Das Wien - E-Book

WIEN DAS Österreichische Post AG - RM GZ 17A0411152K - unabhängig Ausgabe 23 Dezember/2025 23 Bezirke SILVESTERPFAD 2025 Stadt Wien bietet tolles Programm am 31. Dezember ab 14 Uhr bei acht Standorten mit freiem Eintritt. Wien Holding Ein Jahr voller Meilensteine und Erfolge S. 8 Karl Ploberger Weihnachtsgeschenke, die Farbe in den Alltag bringen S. 28 © stadt wien marketing/Christian Kremser © David Bohmann Foto beigestellt Koralmtunnel Jahrhundert-Projekt endlich fertig S. 14 © ÖBB Rückblick 2025 Politische Entscheidungen & Krisen prägten das Jahr S. 6 DAS WAR 2025

DAS WIEN AKTUELL 2 IMPRESSUM: Herausgeber/Chefredaktion/Verleger/Inhaber: Heinz Knapp, h.knapp@das-wien.at UID: ATU 63468713, redaktion@das-wien.at Lektorat: Alfred Eichhorn Grafik: Daniel Knapp, daniel.knapp@das-wien.at; Druck: Mafra Print, 15000 Praha; Vertrieb: Österreichische Post AG, Haidingergasse 1, 1030 Wien; Straßen- und Geschäftsverteilung - Wiener Stadtgebiet Verlagsadresse/Rechnungswesen/Grafik/Produktion: Die Agentur - Unabhängige Wochenzeitung, Heinz Knapp, Chorturmblick 1, 9061 Klagenfurt, www.das-wien.at Offenlegung gem. § 25 MedienG: Online unter www.das-wien.at Bei bezahlten Anzeigen, PR-Artikeln und namentlich gekennzeichneten Berichten liegt die inhaltliche Verantwortung beim Auftraggeber. Alle Berichte beziehen sich auf Stand 18.12.2025, 10:00 Uhr Wir wünschen Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, alles erdenklich Gute für das kommende Jahr 2026! Herausgeber Heinz Knapp, alle Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter von „Das Wien“ KI generiert, firefly

DAS WIEN AKTUELL 3 Nach einer starken Premiere mit mehr als 71.000 Besucherinnen und Besuchern geht das Erfolgsduo aus Ferien-Messe Wien und Vienna Drive in die nächste Runde. Das Messegelände verwandelt sich damit wieder in einen Hotspot für Urlaubsfans, Familien, Genießerinnen und Genießer sowie für alle, die sich für die Mobilität der Zukunft interessieren. Die ganze Welt an einem Ort: Ferien-Messe Wien Die Ferien-Messe Wien bietet auch 2026 einen umfassenden Überblick über internationale und nationale Reiseangebote. Von Traumstränden bis zu alpinen Rückzugsorten, von Kreuzfahrten bis zu Abenteuer- und Genussreisen – das Angebot reicht rund um den Globus. Österreichs Regionen präsentieren sich mit ihrem vielfältigen touristischen Portfolio, ergänzt durch internationale TopDestinationen. Das Partnerland Sri Lanka sorgt mit einer besonderen Inszenierung für Ferienstimmung, dazu kommen Kochshows, Reisevorträge, Mitmachstationen und ein buntes Familienprogramm. Alles, was fährt: Vienna Drive 2026 Parallel dazu zeigt die Vienna Drive die neuesten Trends der individuellen Mobilität. Nahezu alle großen Fahrzeugmarken sind vertreten – darunter zahlreiche Österreichpremieren. E-Fahrzeuge, Verbrenner, Zweiräder, Zubehör, der Sportwagen-Distrikt sowie Marken- und Sponsoreninszenierungen machen die Messe zu einem Treffpunkt für Auto- und Technikbegeisterte. Ergänzende Angebote von Fahrschulen, Mobilitätsclubs, Versicherern und Branchenexpertinnen und -experten runden das Programm ab. Termin und Tickets Die beiden Messen finden von Donnerstag, 15. Jänner, bis Sonntag, 18. Jänner 2026, jeweils von 10 bis 18 Uhr (Sonntag bis 17 Uhr) statt. Ferien-Messe: Eingang Foyer D, Trabrennstraße 7 Vienna Drive: Eingang Foyer A, Messeplatz 1 Tickets sind online erhältlich unter www.ferien-messe.at/tickets/ Ferien-Messe Wien & Vienna Drive: Reiseinspiration & Mobilitätstrends Von 15. bis 18. Jänner 2026 lädt VIECON Messe Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, zu zwei beliebten Publikumsmessen. © Reed Messe Wien/David Faber © (2) emilia schloegl

DAS WIEN AKTUELL 4 MWST. 20% Zum Sofortabzug. Entspricht einem Nachlass von 16,67%. Für alle nicht im Räumungsverkauf befindlichen Pro WINTER Gültig bis 05.01.2026. Nicht mit anderen Aktionen (z. B. Gutscheinen oder Rabattaktionen) kumulierbar. Nicht einzulösen auf Online Only, Preishit und Marktplatz Prod te, Österreichs bester Preis Produkte sowie bei Kauf von Gutscheinen, Serviceleistungen, Kleinelektro, Bücher, Küchenblöcke, Kinderautositze und Produkte der Ma Stern, Anrei, Stokke, 2E Vertriebs-GmbH, ABC Design, Miele, Liebherr, Gaggenau, Bora, Sudbrock, Stocco, ti‘me, Sieger, Sedda, Sit Mobilia, Aeris, System Unit, Car Austroflex, Villeroy & Boch, Cybex, Scoot&Ride, Joolz, Nuna, Joie Signature, Moon Edition, Parkett- und Laminatböden, BOXXX, Naturkind und Neuhaus PURE. Kein Impressum: Herausgeber u. Verleger: XXXLutz KG, Römerstraße 39, 4600 Wels. Nur noch b XXXL Küchenaktionen -55% bis auf viele Einbauküchen der Marken Dieter Knoll1), Novel1), Celina1), Venda1) und Dan2) VOM KATALOGPREIS 1) Gültig vom Katalogpreis. 1+2) Gültig bis 05.01.2026. Nicht mit anderen Aktionen (z. B. Gutscheinen oder Rabattaktionen) kumulierbar. Alle Preise sind Abholpreise. Nicht gültig auf bereits getätigte Aufträge, Abverkaufsprodukte, Österreichs bester Preis Produkte und in den Einrichtungshäusern gekennzeichnete Jubiläumspreise. 2) Gegenüber den Einzelpreisen lt. DAN Preisliste. Aktion gültig beim Kauf einer kompletten DAN-Küche. Gültig beim Kauf vieler Einbauküchen der Marken Dieter Kno Celina, Venda und Dan. Nicht mit anderen Aktionen (z. B. Gut und Rabattaktionen) kumulierbar. Alle Preise sind Abholpreise. G 05.01.2026. Nicht gültig auf bereits getätigte Aufträge, Abverkaufs Österreichs bester Preis Produkte und in den Einrichtungshäusern zeichnete Jubiläumspreise. Keine Barauszahlung möglich. ZUM SOFORTABZUG. FÜR BESTEHENDE UND NEUE PREISEPASSINHABER. MwSt. geschenkt beim Kauf vieler Einbauküchen 20% = ein 16 Planungsküchen nicht im Räumungsverkauf - aber trotzdem super günstig! Ausgenommen alle Werbe- und Aktionsartikel aus den aktuellen und in den letzten 30 Tagen gültigen Prospekten auf xxxlutz.at/prospekte und Online Only Produkte Ausgenom alle WerbeAktionsartikel aktuellen und letzten 30 Tagen Prospekten a xxxlutz.at/prosp und Online On Produkte auf fast Ihren gesamte GESCHEN 312-12-25-Das-Wien-Gesamt-31-12.indd 1

