steigt an. Alkohol ist nach wie vor die Droge Nummer eins in Österreich. Und bei den illegalen Drogen gibt es ein deutliches Plus beim Kokainkonsum. Das geht aus dem Drogenbericht der Gesundheit Österreich GmbH hervor. Der klassische Zigarettenkonsum sinkt zwar, Produkte wie E-Zigaretten und Nikotinbeutel nehmen aber zu. Erstmals ist im Bericht auch das Glücksspiel systematisch erfasst. Rund 300.000 Menschen sind spielsüchtig, ein Viertel davon schwer. © KI generiert/adobe firefly

DAS WIEN AKTUELL 9 Bezahlte Anzeige MUSEEN erforschen – Kultur hautnah erleben. Die vier Museen der Wien Holding – das Mozarthaus Vienna, das Kunst Haus Wien, das Jüdische Museum Wien und das Haus der Musik – machen Kunst und Kultur auf eine ganz besondere Weise erlebbar. Tickets erhältlich bei www.wien-ticket.at oder direkt bei den Museen. www.wienholding.at neug er wecken. mehr 200x272_wh_anz_museum_0226_rz.indd 1 25.02.26 10:33

DAS WIEN AKTUELL 10 Kaum sind die Temperaturen konstant über den Gefrierpunkt gestiegen und die letzten Frostbeulen abgeheilt, kriechen die Klima-Apokalyptiker aus ihren Löchern und verbreiten Angst und Schrecken. Die ersten Klima-Schlagzeilen der heimischen Presse lesen sich vielversprechend. Im Sommer: „Malaria-Alarm jetzt auch in Österreich“, oder „Waldbrände wie in Griechenland“ und „Zu warm: Den Fischen fehlt der Sauerstoff“. Wahre Horrorszenarien werden den Lesern ins Hirn gebrannt: „Solche Bilder kennt man sonst nur aus Griechenland oder der Türkei: Flammen fressen sich durch die Berghänge, Feuer lodert rot in der Nacht – Löschhubschrauber kämpfen gegen das Inferno. Doch diese Bilder sind aus Kärnten und der Steiermark, wo angesichts der Trockenheit und ersten Mini-Hitzewelle Waldbrände ausbrachen.“ Hilfe, die „Mini-Hitzewelle kommt! Wir werden alle verglühen, denkt man sich da. Was man über die Waldbrände in Griechenland und der Türkei freilich nicht außer Acht lassen darf ist, dass diese häufig dadurch entstehen, dass Grundstücksspekulanten den Wald einfach abfackeln, um so zu neuem Baugrund zu kommen. Das ändert zwar nichts daran, dass der Wald brennt, aber die Ursache ist eine andere, als die Klima-Hysteriker gerne hätten. Wenig machen kann man in Österreich auch gegen die derzeit zahlreichen brennenden Raffinerien und Ölfelder, die sich vermutlich auch nicht so positiv aufs Klima auswirken dürften. Derzeit brennen etwa Öllager in Australien, im Iran, in Russland, in Saudi-Arabien, in Kuwait und in der Ukraine. Genauso wenig positiven Einfluss auf das Weltklima dürften auch der Schadstoffausstoß der tausenden Panzer, Hubschrauber, Kriegsschiffe und Düsenjets haben, die vermehrt in der Ukraine und der Golfregion unterwegs sind. Da hilft es gar nichts, wenn wir auf Plastikstrohhalme verzichten. Die bevölkerungsreichsten Länder wie China und Indien machen das nämlich nicht. Die kippen ihren Müll weiterhin in die Flüsse und verursachen so eine gigantische Verschmutzung der Weltmeere. Solange das so ist und hier kein Umdenken stattfindet, sind die Umweltschutz-Bestrebungen der Europäer zwar nett, global gesehen aber weitgehend sinnlos. Dass wir durch permanentes GoldPlating im Umweltschutz einen schweren Schaden und Nachteil für unsere Wirtschaft in Kauf nehmen, der sich mittlerweile spürbar auf unsere Lebensqualität auswirkt, ist die Kehrseite der Medaille. Das soll nicht heißen, dass es schlecht ist, auf die Umwelt zu schauen. Schließlich wollen wir unsere Lebensgrundlage nicht zerstören. Aber wir sollten die richtigen Prioritäten setzen. Und die finden wir nicht in Europa. Denn es hilft