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DAS WIEN AKTUELL 10 Kaum sind die Temperaturen konstant über den Gefrierpunkt gestiegen und die letzten Frostbeulen abgeheilt, kriechen die Klima-Apokalyptiker aus ihren Löchern und verbreiten Angst und Schrecken. Die ersten Klima-Schlagzeilen der heimischen Presse lesen sich vielversprechend. Im Sommer: „Malaria-Alarm jetzt auch in Österreich“, oder „Waldbrände wie in Griechenland“ und „Zu warm: Den Fischen fehlt der Sauerstoff“. Wahre Horrorszenarien werden den Lesern ins Hirn gebrannt: „Solche Bilder kennt man sonst nur aus Griechenland oder der Türkei: Flammen fressen sich durch die Berghänge, Feuer lodert rot in der Nacht – Löschhubschrauber kämpfen gegen das Inferno. Doch diese Bilder sind aus Kärnten und der Steiermark, wo angesichts der Trockenheit und ersten Mini-Hitzewelle Waldbrände ausbrachen.“ Hilfe, die „Mini-Hitzewelle kommt! Wir werden alle verglühen, denkt man sich da. Was man über die Waldbrände in Griechenland und der Türkei freilich nicht außer Acht lassen darf ist, dass diese häufig dadurch entstehen, dass Grundstücksspekulanten den Wald einfach abfackeln, um so zu neuem Baugrund zu kommen. Das ändert zwar nichts daran, dass der Wald brennt, aber die Ursache ist eine andere, als die Klima-Hysteriker gerne hätten. Wenig machen kann man in Österreich auch gegen die derzeit zahlreichen brennenden Raffinerien und Ölfelder, die sich vermutlich auch nicht so positiv aufs Klima auswirken dürften. Derzeit brennen etwa Öllager in Australien, im Iran, in Russland, in Saudi-Arabien, in Kuwait und in der Ukraine. Genauso wenig positiven Einfluss auf das Weltklima dürften auch der Schadstoffausstoß der tausenden Panzer, Hubschrauber, Kriegsschiffe und Düsenjets haben, die vermehrt in der Ukraine und der Golfregion unterwegs sind. Da hilft es gar nichts, wenn wir auf Plastikstrohhalme verzichten. Die bevölkerungsreichsten Länder wie China und Indien machen das nämlich nicht. Die kippen ihren Müll weiterhin in die Flüsse und verursachen so eine gigantische Verschmutzung der Weltmeere. Solange das so ist und hier kein Umdenken stattfindet, sind die Umweltschutz-Bestrebungen der Europäer zwar nett, global gesehen aber weitgehend sinnlos. Dass wir durch permanentes GoldPlating im Umweltschutz einen schweren Schaden und Nachteil für unsere Wirtschaft in Kauf nehmen, der sich mittlerweile spürbar auf unsere Lebensqualität auswirkt, ist die Kehrseite der Medaille. Das soll nicht heißen, dass es schlecht ist, auf die Umwelt zu schauen. Schließlich wollen wir unsere Lebensgrundlage nicht zerstören. Aber wir sollten die richtigen Prioritäten setzen. Und die finden wir nicht in Europa. Denn es hilft uns gar nichts, wenn wir auf die Umwelt achten, wenn sie andere zerstören. Das fängt beim Regenwald an und hört bei brennenden Ölfeldern und Plastikmüll im Meer auf. Statt der heimischen Bevölkerung ständig neue, sinnlose Belastungen, wie etwa die CO2-Steuer, aufs Auge zu drücken, sollte die EU, die sich ja gerne als global Player sieht, einmal mit den Hauptverschmutzern des Planeten reden. Also mit Indien, China und den USA – um nur einige zu nennen. Das hätte tatsächlich Sinn. Nur zum Vergleich: Österreich ist für rund 0,15 Prozent des weltweiten CO₂-Ausstoßes verantwortlich – also für deutlich weniger als ein Fünfhundertstel der globalen Emissionen. Wer ernsthaft glaubt, mit einer CO2-Steuer in Österreich das Weltklima zu retten, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Trotzdem startet gerade jetzt mit den zaghaft höheren Temperaturen die erste Welle an