Das Wien - E-Book

DAS WIEN AKTUELL 2 Ratlos – planlos: Schellhorn Mit der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit ist nun endgültig die warme Jahreszeit zu Ende gegangen und wir müssen wieder die eingemotteten Wintermäntel aus den Kästen holen. Es wird spürbar kälter. Und das wirkt sich bereits deutlich negativ auf unsere Geldbörsen aus. Die Heizsaison hat begonnen. Laut Energiepreisbarometer der Unternehmensberatung EY haben neun von zehn Haushalten bereits ihren Stromverbrauch einschränken müssen und fast jeder zweite Haushalt stößt wegen der explodierenden Energiekosten an die Grenze des Leistbaren. Familien, Pensionisten sowie Kleinbetriebe geraten immer stärker unter Druck. Ein wesentlicher Treiber der Preisexplosion ist das von der EU und mit voller Unterstützung der österreichischen Regierung beschlossene Importverbot für russisches Gas. Diese ideologisch motivierte Entscheidung hat Europa in einen Wettlauf um teure Ersatzlieferungen gestürzt. Wenn einer der wichtigsten Gaslieferanten vom Markt ausgeschlossen wird, steigen die Preise zwangsläufig – Europa zahlt drauf, Österreich zahlt drauf. Die Bundesregierung nimmt diese Entwicklung billigend in Kauf und gefährdet damit nicht nur die Leistbarkeit, sondern auch die Versorgungssicherheit. Experten fordern daher auch einen Systemwechsel in der Energiepolitik. Dieser muss sicherstellen, dass alle drei Komponenten, die ein Stromkunde auf seiner Rechnung findet – erstens der Preis für die Energie, zweitens die Netzkosten und drittens die Steuern und Abgaben – nicht weiter massiv steigen, sondern stabilisiert werden und sinken. Ansonsten droht vielen Haushalten der Bankrott. Eine politische Bankrotterklärung hat hingegen Entbürokratisierungs-Staatssekretär Josef Schellhorn von den Neos hingelegt. Nachdem die von ihm selbst gesetzte Frist für eine Deregulierungs-Offensive im September ergebnislos verstrichen ist, hat er jetzt eine simple Website installiert und bittet die Bevölkerung um Hilfe. Auf der Website der „Servicestelle für Entbürokratisierungs- und Deregulierungsanliegen“ (Anm: einen noch sperrigeren Namen hat man offenbar nicht gefunden) kann die Bevölkerung ab sofort Ideen einreichen. Schellhorn hofft laut seiner Aussendung auf eine breite Beteiligung. Das ist einigermaßen kühn, ist doch der Posten des Deregulierungsstaatssekretärs extra dafür geschaffen worden, dass jemand mit unmittelbarem Einblick in das Beamten- und Verwaltungssystem dort kräftig ausmistet. Vielleicht hätte der wegen seiner Dienstwagen-Affäre liebevoll „8er-Sepp“ (Anm.: Schellhorn wollte unbedingt einen Audi A8, statt eines A6) genannte Staatssekretär besser nach Argentinien statt nach Turkmenistan reisen sollen. Dort hätte er sich wertvolle Tipps von Reform-Präsident Javier Milei abschauen können. Noch einfacher freilich wäre es einfach in die Laden seines Büros zu schauen, denn dort sind mit Sicherheit mehr als 200 Ideen abgelegt, die noch aus der Zeit von Ex-Rechnungshofpräsident Fiedler stammen. So ist anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des 2003 von Fiedler eingesetzten Verfassungskonvents im Jahr 2015 festgestellt worden, dass seitdem nur wenige der vielen Projektvorschläge umgesetzt und die wichtigsten Ziele des Österreich-Konvents als verfehlt erachtet wurden, weil sie einfach schubladisiert wurden. Seitdem sind 22 Jahre! vergangen und diese Trägheit und Unwissenheit regiert munter weiter. Die ganze Ideensuche könnte Schellhorn natürlich mit Unterstützung seines aufgeblähten „Expertenkabinetts“ machen, aber ob es dann schneller gehen würde ist die Frage. Der einzig logische Schritt zur Entbürokratisierung wäre daher der sofortige Rücktritt Schellhorns und die ersatzlose Streichung des gesamten Staatssekretariats! Mit einem feierlichen Spatenstich fiel der Startschuss für ein neues kulturelles Wahrzeichen Wiens: das „Theater im Prater“. Finanzstadträtin Barbara Novak, Neos-Wirtschaftssprecher Markus Ornig, Bezirksvorsteher des 2. Bezirks Alexander Nikolai, Joachim Hilke (CEO ATG Entertainment Central Europe) und Matthias Prichzi (Geschäftsführer ATG-Live GmbH) gaben gemeinsam das Signal für den Baubeginn. Ab Ende 2027 soll das moderne Musicalhaus mit rund 1.800 Sitzplätzen eröffnen und internationale Produktionen nach Wien bringen. „Mit dem Bau des ‚Theater im Prater‘ setzen wir ein starkes Zeichen für Wien als internationalen Kultur- und Wirtschaftsstandort. Dieses Projekt verbindet nachhaltige Stadtentwicklung mit kultureller Exzellenz – und schafft dabei rund 400 neue Arbeitsplätze und wird jährliche Wertschöpfung von etwa 100 Millionen Euro generieren. Durch das innovative Partnerschaftsmodell zwischen Stadt und privatem Engagement entsteht ein neuer kultureller Anziehungspunkt, ein ökologisch durchdachter Ort und bringt dadurch neue Impulse für Tourismus und Gastronomie,“ freut sich Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak. Die Fertigstellung des Theaters sowie die feierliche Premiere sind für Ende 2027 vorgesehen – der Beginn eines neuen Kapitels für die Wiener Kulturlandschaft. ATG Entertainment ist ein globaler Marktführer der Live-Unterhaltung. Das Unternehmen betreibt bereits 71 renommierte Spielstätten weltweit und erreicht jährlich über 18 Millionen Zuschauer. Geschätzte Leser! Liebe Leserinnen! EDITORIAL von Heinz Knapp IMPRESSUM: Herausgeber/Chefredaktion/Verleger/Inhaber: Heinz Knapp, h.knapp@das-wien.at UID: ATU 63468713, redaktion@das-wien.at Lektorat: Alfred Eichhorn Grafik: Daniel Knapp, daniel.knapp@das-wien.at; Druck: Mafra Print, 15000 Praha; Vertrieb: Österreichische Post AG, Haidingergasse 1, 1030 Wien; Straßen- und Geschäftsverteilung - Wiener Stadtgebiet Verlagsadresse/Rechnungswesen/Grafik/Produktion: Die Agentur - Unabhängige Wochenzeitung, Heinz Knapp, Chorturmblick 1, 9061 Klagenfurt, www.das-wien.at Offenlegung gem. § 25 MedienG: Online unter www.das-wien.at Bei bezahlten Anzeigen, PR-Artikeln und namentlich gekennzeichneten Berichten liegt die inhaltliche Verantwortung beim Auftraggeber. Alle Berichte beziehen sich auf Stand 29.10.2025, 10:00 Uhr Neues Musicalhaus für Wien nimmt die Bauarbeiten auf GENIESSEN MIT „DAS WIEN“ Gewinnen Sie 1 von 5 Gutscheinen im Wert von jeweils 100 Euro von Wo befindet sich das neue Lokal von Plachutta? a) Neuer Markt b) Kärntner Straße Senden Sie eine Mail mit dem Betreff „Plachutta“ und der korrekten Antwort an markting@das-wien.at Einsendeschluss: Freitag, 16. Juli Einsendeschluss: Fr., 14. November 2025

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