uns gar nichts, wenn wir auf die Umwelt achten, wenn sie andere zerstören. Das fängt beim Regenwald an und hört bei brennenden Ölfeldern und Plastikmüll im Meer auf. Statt der heimischen Bevölkerung ständig neue, sinnlose Belastungen, wie etwa die CO2-Steuer, aufs Auge zu drücken, sollte die EU, die sich ja gerne als global Player sieht, einmal mit den Hauptverschmutzern des Planeten reden. Also mit Indien, China und den USA – um nur einige zu nennen. Das hätte tatsächlich Sinn. Nur zum Vergleich: Österreich ist für rund 0,15 Prozent des weltweiten CO₂-Ausstoßes verantwortlich – also für deutlich weniger als ein Fünfhundertstel der globalen Emissionen. Wer ernsthaft glaubt, mit einer CO2-Steuer in Österreich das Weltklima zu retten, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Trotzdem startet gerade jetzt mit den zaghaft höheren Temperaturen die erste Welle an Klima-Panik und Klima-Hysterie. Zeitungen schreiben schon davon, dass uns der heißeste Sommer seit überhaupt bevorsteht und wir in der Klimahölle verbrutzeln werden. Das ist reine Panikmache ohne irgendeinen Lösungsansatz. Besser wäre es sich unaufgeregt, an die neuen klimatischen Bedingungen anzupassen und nicht in Panik zu verfallen, wenn wir hier in Österreich ein paar Wochen lang Plusgrade haben, wie sie die Menschen in anderen Regionen der Erde das ganze Jahr über ertragen müssen. In diesem Sinne: Schönen Sommer und ab in den Schatten! Klima-Panik kommt pünktlich Criticus Doppelbudget: Kritik & Zustimmung Kein gutes Haar haben die Neos an den Eckpunkten des Doppelbudgets der Regierung gelassen. FPÖ-Generalsekretär Schnedlitz ortete ein „milliardenschweres Sparpaket auf dem Rücken der Pensionisten, Arbeitnehmer und der jungen Generation“. Gleichzeitig produziere die Regierung ein „Schuldenchaos“. Die Gewerkschaft hingegen kann die gefundene Grundsatzeinigung beim Budget loben. Entscheidend sei laut ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian jedoch, dass die Konsolidierung fair verteilt werde. Bei der Einnahmenseite gebe es noch „Luft nach oben“, so Katzian. Lärmbelastung in Österreich Rund 5,3 Millionen Menschen in Österreich werden laut Statistik Austria in ihrem Wohnbereich durch Lärm belastet. Der Straßenverkehr wird von 2,2 Millionen Personen als Ursache genannt und ist damit die größte Lärmquelle, wie der Verkehrsklub Österreich (VCÖ) betont. 40,4 Prozent der betroffenen Menschen geben den Straßenverkehr als Hauptursache an, am zweithäufigsten folgen Baustellen mit 12 %. „Lärm ist nicht nur ein Ärgernis, dauerhafter Lärm kann krank machen“, so VCÖ-Vertreterin Schenk. Im Verhältnis zum Verkehrsaufkommen sind Motorräder und Mopeds die größten Lärmverursacher. Keine Lebensmittelreserve nötig Eine neue Studie kommt zum Schluss, dass Österreich keine strategische Lebensmittelreserve benötigt. Verschiedene Krisenszenarien wie ein Blackout oder eine lange Dürre wurden im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums untersucht. Das Ergebnis zeigt, dass es durch umfangreiche landwirtschaftliche und Lebensmittelproduktion ausreichend Lagerbestände gibt. Erst im Februar wurde eine Gesetzesnovelle beschlossen, die eine staatliche Lebensmittelreserve überhaupt ermöglicht. VW ID.3 überholt Tesla Model Y Teslas Model Y ist nicht mehr das häufigste Elektroauto auf deutschen Straßen. Der VW ID.3 hat seinen Konkurrenten vom Thron gestoßen, wie aus aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes hervorgeht. Mit 1. Jänner 2026 waren demnach 116.053 ID.3 in Deutschland zugelassen, aber nur 106.184 Model Y. Ein Jahr zuvor hatte das Model Y noch die Nase vorne. Beide Modelle überschritten im vergangenen Jahr als erste reine E-Autos die Marke von 100.000 zugelassenen Fahrzeugen in Deutschland. Betrachtet man die Marken insgesamt, liegt VW bereits länger vor Tesla. Reiselust trotz Krisen ungebrochen Urlaub steht auch in Krisenzeiten hoch im Kurs, allerdings wird verstärkt aufs Geld geschaut. 