DAS 8 WIEN AKTUELL Vergewaltigungen: Mehr als jeder zweite Verurteilte kein Österreicher – nun Debatte Neue Zahlen sorgen für Aufsehen. 2025 wurden in Österreich 147 Menschen wegen Vergewaltigung verurteilt. 78 davon hatten keine österreichische Staatsbürgerschaft. Das entspricht 53 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Antwort einer parlamentarischen Anfrage an Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) hervor. Auch die Entwicklung bei den Anzeigen ist auffällig. Laut Kriminalstatistik wurden 2025 insgesamt 1.275 Vergewaltigungen angezeigt. Zum Vergleich: 2015 waren es 826 Fälle. Das entspricht einem Anstieg von rund 54 Prozent. Die Statistik zeigt zugleich, dass bei Weitem nicht jeder Tatverdächtige automatisch ein Verurteilter ist. 2025 wurden insgesamt 345.095 Tatverdächtige ausgeforscht, davon 164.573 ohne österreichische Staatsbürgerschaft. Besonders brisant ist der Blick auf die Staatsbürgerschaften der wegen Vergewaltigung Verurteilten. Nach den veröffentlichten Zahlen entfielen knapp 23 Prozent der 2025 Verurteilten auf syrische, afghanische und irakische Staatsangehörige. Die FPÖ sieht darin einen Zusammenhang mit der Entwicklung der Migration und fordert einen härteren Kurs bei Abschiebungen ausländischer Straftäter. Doch die Zahlen verlangen auch einen nüchternen Blick: Die Staatsangehörigkeit eines Verurteilten sagt nichts über die Motive einer einzelnen Tat aus und erlaubt keine Aussage über Menschen einer gesamten Herkunftsgruppe. Genau deshalb ist zwischen statistischer Auffälligkeit und pauschaler Schuldzuweisung zu unterscheiden. Für zusätzlichen politischen Zündstoff sorgt die Frage nach den Strafen. Von den 147 im Jahr 2025 wegen Vergewaltigung Verurteilten kamen laut Anfragebeantwortung 128 tatsächlich ins Gefängnis. Bei den übrigen Fällen wurden unter anderem Geldstrafen, bedingte Freiheitsstrafen, Einweisungen oder Schuldsprüche unter Vorbehalt einer Strafe verhängt. Für Opfer und deren Angehörige ist das Strafmaß naturgemäß eine besonders sensible Frage. Die Justiz verweist gleichzeitig darauf, dass Österreich bei Gewaltschutzmaßnahmen über ein breites Instrumentarium verfügt. Justizministerin Sporrer betonte etwa die Bedeutung von Gewaltschutzambulanzen für die Sicherung von Beweisen nach Sexualstraftaten. Die politische Debatte ist damit vorprogrammiert. Die FPÖ fordert volle Härte bei schweren Sexual- und Gewaltdelikten, konsequente Abschiebungen rechtskräftig verurteilter ausländischer Straftäter und einen stärkeren Opferschutz. Auch beim Asylkurs legt die Partei nach und kritisiert die von Innenminister Gerhard Karner präsentierten rückläufigen Asylantragszahlen. Mehr als 6.500 Erstanträge im laufenden Jahr seien kein Grund, von einem echten Asylstopp zu sprechen. Fest steht: Die Zahl der angezeigten Vergewaltigungen liegt deutlich über dem Niveau von vor zehn Jahren. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Anfragebeantwortung, dass 2025 mehr als die Hälfte der wegen Vergewaltigung Verurteilten keine österreichische Staatsbürgerschaft besaß. Was daraus politisch folgt, ist nun Gegenstand einer heftigen Debatte. Für die Opfer bleibt allerdings eine Forderung unabhängig von Herkunft und Staatsbürgerschaft entscheidend: konsequenter Schutz und eine konsequente Strafverfolgung. Neue Banknoten in ca. 5 Jahren Die Gestaltung neuer EuroBanknoten kommt voran. „Die neuen Banknoten sollen ab Anfang der 2030er Jahre schrittweise in Umlauf gebracht werden“, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt mit. Voraussichtlich Ende des Jahres will der EZB-Rat abschließend über die Gestaltung der Scheine entscheiden. Einfließen soll dabei auch das Votum von fast 10 Millionen Europäerinnen und Europäern, die sich an Online-Umfragen zum Design der künftigen Euro-Banknoten beteiligt haben. Die neuen EuroScheine sollen zudem zusätzliche Sicherheitsmerkmale enthalten. Zahl der Katholiken gesunken Die Zahl der Mitglieder der katholischen Kirche in Österreich sinkt weiterhin, wenn auch langsamer als zuvor. Das geht aus der nun veröffentlichten Kirchenstatistik für das Jahr 2025 hervor. So gab es Ende 2025 genau 4.488.101 Katholikinnen und Katholiken in Österreich, 2024 waren es noch 4.557.471. Der Rückgang lag demnach nicht nur an den Kirchenaustritten, sondern auch daran, dass mehr Katholiken starben als getauft wurden. Die Zahl der Kirchenaustritte ist gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen und wird mit 66.930 beziffert. Foto Privat © European Central Bank 2026 KI generiertes Foto
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