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Impf-Virus greift um sich

Immer mehr Politiker dürften von einer Art Impf-Virus befallen sein. Sie fordern offen die Zwangsimpfung gegen Corona für gewisse Berufsgruppen, bestimmte Altersgruppen, oder überhaupt gleich alle Bürger. Das führt unweigerlich zu Protesten.

So ist es in Griechenland zu schweren Ausschreitungen gekommen. In Athen ist die Polizei am vergangenen Wochenende mit Tränengas und Wasserwerfern gegen Demonstranten vorgegangen, nachdem diese Molotowcocktails auf die Einsatzkräfte geworfen haben. Grund für diese Randale war der Protest gegen eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen etwa im Gesundheitswesen. Auch in Paris kam es zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Anti-Impf-Demonstranten. In der slowakischen Hauptstadt Bratislava (Preßburg) versuchten Hunderte Corona-Impfgegner gar den Nationalrat zu stürmen. Und in der italienischen Stadt Turin gab es ebenfalls harte Proteste. Bei uns in Österreich geht es da weit friedlicher zu. Bei uns wird (vorerst) nur sanft demonstriert und verbal gestritten. Dabei ist klar zu erkennen, dass auch bei uns der Trend eindeutig in Richtung Impfpflicht geht. Immer mehr Experten und Politiker wagen sich aus der Deckung und sprechen sich für die Zwangsimpfung aus. Man könnte auch sagen, das „Impf-Virus“ breitet sich rasant aus.

Jetzt ist Covid-19 nicht die erste Krankheit, bei der über eine Impfpflicht nachgedacht wird. In der Vergangenheit wurden etwa die Pocken oder die Kinderlähmung mit Pflichtimpfungen erfolgreich ausgerottet – zumindest in unserem Kulturkreis. Auch die Grippeimpfung ist schon seit Langem in vielen Gesundheitseinrichtungen Pflicht für das dort arbeitende Personal. Warum also nicht auch bei der Corona-Impfung?

Die Kritiker argumentieren damit, dass der Impfstoff nicht ausreichend erforscht sei und besonders die Langzeitfolgen nicht absehbar seien. Außerdem schütze der Impfstoff nicht vor Ansteckung, sondern führe nur zu einem milderen Verlauf der Krankheit. Besonders heftig ist der Widerstand gegen Impfungen von Kindern unter zwölf Jahren. Hier gebe es viel zu wenig Erfahrungswerte, so die Gegner.

Die Vorsitzende der Bioethikkommission, Christiane Druml, hat sich hingegen für die Ausdehnung der Impfpflicht auf diverse Berufsgruppen ausgesprochen. Sie willnicht nur Personal im gesamten Bildungs-, Pflege- und Gesundheitsbereich impfen lassen, zu dem sie auch Apotheker, 24-Stunden-Pfleger und Hebammen zählt, sondern alle körpernahen Berufe wie Friseure, Masseure, Hand- und Fußkosmetiker, etc. Es sei die „gesamtgesellschaftliche Verpflichtung des Einzelnen“, sagt sie. Die Freiwilligkeit habe ihre Grenzen, wenn es um eine Erkrankung gehe, „die unser Wirtschafts- und Sozialsystem weltweit in einen Krisenmodus gebracht hat“, so die Chefin der Bioethikkommission. Kleiner Schönheitsfehler: Die Dame ist nicht etwa Virologin oder Ärztin, sondern Juristin.

Qualifikation hin oder her. Mit einer Aussage hat sie allerdings recht. Sie hält das autonome Agieren der Bundesländer in dieser Frage für absurd. Die Politik macht sich selbst mit dem ständigen Hin und Her zwischen PCR-Testpflicht und Impfzwang, Geschäfte auf, Geschäfte zu, Maske ja, Maske nein, keinen Gefallen. Ebenso wenig hilfreich sind die Diskussionen über die unterschiedlichen Impfstoffe und deren Wirkung, Nichtwirkung, oder Nebenwirkung. Das verunsichert die Menschen und lässt sie Impfungen skeptisch sehen.

Was jetzt richtig oder falsch ist, wissen wir von der „Das Wien“-Redaktion mangels Medizinstudiums leider auch nicht. Wir wissen aber, dass es durchaus möglich ist „Das Wien“ sowohl geimpft als auch ungeimpft zu lesen!

Heinz Knapp,
Herausgeber


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