94 Prozent der Österreicher wollen heuer im Sommer verreisen, und 83 % entscheiden sich dabei bewusst für preisgünstigere Varianten. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag des ÖAMTC hervor. So werden etwa günstigere Quartiere gebucht (30 %), es wird in der Nebensaison verreist (27 %), vor Ort bei Restaurantbesuchen oder Eintritten gespart (21 %) oder kürzer beziehungsweise in Österreich Urlaub gemacht (17 %). © KI generiert/adobe firefly

DAS WIEN AKTUELL 11 Vespa feiert 80 Jahre italienisches Lebensgefühl Am 23. April 1946, also vor genau 80 Jahren, meldete Piaggio in der italienischen Stadt Pontedera das Patent für eines der erfolgreichsten Produkte der Neuzeit an: die Vespa. Seitdem verkörpert kaum etwas das italienische Dolce Vita mit mehr Emotionen, Stil und Eleganz. Ganze Generationen erlebten und erleben weltweit das einzigartige Freiheits- und Mobilitätsgefühl auf einer Vespa. Die markanten Roller bauen Brücken zwischen den Kulturen, verbinden Alt und Jung in einer gemeinsamen Leidenschaft und beeinflussen Musik, Design, Mode, Kunst und Kultur. Die bewegte und bewegende Geschichte einer italienischen Ikone, die unsere Welt nach 80 Jahren mehr denn je zum sommerlichen Dauerlächeln bringt. In Österreich sind mehr als 150.000 Vespas offiziell zugelassen. Ab 1964 hat Vespa auch die Straßen Österreichs erobert. Der österreichische Generalimporteur Faber GmbH gestaltete das Land seitdem zu einem der erfolgreichsten Märkte für die Vespa auf der ganzen Welt. Laut offizieller Zulassungsstatistik sind in Österreich mit Stichtag 31.12.2025 151.066 Vespas zugelassen. Davon entfallen 100.181 Zulassungen auf Männer und 47.629 auf Frauen – die fehlende Differenz entfällt auf Zulassungen im gewerblichen Bereich. Fotos © www.vespa.at Das Familienhotel am Längsee im Zentrum Kärntens HOTEL FASCHING mit 1.800 m Naturbadestrand, Tennisplatz, Fahrräder, Wanderbus, Fun-Court, Top Pauschalen, Streichelzoo, Alpen-Adria, Kulinarik, Haustiere erlaubt, Wörthersee Plus Card Großzügige Kinderermäßigung mit Getränkebüffet und attraktives Rahmenprogramm HP ab € 82,- ... ankommen auspacken wohlfühlen ... 9313 St. Georgen am Längsee Tel.: +43(0) 4213 2128 office@hotel-fasching.at WWW.HOTEL-FASCHING.AT Top-Pauschalen Sparfuchs Kurz und Gut ANZEIGE

DAS WIEN AKTUELL 12 Bei den DiDays NextGen dreht sich alles um Technik und IT. Nach dem erfolgreichen Start im Jahr 2025 baut die Stadt Wien ihr kostenfreies Bildungsformat im Juni für junge Wienerinnen und Wiener weiter aus und setzt einen Schwerpunkt zu digitalen Themen für die nächste Generation. Konzipiert und organisiert werden die DiDays NextGen von UIV Urban Innovation Vienna GmbH, einem Unternehmen der Wien Holding, im Auftrag der Stadt Wien. Rund 1.000 Schülerinnen und Schüler erwartet Zu den DiDays NextGen von 8. bis 18. Juni werden rund 1.000 Schülerinnen und Schüler jeder Altersgruppe geladen. Sie lernen in unterschiedlichen Formaten und an zahlreichen Orten die aktuellen technologischen Entwicklungen kennen, sie experimentieren mit neuen Tools und treten mit Expertinnen und Experten der Branche in den Dialog. Das Bildungsformat startet mit einem Schwerpunkt für digitale Bildung der