DAS WIEN AKTUELL 10 Radwegeoffensive geht auch 2026 weiter mit ca. 12,5 Kilometern neuer Radverkehrsinfrastruktur starten vom 20. April bis 3. Mai 2026 die diesjährige Aktion„Wien räumt auf“ Gestartet wird die diesjährige 48er-Aktion „Wien räumt auf“ am Montag, den 20. April. Geputzt und aufgeräumt wird dann zwei Wochen lang auf Gehwegen, Spielplätzen und in Grünflächen. Ob mit Nachbarn, Freunden oder Kollegen, im Verein, in der Schule oder im Kindergarten – wer mitputzen möchte, erhält nach Anmeldung Warnwesten, Handschuhe und Müllsäcke. Diese können dann befüllt – je nachdem, ob es sich um Restmüll oder Gelbe Säcke handelt – zu den Restmülltonnen oder bei den öffentlichen Standorten der Altstoffsammelstellen abgestellt werden. Die 48er sorgen wie gewohnt für deren Abtransport und „aufg´räumt ist“. „Wien ist nicht von ungefähr eine der saubersten Städte weltweit: Umfassende Maßnahmen wie die Mitmach-Aktion der 48er ‚Wien räumt auf!‘, leisten hier einen wichtigen Beitrag,“ so Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. „Danke an die Wienerinnen und Wiener, die jedes Jahr mithelfen, die Stadt noch sauberer zu machen!“ Nähere Informationen wie die Anmeldung der eigenen Putzaktion finden Interessierte unter: www.wien.gv.at/umwelt/ma48/ beratung/fruehjahrsputz.html Schluss mit lustig „Wir haben informiert, Service angeboten und – wenn nichts hilft – strafen wir Diejenigen, die sich nicht an die Sauberkeitsregeln in unserer Stadt halten,“ so 48er-Chef Josef Thon. Hat man „versehentlich“ den Tschickstummel auf die Straße „fallen lassen“ oder die Hinterlassenschaft seines Hundes „vergessen“ zu entsorgen, wird man ab 1. April 2026 mit 70,- Euro (anstatt bisher 50,- Euro) gemäß Wiener Reinhalteverordnung zur Kasse gebeten. Abgelagerter Sperrmüll führt jedenfalls zur Anzeige. Die WasteWatcher in Wien sind für Beratung und Bestrafung zuständig. Mit Inkrafttreten des Wiener Reinhaltegesetzes am 1. Februar 2008 wurde die rechtliche Grundlage für die WasteWatcher geschaffen. Das Gesetz sieht ein Verbot von Verunreinigen im öffentlichen Raum vor, es ermöglicht eine öffentliche Aufsicht durch die WasteWatcher. Sie sind befugt, Organstrafen zu verhängen und Anzeigen zu erstatten. Ab 1. April 2026 kostet ein Organmandat 70,- Euro, bei Anzeigen kann es bis zu 1.000,- Euro teuer werden. Die eingenommenen Strafgelder sind zweckgewidmet und werden für Sauberkeitsmaßnahmen in Wien verwendet. Einen Überblick über die Fortsetzung der Radwegeoffensive 2026 gab Mobilitätsstadträtin Ulli Sima in der Fragestunde des Gemeinderats: Am Programm stehen heuer 33 neue Projekte alleine im Hauptradwegenetz, der Fokus liegt 2026 auf Lückenschlüssen und der Fortsetzung großer Radachsen. Zudem werden neue Leuchtturmprojekte in Angriff genommen und innovative, kosteneffiziente Bauweisen eingesetzt, wie sie etwa im Vorjahr bereits am Neubaugürtel umgesetzt wurden. Für etliche Projekte aus dem heurigen Bauprogramm erfolgte in den letzten Wochen bereits der Spatenstich, wie in der Landstraßer Hauptstraße oder der Wiedner Hauptstraße. „Trotz Konsolidierungsbedarf investieren wir weiter in das Wiener Radwegenetz und bauen es spürbar aus. 2026 geht es etwa weiter mit dem 2. Teil der Äußeren Mariahilfer Straße, auch der Radweg auf der Wiedner Hauptstraße wird fortgeführt. Daneben stehen weitere Lückenschlüsse wie in der Oberen Donaustraße, verbesserte Infrastruktur etwa in der Lehmanngasse über den Liesinger Platz und komplexe Projekte wie die Brünner Straße in Floridsdorf am Programm. Wie immer sorgen wir auch für viel zusätzliche Begrünung, ganz nach unserem Motto „Raus aus dem Asphalt und so profitieren alle von den Projekten“, so Mobilitätsstadträtin Ulli Sima. Seit 2021 setzt die rot-pinke Koalition eine ambitioniertes Radwegeoffensive um, hat alleine im Hauptradwegenetz bislang über 100 km neue Radinfrastruktur und 50 km im Bezirksnetz errichtet. Heuer kommen noch mal 12,5 km dazu. Auszug aus den Highlights der Radwegoffensive 2026 In der Leopoldstadt wird aktuell auf der Oberen Donaustraße ein 410 Meter langer, neuer 2-Richtungsradweg gebaut und damit eine direktere Verbindung zwischen Rembrandtstraße und Scholzgasse geschlossen. Lästige Fahrbahnüberquerungen auf die Seite des Donaukanals und entsprechende Wartezeiten entfallen. Das angrenzend entstandene neue Wohngebiet wird nun direkt an das Hauptradverkehrsnetz angeschlossen. Zum Einsatz kommt hier eine innovative und kosteneffiziente Bauweise: Der Radweg wird nicht wie sonst üblich auf erhöhtem Niveau geführt und mit Randstein abgetrennt, sondern er bleibt auf Straßenniveau, die bestehenden Randsteine bleiben erhalten. Als Abgrenzung zu den Kfz-Fahrstreifen dienen ein Streifen für Pkw- und Radabstellplätze, Grünflächen und ein markierter Schutzstreifen. Das spart Kosten bei garantierter Sicherheit und höchster Radfahrqualität. Auch Fußgängerinnen und Fußgänger profitieren von neuen Grünflächen inklusive 15 neuer Bäume. Fotos (3) KI generiert/firefly
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