Das Wien - E-Book

DAS WIEN AKTUELL 11 Extrakosten für Online-Shop-Paket Für Millionen Pakete mit billiger Online-Ware wird ab November eine neue Bearbeitungsgebühr fällig – dafür hat das EU-Parlament endgültig grünes Licht gegeben. Wie teuer es wird, ist noch offen: Die EU-Kommission muss noch die Höhe der Gebühr festlegen. Für die Zahlung sind nach Angaben der EU-Staaten die Online-Handelsplattformen zuständig, also nicht die Endverbraucher in Europa. Ab 1. November soll die neue Abgabe für im Internet bestellte und in die EU eingeführte Produkte gelten und von den nationalen Behörden erhoben werden. Aktien-Depots immer beliebter Immer mehr Menschen in Österreich legen ihr Geld in Aktien an. Die Zahl der Wertpapier-Depots ist im Vorjahr um 14 Prozent gestiegen, wie Daten der Finanzmarktaufsicht (FMA) zeigen. Ein Grund dafür sind laut FMA digitale Plattformen, die den Handel mit Aktien etwa über Handy-Apps anbieten. Hinter den Plattformen stehen oft Start-ups, die Gebühren sind meist niedriger als bei klassischen Banken. Genaue Recherche sei notwendig, um nicht auf unseriöse Anbieter reinzufallen, so FMA-Expertin Springer. Zu wenige Mehrweg-Getränke In Österreich werden nach wie vor zu wenige Getränke in Mehrwegflaschen verkauft. Das zeigt ein neuer Bericht des Klima- und Umweltministeriums. Rund 22 Prozent der im Handel verkauften Getränke sind im vergangenen Jahr in Mehrwegverpackungen verkauft worden. Somit gibt es eine leichte Steigerung. Das festgelegte Ziel im Abfallwirtschaftsgesetz waren aber 25 Prozent. Bis zum Jahr 2030 soll der Anteil an Mehrwegflaschen sogar auf 30 Prozent steigen. Verstärkung für Wiener Polizei Seit Jahren werden mehr Polizistinnen und Polizisten für Wien gefordert. Mittlerweile erfüllen viele Kandidaten aber nicht mehr die Aufnahmekriterien. Deshalb setzte das Innenministerium die nächste Maßnahme. Mit dem Programm „Wien auf Zeit“ sollen Polizeischüler für zumindest fünf Jahre nach Wien geholt werden. Bewerber aus allen Bundesländern können inklusive Ausbildung fünf Jahre in Wien bleiben und danach hier bleiben oder garantiert wieder in die Bundesländer zurückkehren. Die ersten Aufnahmen finden im Dezember 2026 statt. Skifahren wird wieder teurer Eine Reihe von Vorarlberger Seilbahnunternehmen hat bereits ihre Preise für die kommende Wintersaison veröffentlicht. Demnach kostet eine fixe Tageskarte in der Hauptsaison ungefähr 3 bis 6 Prozent mehr als in der vergangenen Saison. Am teuersten bleibt der Arlberg: Die Ski-Arlberg-Tageskarte kostete in der Hauptsaison 85 Euro. In der vergangenen Saison waren es 81,50 Euro. Auch die Saisonkarten werden teurer: Der 3-Täler-Pass etwa kostet im Vorverkauf 682 Euro (Vorjahr: 660 Euro). Sitzenbleiben nimmt weiter zu In Österreich müssen immer mehr Jugendliche eine Klasse wiederholen. Laut der jüngsten PISA-Studie sind 18 Prozent der 15-Jährigen schon mindestens einmal sitzengeblieben, 2012 waren es rund zwölf Prozent. Im OECD-Durchschnitt liegt der Anteil bei knapp elf Prozent, in den PISA-Siegerländern Estland und Irland unter fünf Prozent. Besonders häufig betroffen sind Jugendliche aus einkommensschwachen Familien oder mit Migrationshintergrund. Laut OECD beeinflusst die soziale Herkunft die Wahrscheinlichkeit, eine Klasse wiederholen zu müssen, deutlich. Nachwuchsrekord bei Weißstörchen Mit 147 Jungvögeln ist heuer ein neuer Rekord bei den Marchfelder Weißstörchen im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich erreicht worden. Damit wurde der bisherige Höchststand von 1996 um neun Tiere übertroffen, teilte der WWF mit. Mit 46 Brutpaaren wurde der Rekord von 1994 eingestellt, während bei den Jungvögeln pro Paar mit durchschnittlich rund drei Küken ein Allzeit-Hoch erzielt wurde. Der WWF sieht die Zahlen als großen Erfolg für den Artenschutz. Sie würden die Bedeutung des WWF-Auenreservates für die Biodiversität verdeutlichen. Heuer mehr FSME-Erkrankungen In Österreich sind heuer bereits 155 FSME-Erkrankungen registriert worden – im gesamten Vorjahr waren es 132. Das zeigen Daten des Zentrums für Virologie der Medizinischen Universität Wien. Oberösterreich verzeichnet mit 65 Fällen den höchsten Wert bundesweit. Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch Zecken übertragen und kann schwere neurologische Erkrankungen auslösen. Zecken sind längst kein reines Sommerphänomen mehr, sie sind bereits ab 5 bis 8 Grad aktiv. Milde Herbst- und Wintertage verlängerten daher die Zeit mit möglichem Infektionsrisiko. Venedig will Tagesgebühr erhöhen Venedig prüft eine deutliche Anhebung der Zugangsgebühr für Tagestouristen. Derzeit beträgt der Zugangspreis je nach Tag fünf bis zehn Euro. Das könne sich mittlerweile jeder leisten, so der zuständige Stadtrat Michele Zuin. Sinn der Gebühr sei aber, die Besucherströme besser zu lenken, damit weniger Menschen in die Lagunenstadt kommen. Als mögliche neue Höhe nannte Zuin rund 30 Euro. Ein höherer Preis könnte Menschen davon abhalten, an besonders beliebten Tagen wie dem 1. Mai für einen Tagesausflug nach Venedig zu kommen. Auch die Zahl der Tage, an denen die Gebühr fällig wird, könnte steigen. Haushalts-Energie erneut teurer Die Preise für Haushalts-Energie sind im August erneut gestiegen. Im Vergleich zum Juli verteuerten sie sich um 3,6 Prozent, im Jahresvergleich um 9,9 Prozent, wie die Energieagentur mitteilte. Preistreiber waren vor allem Treibstoffe und Heizöl. Diesel verteuerte sich gegenüber Juli um 9,6 Prozent, im Jahresvergleich war Diesel sogar um ein Drittel teurer, Superbenzin kostete um 18,2 Prozent mehr. Bei Heizöl lagen die Preise 12,3 Prozent über dem Vormonat und fast um die Hälfte höher als im August 2025. Gas verteuerte sich leicht, Strom wurde im Jahresvergleich rund 11 Prozent billiger.

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