Jüngsten: Ein WorkshopTag für Volksschulen sensibilisiert Schulanfängerinnen und -anfänger altersgerecht für Sicherheit im Internet. Daran anschließend folgt ein umfangreiches Programm mit Workshops, Diskussions- und Austauschformaten für Schülerinnen und Schüler von 9 bis 22 Jahren. Dabei werden Themen diskutiert wie Quantentechnologie, Künstliche Intelligenz, Berufseinstieg, Cybersecurity, Innovation und Industrie 4.0. Die Vermittlung findet unter anderem in Formaten wie Exkursionen, Gesprächen mit Expertinnen und Experten, Escape Games oder „Hands-on“-LegoWorkshops statt. Austausch zwischen der Stadt und der nächsten Generation Die Stadt will aber auch von ihren jungen Bewohnerinnen und Bewohnern erfahren, was sie in Sachen Digitalisierung bewegt. Beim Format „NextGen Minds“ treten Vertreterinnen und Verteter der Politik und Verwaltung in Austausch mit den Jugendlichen. Auch im zweiten Jahr der DiDays NextGen wird besonderer Wert auf einen gendersensiblen Zugang gelegt. Daher setzt das Bildungsformat mit „NextGen Girls“ an mehreren Tagen gezielt einen Mädchenschwerpunkt. Die Teilnehmerinnen sollen altersgerecht und intuitiv an digitale und technische Themen herangeführt werden. Mädchen-Hackathon als einer der Höhepunkte Höhepunkt ist ein mehrtägiger Hackathon unter dem Motto „Our Creative Urban Future – Unser Wien von morgen mitgestalten“. Die Teilnehmerinnen entwickeln kreative Lösungen für die Stadt von morgen. Sie programmieren in kleinen Teams ihre eigenen Projekt-Ideen und können damit ihr Talent im Technologie Bereich vor einer prominenten Jury unter Beweis stellen. Ein Fokus liegt auf den vielseitigen Ausbildungswegen und Berufsmöglichkeiten in der IT-Branche. Dafür sind Diskussionsformate mit weiblichen Rolemodels geplant. Die DiDays NextGen sind als mehrwöchiges Bildungsformat eine Erweiterung der Digital Days. Das große Digitalisierungsfest der Stadt Wien findet heuer im November zum zwölften Mal statt. © (3) UIV/Jakub Han UIV Urban Innovation Vienna: DiDays NextGen in ganz Wien Stadt Wien lädt von 8. bis 18. Juni wieder zum digitalen Bildungsevent für Kinder & Jugendliche. Mädchen-Hackathon einer der Höhepunkte.

DAS WIEN AKTUELL 13 DiDays NextGen: ProgrammHighlights im Überblick 8. Juni • Workshop-Tag für Volksschulen der FH Technikum (Alter: 7 bis 10) 9. Juni • NextGen Minds: Austausch mit der Stadt Wien in „das forum“, Klima- und Innovationsforum der Stadt Wien (Alter: 16+) • KI&Me – Workshop der Wirtschaftsagentur Wien (Alter: 1314) 10. bis 15. Juni NextGen Girls: Angebote für Mädchen • IT&Me – Workshop der Wirtschaftsagentur Wien (Alter: 13–14) • Digital Girls Hackathon der DigitalCity.Wien für Mädchen, eine Kooperation mit A1 und TU Wien eduLab (Alter: 12 bis 14) • Industrie 4.0 zum Anfassen: Coinfactory-Workshop der Pilotfabrik der TU Wien (Alter 9 bis 13) • NextGen Girls-Tag: Austausch mit Rolemodels, Workshops und Diskussionsformate mit Partnerinnen und Partnern der DigitalCity.Wien in „das forum“ (Alter: 9 bis 20) 17. und 18. Juni • Zwei Tage voller Workshops, Diskussionsformate und MiniAusstellung mit Partnerinnen und Partnern der DigitalCity. Wien in „das forum“ (Alter: 10 bis 20) • Industrie 4.0 zum Anfassen: Coinfactory-Workshp der Pilotfabrik der TU Wien (Alter 9 bis 13) • 3D-Objekt entwickeln – Workshops der WienIT (Alter 14 bis 20) Mehr Infos unter: www.digitalcity.wien/event/didays-nextgen-2026/ © UIV ANZEIGE