Klima-Panik und Klima-Hysterie. Zeitungen schreiben schon davon, dass uns der heißeste Sommer seit überhaupt bevorsteht und wir in der Klimahölle verbrutzeln werden. Das ist reine Panikmache ohne irgendeinen Lösungsansatz. Besser wäre es sich unaufgeregt, an die neuen klimatischen Bedingungen anzupassen und nicht in Panik zu verfallen, wenn wir hier in Österreich ein paar Wochen lang Plusgrade haben, wie sie die Menschen in anderen Regionen der Erde das ganze Jahr über ertragen müssen. In diesem Sinne: Schönen Sommer und ab in den Schatten! Klima-Panik kommt pünktlich Criticus Doppelbudget: Kritik & Zustimmung Kein gutes Haar haben die Neos an den Eckpunkten des Doppelbudgets der Regierung gelassen. FPÖ-Generalsekretär Schnedlitz ortete ein „milliardenschweres Sparpaket auf dem Rücken der Pensionisten, Arbeitnehmer und der jungen Generation“. Gleichzeitig produziere die Regierung ein „Schuldenchaos“. Die Gewerkschaft hingegen kann die gefundene Grundsatzeinigung beim Budget loben. Entscheidend sei laut ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian jedoch, dass die Konsolidierung fair verteilt werde. Bei der Einnahmenseite gebe es noch „Luft nach oben“, so Katzian. Lärmbelastung in Österreich Rund 5,3 Millionen Menschen in Österreich werden laut Statistik Austria in ihrem Wohnbereich durch Lärm belastet. Der Straßenverkehr wird von 2,2 Millionen Personen als Ursache genannt und ist damit die größte Lärmquelle, wie der Verkehrsklub Österreich (VCÖ) betont. 40,4 Prozent der betroffenen Menschen geben den Straßenverkehr als Hauptursache an, am zweithäufigsten folgen Baustellen mit 12 %. „Lärm ist nicht nur ein Ärgernis, dauerhafter Lärm kann krank machen“, so VCÖ-Vertreterin Schenk. Im Verhältnis zum Verkehrsaufkommen sind Motorräder und Mopeds die größten Lärmverursacher. Keine Lebensmittelreserve nötig Eine neue Studie kommt zum Schluss, dass Österreich keine strategische Lebensmittelreserve benötigt. Verschiedene Krisenszenarien wie ein Blackout oder eine lange Dürre wurden im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums untersucht. Das Ergebnis zeigt, dass es durch umfangreiche landwirtschaftliche und Lebensmittelproduktion ausreichend Lagerbestände gibt. Erst im Februar wurde eine Gesetzesnovelle beschlossen, die eine staatliche Lebensmittelreserve überhaupt ermöglicht. VW ID.3 überholt Tesla Model Y Teslas Model Y ist nicht mehr das häufigste Elektroauto auf deutschen Straßen. Der VW ID.3 hat seinen Konkurrenten vom Thron gestoßen, wie aus aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes hervorgeht. Mit 1. Jänner 2026 waren demnach 116.053 ID.3 in Deutschland zugelassen, aber nur 106.184 Model Y. Ein Jahr zuvor hatte das Model Y noch die Nase vorne. Beide Modelle überschritten im vergangenen Jahr als erste reine E-Autos die Marke von 100.000 zugelassenen Fahrzeugen in Deutschland. Betrachtet man die Marken insgesamt, liegt VW bereits länger vor Tesla. Reiselust trotz Krisen ungebrochen Urlaub steht auch in Krisenzeiten hoch im Kurs, allerdings wird verstärkt aufs Geld geschaut. 94 Prozent der Österreicher wollen heuer im Sommer verreisen, und 83 % entscheiden sich dabei bewusst für preisgünstigere Varianten. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag des ÖAMTC hervor. So werden etwa günstigere Quartiere gebucht (30 %), es wird in der Nebensaison verreist (27 %), vor Ort bei Restaurantbesuchen oder Eintritten gespart (21 %) oder kürzer beziehungsweise in Österreich Urlaub gemacht (17 %). © KI generiert/adobe firefly

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