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DAS 18 WIEN AKTUELL Greenpeace-Marktcheck: Ein Drittel der Fertigteige mit umweltschädlichem Palmöl Erfolgreicher Start: Mehr als 38.500 Haushalte nutzen das neue Wohn-Ticket Ein aktueller Marktcheck von Greenpeace hat gekühlte Fertigteige geprüft und dazu die Sortimente der österreichischen Supermärkte ökologisch verglichen. Umweltschonende Zutaten in Blätter-, Mürb-, Pizzateig und Co. sind die Ausnahme im Kühlregal: Ein Drittel enthält umweltschädliches Palmöl und nur acht Prozent der Teige sind in Bio-Qualität. Heimische Zutaten bei Öl und Mehl bleiben hingegen die Ausnahme. Greenpeace fordert von Handel und Herstellern, auf weitgereiste Zutaten wie Palmöl zu verzichten und heimisches Öl und Mehl zu verwenden. Außerdem braucht es mehr Bio-Fertigteige im Kühlregal. Am besten schneidet Spar beim Sortimentsvergleich ab, gefolgt von Interspar und Lidl gleichauf am zweiten Platz. Gundi Schachl, Leiterin des Greenpeace-Marktchecks: „Fix fertige Teige aus der Kühlung werden immer beliebter, weil sie zeitsparend und unkompliziert sind. Doch der Preis für die Umwelt ist hoch, denn zu viele enthalten umweltschädliches Palmöl. Für seinen Anbau werden extra Urwälder gerodet und so die Klimakrise angeheizt. Regionalität hingegen ist bei Fertigteigen leider die Ausnahme: viele der verwendeten Zutaten, wie Mehl und Öl, kommen schlichtweg nicht aus Österreich.” Kaum heimische Zutaten in den Teigen Ein Drittel der geprüften Teige enthält weit gereistes Palmöl. Für dessen Anbau roden Konzerne artenreiche Regenwälder im Globalen Süden und zerstören wertvolle Torfmoore, was gigantische Mengen an CO₂ freisetzt. Zwei Drittel der Teige beweisen hingegen, dass die Produktion auch ohne Palmöl gelingt. Am häufigsten nutzen die Hersteller hier Sonnenblumen- und Rapsöl, wovon allerdings nur vier Prozent aus Österreich stammen und über 60 Prozent aus weiteren EU-Ländern. Beim Rest herrscht Intransparenz zur Herkunft. Auch beim Mehl verschenkt die Lebensmittelbranche riesiges Potenzial: Obwohl Österreich den eigenen Bedarf an Getreide fast vollständig deckt, nutzen Hersteller bei über 80 Prozent der Teige Import-Mehl aus anderen EU-Ländern. Nur wenige umweltschonende Bio-Teige im Regal Im Schnitt enthalten nur acht Prozent der Teige im Kühlregal biologische Zutaten. Bei der Herstellung biologischer Lebensmittel ist die Verwendung von chemischsynthetischen Spritzmitteln verboten. Auch von der bekannten österreichischen Marke „Tante Fanny” gibt es keinen einzigen Teig in Bio-Qualität. Diese sind nur von den Eigenmarken des Handel erhältlich. Greenpeace fordert daher nicht nur mehr Zutaten aus österreichischer Landwirtschaft, sondern auch mehr Teige in BioQualität: „Bio schont unser Wasser, die Böden und den Lebensraum vieler wichtiger Bestäuber wie Bienen. Der Genuss biologischer Lebensmittel ist nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch besser für unsere Gesundheit”, sagt Schachl. Mit der Wohnungsvergabe NEU hat Wien den Zugang zu Gemeindewohnungen und geförderten Wohnungen vor Kurzem neu aufgestellt. Ein gemeinsames Wiener WohnTicket und ein neues Bonuspunkte-System sollen die Vergabe stärker an der jeweiligen Lebenssituation der Wohnungssuchenden ausrichten. Die erste Bilanz nach dem Start zeigt großes Interesse: Mehr als 38.500 Haushalte haben sich bereits registriert. Ein Bonuspunkte-System ist das Kernstück der Reform. Es sorgt dafür, dass leistbarer Wohnraum dort ankommt, wo er besonders dringend benötigt wird. Wer sich in Ausbildung befindet, allein Kinder betreut, mehr Platz für die Familie benötigt, hohe Wohnkosten trägt oder Pflegeverantwortung übernimmt, hat nun mehr Chancen auf eine Wohnung. Auch Faktoren wie Trennung, drohender Wohnungsverlust oder Wohnbedarf aufgrund häuslicher Gewalt werden gezielt berücksichtigt. Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch sieht angesichts der Bilanz bestätigt: „Wien punktet beim Wohnen. Das System ist jetzt fairer und transparenter.“ Die Punkte-Verteilung zeigt, welche Wohn- und Lebenssituationen im neuen System besonders häufig berücksichtigt werden: An der Spitze steht der Wien-Bonus für langjährige Wienerinnen und Wiener gefolgt von Überbelag und Jungwienern. Die neu eingeführte Kategorie „Aus- und Weiterbildung“ liegt bereits auf Platz fünf, gefolgt von Alleinerziehenden. Insgesamt wurden rund 32.500 Wohnanträge eingebracht und mehr als 13.500 Wiener Wohn-Tickets ausgestellt. Die Wohnberatung Wien führte zudem mehr als 12.500 Beratungsgespräche. © MITJA KOBAL/Greenpeace

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