DAS WIEN AKTUELL 14 Werden unsere Pensionisten zur Melkkuh der Republik? Es ist wieder einmal so weit: Während sich die Regierung aus ÖVP, SPÖ und Neos selbst auf die Schulter klopft und von „sozial ausgewogener Politik“ spricht, wächst draußen im echten Leben bei vielen Pensionisten die Verzweiflung. Und man muss es klar sagen: Wer sich die aktuellen Zahlen ansieht, erkennt schnell, hier wird eine Generation zur Kasse gebeten, die dieses Land überhaupt erst aufgebaut hat. Denn die Fakten sind eindeutig. Die Pensionen werden 2026 im Schnitt nur um 2,7 Prozent erhöht und selbst das gilt nicht für alle. Wer über 2.500 Euro brutto Pension bezieht, bekommt nicht einmal diese Inflationsanpassung, sondern lediglich einen Fixbetrag von 67,50 Euro. Das bedeutet im Klartext: Je höher die Pension, desto größer der reale Kaufkraftverlust. Bei rund 3.400 Euro Pension sinkt die Erhöhung bereits auf etwa 1,99 %, bei 5.000 Euro sogar auf rund die Hälfte der Inflation. Und da fragt man sich schon: Ist das noch „sozial gerecht“ oder schlicht eine versteckte Kürzung? Währenddessen liegt die durchschnittliche Pension in Österreich bei rund 1.705 Euro für Frauen und 2.434 Euro für Männer. Das heißt: Viele Menschen kämpfen ohnehin mit begrenzten Mitteln und genau diese Kaufkraft wird jetzt Stück für Stück ausgehöhlt. Noch brisanter wird es bei den Neu-Pensionisten: Rund 300.000 Menschen, die in den letzten Jahren in Pension gehen oder gegangen sind, verlieren laut Berechnungen durch Systemeffekte teils tausende Euro, weil die Anpassung der Pension der tatsächlichen Inflation hinterherhinkt. Mit anderen Worten: Wer jahrzehntelang eingezahlt hat, bekommt am Ende weniger als ihm eigentlich zustehen würde. Und jetzt kommt der eigentliche Zündstoff: Diese „Einsparungen“ passieren nicht im luftleeren Raum. Die Regierung selbst gibt zu, dass durch die gewählte Pensionsregelung rund 350 Millionen Euro eingespart werden. 350 Millionen Euro eingespart bei jenen, die keine Lobby haben, die nicht mehr streiken gehen und die sich oft nicht mehr lautstark wehren können. Oder anders gesagt: Der Staat spart – und der Pensionist zahlt. Man könnte es auch etwas weniger diplomatisch formulieren: Während Milliarden für ideologische Prestigeprojekte und oftmals linke NGOs, fragwürdige Förderungen und eine ausufernde Bürokratie verbrannt werden, greift man dort zu, wo es am einfachsten ist. Denn der Pensionist geht nicht auf die Barrikaden. Der Pensionist zahlt still und leise. Und genau hier liegt das Problem: Diese Politik folgt einem gefährlichen Prinzip, nämlich dem Prinzip der bequemsten Belastung. Nicht dort wird eingespart, wo es mutig wäre. Sondern dort, wo es am wenigsten Widerstand gibt. Oder, um es auf den Punkt zu bringen: Man schröpft jene, die sich nicht mehr wehren können. Dabei sind Pensionisten keine Kostenstelle. Sie sind Leistungsträger, Steuerzahler von gestern und Konsumenten von heute. Immerhin stammen rund 27 % der privaten Konsumausgaben aus Haushalten mit Pensionisten. Wer hier die Kaufkraft schwächt, sägt nicht nur an der sozialen Gerechtigkeit, sondern auch am wirtschaftlichen Fundament dieses Landes. Und jetzt stellen wir die entscheidende Frage: Wie kann es sein, dass für alles Geld da ist, nur nicht für jene, die ein Leben lang gearbeitet und eingezahlt haben? Bei Asylwerbern, welche niemals in das System eingezahlt haben und auch keine Leistung vollbracht haben, sind die politischen Entscheidungsträger generös auf Kosten der österreichischen Steuerzahler und Pensionisten. Wie kann es sein, dass man bei Pensionisten plötzlich „budgetäre Disziplin“ entdeckt, während anderswo Milliarden weiter locker gemacht werden? Und wie kann es sein, dass man ernsthaft glaubt, diese