Das Wien - E-Book

WIEN DAS Österreichische Post AG - RM GZ 17A0411152K - unabhängig Ausgabe 15 Juli/2026 23 Bezirke Der Wiener Prater feiert sein 260-jähriges Jubiläum S. 24 H. C. Strache Wird weiter von der Justiz verfolgt. S. 10 Sommer 2026 In den Unternehmen der Wien Holding. S. 12 Twin City Liner Verbindung Wien–Bratislava feiert 20-Jahr-Jubiläum. S. 22 © DAS WIEN © Martin Hesz © Schloss Laxenburg BetriebsgesmbH © Central Danube ORF im Umbau Gelingt Kehrtwende zu weniger politischem Einfluss? S. 8

DAS 2 WIEN AKTUELL Sommer in Wien Am 21. Juni war offizieller Sommerbeginn. Heiß war es allerdings vorher schon. Die städtischen Bäder sind voll und auch sonst hat die Bundeshauptstadt allerlei zu bieten. Ein besonderes Jubiläum feiert heuer der Prater. Er ist 260 Jahre alt. Der Wurstelprater ist heute eines der bekanntesten Wahrzeichen von Wien. Seine Geschichte reicht weit zurück. So war es vor rund 260 Jahren, im Jahr 1766, als Kaiser Joseph II. eine Entscheidung traf, die die Stadt verändern sollte. Damals war der Prater ein streng abgeschirmtes Jagdgebiet des Hofes. Doch Josef II. öffnete das Gelände für die Bevölkerung. Mit einem kaiserlichen Erlass erlaubte er den Wienern, hier zu spazieren, zu reiten oder sich einfach zu erholen. Es entstanden erste Gastbetriebe. Dann siedelten sich auch Wirte, Kaffeesieder und Lebzelter an. Schaukeln, Ringelspiele und Kegelbahnen folgten. Heute gibt es im sogenannten Wurstelprater mehr als 250 Attraktionen, die Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene anlocken. Erfreulicherweise haben sich einige wenige historische Fahrgeschäfte neben den immer wilder werdenden Adrenalin-Kick-Bahnen erhalten können. So zum Beispiel die Alt Wiener Grottenbahn. Sie ist eine der ältesten und bekanntesten Attraktionen im Prater. Für Nostalgiefans führt an einem Besuch seit Jahrzehnten kein Weg vorbei. Schon seit 75 Jahren bringt die Grottenbahn Kinderaugen zum Leuchten. Seit 2. Mai haben auch die Bäder der Stadt Wien offen. Es gibt städtische Freibäder, 9 Kombibäder und 11 Familienbäder mit 900.000 Quadratmeter Fläche und 73 Schwimmbecken inklusive sämtlicher Nebeneinrichtungen. 500 Bedienstete der Wiener Bäder sorgen für einen ordentlichen Betrieb. Der große Zustrom auf die Bäder ist ein weiterer Beweis für ihre große Beliebtheit, aber auch ihre soziale Bedeutung. Gerade in Zeiten der heiße Sommer sind sie wichtige Hitzeschutz-Partner und Orte, an denen alle Menschen kostengünstig Abkühlung und Erholung finden. Im Juni starteten zwei neue weitere Angebote. Im Gänsehäufel gibt es ein elektronisches Check-in für Inhaber von Dauer- oder Onlinekarten für einen noch schnelleren Zutritt in Betrieb. Auch im Juni testeten die Wiener Bäder erstmals verlängerte Öffnungszeiten im Freibad: Seit 20. Juni bis 2. August ist im Strandbad Alte Donau bei Schönwetter erst um 20.30 Uhr Badeschluss. Der Kassenschluss wird ebenfalls um eine Stunde verlängert. Diesem Testbetrieb folgt eine Evaluierung der MA 44, die als Grundlage für weitere Überlegungen zur Ausdehnung der Öffnungszeiten dienen wird. Wer nicht gerade im Bad liegt und im kühlenden Wasser planscht, sondern sich über die flirrende Hitze der Pflastersteine in der Innenstadt bewegen muss, dar findet auch dort Orte zur Abkühlung. Die berühmten Straßencafés bleiben zwar gut besucht, doch immer mehr Gäste suchen neben kulturellen Erlebnissen auch Orte der Erholung. Genau hier zeigt sich eine oft unterschätzte Stärke Wiens. Seine Museumslandschaft. Die Wiener Museen entwickeln sich in den Sommermonaten zunehmend zu einem idealen Rückzugsort für Touristen ebenso wie für die heimische Bevölkerung. Sie verbinden Kultur, Architektur und Geschichte