DAS WIEN AKTUELL 15 Marmelade darf wieder so heißen Was in Österreich seit jeher Marmelade heißt, musste jahrelang als „Konfitüre“ verkauft werden – so schrieb es eine EU-Regelung vor. Durch die jetzt in Kraft tretende novellierte EU-Frühstücksrichtlinie ist das nun vorbei: Marmelade darf ganz offiziell wieder auch so heißen. Im Supermarktregal fand man sie seit Anfang der 2000erJahre meist nur als Konfitüre oder Fruchtaufstrich. Direktvermarkter durften den Begriff Marmelade weiterverwenden, große Betriebe nicht. Wien ändert Kulturförderungen Die Stadt Wien ändert die Richtlinien für Kulturförderungen deutlich: Künftig gibt es großteils nur mehr einjährige Förderungen. Mehrjährige Gesamtförderungen sind nur mehr in Ausnahmefällen erlaubt. Nun wurden die neuen Förderrichtlinien vom Wiener Gemeinderat abgesegnet. Im Bereich der darstellenden Kunst wurde nun fixiert, dass sowohl die vierjährigen Konzeptförderungen als auch die zweijährigen Gesamtförderungen bestehen bleiben. Einigung: Neue EU-Fluggastrechte Die EU hat sich auf neue Fluggastrechte geeinigt. So dürfen etwa Familien im Flugzeug kostenlos Sitzplätze nebeneinander reservieren, Ticketpreise müssen übersichtlicher dargestellt werden. Wer künftig online nach Flugtickets sucht, soll standardmäßig den Preis mit Handgepäck angezeigt bekommen. Das soll Verbrauchern den Preisvergleich erleichtern. Die geplante Einigung muss noch vom Rat der Mitgliedstaaten und dem Plenum des Europaparlaments bestätigt werden. Hofer-Rabatte gelten nicht überall Bei der Arbeiterkammer Salzburg sind zahlreiche Beschwerden über Rabatte der Supermarktkette Hofer eingegangen. Einige der günstigen Preise werden zwar im Werbeprospekt groß beworben. Die österreichweiten Aktionen gelten dann aber nicht in den rund 30 Salzburger Filialen, berichtet salzburg.ORF.at. Mondsee, Schladming und Eggelsberg tauchen ebenfalls immer wieder auf der Liste der AK auf. Die Ausnahmen seien in den Prospekten nicht zu erkennen, kritisiert die AK und spricht von einer rechtlichen Grauzone, die erst überprüft werden müsse. Bisher habe man von Hofer keine klaren Antworten bekommen. Frühe Kreditrückzahlung teurer Künftig dürfte es teurer werden, einen fixverzinsten Wohnkredit früher zurückzuzahlen. Die neue Regelung soll mit dem Budgetbegleitgesetz beschlossen werden und für neue Kredite ab kommendem Jahr gelten, berichtet Ö3. Während die Banken die Erhöhung der entsprechenden Strafgebühr für entgangene Zinsen von derzeit einem auf drei Prozent für gerechtfertigt halten, bezeichnet die grüne Finanzsprecherin Tomaselli die Pläne als „skandalös“. Studie: Wien-Pendler sparen Miete Wer in Wien arbeitet, aber bereit ist zu pendeln, kann viel Miete sparen. Das zeigt eine Auswertung der Immobilienplattform ImmoScout24. Demnach sind Wohnungen entlang der Bahnstrecken rund um Wien teils um mehrere hundert Euro günstiger als in Wien. Die im Juni durchgeführte Analyse basiert auf 16.943 Inseraten aus dem Jahr 2026 auf ImmoScout24.at. Basis sind Bruttomieten, das heißt die Nettomiete plus Betriebskosten, exklusive Heiz- und Stromkosten. Als Berechnungsmethode für das statistische Mittel wurde der Median gewählt. Euro in Urlaubsländern mehr wert Um einen Euro kann man in einigen Urlaubsländern mehr kaufen als in Österreich. Das gilt heuer vor allem für Portugal und Spanien, wie die jährliche Auswertung der Bank Austria zum „Urlaubseuro“ zeigt. Auch in den beliebten Urlaubszielen Türkei, Slowenien, Griechenland, Kroatien und Italien bekommen Österreicherinnen und Österreicher mehr für ihr Geld. Teurer als daheim wird es im Urlaubsland USA und vor allem in der Schweiz. ID Austria mit neuen Funktionen Die Bürgerservice-App ID Austria hat neue Funktionen erhalten: Ab Ende Juli soll es einen KI-basierten Chatbot „IDA“ geben, dem man Fragen stellen kann. Außerdem ist es nun möglich, die ID Austria mit einer Vollmacht vertretungsweise für andere Personen zu nutzen. Das soll „Erleichterungen bei den digitalen Verwaltungswegen für Familien, Angehörige, aber auch für Unternehmen bringen“, so Staatssekretär Pröll (ÖVP). Neu ist auch, dass die digitale Ausweisplattform eAusweise künftig direkt vom Startbildschirm der App erreichbar ist. Verkauf von Pestiziden gestiegen In der heimischen Landwirtschaft werden wieder mehr gesundheitsschädliche Pestizide, wie etwa Glyphosat, verkauft. Das zeigt eine parlamentarische Anfrage der Grünen bei Landwirtschaftsminister Totschnig (ÖVP). Allein bei Glyphosat sind demnach die Verkaufszahlen in den vergangenen zwei Jahren um mehr als die Hälfte gestiegen. Grünen-Abgeordnete Voglhuber kritisiert, dass es keine offiziellen Daten dazu gibt, wo die Pestizide eingesetzt werden. Totschnig beruhigt: Jedes Pflanzenschutzmittel, das zugelassen wird, unterliege vorher einer strengen Prüfung. Schwechat: Neue Flughafenscanner Die neuen Flüssigkeitsscanner am Flughafen Wien starten mit Ferienbeginn. Damit fällt auch das 100-Milliliter-Limit für Flüssigkeiten weg. „Wer am ersten Ferientag seinen Urlaub antritt, kann sicher sein, dass man in Wien nicht mehr den Laptop, das iPad herausnehmen muss und dass man auch bis zu zwei Liter Flüssigkeit mitführen kann“, sagte Flughafenvorstand Julian Jäger in „Wien heute“. Wegen des IranKrieges rechnet Jäger 2026 mit einem Passagierrückgang auf 30 Mio. Passagiere (2025: 32,5 Mio.).
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