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DAS 22 WIEN AKTUELL ORF: Sesselkleber Lederer Als ORF-Zwangsgebührenzahler und aufmerksamer Beobachter der „größten Medienorgel“ Österreichs komme ich nach den zahlreichen Skandalen auf dem Küniglberg aus dem Staunen nicht mehr heraus! Es geht bekanntlich um Millionen-Klagen, arbeitsrechtliche Vorwürfe wie Mobbing oder „Machtdemonstrationen“, Supergagen, abgesetzte Manager, Suchtgift-Skandale, parteipolitisch besetzte Ämter wie im Stiftungsrat usw. Und unser Medienminister, Noch-Vizekanzler Andreas Babler hat diesem Treiben die letzten Wochen völlig tatenlos zugesehen. Ach ja, da gab es auch noch eine große ORFKonferenz, die eher als eine Reality-Show erinnert hat – mit Stars aus anderen gesellschaftlichen Bereichen wie Fußballtrainer, Kabarettisten etc. Angeblich soll der zuletzt massiv kritisierte ORFStiftungsrat (Aufsichtsrat) endlich verkleinert werden – von 35 auf 9 Personen! Damit würde wohl auch der derzeitige Stiftungsratsvorsitzende Heinz Lederer endlich seinen mit Superkleber ausgestatteten Sessel räumen müssen. In letzter Zeit haben zahlreiche Medien angebliche Ungereimtheiten des „roten Heinzi“ aufgedeckt – und zwar in seiner Rolle als SP-Stiftungsratschef und als PR-Berater. Nachweislich hat der gute Mann bei Millionengeschäften (z. B. Verkauf des Radio-Gebäudes) „mitgemischt“. Allerdings nicht als „Sitten-Wächter“ des ORF, sondern offensichtlich als Berater eines Immobilen-Käufers oder bei Millionen-Verträgen mit diversen Verbänden. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft eine Sachverhaltsdarstellung eines Kärntner Autors zurückgelegt, der eine Überprüfung haarsträubender Unvereinbarkeiten bis hin zum Untreueverdacht gefordert hatte. Doch die Staatsanwaltschaft fand „keine rechtlichen Gründe“. Einfach lachhaft! Das hat sicher nichts mit irgendwelchen „freien Maurern“ zu tun. Man darf allerdings daran erinnern, dass der gesamte Redakteursrat (ORF-Belegschaft) dem Stiftungsratsvorsitzenden Lederer öffentlich (!!!) das Misstrauen ausgesprochen hat. In einer von etlichen Medien veröffentlichen Aussendung warnt der Redakteursrat vor Unvereinbarkeiten (z. B. Aufträge für den Song Contest) und beklagt die „mangelnde Transparenz“ des Vorsitzenden. Der ORF-Redaktionsrat hält Heinz Lederer für „problematisch in dieser Funktion“! Rücktritt? Aber nein! Wir sind ja in Österreich. Freunderlwirtschaft und persönliche Vorteile? Das sieht wohl nur die „böse“ ORF-Mannschaft so. Ein kritischer Zwangsgebührenzahler Problematisch als Stiftungsratschef! Ich bin einer von über 4000 engagierten ORF-Mitarbeitern und stolz darauf, dass ich in diesem wichtigen Medienunternehmen arbeiten kann. Ich möchte allerdings anonym bleiben, um mir mögliche Repressalien von „ganz oben“ zu ersparen. Leider wurde in letzter Zeit das Image des ORF stark in Mitleidenschaft gezogen. Beispiele: „ORF als Schlangengrube“, „Millionenklagen im Rundfunk“, „ORF-Manager freigestellt“, „Supergagen für weiße Elefanten“ usw. usw. Das ist eine schallende Ohrfeige ins Gesicht aller ORFMitarbeiter (von der Redaktion bis hin zur Technik/Verwaltung), die ihren Job tagtäglich ordentlich versehen. Massive Kritik gibt es seit Monaten am 35-köpfigen ORF-Stiftungsrat bzw. seinem Vorsitzenden Heinz Lederer (SPFreundeskreis). Zwölf dieser Räte sind PR-Agenturen-Besitzer, Interessensvertreter oder Lobbyisten! Leider besteht