mit einem Faktor, der in Zeiten häufiger Hitzewellen enorm an Bedeutung gewinnt, angenehm gekühlte Räume. Wer an einem heißen Julitag durch Wien spaziert, erkennt schnell, wie wertvoll diese klimatisierten Oasen geworden sind. Während sich viele europäische Metropolen mit überfüllten Innenstädten und mangelnden Rückzugsmöglichkeiten schwertun, bietet Wien ein dichtes Netz an Museen, Ausstellungshäusern und kulturellen Institutionen, die nicht nur internationale Spitzenkunst präsentieren, sondern gleichzeitig komfortable Aufenthaltsorte darstellen. Für den Tourismus ist das ein erheblicher Standortvorteil. In einer Zeit, in der Städte weltweit nach Antworten auf steigende Temperaturen suchen, zeigt Wien, dass Kultur ein Teil dieser Antwort sein kann. Die Museumslandschaft der Hauptstadt ist nicht nur touristisches Aushängeschild, sondern auch ein Beispiel dafür, wie urbane Lebensqualität und wirtschaftlicher Nutzen erfolgreich zusammenfinden können. Gerade im Sommer beweist Wien damit einmal mehr seine Fähigkeit, Tradition, Moderne und Lebenskomfort auf einzigartige Weise miteinander zu verbinden. Geschätzte Leser! Liebe Leserinnen! EDITORIAL von Heinz Knapp IMPRESSUM: Herausgeber/Chefredaktion/Verleger/Inhaber: Heinz Knapp, h.knapp@das-wien.at UID: ATU 63468713, redaktion@das-wien.at Lektorat: Alfred Eichhorn Grafik: Daniel Knapp, daniel.knapp@das-wien.at; Druck: Mafra Print, 15000 Praha; Vertrieb: Österreichische Post AG, Haidingergasse 1, 1030 Wien; Straßen- und Geschäftsverteilung - Wiener Stadtgebiet Verlagsadresse/Rechnungswesen/Grafik/Produktion: Die Agentur - Unabhängige Wochenzeitung, Heinz Knapp, Chorturmblick 1, 9061 Klagenfurt, www.das-wien.at Offenlegung gem. § 25 MedienG: Online unter www.das-wien.at Bei bezahlten Anzeigen, PR-Artikeln und namentlich gekennzeichneten Berichten liegt die inhaltliche Verantwortung beim Auftraggeber. Alle Berichte beziehen sich auf Stand 25.06.2026, 10:00 Uhr Gewinnen mit “ Das Wien” 1 von 5 Gutscheinen im Wert von jeweils 1.000 Euro von Wie heißt eine der beliebtesten Urlaubsinseln der Welt? a) Malediven b) Maledoofen Senden Sie eine Mail mit dem Betreff des Gewinnspiels und Ihrer Antwort an marketing@das-wien.at Teilnahmebedingungen für sämtliche Gewinnspiele: Die Teilnehmer erklären sich ausdrücklich damit einverstanden, dass ihre Daten an den jeweiligen Gewinnspielpartner weitergegeben werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Gewinne sind nicht in bar ablösbar. Einsendeschluss: Freitag, 10. Juli 2026. Betreff: Reisen Gewinnen Sie 1 von 4 Gutscheinen im Wert von jeweils 250 Euro von Wo ist der Hauptsitz von Hugo Boss? a) Metzingen (D) b) Graz (Ö) Betreff: Hugo Boss

DAS WIEN AKTUELL 3 Nur wenige Monate nach der Wiener Staatsoper wurde Anfang Juni ein weiteres bedeutendes Theaterhaus der Stadt zum Sonnenkraftwerk: Wien Energie nahm eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Musicaltheaters Ronacher der Vereinigten Bühnen Wien (VBW), einem Unternehmen der Wien Holding, in Betrieb. Insgesamt 122 Module mit 55 kWp versorgen das renommierte Musicalhaus seitdem mit wertvollem Ökostrom. Die gewonnene Energie wird direkt vor Ort für die Haustechnik und Gangbeleuchtung genutzt und sorgt so künftig für noch nachhaltigere Musicalerlebnisse. Die Vereinigten Bühnen Wien und Wien Energie sind Solarpartnerinnen und unterstützen die Sonnenstrom-Offensive der Stadt Wien mit dem Ziel, bis 2030 800 MWp Sonnenstrom zu erreichen. Die von Wien Energie geplante und errichtete Anlage am Dach des Ronacher ist nur aus der Vogelperspektive sichtbar. Mit Blick auf das Stadtbild und den Denkmalschutz des im 19. Jahrhundert errichteten Theaterhauses, wurde zudem der Wechselrichter