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DAS WIEN AKTUELL 16 Pauschalreisende: Mehr Rechte Reisende sollen in der EU mehr Rechte bei der Stornierung von Pauschalreisen und Kostenerstattung haben. Das sieht eine in Brüssel erzielte Einigung zwischen den EU-Staaten und dem EU-Parlament vor. Wer seinen als Komplettpaket gebuchten Urlaub aus unvermeidbaren Umständen stornieren muss, soll dafür keine Gebühr mehr zahlen müssen. Sagt der Veranstalter eine Reise ab, muss er seinen Kunden das Geld binnen 14 Tagen erstatten. Zwar können auch Gutscheine als Entschädigung angeboten werden, Reisende können diese Option aber ablehnen. Gutscheine müssen mindestens den Wert der Erstattung haben. 3,4 Millionen Ehrenamtliche Rund 3,4 Millionen Menschen sind in Österreich ehrenamtlich tätig bei Vereinen, Kirchen, Organisationen oder Initiativen. Laut Statistik Austria ist das knapp die Hälfte der Bevölkerung ab I5 Jahren (49 %). Im Durchschnitt investieren die Freiwilligen 6 Stunden pro Woche. Österreichweit leisten sie insgesamt rund 22 Mio. Stunden pro Woche. Es sei der „Kitt in der Gesellschaft“, erklärte Sozialministerin Schumann (SPÖ). 35 Länder beim Song Contest Beim 70. Song Contest 2026 in Wien werden Acts aus 35 Ländern im Mai am Start sein. Es gibt Länder, die wegen Israels Teilnahme nicht mehr dabei sind, wie auch Länder, die nach einer Pause wieder zurück sind im Bewerb. Das teilte die Europäische Rundfunkunion (EBU) mit. Spanien, die Niederlande, Irland, Slowenien und Island bleiben dem Bewerb fern. Dafür sind Bulgarien, die Republik Moldau und Rumänien als Rückkehrer wieder dabei. Düstere Finanzprognose der Gemeinden Laut der neuen Gemeinde-Finanzprognose haben Städte und Gemeinden bis 2029 einen Konsolidierungsbedarf von 2,2 Mrd. Euro –, so viel muss gespart bzw. zusätzlich eingenommen werden. Los werden wollen die Gemeinden vor allem die Umlagen an die Länder, die sie zur Finanzierung der Sozialhilfe und der Spitäler leisten müssen. Gefordert wird eine Gesundheitsfinanzierung aus einer Hand entweder über die Länder oder den Bund. Außerdem wollen die Gemeinden mehr eigene Einnahmen aus der Grundsteuer. Weitere Sparbereiche sind Subventionen für örtliche Vereine oder Personalkürzungen Gleichberechtigung erst in 50 Jahren Laut dem Gleichstellungsindex des Europäischen Instituts Für Gleichstellungs-Fragen ist der vollständige Gleichstand der Geschlechter in Europa noch mindestens 50 Jahre entfernt. Der EU-Index für das Jahr 2025 erreicht 63,4 von 100 Punkten, die volle Gleichberechtigung bedeuten würden. Der Wert liegt um 7,6 Punkte unter den 71 Punkten vom Vorjahr und damit fast wieder auf dem Niveau von 2010. Österreich erreicht 61,2 Punkte und belegt Platz 13 in der EU, im Vorjahr lag es noch auf Platz 11. Quasi gleich ist wie im Vorjahr Schweden, gefolgt von Frankreich und Dänemark. Warzenbeißer „Insekt des Jahres“ Der Warzenbeißer ist zum „Insekt des Jahres 2026“ für Deutschland, Österreich und die Schweiz gewählt worden. Die bis zu vier Zentimeter große Heuschrecke stehe exemplarisch für die bedrohte Insektenvielfalt von halbtrockenen Wiesenlandschaften, berichtet das für die Wahl verantwortliche Kuratorium „Insekt des Jahres“. Der Warzenbeißer (Decticus verrucivorus) sei ein „Botschafter für gefährdete Lebensraumtypen“, heißt es. Haushalte sparen Rekordsumme Österreichs private Haushalte haben im Vorjahr so viel Geld gespart und angelegt wie nie zuvor. Die Geldvermögensbildung erreichte 2024 den Rekordwert von 29,5 Milliarden Euro, wie die Österreichische Nationalbank (OeNB) mitteilte. Das gesamte Geldvermögen stieg auf 