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Die Politbombe ist gleich zu Beginn der vergangenen Woche geplatzt. ÖVP-Klubobmann August Wöginger ist am Montag im „Postenschacher“- Prozess in Linz wegen Amtsmissbrauchs schuldig gesprochen worden und unmittelbar darauf als Klubchef zurückgetreten. Abgeordneter bleibt er aber. Seine Nachfolge an der Fraktionsspitze ist im Rekordtempo geregelt worden. Neuer Klubobmann ist der weitgehend unbekannte Steirer Ernst Gödl. Wöginger und zwei mitangeklagte Beamte fassten jeweils sieben Monate bedingt und unbedingte Geldstrafen aus. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Wöginger hofft weiter auf einen Freispruch in der nächsten Instanz.
Zur Erinnerung: Der Vorwurf der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) lautete, dass die Angeklagten 2017 einem ÖVPBürgermeister aus parteipolitischen Motiven den Vorstandsposten im Finanzamt Braunau zugeschanzt hätten. Der Bürgermeister hatte Wöginger gebeten „ein gutes Wort“ für ihn einzulegen, Wöginger deponierte nach eigener Aussage dieses „Bürgeranliegen“ bei Schmid. ÖVP-Chef Bundeskanzler Christian Stocker sprach von einem „harten Urteil“. Er respektiere Wögingers Entscheidung, habe aber „immer betont, dass sich an meinem persönlichen Verhältnis zu August Wöginger nichts ändern wird“. Wöginger habe im Sinne des Vertrauens in die Politik die Konsequenzen gezogen. Alles Weitere sei Angelegenheit des ÖVP-Klubs, meinte der Koalitionspartner SPÖ. Begrüßt wurde der Rücktritt von Neos. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz begrüßte die Verurteilung des Teils des „Systems ÖVP“, letztendlich werde aber der Wähler am Wort sein. Die Grüne Parteichefin Leonore Gewessler bezeichnete den Rücktritt Wögingers als „wichtig und angebracht“.
Am vergangenen Sonntag haben wir anlässlich des Muttertags unsere Mütter geehrt. Er steht für jene Frauen, die tagtäglich Verantwortung übernehmen und den Zusammenhalt in unseren Familien sichern. Ohne ihren Einsatz würde vieles in unserer Gesellschaft gar nicht funktionieren. Umso grotesker mutet es an, dass ausgerechnet der katholische Pfarrkindergarten Gallneukirchen Gedichte für den Muttertag gestrichen hat. Das soll auf jene Kinder Rücksicht nehmen, die keine Mutter haben oder in schwierigen Familienverhältnissen leben. Kann man machen, aber dann darf man sich als Kirche nicht wundern, wenn einem die Gläubigen abhandenkommen. Jede Menge „Gläubige“ werden in Wien anlässlich der größten Live-Musikshow der Welt – dem Eurovisions- Songcontest (ESC) auftauchen. Sie glauben an den Sieg ihrer Lieblinge. Dafür erweitert der WienTourismus sein Serviceangebot. In Kooperation mit der Wiener Polizei stehen ab 11. Mai täglich Grätzelpolizisten der Innenstadt in der Tourist-Info am Albertinaplatz persönlich für sicherheitsrelevante Fragen von Bewohnern und Gästen zur Verfügung.
Zusätzlich sorgen sechs Welcome Desks des WienTourismus an zentralen Standorten in der Stadt für eine umfassende persönliche Betreuung der Eurovision-Fans. Im Rahmen der langjährig bestehenden Sicherheitspartnerschaft „GEMEINSAM.SICHER mit unserer Polizei“ ist von 11. bis 16. Mai täglich von 10 bis 13 Uhr ein Infostand der Wiener Polizei in der Tourist- Info am Albertinaplatz eingerichtet. Grätzelpolizisten stehen dort Gästen wie Bewohnerern persönlich für alle sicherheitsrelevanten Anliegen zur Verfügung. „Gerade bei einer internationalen Großveranstaltung wie dem Eurovision Song Contest sind persönliche Ansprechpartner vor Ort wichtig – für Wiener ebenso wie für alle angereisten Eurovision-Fans“, betont Norbert Kettner, ESC-Koordinator der Stadt Wien und Geschäftsführer des WienTourismus.
„Unser Ziel ist es, den Jubiläums-ESC für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Mit unseren Welcome Desks heißen wir Eurovision- Fans aus über 80 Ländern persönlich willkommen und setzen dabei einen klaren Fokus auf Service, Orientierung und gelebte Gastfreundschaft. Bereits 2015 haben wir gezeigt, was möglich ist: der gastfreundlichste Eurovision Song Contest der Geschichte – ausgezeichnet für Atmosphäre, Erreichbarkeit und internationale Strahlkraft. Daran knüpfen wir 2026 an und entwickeln das Stadterlebnis konsequent weiter.“ Das Finale des ESC findet schließlich am 16. Mai statt. Im Vorfeld kann man bei Wettbüros Tipps abgeben, welches Land den ESC gewinnt. Aktuell liegt Finnland bei den Wett-Quoten vorne. Das Land ist also ein Favorit für den Sieg. Es wird vom Duo Linda Lampenius & Pete Parkkonen vertreten. Gute Chancen gibt es auch für Griechenland.
Österreichs Beitrag „Tanzschein“ von Cosmo hat aus Sicht der Wettbüros wenig Chance auf den Gewinn. Denn Österreich liegt bei den Wett-Quoten auf einem der hinteren Plätze. Möge der/die Beste gewinnen!
Heinz Knapp,
Herausgeber