direkt in eine Vertiefung des Flachdachs platziert, sodass dieser von umliegenden Gebäuden aus nicht sichtbar ist. „Bei bestehenden und vor allem denkmalgeschützten Häusern sind besondere Anforderungen in der Anlagenplanung und -errichtung zu beachten. So auch bei der neuen PV-Anlage des Ronacher, mit der wir moderne, klimafreundliche Technologie in ein weiteres historisches Wiener Gebäude integrieren konnten“, erklärt Alma Kahler, Geschäftsführerin von Wien Energie. Die Photovoltaikanlage am Dach des Ronacher reiht sich an eine Vielzahl von Anlagen ein, die in Kooperation zwischen Wien Energie und Wien Holding entstanden sind. Darunter finden sich Photovoltaikanlagen am Großmarkt Wien, im Hafen Freudenau oder auch am Dach der Therme Wien. Lokale Energiequellen für weltberühmtes Musicaltheater Die Photovoltaikanlage ist für das Musicaltheater Ronacher nicht der erste Schritt hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung: Bereits seit 2024 ist das kulturträchtige Theaterhaus an das Fernkältenetz von Wien Energie angeschlossen. Seitdem wird das Ronacher mit einer umgerechneten Kühlleistung von rund 120 herkömmlichen Klimageräten modern und umweltschonend klimatisiert. Durch den Anschluss an die Fernkälte sinkt der Energiebedarf des Hauses für die Klimatisierung um rund die Hälfte. „Die VBW arbeiten konsequent daran, ihre Produktionen nachhaltiger zu gestalten, sei es durch modulare Bühnenbilder, recycelte oder wiederverwendete Stoffe und Materialien oder den Anschluss an die Fernkälte der Wien Energie. Die neue Photovoltaikanlage ermöglicht ab sofort ein noch nachhaltigeres Musicalerlebnis“, so Karin Ramser, Geschäftsführerin der Wien Holding. Als zweites Musicalhaus der Vereinigten Bühnen Wien (VBW), hat das Ronacher nach dem Raimund Theater zudem das Österreichische Umweltzeichen durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft erhalten. Der Zertifizierungsprozess des dritten Hauses der VBW, das Theater an der Wien, hat bereits begonnen. Franz Patay, Geschäftsführer der Vereinigten Bühnen Wien: „Die Anbindung an die Fernkälte und die Photovoltaikanlage sind weitere Schritte, die Umweltziele der Stadt Wien zu unterstützen und Nachhaltigkeit, Ökologie und den bewussten Umgang mit Ressourcen mit unserem Anspruch zu vereinen, Musiktheater auf höchstem Niveau auf die Bühne zu bringen. Die Auszeichnung mit dem Österreichischen Umweltzeichen bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Mehr Unabhängigkeit durch Solarkraft Damit Wien langfristig unabhängig in der Stromversorgung wird, treibt die Stadt gemeinsam mit Wien Energie den Ökostrom-Ausbau voran. In Wien liegt der Fokus auf den Dächern der Stadt durch den Ausbau der Solarkraft. Ökostrom-Ausbau von Wien Energie Wien Energie treibt den Ausbau von erneuerbaren Anlagen massiv voran und konnte ihr ÖkostromPortfolio im Jahr 2025 dabei so stark erweitern wie noch nie zuvor. Rund 70 neue Photovoltaikanlagen errichtete das Unternehmen allein im letzten Jahr und betreibt somit mittlerweile über 550 PV-Anlagen. Besonders im dicht bebauten Stadtgebiet bieten PV-Anlagen auf Dächern eine effiziente Möglichkeit direkt in der Stadt nachhaltig und unabhängig, Strom zu erzeugen. Neben dem Spatenstich für ein neues Wasserkraftwerk und dem weiteren Ausbau der Windkraft schloss Wien Energie 2025 auch den Erwerb aller Anteile des heimischen Ökostrom-Pioniers ImWind ab. Gemeinsam verfügen Wien Energie und ImWind jetzt über 900 Megawatt Leistung Ökostrom und können damit umgerechnet den Strombedarf von mehr als 950.000 Wiener Durchschnittshaushalten decken. Auch bei den Windparks geht der Ausbau unaufhörlich weiter. Bereits im Sommer 2026 werden gleich zwei große neue Windparks in Loidesthal II und Ebreichsdorf in Betrieb genommen. Bis 2040 ist ein Ausbau der gesamten Erneuerbaren-Leistung von Wien Energie auf 2.800 Megawatt geplant. Neue Photovoltaikanlage am Dach des VBW-Musicaltheaters Ronacher Bühne frei für Sonnenenergie: Denkmalschutzgerechte PV-Anlage versorgt Musicaltheater Ronacher künftig mit sauberem Sonnenstrom. Franz Patay (VBW), Alma Kahler (Wien Energie), Stadträtin Ulli Sima, Karin Ramser (Wien Holding), Sascha Zabransky (Wien Energie) © David Bohmann

