DAS WIEN AKTUELL 8 Kritische Infrastruktur schützen Die sogenannte kritische Infrastruktur soll in Österreich besser geschützt werden. Gemeint sind damit jene lebenswichtigen Versorger, ohne die im Alltag nichts mehr funktioniert – etwa Unternehmen, die für Strom, Wasser, Lebensmittel oder Kommunikation sorgen. Auch Spitäler oder der öffentliche Verkehr gehören dazu. Diese Unternehmen sind zu Schutzmaßnahmen verpflichtet, zum Beispiel Zutrittskontrollen. Außerdem müssen sie künftig Vorfälle, die die Sicherheit betreffen, melden. Eine entsprechende Verordnung des Innenministeriums ist nun in Kraft getreten. Mehr Schlichtungsanträge Die Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte (apf) hat im Jahr 2025 insgesamt 6.663 Schlichtungsanträge verzeichnet. Der Großteil entfiel auf den Flugverkehr mit 5.273 Fällen, gefolgt von der Bahn mit 1.244 Anträgen. Im Busbereich kam es zu einem deutlichen Anstieg auf 131 Fälle. Bei Flügen waren die Hauptursachen Verspätungen (46 %) und Annullierungen (36 %). Insgesamt konnten 5.130 Verfahren abgeschlossen werden, nur in 6 Prozent der Fälle kam es zu keiner Einigung, wie apf-Leiterin Röhsler sagte. Es gab Entschädigungen oder Erstattungen in Höhe von fast zwei Millionen Euro. Neue Regeln für E-Scooter & E-Bikes Mit 1. Mai tritt die StVO-Novelle mit Neuerungen für E-Scooter und E-Bikes in Kraft. Sie sieht eine Helmpflicht bei der Nutzung von E-Bikes bis zum Alter von 14 Jahren, bei E-Scootern bis 16 Jahren vor. Bei Fahrrädern bleibt die Grenze bei zwölf Jahren. Der KFV spricht sich dafür aus, unabhängig vom Alter einen Helm zu tragen. 97 Prozent der verletzten E-Biker seien älter als 14, bei E-Scootern 82 % der Verletzten 16 Jahre oder älter, so KFV-Direktor Schimanofsky. „Würden alle einen Helm tragen, könnten 1.000 schwere Kopfverletzungen pro Jahr verhindert werden.“ Warnung vor Kerosin-Knappheit Schon bald könnte Kerosin in Europa knapp werden, davor warnen Airlines und die Internationale Energieagentur. Die Ticketpreise bei Ryanair dürften aus heutiger Sicht aber stabil bleiben, sagt deren Chef O’Leary. Die Airline habe bereits 80 Prozent des bis März 2027 benötigten Treibstoffs eingekauft. Kritik übt O’Leary an der Flugticketabgabe in Österreich: „Diese entspreche bei einem Ticketpreis zwischen 45 und 50 Euro einem Steuersatz von rund 25 %. Die höheren Treibstoffkosten würden hingegen nur bis zu 4 % mehr an Gesamtkosten verursachen“. Er fordert die Abschaffung der Abgabe. Hohe Abgaben auf Arbeit Die OECD hat ihre jährliche Studie zur Steuer- und Abgabenquote auf Arbeit veröffentlicht: Demnach hat Österreich im OECD-Vergleich den vierthöchsten Wert. Nur in Deutschland, Belgien und Frankreich waren die Lohnabgaben 2026 höher. Hauptverantwortlich sind die hohen Sozialabgaben für Arbeitnehmer sowie die Lohnnebenkosten für Arbeitgeber. Die Studie zeigt auch, dass Familien in Österreich deutliche Vorteile gegenüber Kinderlosen genießen. Neuerungen in Wiener Freibädern Die Wiener Freibäder starteten mit einer Reihe von Neuerungen in die am 2. Mai beginnende Saison. Geplant sind unter anderem eine Monatskarte, der Ausbau des Online-Ticketings und ein Testbetrieb für verlängerte Öffnungszeiten. Zudem steht im Strandbad Gänsehäufel erstmals eine „Fast Lane“ zur Verfügung. Das neue Modell der Monatskarte wird 43,60 Euro kosten, ist an jedem beliebigen Tag erhältlich und gilt 30 Tage. Im Strandbad Alte Donau wird ab 20. Juni ein späterer Badeschluss getestet – bis 20:30 Uhr soll dort geschwommen werden können. Lufthansa streicht Gratis-Gepäck Der AUA-Mutterkonzern Lufthansa streicht bei allen Airlines der Gruppe auf Kurz- und Mittelstreckenflügen die bisher kostenfreie Mitnahme eines kleinen Kabinenkoffers. Es wird ein neuer Einstiegstarif eingeführt, der nur einen kleinen persönlichen Gegenstand wie eine Laptoptasche oder einen Rucksack umfasst. Dieser darf maximal 40 × 30 × 15 Zentimeter groß sein. Zusätzliches Hand- oder Aufgabegepäck kann ab 15 Euro zugebucht werden. Die Regel gilt für Reisen ab dem 19. Mai. Junge Männer werden schwerer Stellungspflichtige junge Männer sind in den vergangenen Jahren etwas größer und deutlich schwerer geworden. Bei den Geburtsjahrgängen von 1972 bis 2006 stieg die Körpergröße im Durchschnitt von 177 auf 178 cm, das Gewicht von 71 auf 77 kg. Das zeigen Daten des Verteidigungsministeriums. Die häufigste Diagnose beim Gesundheitscheck ist der Plattfuß mit fast 8.100 Fällen im Vorjahr, gefolgt von Kurzsichtigkeit (7.800), Allergien (5.700) und Übergewicht (4.700). Regeln für Kurzzeitvermietung Wien will bei Kurzzeitvermietungen nachschärfen – mit einem Vermieterregister. Das kündigt Bürgermeister Ludwig an. Demnach müssen sich alle Vermieter registrieren, die ihre Wohnung etwa über Airbnb vermieten. So soll besser kontrolliert werden können, ob die Regeln eingehalten werden – etwa die Vorgabe, dass Wohnungen maximal 90 Tage pro Jahr vermietet werden dürfen. Lehrermangel in Wien Wien sucht dringend Lehrer für alle Schularten. Ab sofort kann man sich für das kommende Schuljahr bewerben. Besonders gefragt sind derzeit Lehrkräfte für Volksschulen und den sonderpädagogischen Bereich. Auch fachlich gibt es Engpässe, vor allem in Mathematik und Naturwissenschaften. Ebenso sind im Fach Bewegung und Sport – insbesondere für Mädchen – viele Stellen unbesetzt. Bewerbungen sind noch bis 8. Mai möglich. Drogen: Mehr Nikotin und Kokain Der Nikotinkonsum bei jungen Menschen steigt an. Alkohol ist nach wie vor die Droge Nummer eins in Österreich. Und bei den illegalen Drogen gibt es ein deutliches Plus beim Kokainkonsum. Das geht aus dem Drogenbericht der Gesundheit Österreich GmbH hervor. Der klassische Zigarettenkonsum sinkt zwar, Produkte wie E-Zigaretten und Nikotinbeutel nehmen aber zu. Erstmals ist im Bericht auch das Glücksspiel systematisch erfasst. Rund 300.000 Menschen sind spielsüchtig, ein Viertel davon schwer. © KI generiert/adobe firefly
RkJQdWJsaXNoZXIy NDYxMjE=