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DAS WIEN AKTUELL 6 Politische Entscheidungen & Krisen, die das Jahr 2025 in Atem hielten Das ausufernde Budget-Loch löste eine mittlere Staatskrise aus. Trotz eingeschlagenem Sparpfad im Staatshaushalt steigen Schulden weiter. Das Jahr 2025 neigt sich seinem Ende zu und es war ein turbulentes Jahr. Gleich zu Beginn wurden wir Zeugen der längsten Regierungsbildung in der Geschichte der Zweiten Republik. Sagenhafte 155 Tage hat es gedauert, bis die erste Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und Neos am 3. März angelobt wurde. Zuerst hatte es noch gar nicht danach ausgesehen, nachdem die Neos die Verhandlungen mit den beiden anderen Parteien verlassen hatten und Bundespräsident Alexander Van der Bellen dem Wahlsieger, FPÖ-Obmann Herbert Kickl, den Auftrag zur Regierungsbildung gab. Doch die Gespräche von Freiheitlichen und Volkspartei scheitern. Über die Gründe dafür gibt es viele Erzählungen. Welche der Wahrheit entsprechen, werden wir wohl nie erfahren. Jedenfalls haben sich daraufhin ÖVP, SPÖ und Neos im zweiten Anlauf doch noch geeinigt. Bundeskanzler statt Pension Gleichzeitig mit Erreichen seines Pensionsalters wird Christian Stocker damit zum innenpolitischen Aufsteiger des Jahres. Nachdem der bisherige Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) nach den gescheiterten Regierungsverhandlungen zwischen Türkis, Rot und Pink abtritt, übernimmt überraschend der bisherige Generalsekretär der ÖVP die Führung, während Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) interimistisch die Regierungsgeschäfte leitet. Stocker lässt daraufhin die Gespräche mit der FPÖ scheitern und wird im zarten Alter von 65 Jahren zunächst Bundeskanzler und dann auch noch gewählter Obmann der Volkspartei. Altkanzler Nehammer wird fürstlich belohnt und erhält den gut bezahlten Job des Vizepräsidenten der Europäischen Investitionsbank, den er mit September des Jahres antritt. Multiples Budgetloch Seitdem wird die Regierung vom vormaligen ÖVP-Generalsekretär Christian Stocker als Bundeskanzler, SPÖ-Chef Andreas Babler als Vizekanzler und Neos-Obfrau Beate Meinl-Reisinger als Außenministerin angeführt. Insgesamt hat man 13 Ministerien und sechs Staatssekretariate ausgepackelt. Die größte Bundesregierung, die es je gab. Neben dieser politischen Überraschung gab es dann auch noch eine finanzielle Überraschung. Der neue Finanzminister, Arbeiterkammer-Ökonom Markus Marterbauer (SPÖ), musste nämlich sogleich ein überraschend großes Budget-Loch bekämpfen. Und dieses Loch wurde von Woche zu Woche größer, bis es dann mit den negativen Budgetzahlen der Bundesländer endgültig explodiert ist. EU-Defizitverfahren Wenige Wochen nach der Angelobung wird bekannt, dass das Defizit im Jahr 2024 mit 4,7 Prozent des BIP deutlich höher ausgefallen ist als erwartet. Die Regierung schnürt daraufhin ein umfassendes Sparpaket, das unter anderem die Abschaffung des Klimabonus bringt. Das reicht Brüssel aber nicht und die EU leitet ein Defizitverfahren gegen Österreich ein. Der angepeilte Kurs des Finanzministers von Minus 4,5 Prozent des BIP hält nicht, da die schlechten Zahlen von Ländern und Gemeinden einen Strich durch die Rechnung machen. „8er-Sepp“ polarisiert Da haben die Eskapaden des von den Neos ins Rennen geschickten Deregulierungsstaatssekretärs Josef „Sepp“ Schellhorn schön von der drohenden Staatspleite abgelenkt. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit wurde er berühmt, als er lieber einen Audi A8 als den ihm zugedachten Audi A6 haben wollte, was ihm den Spitznamen „8er-Sepp“ beschert hat. das war 2025 (2) KI generiert, firefly

DAS WIEN AKTUELL 7 Die schlechten Budgetzahlen lassen die Bundesregierung nicht einmal vor der roten und schwarzen Kernwählerschicht halt machen. Sie spart jetzt auch bei Pensionisten und im öffentlichen Dienst. Trotz heftiger Proteste der Seniorenvertreter beschließt die Regierung, dass 2026 nur bei Ruhensbezügen bis 2.500 Euro die Inflation voll abgegolten wird. Bei den Öffentlich Bediensteten wird sogar ein bereits vom Parlament beschlossener Gehaltsabschluss wieder aufgeschnürt. Für Politiker gibt es 2026 eine Nulllohnrunde. Rot-grünes Burgenland Doch kurz zurück in den Jänner. Während das Land noch immer keine neue Regierung hat, erfolgt am 19. Jänner die burgenländische Landtagswahl, bei der die SPÖ erneut überlegen als Nummer eins hervorgeht. Trotzdem verliert die Landeshauptmannpartei die absolute Mehrheit. 46,4 Prozent für die Sozialdemokraten bedeuten ein Minus von 3,6 Prozentpunkten. Die Freiheitlichen erreichen 23,1 Prozent und damit gut 13 Prozentpunkte mehr als bei der vergangenen Wahl. Bei der ÖVP wird Landesparteichef Christian Sagartz durch Christoph Zarits ersetzt, nachdem die Volkspartei von knapp 31 auf 22 Prozent abstürzt. Die Grünen verlieren leicht auf 5,7 Prozent, dürfen sich aber freuen, von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) als Koalitionspartner in die Regierung aufgenommen zu werden. FPÖ verhandelt geschickt Nachdem es auf Bundesebene endlich eine Regierung gibt, wird am 27. April auch in Wien gewählt. Dabei bleibt die SPÖ trotz leichter Verluste mit 39,4 Prozent klar stärkste Kraft und stellt den Bürgermeister. Die Freiheitlichen verdreifachen ihr Ergebnis und werden mit gut 20 Prozent Zweiter. Die Grünen können mit minimalen Einbußen ihr Ergebnis von vor fünf Jahren halten und erreichen 14,5 Prozent, während sich die Neos auf zehn Prozent steigern. Die ÖVP erleidet ein Debakel und fällt mit knapp zehn Prozent auf Platz fünf zurück. Spitzenkandidat und Stadtparteichef Karl Mahrer erklärt daraufhin seinen Rücktritt. Sein Nachfolger wird der Bezirksvorsteher der Inneren Stadt, Markus Figl. SPÖ und Neos setzen ihre Regierungszusammenarbeit unter Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) fort. Auch in Salzburg gibt es einen personellen Umbruch. Die langjährige ÖVP-Ministerin Karoline Edtstadler wird überraschend mit 2. Juli neue Salzburger Landeshauptfrau, nachdem sich Amtsinhaber Wilfried Haslauer zu Jahresmitte zurückzieht. Eigentlich war Stefan Schnöll (ÖVP) für die Position bereits designiert. Doch dieser bevorzugt aber letztlich, Stellvertreter zu bleiben. Der freiheitliche Koalitionspartner ist „not amused“, holt sich bei Verhandlungen mit der ÖVP aber zusätzliche Kompetenzen heraus und bleibt in der Koalition mit der Volkspartei. Ausschluss Dornauer Auch bei den Grünen erfolgt nach dem verdienten Abschied aus der Bundesregierung ein Generationenwechsel. Die ehemalige Klimaschutzministerin Leonore Gewessler übernimmt den Parteivorsitz von Werner Kogler und leitet auch den Parlamentsklub ihrer Partei. Die frühere Justizministerin Alma Zadic wird ihre Stellvertreterin. Eine weitere personelle Änderung gibt es in Tirol, wo der schillernde Ex-SPÖ-Chef Georg Dornauer seine Partei verlassen muss. Anlass für den Ausschluss aus Partei und rotem Landtagsklub ist, dass Dornauer im Landtag im Alleingang die Rückführung von „Übergewinnen“ des Landesenergieversorgers Tiwag an die Bevölkerung verlangte. Der abgesetzte Landesvorsitzende kündigt Berufung gegen die Entscheidung der Partei an und bleibt als „wilder“ Mandatar im Landtag. Wöginger & Justiz Ebenfalls zurückziehen musste sich Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer wegen mehreren zusammenkommenden Punkten, wogegen er sich ursprünglich noch wehrte. Für besonders große Aufregung hatten zum Teil als exorbitant bewertete Gagen-Erhöhungen von Spitzenfunktionären in den meisten Landeskammern geführt, die inzwischen flächendeckend wieder zurückgenommen wurden. Thema waren auch Mahrers viele Funktionen. Dabei reichte es nicht, dass er ankündigte, den Präsidentensessel in der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) abzugeben, um auf jenem in der Kammer und bei der ÖVP-Teilorganisation zu bleiben. Dazu kam eine missglückte Kommunikation nicht zuletzt über die Lohnerhöhungen, die Kammermitarbeitende kommendes Jahr erhalten. Nicht zurückziehen will sich ÖVP-Klubobmann August Wöginger, nachdem das Oberlandesgericht (OLG) seine Diversion im „Postenschacherprozess“ gekippt hat. Im demnächst fortgesetzten Prozess will er trotz seiner Verantwortungsübernahme auf unschuldig plädieren. Wie die Sache ausgeht, werden wir wohl in der nächsten politischen Jahreszusammenfassung lesen können. H.K. wie wird 2026?