Generation merkt das nicht und lässt sich dies demokratiepolitisch gefallen? Ein frecher Sager zum Schluss: Wenn Leistung sich nicht mehr lohnt, aber Belastung immer funktioniert, dann läuft in diesem Land etwas gewaltig falsch. Oder noch klarer: Der österreichische Pensionist ist kein Bankomat der Republik. Und die Pensionisten werden die kommenden Wahlen entscheiden. Denn es ist höchste Zeit, dass sich das wieder ändert. BassenaTratsch Gewinnen mit “ Das Wien” Senden Sie eine Mail mit dem Betreff des Gewinnspiels und Ihrer Antwort an marketing@das-wien.at Teilnahmebedingungen für sämtliche Gewinnspiele: Die Teilnehmer erklären sich ausdrücklich damit einverstanden, dass ihre Daten an den jeweiligen Gewinnspielpartner weitergegeben werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Gewinne sind nicht in bar ablösbar. Einsendeschluss: Freitag, 13. Mai 2026. Gewinnen Sie 1 von 4 Gutscheinen im Wert von jeweils 250 Euro von Wo ist der Hauptsitz von Hugo Boss? a) Metzingen (D) b) Graz (Ö) Betreff: Hugo Boss 1 Gutschein im Wert von 1.000 Euro von Wo ist der Firmensitz von Moncler Mode? a) Mailand, Italien b) Köln, Deutschland Betreff: Moncler

DAS WIEN AKTUELL 15 Schokolade bleibt trotz geringer Kakaopreise teuer Auch wenn der Kakaopreis am Weltmarkt im vergangenen Jahr um fast drei Viertel gesunken ist, bleibt Schokolade teuer. Ein Grund dafür sei, dass die Produktionskosten nicht allein vom Kakaopreis abhängen, erklärt der Pinzgauer Schokoladenproduzent Franz Berger gegenüber salzburg. orf.at. Es brauche auch andere Rohstoffe, hinzu kämen noch hohe Energie- und Lohnkosten. Ein weiterer Grund für die hohen Preise sei, dass der Einkauf von Kakao sehr langfristig erfolgen müsse, um den Bedarf zu decken. „Deshalb dauere es lange, bis Preissenkungen auch bei den Kunden ankommen“, so Berger. Alkoholverbot rund um den Westbahnhof Am und rund um den Wiener Westbahnhof darf ab dem 8. Mai kein Alkohol mehr konsumiert werden. Zudem wird die Gegend um den Fritz-Imhoff-Park in WienMariahilf zur Schutzzone“, erklärte Wiens Bürgermeister Ludwig. Mit diesen und weiteren Maßnahmen will Wien in Zusammenarbeit mit der Polizei verstärkt gegen Drogenkriminalität vorgehen, aber auch für bessere Suchthilfe und ein höheres Sicherheitsgefühl sorgen. Gastgewerbebetriebe sind vom Alkoholverbot ausgenommen. Ähnliche Verbotszonen gibt es bereits am Franz-Jonas-Platz in Floridsdorf und am Praterstern. Tradition trifft Innovation: Bäckerei Felzl präsentiert neues „Croissant au Citron“ Mit dem neuen „Croissant au Citron“ setzt die Wiener Bäckerei Felzl einmal mehr ein klares Zeichen für Innovationskraft im traditionellen Bäckerhandwerk. Entwickelt wurde die Kreation von Backstubenleiter Christoph Blamauer gemeinsam mit seinem Team. Im Mittelpunkt steht ein Produkt, das klassisches französisches Feingebäck mit präziser Handarbeit und zeitgemäßer Interpretation verbindet. Das „Croissant au Citron“ basiert auf einem handgemachten französischen Croissant, das in mehreren Arbeitsschritten veredelt wird. Jedes einzelne Stück wird von Hand mit einer fein abgestimmten Zitronencreme gefüllt. Abschließend erhält das Croissant eine aufdressierte Baiserhaube, die nicht nur optisch Akzente setzt, sondern auch geschmacklich eine süße, ausgewogene Balance schafft. „Unser Anspruch ist es, traditionelles Handwerk zu bewahren und gleichzeitig neue Ideen zu entwickeln, die bei unseren Kundinnen und Kunden gut ankommen“, erklärt Christoph Blamauer, Backstubenleiter bei Felzl. „Das Croissant au Citron steht genau für diesen Ansatz. Es verbindet handwerkliche Präzision mit einer modernen Interpretation.