DAS WIEN AKTUELL 12 Die Militärschläge gegen den Iran haben einen TourismusSuper-GAU zur Folge. Angesichts der Entwicklungen im Nahen Osten haben zahlreiche Fluglinien, unter anderen auch die die Austrian Airlines (AUA) ihre Flugpläne erneut angepasst. Die Verbindungen von und nach Tel Aviv (Israel), Amman (Jordanien) und Erbil (Irak) sind bis einschließlich 8. März unterbrochen. Nach Dubai (Vereinigte Arabische Emirate/VAE) fielen die Flüge bis inklusive 4. März aus. Ebenso verlängert wurden den Angaben zufolge die Flugraumsperren nach Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Iran, Kuwait und Bahrain bis einschließlich 8. März. Flüge nach Teheran (Iran) blieben weiterhin bis Ende März ausgesetzt. Rückholungen im Fokus Nach Militärschlägen der USA und Israels gegen den Iran und iranischen Vergeltungsangriffen stellten viele Airlines – darunter die AUA-Mutter Lufthansa sowie die ungarische Wizz Air - ihre Verbindungen ab Samstag in die Region ein und zahlreiche Lufträume wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen. Der Luftverkehr in großen Teilen in Nahost kam weitgehend zum Erliegen. Tausende Reisende sitzen fest oder mussten umgeleitet werden. Nach Angaben der Plattform Flightradar24 wurden laut Deutscher Presseagentur an sieben großen Flughäfen mehr als 3.400 Flüge gestrichen – darunter in Dubai, Abu Dhabi und Doha. Die Luftfahrtbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate kündigte eine „vorübergehende und teilweise“ Sperrung des Luftraums an. In Dubai wurden alle Flüge am internationalen Flughafen DXB sowie am Al Maktoum Airport (DWC) bis auf weiteres ausgesetzt. Urlauber saßen fest Neben dem Flugverkehr geriet auch der Schiffsverkehr in der Golfregion ins Stocken. Das Kreuzfahrtschiff „MSC Euribia“ mit mehr als 6.000 Passagieren lag Berichten zufolge in Dubai fest, eine geplante Orient-Kreuzfahrt wurde abgesagt. Vom deutschen Anbieter TUI Cruises liegen die Kreuzfahrtschiffe „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ fest. „Die Sicherheit unserer Gäste und der Crew hat für uns jederzeit oberste Priorität“, hieß es auf der Website des Anbieters. Eine planmäßige Durchführung der Reisen sei derzeit nicht verantwortbar. Eine Entspannung der Situation ist nicht in Sicht. Für die gestrandeten Reisenden gibt es keinerlei Möglichkeit, die Region via Flugzeug oder Schiff zu verlassen. Es bleibt ausschließlich der Landweg. Und der ist, wenn überhaupt möglich, nicht gerade gemütlich. Eine ziemlich vertrackte Situation in der sich die Tausenden Urlauber befinden. Schuldzuweisung? Stellt sich die Frage, ob das vorhersehbar war und die Urlauber eine gewisse Mitschuld tragen. Teilweise sicher, denn einige Außenämter europäischer Länder haben eine Reisewarnung ausgesprochen und ihren Bürgern davon abgeraten, sich in diese Gegenden zu bewegen. Es gibt aber auch Leute, die unfreiwillig dort gelandet sind. Etwa Urlauber, die lediglich eine Zwischenlandung am internationalen Flugdrehkreuz Dubai geplant hatten. Die sitzen/saßen dort länger fest. Flughäfen und nationale Fluggesellschaften haben den Angaben nach bereits rund 20.200 Passagiere betreut, deren Flüge verschoben werden mussten. Es wurden vorübergehende Unterkünfte, Mahlzeiten und Erfrischungen bereitgestellt, zudem wurde die Umbuchung der Flüge nach den genehmigten Betriebsplänen erleichtert. Zu den Maßnahmen gehöre auch die Umleitung einiger Flüge zwischen den Flughäfen des Landes. Es wäre aber nicht Dubai und nicht der in PR-Angelegenheiten überaus begabte Kronprinz Mohammed bin Salman, wenn man nicht auch für diese Leute eine Lösung gefunden hätte. Die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate übernahmen die Kosten für Unterkünfte von gestrandeten Passagieren im Land. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur WAM teilte die Generalbehörde für Zivilluftfahrt mit, dass dies „alle Unterbringungs- und Verpflegungskosten für betroffene und gestrandete Passagiere“ betreffe. Dubai mit Smart-Offensive Das ist natürlich ein smarter Move, um das Land als Urlaubsziel der Europäer im Spiel zu halten. Obschon der Aufenthalt in den dortigen Hotels schon einmal gemütlicher war. Denn erst unlängst ist es bei einem mutmaßlich iranischen Drohnenangriff im bekannten Luxushotel Burj al Arab, in Dubai zu einem Brand gekommen. An der äußeren Fassade des Hotels ist es zu einem „kleinen Brand“ gekommen, teilte das Medienbüro von Dubai mit. Zivilschützer hätten umgehend reagiert und das Feuer unter Kontrolle gebracht, hieß es. Verletzte habe es nicht gegeben. Der Wolkenkratzer, der ungefähr so hoch ist wie der Pariser Eiffelturm, gilt mit seiner Silhouette in Form eines Segels als ein Wahrzeichen von Dubai. Es ist auch eines der teuersten Hotels in Dubai. Kosten für ein Zimmer pro Nacht beginnen ab umgerechnet rund 800 Euro. Eine Suite kann pro Nacht umgerechnet bis zu 20.000 Euro kosten. Das sollte allerdings jetzt gratis sein. Iran-Krieg legt Dubai-Tourismus und die gesamte Golfregion lahm Die Angriffe auf den Iran und dessen Gegenschläge (Konterraketen) stoppen brüsk lebendigen Tourismus-Boom in Nahost. Ostern perdü? screenshot flightradar24.com
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