DAS WIEN AKTUELL 8 Sport Arena Wien & Sport-ClubStadion – Wien in Bewegung Im September eröffnete die neue Sport Arena Wien ihre Tore. Auf 13.000 Quadratmetern bietet die multifunktionale Sportstätte Platz für rund 20 Sportarten – von Basketball über Leichtathletik bis Yoga – und ist dank Photovoltaik, Geothermie und effizienter LEDTechnik vollständig energieneutral. Frauen- und Behindertensport werden gezielt gefördert. Internationale Sportveranstaltungen wie Länderspiele der Handball- und Basketballnationalteams machten die Arena zu einem zentralen Treffpunkt des Wiener Sports. Parallel dazu wird der traditionsreiche Wiener Sport-Club Platz modernisiert, die Inbetriebnahme ist für Anfang 2026 geplant. VIECON – Wiens Bühne für Kongresse und Messen Das Vienna Congress & Convention Center – VIECON Messe Wien – überzeugte 2025 als flexible und nachhaltige Eventlocation. Rund 20 nationale und internationale Kongresse, Fachmessen und Business Events fanden statt, darunter die BIO Europe, EASD und Buch Wien. Insgesamt generierten die Veranstaltungen rund 350.000 Übernachtungen, wodurch VIECON einen wichtigen Beitrag zum Wiener Tourismus leistete. Otto Wagner Areal – Historie trifft Zukunft Das Jugendstilensemble Otto Wagner Areal wurde durch Zwischennutzungen und Kunstprojekte weiter belebt: Die Parallel Vienna lockte rund 20.000 Besucherinnen und Besucher an, während die Musik und Kunst Privatuniversität (MUK) Pavillons für Bildung, Kunst und Wohnen nutzte. Das Atelierhaus Wien etablierte sich als neue Plattform für Kunst und Kultur. Nachhaltige Energieversorgung über Geothermie und Photovoltaik sichert den langfristigen Betrieb. Vereinigte Bühnen Wien – Musicals auf Weltniveau Die VBW setzten kulturelle Maßstäbe: Rund 600.000 Besucherinnen und Besucher besuchten die drei Theater Ronacher, Raimund Theater und MusikTheater an der Wien. Internationale Tourneen von „MOZART!“ und „ELISABETH“ in China erreichten insgesamt 1,2 Millionen Menschen. Höhepunkt in Wien war die Weltpremiere von „MARIA THERESIA – DAS MUSICAL“. Das MusikTheater an der Wien wurde bei den International Opera Awards als „Bestes Opernhaus“ ausgezeichnet. Wien Holding 2025: Ein Jahr voller Meilensteine und Erfolge Das Jahr 2025 war für die Wien Holding ein Jahr des wirtschaftlichen Erfolgs, mit neuen Infrastrukturprojekten und kulturellen Höhepunkten. Otto Wagner Areal © Martina Draper Szenenfoto: Maria Theresia © VBW/Deen van Meer © David Bohmann

DAS WIEN AKTUELL 9 Johann Strauss 2025 Wien: Ein Jubiläumsjahr, das prägt Mit mehr als 60 Produktionen, zehntausenden Besucherinnen und Besuchern und unzähligen künstlerischen Begegnungen hat Johann Strauss 2025 Wien ein Jubiläumsjahr geschaffen, das die Stadt nachhaltig geprägt hat. Die Vielfalt und Lebendigkeit der Walzertradition wurde eindrucksvoll erlebbar: Klassik und Moderne, Musiktheater, Performance, Kunst und Stadtleben verbanden sich 2025 zu einem kulturellen Höhepunkt, der noch lange nachhallen wird. Hafen Wien und Donauraum – grüne Energie und Rekorde Der Hafen Wien erzielte Rekordumsätze und legte mit Infrastrukturprojekten wie der sechsten Solaranlage und der LandstromInfrastruktur für Schiffe Grundlagen für Klimaneutralität. Twin City Liner und DDSG Blue Danube setzten neue Maßstäbe in der Personenschifffahrt: Mehr als 176.000 Tickets wurden für die schnelle Verbindung zwischen Wien und Bratislava verkauft, die Donau Panorama Tour zeigte Wien aus neuer Perspektive. Die Landstrom-Infrastruktur, die ab 2026 alle Anlegestellen versorgen wird, reduziert Emissionen und Lärm und sorgt für eine umweltfreundlichere Passagierschifffahrt. Gemeinwohl & Nachhaltigkeit: Fünf Wien Holding-Unternehmen – die VBW, das Mozarthaus Vienna, Internationale Büros der Stadt Wien, Viennabase und die UIV Urban Innovation Vienna – wurden für ihre GemeinwohlBilanzierung ausgezeichnet. Die CSR-Zertifizierung macht sichtbar, wie wirtschaftlicher Erfolg, soziale Verantwortung und ökologische Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. Wirtschaftliche Entwicklung: Die Wien Holding setzte ihre positive wirtschaftliche Entwicklung auch 2025 fort. Umsatz und operative Ergebnisse lagen über den Rekordwerten des Vorjahres. Investitionen konzentrierten sich auf strategische Infrastrukturprojekte, nachhaltige Energieversorgung, den Ausbau kultureller und touristischer Einrichtungen sowie die Weiterentwicklung des Sport- und Messegeschäfts. Mit dieser stabilen Finanzbasis kann die Wien Holding gezielt Innovation, Gemeinwohlorientierung und langfristige Projekte für die Stadt Wien vorantreiben. Fazit: 2025 hat die Wien Holding erneut gezeigt, dass wirtschaftlicher Erfolg, Kulturförderung, Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Engagement sich erfolgreich verbinden lassen. Mit innovativen Projekten in Sport, Kultur, Schifffahrt, Energie und Immobilien bleibt sie ein zentraler Motor für ein lebendiges, weltoffenes und zukunftsfähiges Wien. Ökostrom: Donau Kreuzfahrtschiffe © David Bohmann Gemeinwohl-Urkunde für fünf Holding-Unternehmen © David Bohmann Anne Sophie Mutter © Julia Wesley