“ Blamauer selbst verkörpert diesen Innovationsgeist in besonderer Weise. Sein Weg in die Backstube begann alles andere als klassisch. Noch vor wenigen Jahren war er in der Orthopädie tätig, bevor er sich bewusst für einen Neuanfang im Handwerk entschied. Dabei arbeitete er sich bei Felzl vom Quereinsteiger bis zum Bäckermeister hoch. Heute leitet er die Backstube und prägt mit seinem Team die Produktentwicklung maßgeblich. Das „Croissant au Citron“ ist Teil des aktuellen Themenschwerpunkts „Frühling in Paris“, mit dem Felzl saisonale Inspirationen aufgreift. Im Fokus steht dabei die kontinuierliche Weiterentwicklung des Sortiments. Ziel ist es, Kundinnen und Kunden immer wieder neue Impulse zu bieten und gleichzeitig die Qualität des traditionellen Handwerks zu sichern. Mit der Einführung des „Croissant au Citron“ unterstreicht Felzl einmal mehr seinen Anspruch, als innovativer Handwerksbetrieb neue Maßstäbe zu setzen und die Zukunft der Bäckereikunst aktiv mitzugestalten. © Felzl/Sandra Blum © (2) Conceptum

DAS WIEN AKTUELL 16 Kraft durch Freude Die Wortwahl von SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler im Zusammenhang mit einer aktuellen Pressekonferenz wirft Fragen auf, die über den Einzelfall hinausgehen. Die Verwendung eines historisch belasteten Begriffs wie „Kraft durch Freude“ sollte gerade in der österreichischen Politik besondere Sensibilität erfordern. Umso mehr irritiert es, wenn ein führender Politiker einen solchen Ausdruck verwendet, während gleichzeitig in anderen Zusammenhängen schnell und entschieden auf problematische Sprache reagiert wird. Es entsteht der Eindruck unterschiedlicher Maßstäbe: Während politische Mitbewerber häufig scharf kritisiert werden, bleibt die Empörung in diesem Fall auffallend verhalten. Eine offene und konsequente Auseinandersetzung mit Sprache und ihrer historischen Bedeutung wäre jedoch ein wichtiges Signal für politische Glaubwürdigkeit. Emelie S., 68, Pensionistin Babler – Der Film Der Kinostart des Films „Wahlkampf“ über SPÖ-Chef Andreas Babler wirft Fragen zum Umgang mit Steuergeld auf. Wenn ein öffentlich gefördertes Projekt kaum Publikum findet, stellt sich die Frage nach Zweckmäßigkeit und Verantwortung. Gerade in Zeiten finanzieller Belastungen für viele Bürger wirkt es schwer nachvollziehbar, dass erhebliche Mittel in ein politisch geprägtes Filmprojekt fließen. Kunst- und Kulturförderung ist wichtig, muss aber im öffentlichen Interesse erfolgen und nachvollziehbar sein. Es braucht daher eine kritischere Prüfung, wie Fördergelder eingesetzt werden, um Vertrauen in den verantwortungsvollen Umgang mit Steuermitteln zu sichern. Herbert K., 38, Angestellter ZARA Die Entscheidung, die Fördermittel in Höhe von 300.000 Euro für die Beachvolleyball World Tour zu streichen, während gleichzeitig andere Projekte wie etwa der Verein ZARA weiterhin öffentliche Mittel erhalten, wirft Fragen nach der Prioritätensetzung auf. Wenn ein etabliertes internationales Sportevent mit vergleichsweise überschaubarem Betrag von 300.000 Euro dadurch gefährdet wird, ist das für viele schwer nachvollziehbar. Gerade solche Veranstaltungen haben sportliche und touristische Bedeutung und stärken die Region nachhaltig. Eine transparente und ausgewogene Förderpolitik wäre daher wichtig, um Vertrauen zu erhalten und sicherzustellen, dass öffentliche Gelder nachvollziehbar und im Sinne eines breiten gesellschaftlichen Interesses eingesetzt werden. Eleonore G., 28, Hobbysportlerin Criticus Danke Criticus für Ihren genial