DAS 4 WIEN AKTUELL 2) Gültig vom Katalogpreis. 2+3) Gültig bis 07.07.2026. Nicht mit anderen Aktionen (z. B. Gutscheinen oder Rabattaktionen) kumulierbar. Alle Preise sind Abholpreise. Nicht gültig auf bereits getätigte Aufträge, Abverkaufsprodukte und Österreichs bester Preis Produkte. 3) Gegenüber den Einzelpreisen lt. DAN Preisliste. Aktion gültig beim Kauf einer kompletten DAN-Küche. -55% auf viele Einbauküchen der Marken Dieter Knoll2), Novel2), Celina2), Venda2) und Dan3) bis XXXL Küchenaktionen Gültig beim Kauf vieler Einbauküchen der Marken Dieter Knoll, Novel, Ce Nicht mit anderen Aktionen (z. B. Gutscheinen und Rabattaktionen) kum Abholpreise. Gültig bis 07.07.2026. Nicht gültig auf bereits getätigte Auft te und Österreichs bester Preis Produkte. Keine Bar-auszahlung möglich Ausgenommen alle Werbe-, Aktions- und XXXLutz Tippartikel aus den aktuellen und in den letzten 30 Tagen gültigen Prospekten auf xxxlutz.at/prospekte und Online Only Produkte 25% Ausgenommen alle Werbe-, Aktions und XXXLutz Tippartikel aus den aktuelle und in den letzten 30 Tag gültigen Prospekten au xxxlutz.at/prospekte und Online Only Produkte 1) Gültig bis 07.07.2026. Nicht mit anderen Aktionen (z. B. Gutscheinen oder Rabattaktionen) kumulierbar. Nicht einzulösen auf Online Only, Preishit und Marktplatz Österreichs bester Preis Produkte sowie bei Kauf von Gutscheinen, Serviceleistungen, Küchenblöcke, Kinderautositze, Bücher und Produkte der Marken Team 7, Bretz Sedda, Schösswender Katalogbestellungen, Aeris, Laminat- Vinyl- und Parkettböden, Villeroy & Boch, WMF, Tefal, Fissler, Seltmann Weiden, Stokke, Cybex Platini Wohnen, System Unit, Neuhaus PURE, Stressless, Tierra Outdoor, Sunelements, Austroflex, Hugo Boss, Milino und TFK. Impressum: Herausgeber u. Verleger: XXXLu ZUM SOFORTABZUG. FÜR BESTEHENDE UND NEUE PREIS 25% beim Kauf vieler Einbau Eröffnu ZUM SOFORTABZUG. FÜR BESTEHENDE UND NEUE PREISEPASSINHABER. ab Do., 02. Juli 20 auf fast Ihren gesamten Einkauf 1)

DAS WIEN AKTUELL 5 XXXL Gutschein Gültig bis 06.07. 2026 Großes XXXLutz Frühstück XXXL Gutschein Gültig bis 06.07. 2026 XXXL Gutschein Gültig bis 06.07. 2026 XXXLutz Schnitzel XXXLutz Grillteller XXXL Restaurantgutscheine elina, Venda und DAN. mulierbar. Alle Preise sind träge, Abverkaufsprodukh. Gratis beim Kauf vieler Einbauküchen ab € 3.500,- Im Wert von bis zu €1.800,- LIEFERUNG & MONTAGE Gültig bis 07.07.2026. Aktion gültig beim Kauf vieler Einbauküchen ab € 3.500,-. Nicht gültig auf bereits getätigte Aufträge. Nicht mit anderen Aktionen (z. B. Gutscheinen oder Rabattaktionen) kumulierbar. Ohne Strom- und Wasseranschluss. Für bestehende und neue Preisepassinhaber. 