DAS WIEN AKTUELL 10 Mitmachen Und Gewinnen 1 von 5 Gutscheinen im Wert von jeweils 1.000 Euro von Wie heisst eine der beliebtesten Urlaubsinseln der Welt? a) Malediven b) Maledoofen Betreff:Reisen 1 von 2 Gutschein im Wert von jeweils 1.000 Euro von Wo ist der Firmensitz von Moncler Mode? a) Mailand, Italien b) KOEln, Deutschland Betreff:Moncler 1 von 2 Einkaufsgutschein im Wert von jeweils 1.000 Euro Wo befindet sich der Store von Louis Vuitton? a) Am Graben b) Kaerntner Strasse Betreff:Louis Vuitton                          Gewinnen Sie 1 von 8 Gutscheinen im Wert von jeweils 250 Euro von Senden Sie eine Mail mit dem Betreff des Gewinnspiels und Ihrer Antwort an marketing@das-wien.at Teilnahmebedingungen für sämtliche Gewinnspiele: Die Teilnehmer erklären sich ausdrücklich damit einverstanden, dass ihre Daten an den jeweiligen Gewinnspielpartner weitergegeben werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Gewinne sind nicht in bar ablösbar. Einsendeschluss: Montag, 5. Jänner 2026. Wo ist der Hauptsitz von Hugo Boss? a) Metzingen (D) b) Graz (Ö) Betreff:Hugo Boss KI generiert, firefly

DAS WIEN AKTUELL 11 Der Wiener Silvesterpfad lockt alljährlich hunderttausende Besucherinnen und Besucher in die Innenstadt und zählt damit zu den größten Neujahrsfeierlichkeiten Europas. Das traditionelle Highlight zum Jahreswechsel, heuer in seiner 34. Auflage, bietet erneut ein vielfältiges Open-Air-Festival an acht Locations bei freiem Eintritt, sieben davon in der Wiener Innenstadt, eine weitere am Wintermarkt am Riesenradplatz im Prater. In diesem Jahr steht der Silvesterpfad ganz im Zeichen der größten Musikveranstaltung der Welt und markiert mit seinem Programm den Start in das Eurovision-Jahr 2026. Der Jahreswechsel bildet den offiziellen Auftakt der Stadt Wien zum ESC-Jahr – mit einer großen, eigens entwickelten Bühnenshow am Rathausplatz und dem Start der offiziellen Eurovision Countdown Clock. Ludwig, Novak: Silvesterpfad führt Menschen zusammen „Der Wiener Silvesterpfad steht seit über drei Jahrzehnten für ein gemeinsames, stimmungsvolles Feiern im Herzen unserer Stadt. Zum Jahreswechsel kommt eine besondere Dimension hinzu: Wien startet offiziell in das EurovisionJahr 2026 und ist stolz, Gastgeberin für hunderttausende Besucherinnen und Besucher aus ganz Europa zu sein. Mit der großen ESC-Bühne am Rathausplatz und der Eurovision Countdown Clock wird der Start in dieses besondere Jahr für alle sichtbar und erlebbar. Der Jahreswechsel wird so zu einem gemeinsamen Auftakt, der Menschen zusammenführt und den Blick auf ein Musikjahr richtet, das Wien und Europa miteinander verbindet“, sagte Bürgermeister Silvesterpfad: Über 100 Stunden Programm und Auftakt ins ESC-Jahr Acht Locations in der Wiener Innenstadt und Prater bei freiem Eintritt – Startschuss mit „Best of Eurovision“-Show und Countdown Clock. Fotos © stadt wien marketing/Christian Kremser

DAS WIEN AKTUELL 12 Michael Ludwig. „Zum Jahresende setzt der Wiener Silvesterpfad einen wichtigen wirtschaftlichen Impuls und ist ein zentraler Anziehungspunkt für Wienerinnen und Wiener, aber auch Gäste aus Österreich und der Welt. Mit seinem umfangreichen Programm stärkt er den Jahreswechsel als bedeutenden Zeitraum für Tourismus, Gastronomie und Handel. Der Silvesterpfad leistet damit einen spürbaren Beitrag zur regionalen Wertschöpfung und unterstreicht die Bedeutung großer, frei zugänglicher Veranstaltungen für die Wiener Wirtschaft“, betone Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak. 1 – Rathausplatz: Best of Eurovision & Start ins ESC-Jahr Am Rathausplatz, auf der größten Bühne des Silvesterpfads präsentieren Benny King und Christiana Uikiza die mitreißende Show „Best of Eurovision“ und vereinen die größten Song-Contest-Hits aller Zeiten. Begleitet von einer achtköpfigen Live-Band interpretieren die beiden Ausnahmesänger bekannte und beliebte Songs aus sieben Jahrzehnten Eurovision – von ABBA bis Conchita, von Céline Dion bis Loreen. Umrahmt wird das Programm von DJ Alex List. Start der offiziellen Eurovision Countdown Clock Der offizielle Start in das ESC-Jahr 2026 erfolgt exakt um Mitternacht. Mit dem Jahreswechsel nimmt die Eurovision Countdown Clock ihren Betrieb auf und zählt von diesem Moment an ununterbrochen die verbleibende Zeit bis zum großen ESC-Finale am 16. Mai 2026 herunter. Die Installation, bestehend aus einer großformatigen LED-Wand, die direkt an der Ringstraße aufgestellt ist und dort bis zum Finale gut sichtbar auf dem Rathausplatz präsent sein wird. Zeitgleich wird auf allen Bühnen des Wiener Silvesterpfads ein einheitlicher Countdown auf den LED-Flächen eingespielt. Begleitet vom Klang der Pummerin und den ersten Takten des Donauwalzers erleben rund 800.000 Besucher einen besonderen Jahreswechsel: Sie starten nicht nur ins neue Jahr, sondern auch mit dem Blick auf die laufende Zeit bis zum Eurovision Song Contest in ein außergewöhnliches Musikjahr. 2 – Freyung: Frauenpower, Rhythmus & int. Klänge Die Bühne Freyung bietet zum Jahreswechsel ein vielfältiges Programm, das ganz im Zeichen kraftvoller Stimmen und pulsierender Rhythmen steht. Nach einem stimmungsvollen DJ-Auftakt am Nachmittag heizen Iris Camaa & das Camaa Kult Orchestra mit „Latin meets Pop“ ein und verbinden internationale Chart-Hits mit groovigen Eigenkompositionen. Anschließend sorgen die Funky Ladies, eine außergewöhnliche All-Female-Band, mit hochkarätigen Pop- und Soul-Klassikern für Glamour und Dynamik. Kurz vor und nach Mitternacht übernehmen die Viennese Ladies, eine prominente Soul- und R&B-Supergroup, die mit ihrem energiegeladenen Etta-James-Tribute und eigenen Songs begeistert. Ein DJSet führt die Besucher schließlich bis in die frühen Morgenstunden. 3 – Am Hof: Party, Disco & große Live-Voices Am Hof erwartet die Besucher ein hochenergetisches Partyprogramm mit einigen der beliebtesten Livebands des Landes. Nach