die Gefahr, dass, wie es in den letzten Jahren stets Usus war, offene und ehrliche Kritik an unfähigen ORF-Partei-Managern oder abgehobenen Stiftungsräten samt ihren lukrativen PR-Firmen nicht nur unerwünscht, sondern auch mit Repressalien (Versetzungen, Kündigungen) geahndet wurde. Ich möchte nochmals auf ein offizielles und aufsehenerregendes Schreiben des ORFRedaktionsrates hinweisen, mit der sich der ORF-RedaktionsratsVorsitzende Dieter Bornemann hilfesuchend an die Öffentlichkeit gewandt hat! Darin hagelt es Kritik am SP-Freundeskreisvorsitzenden Lederer! Die Liste der „offiziellen“ Vorwürfe ist lang! Der Redaktionsrat sieht die Rolle Lederers als „problematisch“ an. Da ist von Freunderlwirtschaft über Interventionen bei redaktionellen Berichten bis zur Unvereinbarkeit bzw. Geschäftemacherei die Rede. In jedem anderen Unternehmen müsste ein Aufsichtsratsvorsitzender nach so einer „Breitseite“ der Mitarbeiter sofort zurücktreten! Aber der Herr Lederer? Der doch nicht!! Ein frustierter ORF-Mitarbeiter Wann wird Energie endlich wieder leistbar? Langsam weiß man als normaler Bürger wirklich nicht mehr, wo man noch sparen soll. Beim Tanken wird es teurer, beim Heizen wird es teurer und selbst Pellets, auf die viele aus gutem Grund umgestiegen sind, kosten plötzlich deutlich mehr. Gleichzeitig hört man von der Politik immer wieder neue Versprechen, während die Rechnung am Ende bei uns Bürgern landet. Ich frage mich mittlerweile, wie sich eine Familie das alles noch leisten soll. Energie ist kein Luxus, den man einfach abbestellen kann. Man muss heizen, man muss zur Arbeit kommen und Strom braucht man ebenfalls jeden Tag. Die Regierung sollte endlich dort ansetzen, wo sie selbst die Preise beeinflussen kann. Steuern und Abgaben auf Energie gehören gesenkt, statt die Menschen ständig mit neuen Belastungen zu konfrontieren. Ich wünsche mir keine großen politischen Ankündigungen mehr, sondern endlich spürbare Entlastung auf meiner Rechnung. Karl B., 62, Angestellter Wenn die Therapie da ist, darf die Bürokratie nicht im Weg stehen Ich weiß aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, mit einer seltenen Erkrankung zu leben. Jeder Tag kann eine Belastung sein, und gleichzeitig weiß man, dass medizinische Entwicklungen inzwischen Therapien ermöglichen, die Hoffnung geben. Umso schwerer ist es zu verstehen, wenn ein zugelassenes Medikament zwar existiert, für Patienten in Österreich aber trotzdem nicht rasch verfügbar ist. Für Betroffene ist Zeit keine abstrakte Größe. Während Behörden prüfen, warten und Verfahren laufen, geht die Krankheit weiter. Gerade bei fortschreitenden Erkrankungen kann jeder verlorene Monat entscheidend sein. Ich erwarte mir kein Wundermittel und schon gar keine Sonderbehandlung. Ich erwarte mir aber ein Gesundheitssystem, das zugelassene und medizinisch notwendige Therapien möglichst schnell zu den Menschen bringt, die sie brauchen. Ein beschleunigtes Verfahren für Medikamente gegen seltene Erkrankungen wäre deshalb ein wichtiger Schritt. Wer täglich mit einer schweren Erkrankung kämpft, möchte nicht zusätzlich gegen die Bürokratie kämpfen müssen. Wenn eine Therapie zugelassen ist und helfen kann, sollte die Hilfe nicht monatelang an Formularen und Zuständigkeiten scheitern. Silke L., 37, Patientin Senden Sie uns Ihren Leserbrief an: redaktion@das-wien.at

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