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DAS WIEN AKTUELL 6 Mit dem Betriebsbesuch bei der RTA Rail Tec Arsenal Fahrzeugversuchsanlage in Floridsdorf wird ein starkes Zeichen für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Wien gesetzt: Der Standort des weltweit größten Klima-Wind-Kanals bleibt bis 2062 gesichert – darauf haben sich die Betreibergesellschaft RTA und die SCHIG mbH als Eigentümerin der Anlage verständigt. Damit wird nicht nur ein zukunftsweisendes PPP-Projekt gestärkt, sondern auch eine strategische Standortpolitik für Wien und Österreich verfolgt. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der RTA Rail Tec Arsenal haben mir ihre Forschungsarbeit gezeigt, die unter die Haut geht – und unter die Jacke. Ich bin beeindruckt, wie Wien als Wirtschafts- und Innovationsstandort hier Maßstäbe setzt. Gemeinsam mit österreichischen und internationalen Partnern entstehen Technologien, die weltweit für klimafreundliche Mobilität sorgen“, erklärt Barbara Novak, Stadträtin für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Digitales. Auch Georg Papai, Bezirksvorsteher von Floridsdorf, betont: „Der RTA-Standort ist ein Leuchtturmprojekt für unseren Bezirk. Die Sicherung bis 2062 zeigt, dass Floridsdorf ein zentraler Ort für den Internationalen Forschungs- und Technologiestandort in Wien ist.“ „Wir freuen uns, dass unsere Arbeit nicht nur in Wien, sondern weltweit Anerkennung findet – sogar die NASA testet bei uns. Unsere neue Möglichkeit naturnahen Schnee zu erzeugen, sowie Prüfstände für die Weiterentwicklung der neuen Triebwerkstechnologien, sind nur zwei Beispiele für unsere Innovationskraft”, erklärt Hermann Ferschitz, Geschäftsführer der RTA Rail Tec Arsenal. „Der Klima-Wind-Kanal ist Ergebnis der langen erfolgreichen Zusammenarbeit der Stadt Wien, des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur und der SCHIG mbH auf der öffentlichen Seite und der Industrie und Forschung auf der anderen Seite“, freut sich Stefan Weiss, Geschäftsführer der SCHIG mbH. Der Klima-Wind-Kanal ist nicht nur für Züge, LKW, Autos und Flugzeuge eine Testeinrichtung - auch Spitzensportler wie Skispringer sowie Olympia-Athlet Valentin Pontus – nutzen die Anlage zur Vorbereitung auf extreme Bedingungen. Die Vereisungstechnologie der RTA ist weltweit einzigartig: Bis zu zehn nationale und internationale Forschungsprojekte laufen gleichzeitig, darunter auch Kooperationen mit der NASA. Mit über 90 Prozent internationaler Kundschaft zieht die RTA große Unternehmen an. Der Standort punktet mit Schienenanbindung, stabiler Stromversorgung, Glasfaserinfrastruktur und der Nähe zum Hafen mit Rhein-Main-Donau-Verbindung. „Forschung, Wirtschaft und Politik greifen hier perfekt ineinander. Innovation made in Vienna – so sichern wir Arbeitsplätze und stärken den Technologiestandort nachhaltig“, betont Novak abschließend. Im Regierungsübereinkommen hat sich die Stadtregierung das Ziel gesetzt, im 2. Bezirk einen neuen Grätzlmistplatz zu errichten. Nun starten die Planungen für das Projekt, die Kosten dafür wurden im Wiener Umweltausschuss bereits beschlossen. Der neue Grätzlmistplatz wird auf einem Grundstück in der Innstraße errichtet und ein Einzugsgebiet von weit über 200.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, vor allem aus dem 2. und 20. Bezirk, haben. Konkret werden auf einer Fläche von 6.600 m² ein moderner Mistplatz, aber auch Mannschaftsunterkünfte für die Straßenreinigung und die Müllsammlung geplant. „Hier entsteht eine innovative Serviceeinrichtung, die gerade in Hinblick auf Kreislaufwirtschaft, Reparatur und Recycling alle Stückerl spielt: Neben der klassischen getrennten Müllentsorgung werden multifunktionale Flächen für Reparatur-Cafés oder Tauschbörsen gleich mitberücksichtigt“, betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. „Bei der Errichtung stehen Klimaschutz und nachhaltige Stadtgestaltung im Fokus: So werden zum Beispiel Dach- und Fassadenbegrünungen, eine nachhaltige Energieversorgung mit Photovoltaikanlagen, Recyclingbaustoffe und RegenwasserManagement gleich mitgeplant.“ Auch auf entsprechenden Schallschutz wird besonderer Wert gelegt. Die Kosten für die Planungen in der Höhe von rund 8 Mio. Euro umfassen die Projektsteuerung, Koordination und öffentliche Bauaufsicht, die komplette Planung inklusive der notwendigen Gutachten für Boden, Schall, Emission, Verkehr, Statik, Vermessung, Brand- und Naturschutz. Zu dem Projekt wird für die Anrainer Anfang 2026 eine erste Informationsveranstaltung stattfinden. Standort des Klima-Wind-Kanals gesichert Mit österreichischen und internationalen Partnern entstehen in der RTA Technologien, die weltweit für eine klimafreundliche Mobilität sorgen. Stadt startet Planungen für„Grätzlmistplatz“ Stadträtin Nowak mit „Innovation made in Vienna“ © Stadt Wien/David Bohmann

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