DAS WIEN AKTUELL 13 einem DJ-Auftakt sorgen The Bad Powells mit Soul- und Discohits der 70er- und 80er-Jahre sowie einer spektakulären Bühnenshow für erste Höhepunkte. Der Electric Beat Club Deluxe führt mit einem vielseitigen Mix aus Rock, Pop, Soul und Disco weiter durch den Abend. Später liefert Tha Family mit großer Spielfreude und bekannten Partyhits ein mitreißendes Finale, bevor ein DJ-Set die Gäste bis 2 Uhr begleitet. 4 – Graben: Europas größter Open-Air-Ballroom Der Graben wird auch heuer wieder zur offenen Tanzfläche im Herzen der Stadt. Die Tanzschule Schwebach bietet über den Nachmittag hinweg kurze WalzerEinführungen an, die Besucher aller Levels auf den traditionellen Mitternachtstanz vorbereiten. Der Graben zählt damit zu den markantesten Schauplätzen des Silvesterpfads und bietet ein ebenso charakteristisches wie stimmungsvolles Umfeld für den Jahreswechsel. 5 – Stephansplatz: Klassik, Walzer & große Operettenklänge Am Stephansplatz steht der Jahreswechsel ganz im Zeichen klassischer Eleganz. Den Auftakt macht das Rondo Vienna, ein rein weibliches Orchester unter der Leitung von Barbara Helfgott, das mit vielseitigen Besetzungen und internationaler Bühnenerfahrung für hochkarätige Klangmomente sorgt. Im weiteren Verlauf wechseln sich das Bernd Fröhlich Orchester und das Orchester der Neuen Operette Wien ab und präsentieren Walzer, Operettenklassiker und große Melodien, die vom Wiener Musiktraditionsgefühl getragen sind. Gemeinsam begleiten die Ensembles das Publikum stilvoll und schwungvoll ins neue Jahr. 6 – Kärntner Straße: LatinRhythmen & modernen Sounds Die Kärntner Straße wird erneut zur zentralen DJ-Location des Silvesterpfads. Ab dem Nachmittag sorgen bekannte DJs mit einer Mischung aus Latin-Rhythmen, aktuellen Pop-Tracks und tanzbaren Clubsounds für eine dynamische Atmosphäre. Die durchgehenden Sets machen die Kärntner Straße zu einem lebhaften Treffpunkt für alle, die den Jahreswechsel mit modernen Beats und viel Bewegung feiern möchten. 7 – Neuer Markt: Familienbühne & Musikklassiker für jeden Der Neue Markt startet mit einem umfangreichen OKIDOKI-Liveprogramm in den Silvestertag: Die ORF-Moderatoren sowie beliebte Figuren wie der ABC-Bär, Kater Kurt und Kasperl gestalten ein abwechslungsreiches Mitmachprogramm mit Spielen, Quizformaten und Live-Acts, darunter die Kidspop-Band Young Republic und das Familienkonzert Christoph + Bänd. Am frühen Abend sorgt das Duo Italiano mit Klassikern und modernen Hits aus der italienischen Musikszene für mediterrane Stimmung, gefolgt von der Blues Brothers Corporation, die Blues-, Funk- und Soulklassiker im Stil des legendären Filmduos interpretiert. Den musikalischen Abschluss des Abends gestalten die FreeMenSingers, die mit ihrem charakteristischen Vintage-Gitarrensound Welthits aus mehreren Jahrzehnten präsentieren. 8 – Wintermarkt am Riesenradplatz: „Let’s Party & Dance“ Der Wintermarkt im Prater bietet ab Mittag den perfekten Einstieg in den Silvestertag. DJs und LiveActs sorgen für eine ausgelassene Atmosphäre, bevor abends der Party-Modus beginnt – ein idealer Ort für alle, die entspannt und dennoch tanzend ins neue Jahr starten möchten. Traditioneller Start ins neue Jahr – Neujahrskonzert live Am 1. Jänner wird das traditionelle Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker wieder live auf den Stephansplatz und den Wintermarkt im Prater übertragen. Am Graben und der Kärntner Straße werden die Wiener Philharmoniker zudem akustisch zu hören sein. Ab 11.15 Uhr können Besucher unter freiem Himmel den Jahresbeginn musikalisch zelebrieren. Kulinarisches Angebot – Vielfalt an allen Standorten Auch kulinarisch ist der Wiener Silvesterpfad breit aufgestellt: Mehr als zwei Dutzend Gastronomen bieten an allen Standorten ein abwechslungsreiches Sortiment – von herzhaften Klassikern und internationalen Streetfood-Varianten bis zu vegetarischen und veganen Gerichten. Ergänzt wird das Angebot durch süße Spezialitäten, warme Getränke und ein vielfältiges Sortiment an Punsch- und Schaumweinkreationen zum Anstoßen. Damit sind Besucherinnen den ganzen Tag über bestens versorgt. Info 34. Wiener Silvesterpfad 31. Dezember 2025, 14 Uhr – 1. Jänner 2026, 2 Uhr Standorte: Rathausplatz, Freyung, Am Hof, Graben, Stephansplatz, Kärntner Straße, Neuer Markt, Wintermarkt am Riesenradplatz Programm und Gastronomie von 14 bis 2 Uhr Freier Eintritt Alle Infos zu Programm und Anreise www.wienersilvesterpfad.at

