DAS WIEN AKTUELL 14 Werden unsere Pensionisten zur Melkkuh der Republik? Es ist wieder einmal so weit: Während sich die Regierung aus ÖVP, SPÖ und Neos selbst auf die Schulter klopft und von „sozial ausgewogener Politik“ spricht, wächst draußen im echten Leben bei vielen Pensionisten die Verzweiflung. Und man muss es klar sagen: Wer sich die aktuellen Zahlen ansieht, erkennt schnell, hier wird eine Generation zur Kasse gebeten, die dieses Land überhaupt erst aufgebaut hat. Denn die Fakten sind eindeutig. Die Pensionen werden 2026 im Schnitt nur um 2,7 Prozent erhöht und selbst das gilt nicht für alle. Wer über 2.500 Euro brutto Pension bezieht, bekommt nicht einmal diese Inflationsanpassung, sondern lediglich einen Fixbetrag von 67,50 Euro. Das bedeutet im Klartext: Je höher die Pension, desto größer der reale Kaufkraftverlust. Bei rund 3.400 Euro Pension sinkt die Erhöhung bereits auf etwa 1,99 %, bei 5.000 Euro sogar auf rund die Hälfte der Inflation. Und da fragt man sich schon: Ist das noch „sozial gerecht“ oder schlicht eine versteckte Kürzung? Währenddessen liegt die durchschnittliche Pension in Österreich bei rund 1.705 Euro für Frauen und 2.434 Euro für Männer. Das heißt: Viele Menschen kämpfen ohnehin mit begrenzten Mitteln und genau diese Kaufkraft wird jetzt Stück für Stück ausgehöhlt. Noch brisanter wird es bei den Neu-Pensionisten: Rund 300.000 Menschen, die in den letzten Jahren in Pension gehen oder gegangen sind, verlieren laut Berechnungen durch Systemeffekte teils tausende Euro, weil die Anpassung der Pension der tatsächlichen Inflation hinterherhinkt. Mit anderen Worten: Wer jahrzehntelang eingezahlt hat, bekommt am Ende weniger als ihm eigentlich zustehen würde. Und jetzt kommt der eigentliche Zündstoff: Diese „Einsparungen“ passieren nicht im luftleeren Raum. Die Regierung selbst gibt zu, dass durch die gewählte Pensionsregelung rund 350 Millionen Euro eingespart werden. 350 Millionen Euro eingespart bei jenen, die keine Lobby haben, die nicht mehr streiken gehen und die sich oft nicht mehr lautstark wehren können. Oder anders gesagt: Der Staat spart – und der Pensionist zahlt. Man könnte es auch etwas weniger diplomatisch formulieren: Während Milliarden für ideologische Prestigeprojekte und oftmals linke NGOs, fragwürdige Förderungen und eine ausufernde Bürokratie verbrannt werden, greift man dort zu, wo es am einfachsten ist. Denn der Pensionist geht nicht auf die Barrikaden. Der Pensionist zahlt still und leise. Und genau hier liegt das Problem: Diese Politik folgt einem gefährlichen Prinzip, nämlich dem Prinzip der bequemsten Belastung. Nicht dort wird eingespart, wo es mutig wäre. Sondern dort, wo es am wenigsten Widerstand gibt. Oder, um es auf den Punkt zu bringen: Man schröpft jene, die sich nicht mehr wehren können. Dabei sind Pensionisten keine Kostenstelle. Sie sind Leistungsträger, Steuerzahler von gestern und Konsumenten von heute. Immerhin stammen rund 27 % der privaten Konsumausgaben aus Haushalten mit Pensionisten. Wer hier die Kaufkraft schwächt, sägt nicht nur an der sozialen Gerechtigkeit, sondern auch am wirtschaftlichen Fundament dieses Landes. Und jetzt stellen wir die entscheidende Frage: Wie kann es sein, dass für alles Geld da ist, nur nicht für jene, die ein Leben lang gearbeitet und eingezahlt haben? Bei Asylwerbern, welche niemals in das System eingezahlt haben und auch keine Leistung vollbracht haben, sind die politischen Entscheidungsträger generös auf Kosten der österreichischen Steuerzahler und Pensionisten. Wie kann es sein, dass man bei Pensionisten plötzlich „budgetäre Disziplin“ entdeckt, während anderswo Milliarden weiter locker gemacht werden? Und wie kann es sein, dass man ernsthaft glaubt, diese Generation merkt das nicht und lässt sich dies demokratiepolitisch gefallen? Ein frecher Sager zum Schluss: Wenn Leistung sich nicht mehr lohnt, aber Belastung immer funktioniert, dann läuft in diesem Land etwas gewaltig falsch. Oder noch klarer: Der österreichische Pensionist ist kein Bankomat der Republik. Und die Pensionisten werden die kommenden Wahlen entscheiden. Denn es ist höchste Zeit, dass sich das wieder ändert. BassenaTratsch Gewinnen mit “ Das Wien” Senden Sie eine Mail mit dem Betreff des Gewinnspiels und Ihrer Antwort an marketing@das-wien.at Teilnahmebedingungen für sämtliche Gewinnspiele: Die Teilnehmer erklären sich ausdrücklich damit einverstanden, dass ihre Daten an den jeweiligen Gewinnspielpartner weitergegeben werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Gewinne sind nicht in bar ablösbar. Einsendeschluss: Freitag, 13. Mai 2026. Gewinnen Sie 1 von 4 Gutscheinen im Wert von jeweils 250 Euro von Wo ist der Hauptsitz von Hugo Boss? a) Metzingen (D) b) Graz (Ö) Betreff: Hugo Boss 1 Gutschein im Wert von 1.000 Euro von Wo ist der Firmensitz von Moncler Mode? a) Mailand, Italien b) Köln, Deutschland Betreff: Moncler
RkJQdWJsaXNoZXIy NDYxMjE=