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DAS WIEN AKTUELL 22 Trotz warnender Kritik negiert die EU ansteigende Zahl an Zuwanderung Aktuelle Studie belegt, dass unser Europa sehenden Auges in neuen Migrationsrekord taumelt. 64 Millionen fremde Menschen leben in EU. Europa steht vor einem neuen Migrationsrekord. Die Zahlen lassen aufhorchen. Laut einer aktuellen Studie leben mittlerweile rund 64 Millionen im Ausland geborene Menschen in der Europäischen Union. Seit 2010 ist diese Zahl damit um mehr als 20 Millionen gestiegen. Die genannte Zahl stammt aus dem aktuellen RFBerlin/CReAM-Bericht zur im Ausland geborenen Bevölkerung in der EU. Darin verweist der Bericht auch auf Eurostat- und UNHCR-Daten. Was jahrelang als vorübergehende Entwicklung dargestellt wurde, ist längst zur Dauerbelastung geworden. Die neue Studie zeigt: Zuwanderung nach Europa nimmt weiter zu, während die politischen Versprechen aus Brüssel, die Migration endlich zu ordnen und wirksam zu begrenzen, für viele Bürger immer unglaubwürdiger klingen. Kritik an EU-Migrationspolitik Besonders brisant: Die Entwicklung verläuft nicht überall gleich. Migration folgt klar erkennbaren politischen Rahmenbedingungen. Staaten mit strengerer Linie, konsequenteren Kontrollen und weniger Anreizen sind weniger stark betroffen, während Länder mit großzügigen Sozialsystemen, schwacher Durchsetzung bestehender Regeln und offenen Türen stärker unter Druck geraten. Genau hier setzt die Kritik quer durch die EU an. Der neue Höchststand kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger Fehlentscheidungen in der europäischen Migrationspolitik. Auch Österreich steht dabei im Fokus. Mit einem Anteil von 22,7 Prozent im Ausland geborener Menschen liegt die Republik mittlerweile im europäischen Spitzenfeld. Für viele Bürger ist das längst nicht mehr nur eine abstrakte Statistik aus Brüssel, sondern im Alltag spürbar. Am Wohnungsmarkt, in Schulen, im Gesundheitssystem, bei Sozialleistungen und beim Sicherheitsgefühl. Während die Regierung immer wieder von Steuerung, Integration und europäischer Solidarität spricht, erleben viele Menschen in ihren Gemeinden, dass die Belastungsgrenzen erreicht oder bereits überschritten sind. Pullfaktoren als Motivation Wer hohe Sozialleistungen, schwache Kontrollen und fehlende Konsequenzen bei illegalem Aufenthalt kombiniert, schafft Anreize, die weitere Migration anziehen. Diese sogenannten Pullfaktoren stehen seit Jahren im Zentrum der Kritik. Immer wieder wurde betont, dass Europa nicht nur über Verteilung reden dürfe, sondern zuerst über Begrenzung, Außengrenzschutz und Rückführungen sprechen müsse. Immer wieder wird daher vor einem Scheitern der europäischen Migrationspolitik gewarnt. Im Jänner 2025 wurden die Zahlen der EU-Asylagentur als „Augenwischerei“ bezeichnet, weil ein bloßer Rückgang einzelner Asylantragszahlen noch keinen echten Kurswechsel bedeute. Auch im Mai 2025 wurde angesichts von Frontex-Zahlen davor gewarnt, dass illegale Migration weiter Druck auf Europa ausübe. Im Jänner 2026 folgte die Kritik an der Europäischen Volkspartei, der jahrelanges Versagen beim Grenzschutz, bei Rückführungen und beim Abstellen falscher Anreize vorgeworfen wurde. Der aktuelle Rekordwert von 64 Millionen im Ausland geborenen EU-Bewohnern fügt sich damit in eine Linie ein, die seit Jahren klar erkennbar ist: Europa verliert die Kontrolle, weil Brüssel die falschen Prioritäten setzt. Gelebte Willkommenskultur Besonders umstritten ist dabei der europäische Verteilungsmechanismus. Während Brüssel auf Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten pocht, sehen Kritiker darin eine gefährliche Fortsetzung gescheiterter Politik. Denn wer Migranten nur innerhalb Europas verteilt, stoppt keine illegale Einreise. Im Gegenteil: Aus deren Sicht entsteht dadurch das Signal, dass der Weg nach Europa am Ende doch belohnt wird. Genau deshalb fordern zahlreiche Parteien aus ganz Europa seit Jahren eine Kehrtwende: Schutz der Außengrenzen, Asylverfahren außerhalb Europas, konsequente Abschiebungen und ein Ende jener Anreize, die Österreich und andere Länder besonders attraktiv machen. Die aktuellen Zahlen verschärfen diese Debatte. Wenn die EU heute rund 64 Millionen im Ausland geborene Einwohner zählt, dann geht es nicht mehr um Einzelfälle oder kurzfristige Krisen. Es geht um eine strukturelle Veränderung, die ganze Staaten vor enorme Herausforderungen stellt. Schulen brauchen zusätzliche Ressourcen, der Wohnungsmarkt gerät weiter unter Druck, Sozialbudgets werden belastet, und Gemeinden stehen vor Integrationsaufgaben, die sie kaum noch stemmen können. Viele Bürger fragen sich daher, warum jene, die seit Jahren vor dieser Entwicklung warnen, von der politischen Mitte ignoriert oder bekämpft wurden. Straffe Regeln für Migration Migration ist kein Naturereignis, sondern Ergebnis politischer Entscheidungen. Wenn Regeln nicht durchgesetzt werden, wenn illegale Aufenthalte folgenlos bleiben und wenn Sozialleistungen zum Magneten werden, dann darf sich niemand über steigende Zahlen wundern. Die EU müsse endlich aufhören, Migration nur zu organisieren, und beginnen, sie wirksam zu begrenzen. Am Ende steht eine einfache Frage: Will Europa weiterhin zusehen, wie neue Rekorde zur Normalität werden, oder zieht die Politik endlich Konsequenzen? Europa brauche Ordnung statt Kontrollverlust, Grenzen statt leere Versprechen und Verantwortung statt Beschwichtigung. Denn 64 Millionen im Ausland geborene Menschen in der EU sind kein Anlass zur Routine, sondern ein Warnsignal. Wer jetzt nicht handelt, riskiert, dass die Belastung für Bürger, Gemeinden und Sozialsysteme weiter wächst. www.das-wien.at

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