DAS WIEN AKTUELL 14 Ein nach allgemeiner Übereinstimmung „Jahrhundertprojekt“ des öffentlichen Verkehrs ist kurz vor Weihnachten mit Festakten in Graz und Klagenfurt in Betrieb gegangen: Die Koralmbahn wurde um 5,9 Mrd. Euro mit dem 33 Kilometer langen Tunnel durch die Koralm als Herzstück von 2008 bis 2024 errichtet und seither ausgiebig getestet. Die Hochleistungsstrecke verbindet Graz und Klagenfurt mit dem schnellsten Zug bei 250 km/h in 41 Minuten. Bei allen Feierlichkeiten darf nicht vergessen werden, wer die Idee für dieses Jahrhundertprojekt hatte. Denn ohne des großen Einsatzes des verstorbenen freiheitlichen Landeshauptmannes Jörg Haider würde es den Koralmtunnel und damit die Koralmbahn nicht geben! Auf dem Weg zur Verwirklichung des gefeierten Projektes gab es nicht nur massiven Gegenwind aus Wien – auch Gaby Schaunig von der SPÖ Kärnten stimmte gegen die finanzielle Beteiligung Kärntens zur Beschleunigung und Verwirklichung. Doch Jörg Haider blieb hartnäckig. Kärnten in Verzug Die Koralmbahn verbindet nicht nur die Steiermark mit Kärnten, sondern sie verbindet ganz Europa von der Ostsee bis zur Adria. Der einzige Wermutstropfen ist, dass die Kärntner Landesregierung mehr als zehn Jahre verschlafen hat und unvorbereitet in diese neue Zeit geht. Wir hätten schon längst eine Lösung für den Zentralraum mit dem Lückenschluss zwischen Klagenfurt und Villach gebraucht und das Logistikzentrum in Fürnitz mit Leben erfüllen müssen. Kärnten müsste sich schon Flächen an der Koralmbahn gesichert und Technologieparks sowie Betriebe mit neuen Arbeitsplätzen angesiedelt haben. Die Steiermark ist in diesem Bereich viel weiter und hat anders als Kärnten, ihre Hausaufgaben rechtzeitig erledigt. ÖBB-CEO Andreas Matthä sprach von einem eisenbahnhistorischen Moment, zwischen zwei Städten, die noch nie eine direkte Verbindung hatten. „Da verspürt man ein gewisses Kribbeln. Wie cool kann das denn sein“, sagte der ÖBB-Chef, bevor er sich bei der Politik und den beteiligten Arbeitern, Technikern und Planern bedankte. Aufbruchsstimmung „Heute ist ein riesengroßer historischer Tag für die Steiermark und Kärnten. Wir wachsen enger zusammen – nicht nur geografisch, sondern auch menschlich“, betonte FPÖ-Landeshauptmann Mario Kunasek. Für Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) beginnt mit der Koralmbahn der „Stern des Südens zu leuchten“. Eine am Donnerstag vergangener Woche eröffnete Ausstellung in Klagenfurt trägt den Titel „Aufbruch‘“. Das sei es tatsächlich, mit neuen Chancen für beide Länder. Die Grazer KPÖ-Bürgermeisterin Elke Kahr sprach ihren „Riesenrespekt“ für die Ingenieurs- und die Arbeitsleistung aus. Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider hatte eine „Riesenfreude“. Diese Verbindung bringe nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern auch neue Impulse für Kultur und Gesellschaft. Impulsbeschleuniger Bundeskanzler Stocker sprach von einem schönen Tag für die beiden Zentralräume, die beiden Bundesländer und die Republik. „Man ist nun doppelt so schnell wie mit dem Pkw. Von der Koralmbahn werden viele Impulse ausgehen“, so der Kanzler. SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler betonte die Beschäftigungseffekte und die Verbesserungen für Pendler und den Arbeitsmarkt. Es sei auch ein guter Tag für die Bahnindustrie, nicht nur für die Länder. Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ): „Ein Jahrhundertprojekt. Und ein Zeichen, wie gut wir funktionieren von der Bundesebene bis zu den Gemeinden.“ Er wolle sich bei den zehntausenden Arbeitern bedanken, die das geschafft haben. Eric von Breska, Direktor in der Generaldirektion Mobilität und Verkehr der EU-Kommission, zeigte sich „sehr, sehr stolz“. Denn die Koralmbahn sei ein zentraler Baustein des Trans-Europäischen Verkehrsnetzes, von Polen bis an die Adria. Die Koralmbahn ist Teil des Baltisch-Adriatischen Korridors, von der EU als wichtige transeuropäische Verkehrsachse definiert. Sie führt von Graz nach Klagenfurt und hat eine Streckenlänge von rund 130 Kilometern. 50 Kilometer davon werden in Tunnels geführt, davon 33 Kilometer im Koralmtunnel, dem sechstlängsten Eisenbahntunnel der Welt. Die Strecke hat eine Menge Kunstbauten, nämlich über 100 Brücken und Unterführungen. Neue Infrastruktur Gebaut wurden 23 moderne Bahnhöfe, davon zwölf entlang der Neubaustrecke inklusive der Lavanttalbahn der Bleiburger Schleife auf Kärntner Seite. In der Steiermark ist der größte Neubau der Bahnhof Weststeiermark bei Wettmannstätten. In Kärnten ist es der neue Bahnhof in St. Andrä im Lavanttal. Ab Ende 2026 brauchen die Züge 2 Stunden und 40 Minuten von Wien nach Klagenfurt, was derzeit gut vier Stunden dauert. Von Graz nach Klagenfurt ist man dann in 45 Minuten. Wien-Graz geht in 1 Stunde 50 Minuten. Unterquert werden der Semmering zwischen Niederösterreich und der Steiermark sowie die Koralpe – ihr höchster Gipfel ist der Große Speikkogel mit 2.140 Meter Seehöhe, er trägt eine der wichtigsten Radarstationen des Bundesheeres – zwischen der Steiermark und Kärnten. H.K. Jahrhundert-Projekt Koralmtunnel rückt die Regionen in den Fokus Knapp sechs Mrd. Euro wurden investiert, um Steiermark und Kärnten zu Österreichs zweitgrößten Wirtschaftsraum – nach Wien – zu machen. © ÖBB

DAS WIEN AKTUELL 15 w en mehr zum leben. Ihre LEBENSQUALITÄT ist unsere Aufgabe. Kultur und Sport, Immobilien, Logistik und Digital: Die Wien Holding schafft Lebensqualität für unsere Stadt. 365 Tage im Jahr zu jeder Zeit an jedem Ort. Für alle Wienerinnen und Wiener. www.wienholding.at 200x272_wh_anz_image_daswien_0125_rz.indd 1 10.01.25 12:27