zynischen Artikel! “…bislang unveröffentlichter B-Seiten aus den Slums von Dschibuti…“ Deswegen boykottieren wir Ö1 seit Jahrzehnten! Bitte weiter so! Renate Lindner Energiekrise Der Auftritt des ÖVP-Energieministers Hartmannsdorf im Parlament wirkt wenig überzeugend und eher wie politische Inszenierung als wie konkrete Problemlösung. Anstelle greifbarer Maßnahmen zur Bewältigung der Energiekrise standen vor allem Schlagworte und allgemeine Ankündigungen im Vordergrund. Gerade bei so zentralen Themen wie Energiepreisen und Versorgungssicherheit erwarten sich viele Bürger klare Antworten und wirksame Schritte statt PR-Politik. Auch der Eindruck mangelnder Abstimmung und unklarer Zuständigkeiten verstärkt die Skepsis. Notwendig wären daher weniger Inszenierung und mehr substanzielle Politik, die sich an den realen Problemen der Menschen orientiert. Franz Z., 47, Techniker Russland-Sanktionen Die Entscheidung der EU für ein weiteres, mittlerweile 20. Sanktionspaket gegen Russland wirft erneut grundlegende Fragen nach der Wirksamkeit und den Folgen dieser Strategie auf. Während die politischen Ziele der Maßnahmen nachvollziehbar begründet werden, bleibt die praktische Wirkung in Richtung einer Konfliktlösung für viele Beobachter unklar. Gleichzeitig sind die wirtschaftlichen Auswirkungen in Europa deutlich spürbar. Hohe Energiepreise, anhaltende Inflation und eine allgemeine Unsicherheit belasten vor allem private Haushalte und die Wirtschaft. Der Eindruck verfestigt sich, dass die Kosten dieser Politik zunehmend von der europäischen Bevölkerung getragen werden. Vor diesem Hintergrund erscheint eine ehrliche und kritische Bewertung der bisherigen Sanktionspolitik notwendig. Es stellt sich die Frage, ob eine fortgesetzte Eskalation tatsächlich zu einer Verbesserung der Lage beiträgt oder ob stärker auf diplomatische Initiativen und Verhandlungen gesetzt werden sollte. Eine offene Diskussion über Alternativen wäre wichtig, um langfristig tragfähige Lösungen zu finden, die sowohl Sicherheitspolitik als auch wirtschaftliche Stabilität berücksichtigen. Hermann G., 67, Pensionist Gastpatienten Die aktuelle Diskussion rund um sogenannte Gastpatienten in Wiener Spitälern zeigt erneut die ungelösten Spannungen in der österreichischen Gesundheitsfinanzierung zwischen den Bundesländern. Unterschiedliche Regelungen bei Kostenersatz und Abrechnung führen dabei immer wieder zu Konflikten und gegenseitigen Vorwürfen. Für die betroffenen Patientinnen und Patienten entsteht dadurch schnell der Eindruck einer Zwei-Klassen-Behandlung, auch wenn die Ursachen in erster Linie im föderalen Finanzierungssystem liegen. Gerade im sensiblen Bereich der Gesundheitsversorgung sollte jedoch sichergestellt sein, dass der Wohnort keinen Einfluss auf die tatsächliche Behandlungsqualität oder den Zugang zu medizinischer Leistung hat. Zugleich wird deutlich, dass bestehende Vereinbarungen zwischen den Bundesländern offenbar unterschiedlich interpretiert oder umgesetzt werden. Dies trägt nicht zur Vertrauensbildung bei, sondern verstärkt politische Spannungen. Notwendig wäre daher eine sachliche und langfristig tragfähige Lösung auf Grundlage klarer, verbindlicher Regeln zwischen Wien und den übrigen Bundesländern. Nur so kann gewährleistet werden, dass alle Menschen in Österreich unabhängig von ihrem Wohnort gleichwertig versorgt werden und das Gesundheitssystem als Ganzes funktioniert. Dr. Heribert V., 47, Arzt Senden Sie uns Ihren Leserbrief an: redaktion@das-wien.at www.das-wien.at

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