Das Wien - E-Book

DAS WIEN GARTENTIPP 29 romantische Ruinenwelt. Dower House – gehört zu den schönsten Gärten mit einem weißen Garten, vielen eindrucksvollen und sehr alten Bäumen und besonders prachtvollen Blumenwiesen, die genau bei unserem Besuch ihren Blütenhöhepunkt haben. Die Besitzerin lädt mich zu Tee im Garten – nach einem gewaltigen Regenschauer. Auch das ist Irland: Herrlicher Sonnenschein, wo zuvor noch der Regen niederprasselte … 5 Gartentipps von der „grünen Insel“! • Je bunter die Vielfalt, die gepflanzt wird, desto robuster wird die Bepflanzung. Auch dann, wenn es immer wieder Regen gibt! • Unbedingt die Natur mit einbeziehen – wann immer es möglich ist! • Bäume als Kulisse pflanzen, alte Gehölze, auch wenn sie schon „in die Jahre gekommen sind“ und morbid aussehen, erhalten! • Ungewöhnliche Pflanzungen wählen – auch oft gegen die in Lehrbüchern festgeschriebenen Kombinationen! • Nicht nur an die Blüten denken, auch die Grüntöne lassen einzigartige Gestaltungen mit Gräsern und Laubgehölzen zu! Gartengeschichte Das andere England Irland wird oft als „die grüne Insel“ bezeichnet – und das völlig zu Recht. Während England mit seinen berühmten Cottage-Gärten und akkurat geschnittenen Hecken in den Lehrbüchern steht, pulsiert in Irland eine ganz eigene Gartenseele. Hier konnte ich die wilde, ursprüngliche Schönheit finden: Im Frühling sind es die Farbtupfer von Rhododendren, Azaleen, im Sommer von Rosen und Fuchsien, umrahmt von satten Wiesen, die selbst nach langen Regenschauern in leuchtendem Grün erstrahlen. Irlands Gärten spiegeln die Kultur wider: Offenheit für neue Ideen, Wertschätzung des Alten und ein unerschütterlicher Respekt vor der Natur. Alte Gehölze werden hier nicht entfernt, sondern als lebendige Zeitzeugen einbezogen. Wer durch irische Privatgärten schlendert, entdeckt oft ungewöhnliche Pflanzkombinationen, die gegen klassische Lehrbuchmeinungen stehen – und gerade dadurch einen eigenen Charme entwickeln. Im Vergleich zum „anderen England“ lebt die irische Gartenkunst von der Vielfalt und der Lust am Experiment. Ob duftende Kräuter, filigrane Gräser oder üppige Laubgehölze: Das Zusammenspiel der Grüntöne schafft eine Kulisse, die so nur auf der Insel zu finden ist. Wer einmal Irlands blühende Gärten erlebt hat, versteht, warum ich sie als Paradies in der Ferne bezeichne – und warum Gartenliebhaber hier Inspiration, Erholung und Staunen zugleich finden. Gartenfragen Kann ich jetzt noch Ribisel schneiden? Normalerweise sollte man den Rückschnitt gleich nach der Ernte durchführen, aber auch jetzt können noch die ganz alten Äste bodeneben herausgeschnitten werden. Im Frühjahr dann düngen und den Boden mit Kompost versorgen. Auch direkt in den Stock den Kompost verteilen, so verjüngt sich der Strauch. *** Wie überwintere ich meine Dipladenie? Entweder im warmen Zimmer (dann auf Blattläuse achten, die kommen meist rasch) oder dieWurzelknollen im Keller, wie Dahlien. Erde muss fast ausgetrocknet sein, sonst gibt’s Fäulnis. *** Soll ich den Kompost jetzt noch verteilen? Nur dort, wo jetzt Blumenzwiebeln gepflanzt wurden, sollte man den Kompost verteilen, denn im Frühjahr deckt man sonst die Neutriebe zu. Generell wird der Humus immer im Frühjahr verteilt – vor allem im Gemüsegarten oder im Hochbeet. Kilgar House: Rosen ü berall ... Ruinen-Anblick im Garten Cork Lodge nach erlaubtem Eindringen Danesmoate – Garten von U2-Bassist Adam Clayton TV-Hinweis „Das Paradies in der Ferne“ – Das blühende Dublin Online abrufbar auf ORF.on

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