DAS WIEN AKTUELL 16 Pauschalreisende: Mehr Rechte Reisende sollen in der EU mehr Rechte bei der Stornierung von Pauschalreisen und Kostenerstattung haben. Das sieht eine in Brüssel erzielte Einigung zwischen den EU-Staaten und dem EU-Parlament vor. Wer seinen als Komplettpaket gebuchten Urlaub aus unvermeidbaren Umständen stornieren muss, soll dafür keine Gebühr mehr zahlen müssen. Sagt der Veranstalter eine Reise ab, muss er seinen Kunden das Geld binnen 14 Tagen erstatten. Zwar können auch Gutscheine als Entschädigung angeboten werden, Reisende können diese Option aber ablehnen. Gutscheine müssen mindestens den Wert der Erstattung haben. 3,4 Millionen Ehrenamtliche Rund 3,4 Millionen Menschen sind in Österreich ehrenamtlich tätig bei Vereinen, Kirchen, Organisationen oder Initiativen. Laut Statistik Austria ist das knapp die Hälfte der Bevölkerung ab I5 Jahren (49 %). Im Durchschnitt investieren die Freiwilligen 6 Stunden pro Woche. Österreichweit leisten sie insgesamt rund 22 Mio. Stunden pro Woche. Es sei der „Kitt in der Gesellschaft“, erklärte Sozialministerin Schumann (SPÖ). 35 Länder beim Song Contest Beim 70. Song Contest 2026 in Wien werden Acts aus 35 Ländern im Mai am Start sein. Es gibt Länder, die wegen Israels Teilnahme nicht mehr dabei sind, wie auch Länder, die nach einer Pause wieder zurück sind im Bewerb. Das teilte die Europäische Rundfunkunion (EBU) mit. Spanien, die Niederlande, Irland, Slowenien und Island bleiben dem Bewerb fern. Dafür sind Bulgarien, die Republik Moldau und Rumänien als Rückkehrer wieder dabei. Düstere Finanzprognose der Gemeinden Laut der neuen Gemeinde-Finanzprognose haben Städte und Gemeinden bis 2029 einen Konsolidierungsbedarf von 2,2 Mrd. Euro –, so viel muss gespart bzw. zusätzlich eingenommen werden. Los werden wollen die Gemeinden vor allem die Umlagen an die Länder, die sie zur Finanzierung der Sozialhilfe und der Spitäler leisten müssen. Gefordert wird eine Gesundheitsfinanzierung aus einer Hand entweder über die Länder oder den Bund. Außerdem wollen die Gemeinden mehr eigene Einnahmen aus der Grundsteuer. Weitere Sparbereiche sind Subventionen für örtliche Vereine oder Personalkürzungen Gleichberechtigung erst in 50 Jahren Laut dem Gleichstellungsindex des Europäischen Instituts Für Gleichstellungs-Fragen ist der vollständige Gleichstand der Geschlechter in Europa noch mindestens 50 Jahre entfernt. Der EU-Index für das Jahr 2025 erreicht 63,4 von 100 Punkten, die volle Gleichberechtigung bedeuten würden. Der Wert liegt um 7,6 Punkte unter den 71 Punkten vom Vorjahr und damit fast wieder auf dem Niveau von 2010. Österreich erreicht 61,2 Punkte und belegt Platz 13 in der EU, im Vorjahr lag es noch auf Platz 11. Quasi gleich ist wie im Vorjahr Schweden, gefolgt von Frankreich und Dänemark. Warzenbeißer „Insekt des Jahres“ Der Warzenbeißer ist zum „Insekt des Jahres 2026“ für Deutschland, Österreich und die Schweiz gewählt worden. Die bis zu vier Zentimeter große Heuschrecke stehe exemplarisch für die bedrohte Insektenvielfalt von halbtrockenen Wiesenlandschaften, berichtet das für die Wahl verantwortliche Kuratorium „Insekt des Jahres“. Der Warzenbeißer (Decticus verrucivorus) sei ein „Botschafter für gefährdete Lebensraumtypen“, heißt es. Haushalte sparen Rekordsumme Österreichs private Haushalte haben im Vorjahr so viel Geld gespart und angelegt wie nie zuvor. Die Geldvermögensbildung erreichte 2024 den Rekordwert von 29,5 Milliarden Euro, wie die Österreichische Nationalbank (OeNB) mitteilte. Das gesamte Geldvermögen stieg auf 936,7 Mrd. Euro. Das meiste Geld ließen Österreicher noch immer auf Sparbuch oder Konto liegen, sagte OeNB-Gouverneur Kocher. Doch immer mehr Menschen investieren in Wertpapiere und Investmentfonds. Eier-Engpass wegen Vogelgrippe Der Preis für Eier ist erheblich angestiegen, laut Statistik Austria um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auslöser dafür ist die Vogelgrippe. Während in Österreich bisher nur zwei Betriebe betroffen sind, gibt es in den Nachbarländern massive Ausbrüche. Das führt zu einem Eier-Engpass im europaweiten Großhandel. Betroffen davon sind Gastronomie und Industrie. Die heimischen Eier sind in erster Linie für die Supermärkte bestimmt. Auch dort werden die Preise steigen, aber nur um wenige Cent pro Ei. Rekordgewinne für Airlines Fluggesellschaften in aller Welt steuern, ihrem Verband zufolge, trotz Spannungen in Politik und Wirtschaft insgesamt auf Rekordgewinne zu. Im laufenden Jahr dürfte die Branche 39,5 Mrd. USDollar (33,9 Mrd. Euro) verdienen und damit 3,5 Mrd. mehr als im Juni vorausgesagt, teilte der Weltluftfahrtverband IATA in Genf mit. Für 2026 sagt IATA-Chef Willie Walsh nun einen branchenweiten Rekordgewinn von 41 Mrd. Dollar voraus. Die IATA begründete ihre Erwartungen mit einem stabilen Wirtschaftswachstum, einer geringeren Inflation, einem schwachen US-Dollar und sinkenden Treibstoffkosten. Weniger Schaden Die Zahl der Insolvenzen ist heuer gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Insgesamt sind laut KSV 1970 6.957 Firmen pleite gegangen, das sind um 4,1 % mehr als 2024. Die Passiva, also Schulden und Verbindlichkeiten, fielen dafür mit rund, 4 Mrd. Euro weniger als halb so hoch aus. Die Zahl der betroffenen Beschäftigten ging um 29 Prozent zurück. Die größte Insolvenz des Jahres kam wieder aus dem Signa-Umfe1d: die Signa Prime Capital mit 970 Mio. Euro. Besucherrekord in Nationalbibliothek Die österreichische Nationalbibliothek blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück: Mit knapp 1,3 Mio. Besuchen an allen Standorten, wie dem Globenmuseum und dem Haus der Geschichte Österreich, verzeichnete sie einen Zuwachs von 20 Prozent gegenüber 2024. Generaldirektorin Rachinger wurde nach einem Unfall abberufen, die Ausschreibung für den Posten läuft noch bis 30. Dezember. Das Ausstellungsprogramm für 2026 ist schon fix. Mehr Schüler hierzulande Im Schuljahr 2024/25 ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler in Österreich erneut gestiegen. Insgesamt waren laut Statistik Austria 1.185.525 Kinder und Jugendliche zu Schulbeginn in den Klassen, ein Plus von 13.100 bzw. 1,1 Prozent. Ein neuer Höchststand mit insgesamt 125.375 Kindern wurde in der AHS-Unterstufe registriert (+0,3 %). Auch in den Volkschulen (+1,9 %) und in den Mittelschulen (+1,5 %) wuchs die Zahl der Schülerinnen und Schüler. Diese Zuwächse seien überwiegend auf die gestiegene Zahl von Schülern mit nicht-österreichischer Staatsbürgerschaft zurückzuführen, hieß es. Weniger Deutsche Stammgäste Die österreichische Hotelbranche verzeichnet in diesem Winter einen Rückgang bei deutschen Stammgästen, die aus wirtschaftlichen Gründen absagen. Hotelvereinigungs-Präsident Veith nennt gegenüber Ö3 die schwächelnde deutsche Wirtschaft sowie die hohen Preise in Österreich als Gründe. Besonders das mittlere Management aus Deutschland komme seltener, das sich sonst auch in der teuren Zeit über Weihnachten und Silvester einen Winterurlaub leisten konnte. Die Buchungslage sei trotzdem sehr gut, denn andere Gästegruppen buchen nun meist sehr kurzfristig.

DAS WIEN AKTUELL 17 Das denkmalgeschützte Gebäude, das von der Wien Holding-Tochter WSE Wiener Standortentwicklung revitalisiert wird, wird zu einem modernen Zentrum für zeitgenössische Kunst. Künftig sollen hier Künstlerinnen und Künstler aus Wien und aller Welt arbeiten, sich vernetzen und ihre Werke präsentieren können. Auf rund 3.500 Quadratmetern entstehen Arbeits- und Proberäume, Werkstätten, Workshop- und Sound-Art-Bereiche sowie Wohneinheiten für internationale Artists-in-Residence. Die Stadt setzt damit einen wichtigen Schritt ihrer kulturellen Raumoffensive um und schafft dringend benötigte Produktionsbedingungen für Kunstschaffende. Das Areal bleibt weiterhin öffentlich zugänglich und verbindet künstlerische Nutzung mit dem historischen Charakter des ehemaligen Spitalsgeländes. Neuer Ort für Kunst und Austausch Unter der Leitung von Daniela Hahn soll sich das Atelierhaus Wien zu einem Ort entwickeln, der vielfältige Kunstproduktionen ermöglicht und Formate für Austausch, Vermittlung und Interdisziplinarität bietet. Das Haus soll zu einem offenen Raum werden, der die zeitgenössische Kunstszene stärkt und den Diskurs am Areal erweitert. Ökologisches Vorzeigeprojekt Parallel zur Sanierung entsteht am gesamten Otto Wagner Areal eines der größten städtischen Geothermieprojekte. Es soll künftig das gesamte Gelände – einschließlich des neuen Atelierhauses – mit erneuerbarer Wärme und Kühlung versorgen. Ergänzend wird am Dach eine moderne Photovoltaikanlage installiert. Das Zusammenspiel aus Geothermie und Solarenergie reduziert fossile Energieträger, senkt Abhängigkeiten und stabilisiert langfristig die Energiekosten. Barrierefreie Sanierung mit Respekt vor der Geschichte Die Renovierung orientiert sich an umfassenden Barrierefreiheitsstandards. Neue Eingangs- und Zugangsbereiche sorgen dafür, dass das Atelierhaus für alle Menschen nutzbar wird und ein inklusives Umfeld schafft. Gleichzeitig wird die historische Bausubstanz sorgfältig erhalten: Die Jugendstil-Fliesen des Pavillons wurden einzeln abgetragen, um Schäden zu vermeiden. Für zukünftige Arbeiten wurde gemeinsam mit Expertinnen und Experten sogar ein neuer Kleber entwickelt, der denkmalgeschützte Oberflächen besser schützt. Kunststandort mit internationaler Ausrichtung Nach der Fertigstellung im Jahr 2027 bietet das Atelierhaus Wien ein breites Raumangebot für Kunstschaffende aus Bildender Kunst, Literatur, Sprachkunst, Sound Art und Artistic Research. Ein neues Artists-in-Residence-Programm, organisiert über internationale Ausschreibungen, soll Wien zusätzlich als Standort für Gegenwartskunst stärken. Das Atelierhaus Wien wird als Geschäftsbereich der Stadt Wien Kunst GmbH betrieben. Mit dem Spatenstich ist der Startschuss für eines der wichtigsten Kulturprojekte der kommenden Jahre gefallen – ein Projekt, das künstlerische Produktion, historische Verantwortung und nachhaltige Energieversorgung unter einem Dach vereint. Spatenstich am Otto Wagner Areal für neues Atelierhaus Wien Am Otto Wagner Areal in Penzing hat Umbau des historischen Pavillons 18 offiziell begonnen. Areal bleibt weiterhin öffentlich zugänglich. Fotos © Martina Draper