936,7 Mrd. Euro. Das meiste Geld ließen Österreicher noch immer auf Sparbuch oder Konto liegen, sagte OeNB-Gouverneur Kocher. Doch immer mehr Menschen investieren in Wertpapiere und Investmentfonds. Eier-Engpass wegen Vogelgrippe Der Preis für Eier ist erheblich angestiegen, laut Statistik Austria um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auslöser dafür ist die Vogelgrippe. Während in Österreich bisher nur zwei Betriebe betroffen sind, gibt es in den Nachbarländern massive Ausbrüche. Das führt zu einem Eier-Engpass im europaweiten Großhandel. Betroffen davon sind Gastronomie und Industrie. Die heimischen Eier sind in erster Linie für die Supermärkte bestimmt. Auch dort werden die Preise steigen, aber nur um wenige Cent pro Ei. Rekordgewinne für Airlines Fluggesellschaften in aller Welt steuern, ihrem Verband zufolge, trotz Spannungen in Politik und Wirtschaft insgesamt auf Rekordgewinne zu. Im laufenden Jahr dürfte die Branche 39,5 Mrd. USDollar (33,9 Mrd. Euro) verdienen und damit 3,5 Mrd. mehr als im Juni vorausgesagt, teilte der Weltluftfahrtverband IATA in Genf mit. Für 2026 sagt IATA-Chef Willie Walsh nun einen branchenweiten Rekordgewinn von 41 Mrd. Dollar voraus. Die IATA begründete ihre Erwartungen mit einem stabilen Wirtschaftswachstum, einer geringeren Inflation, einem schwachen US-Dollar und sinkenden Treibstoffkosten. Weniger Schaden Die Zahl der Insolvenzen ist heuer gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Insgesamt sind laut KSV 1970 6.957 Firmen pleite gegangen, das sind um 4,1 % mehr als 2024. Die Passiva, also Schulden und Verbindlichkeiten, fielen dafür mit rund, 4 Mrd. Euro weniger als halb so hoch aus. Die Zahl der betroffenen Beschäftigten ging um 29 Prozent zurück. Die größte Insolvenz des Jahres kam wieder aus dem Signa-Umfe1d: die Signa Prime Capital mit 970 Mio. Euro. Besucherrekord in Nationalbibliothek Die österreichische Nationalbibliothek blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück: Mit knapp 1,3 Mio. Besuchen an allen Standorten, wie dem Globenmuseum und dem Haus der Geschichte Österreich, verzeichnete sie einen Zuwachs von 20 Prozent gegenüber 2024. Generaldirektorin Rachinger wurde nach einem Unfall abberufen, die Ausschreibung für den Posten läuft noch bis 30. Dezember. Das Ausstellungsprogramm für 2026 ist schon fix. Mehr Schüler hierzulande Im Schuljahr 2024/25 ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler in Österreich erneut gestiegen. Insgesamt waren laut Statistik Austria 1.185.525 Kinder und Jugendliche zu Schulbeginn in den Klassen, ein Plus von 13.100 bzw. 1,1 Prozent. Ein neuer Höchststand mit insgesamt 125.375 Kindern wurde in der AHS-Unterstufe registriert (+0,3 %). Auch in den Volkschulen (+1,9 %) und in den Mittelschulen (+1,5 %) wuchs die Zahl der Schülerinnen und Schüler. Diese Zuwächse seien überwiegend auf die gestiegene Zahl von Schülern mit nicht-österreichischer Staatsbürgerschaft zurückzuführen, hieß es. Weniger Deutsche Stammgäste Die österreichische Hotelbranche verzeichnet in diesem Winter einen Rückgang bei deutschen Stammgästen, die aus wirtschaftlichen Gründen absagen. Hotelvereinigungs-Präsident Veith nennt gegenüber Ö3 die schwächelnde deutsche Wirtschaft sowie die hohen Preise in Österreich als Gründe. Besonders das mittlere Management aus Deutschland komme seltener, das sich sonst auch in der teuren Zeit über Weihnachten und Silvester einen Winterurlaub leisten konnte. Die Buchungslage sei trotzdem sehr gut, denn andere Gästegruppen buchen nun meist sehr kurzfristig.

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