Das Wien - E-Book

DAS WIEN KULTUR 23 der Bronzezeit Zyperns aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. bis hin zu Funden aus dem frühen Mittelalter. Rund 2500 Objekte sind in der Dauerausstellung zu sehen. Insbesondere drei Hauptbereiche machen diese Sammlung zu einer der besten ihrer Art: die einzigartigen und spektakulären antiken Kameen, darunter die berühmte Gemma Augustea, die Schatzfunde aus der Zeit der Völkerwanderung und des frühen Mittelalters, wie der Goldschatz von Nagyszentmiklós, sowie die Vasensammlung mit Meisterwerken wie dem Brygos-Becher. Zu den weiteren Höhepunkten der Sammlung zählen die überlebensgroße Votivstatue eines Mannes aus Zypern, der Amazonensarkophag, die Bronzetafel mit dem berühmten Senatus consultum de Bacchanalibus, das Theseus-Mosaik aus Salzburg und nicht zuletzt der Jüngling vom Magdalensberg, um nur einige zu nennen. GEMÄLDEGALERIE Die Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums entwickelte sich aus der Kunstsammlung des Hauses Habsburg. Heute ist sie eine der weltweit größten und bedeutendsten ihrer Art. Die Grundlagen der Sammlung wurden im 17. Jahrhundert gelegt. Ihre Schwerpunkte liegen auf der venezianischen Malerei des 16. Jahrhunderts (Tizian, Veronese, Tintoretto), der flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts (Rubens, Van Dyck), der frühen niederländischen Malerei (van Eyck, van der Weyden) sowie der deutschen Renaissance-Malerei (Dürer, Cranach). Zu den weiteren Highlights der Gemäldegalerie gehören die weltweit einzigartigen Bestände an Gemälden von Pieter Bruegel dem Älteren, außerdem Meisterwerke von Vermeer, Rembrandt, Raffael, Caravaggio, Velázquez und italienischen Barockmalern. KUNSTKAMMER Die Kunstkammer Wien ist die weltweit bedeutendste Sammlung ihrer Art. Zwanzig Galerien laden dazu ein, eine Welt voller Schönheit und Witz, Kuriositäten und Wunder zu erleben. Die Kunst- und Wunderkammern der Renaissance und des Barock waren enzyklopädische, universelle Sammlungen, die das gesamte Wissen jener Zeit widerspiegeln sollten. Besonders begehrt waren seltene, kuriose und ungewöhnliche Objekte. Vom späten Mittelalter bis zum Barok sammelten die Habsburger Kaiser und Erzherzöge exotische und ungewöhnliche Materialien, denen sie häufig Zauberkräfte zuschrieben, darunter Edelsteine, Straußeneier, Korallen und Haifischzähne, die als Drachenzungen galten. Aus diesen in der Natur vorkommenden Materialien schufen Künstler meisterhafte Kunstwerke. Mehr als 2000 außergewöhnliche Kunstwerke werden in der Kunstkammer gezeigt. Zu den Highlights gehören eindrucksvolle Goldschmiedearbeiten wie die berühmte Saliera von Benvenuto Cellini, außergewöhnliche Skulpturen wie die „Krumauer Madonna“, prächtige Bronzestatuetten, filigrane und skurrile Elfenbeinarbeiten und Gefäße aus Edelsteinen sowie wertvolle Uhren, kunstvolle Automaten, kuriose wissenschaftliche Instrumente, prächtige Spielbretter und vieles, vieles mehr. MÜNZSAMMLUNG Die Münzsammlung gehört zu den fünf größten und bedeutendsten Münzsammlungen der Welt. Mit rund 700.000 Objekten aus drei Jahrtausenden enthält sie nicht nur Münzen, sondern auch Papiergeld, Medaillen und Orden. Rund 2.000 Objekte werden in drei Sälen permanent ausgestellt, was nur einen kleinen Teil der Bestände repräsentiert. Der erste Raum bietet einen Überblick über die Geschichte und Entwicklung der Medaille von ihren Anfängen in Italien um 1400 bis ins 20. Jahrhundert. Österreichische und Europäische Orden und Ehrenmedaillen werden hier ebenso gezeigt. Die zweite Hälfte fokussiert auf die Geschichte der Münze und des Papiergeldes, von vormonetären Zahlungsformen und Naturwährungen bis zur Erfindung der Münze im 7. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung an der lydischen Küste und bis ins 20. Jahrhundert. Im dritten Saal werden Sonderausstellungen gezeigt. Fotos © KHM-Museumsverband

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