DAS WIEN AKTUELL 18 Warum es Österreich nicht gelingt, sein Potenzial zu heben und was sich ändern muss, haben die Agenda Austria-Ökonomen Jan Kluge und Florian Ratzinger in einem aktuellen Policy Brief untersucht. Österreichs Wirtschaft befindet sich im Sinkflug: Im aktuellen IMDWettbewerbsranking sind wir auf Platz 26 (von 69) abgerutscht, die Arbeitslosigkeit hat die Schwelle von 400.000 überschritten, ein großer Teil der Unternehmen schreibt nach exorbitanten Kostensteigerungen Verluste, Investitionen bleiben aus oder finden nur noch jenseits der Staatsgrenzen statt. Eine Besserung ist nicht in Sicht. Uns stehen Jahre der ökonomischen Stagnation bevor, während Staatsschulden, Preise und Bürokratiebelastung weiter steigen. Der österreichische Ökonom Joseph Schumpeter erkannte einst hinter der wirtschaftlichen Entwicklung den Prozess der „schöpferischen Zerstörung“: Neues entsteht, indem Altes verschwindet. Österreich verhindert diesen Prozess jedoch systematisch und klammert sich am Alten beharrlich fest. So wurden Unternehmen in Krisen übermäßig gestützt, Insolvenzen künstlich niedrig gehalten, Neugründungen blieben angesichts des Arbeitskräftemangels, der hohen Abgabenbelastung und des drohenden Bürokratieinfarkts unattraktiv. Ergebnis: Die geringste Unternehmensfluktuation in der gesamten EU. Jetzt fällt uns unsere Mentalität auf die Füße. Das IMD führt Österreich bei „Attitudes & Values“ auf einem haarsträubenden 53. Platz, zwischen Nigeria und der Mongolei. Um Österreich wirtschaftlich auf die Überholspur zu bringen, braucht es keine Industriestrategie. Sondern eine Strategie für den gesamten Wirtschaftsstandort, für alle Unternehmen, ob groß oder klein. Anzusetzen ist in folgenden vier Themenbereichen, in denen es mehr PS und den Mut zur Veränderung braucht: 1. Staatsfinanzen Österreich verliert an Attraktivität für Investoren, weil hohe Defizite, steigende Staatsausgaben und fehlende Einsparungen das Vertrauen in die Politik untergraben. Jeder Investor weiß: Das Defizit von heute ist die Steuererhöhung von morgen. Um die Lage zu stabilisieren, braucht es eine staatliche Ausgabenbremse nach dem Vorbild der Schweiz, eine stufenweise Anhebung des Pensionsantrittsalters sowie einen deutlichen Abbau von Förderungen. So entsteht eine realistische Perspektive auf niedrigere Steuern, damit sich Arbeit und Investitionen wieder lohnen. 2. Bürokratieabbau Das Land erstickt im Regeldickicht. Genehmigungen dauern im internationalen Vergleich extrem lange, weil sich neun Bauordnungen, komplexe Verfahren und ein wachsender Verwaltungsapparat gegenseitig blockieren. Es muss ein echter Schnitt durch überflüssige Vorschriften gehen. Es braucht One-Stop-Shops für Genehmigungsverfahren, erleichterte Rahmenbedingungen für Start-ups und ein in der Verfassung verankertes Verbot unnötiger Verschärfungen bei EU-Regeln (Goldplating). Und ganz wichtig: ein spürbarer Personalabbau in der Verwaltung. Ohne ein Zurückfahren der Verwaltungskapazitäten gibt es keine dauerhaften Fortschritte bei der Entbürokratisierung. 3. Arbeitsmarkt Unternehmen finden selbst mitten in der Rezession kaum noch Mitarbeiter. Die durchschnittlich geleistete Arbeitszeit sinkt; hohe Arbeitskosten belasten den Standort zusätzlich. Um die Engpässe zu lösen, braucht es ein Steuersystem, das Mehrarbeit belohnt. Zum Beispiel eine zweistufige Flat Tax wie in Polen. Aber auch sanfter Druck, wie zum Beispiel ein degressives Arbeitslosengeld, könnte helfen. Wie in Schweden sollten sich die Lohnverhandlungen an der Exportwirtschaft orientieren. Außerdem braucht es einen klaren Fokus auf Produktivitätssteigerungen durch Digitalisierung und Automatisierung. Denn wenn die Arbeitskosten für die Unternehmen immer stärker steigen, dann sendet der Markt ein klares Signal, dass weniger arbeitsintensiv produziert werden muss. Diesem Trend können wir uns nicht entziehen. 4. Energie Trotz starker Wasserkraft zahlt man hierzulande im internationalen Vergleich hohe Industriestrompreise. Nun ist Österreich natürlich keine Insel, sondern wir liegen mitten im europäischen Strommarkt. Doch verkrustete Eigentümerstrukturen, hohe Netzkosten und zahlreiche Steuern und Abgaben tragen das ihre zur Misere bei. Abhilfe schaffen könnte die Privatisierung der staatlichen Energieversorger, damit endlich echter Wettbewerb entsteht. Auch die Aufweichung der staatlich garantierten Eigenkapitalrenditen für Netzbetreiber sowie die Streichung unnötiger Abgaben sorgen dafür, dass Energie für Unternehmen und Haushalte wieder leistbarer wird. Atomkraft im Tullnerfeld und Fracking im Weinviertel haben wir ja leider schon vor langer Zeit auf dem Altar des Status quo geopfert. Wenn wir uns weiter mit Subventionen, Kurzarbeit und Regulierung gegen die schöpferische Zerstörung stemmen wollen, dann kann das nur nach hinten losgehen. Die Griechen haben es bewiesen. Gerade ein kleines Land ohne eigene Währung, wie Österreich, macht sich verwundbar, wenn es dringende Reformen verschläft. Der Zeitpunkt zum Handeln ist spätestens jetzt. H.K. Wie Österreich sukzessive seinen Wirtschaftsstandort kaputtrepariert Herkömmliche Krisenmechanismen strafen wirtschaftlichen Aufschwung bloß Lügen. Widersprüche nähren diese Krise, verhindern Durchbruch. Die komplette Publikation von Jan Kluge finden Sie unter www.agenda-austria.at/publikationen/wie-oesterreich-seinenstandort-kaputtrepariert-und-was-jetzt-passieren-muss/

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