30% Ausgenommen alle Werbe-, Aktions- und XXXLutz Tippartikel aus den aktuellen und in den letzten 30 Tagen gültigen Prospekten auf xxxlutz.at/prospekte und Online Only Produkte Gültig bis 07.07.2026. Nicht mit anderen Aktionen (z. B. Gutscheinen oder Rabattaktionen) kumulierbar. Nicht einzulösen auf Online Only, Preishit und Marktplatz Produkte im Online Shop. Alle Preise sind Abholpreise. Nicht gültig auf bereits getätigte Aufträge und Österreichs bester Preis Produkte. Auch im Online Shop einlösbar mit Code: EXTRA30 zusätzlich auf viele lagernde Orientteppiche, auch auf bereits reduzierte Ware 8,90** 5,- 9,90** 6,- 15,90** 8,- Symbolfotos. Restaurant-Gutscheine gültig bis 06.07.2026 für jeweils 2 Personen. Einzulösen in einer der XXXLutz-Filialen mit Restaurant und im XXXLutz Restaurant Mariahilfer Straße 121b/Christian Broda Platz. Gutschein bei der Bestellung abgeben! Allergeninformationen erhalten Sie bei unseren Servicemitarbeitern. Frühstück bis 11:00 Uhr. **Stattpreis bezieht sich auf unseren bisherigen Verkaufspreis. Alle Preise sind Abholpreise in Euro. 4) Solange der Vorrat reicht. ns- - len agen uf z Produkte im Online Shop. Nicht gültig auf bereits getätigte Aufträge, Abverkaufsprodukte, z, Erpo, Brühl, Walden, Biohort, Stern, Anrei, Gaggenau, System Unit, Kleinelektro, Sudbrock, ium, Scoot&Ride, ABC Design, Doona, FlyBaby, Nuna, Joie Signature, Moon Edition, Schöner utz KG, Römerstraße 39, 4600 Wels SEPASSINHABER. %uküchen Ausgenommen alle Werbe-, Aktions- und XXXLutz Tippartikel aus den aktuellen und in den letzten 30 Tagen gültigen Prospekten auf xxxlutz.at/prospekte und Online Only Produkte ung Der XXXLutz eröffnet in Nußdorf-Debant bei Lienz eine Flasche Ketchup GRATIS dazu!4) 026 auf Wunsch vegetarisch erhältlich! vom Huhn + 2,- ANZEIGE

DAS 6 WIEN AKTUELL Der Hafen Wien ist weit mehr als ein Umschlagplatz: Er ist die Lebensader unserer Stadt, Innovationsmotor für die Wirtschaft und ein zentraler Baustein für die resiliente und klimafitte Stadt von morgen. Mit einer Fläche von rund drei Millionen Quadratmetern – größer als Monaco – ist der Hafen ein bedeutender Wirtschaftsmotor für die gesamte Region. Rund 200 Unternehmen mit etwa 5.000 Beschäftigten sind am Standort angesiedelt und machen den Hafen zu einer zentralen Drehscheibe für Österreich und Osteuropa. Der Hafen Wien entwickelt sich zu einer neuen Generation von Infrastruktur: wirtschaftlich stark, international vernetzt und konsequent auf Klimaziele ausgerichtet. Als größtes Logistikzentrum Ostösterreichs sichert er die Versorgung der Stadt, schafft Arbeitsplätze und positioniert Wien zunehmend als internationalen Innovationsstandort. Vom Umschlagplatz zur First-Mover-Zone Mit „thinkport VIENNA“ beherbergt der Hafen Wien seit 2025 den ersten und bislang einzigen Innovationshub eines Binnenhafens im Globalen Port Innovators Network. In Zusammenarbeit mit internationalen Hafenstandorten wie Hamburg, Valencia, Halifax und San Diego entwickelt Wien innovative Lösungen für die Güterlogistik der Zukunft. „Thinkport VIENNA“ bringt Unternehmen, Forschungseinrichtungen und die öffentliche Hand zusammen und macht Wien international als Vorreiter für nachhaltige Logistiksysteme sichtbar. „Der Hafen Wien ist First-Mover in der Hafeninnovation und zugleich eine systemrelevante Infrastruktur für unsere Stadt und den gesamten Wirtschaftsraum. Als zentrale Drehscheibe verbindet er Wien mit den europäischen und globalen Warenströmen, sichert die tägliche Versorgung und ermöglicht wirtschaftliche Wertschöpfung in großem Maßstab. Mit rund 5.000 Arbeitsplätzen, rund 200 angesiedelten Unternehmen und seiner Bedeutung für Industrie, Handel und Logistik ist er ein wesentlicher Standortfaktor für Wachstum, Beschäftigung und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Der Hafen Wien ist damit nicht nur Teil der Wirtschaftslandschaft, sondern eine ihrer tragenden Säulen“, so Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak. Vorreiter für klimafitte Logistik Der Hafen Wien zeigt bereits heute, wie klimafreundliche Logistik im Echtbetrieb funktioniert. • Einsatz von HVO100 bei allen Terminalfahrzeugen seit 2024 • 809 Tonnen CO₂-Einsparung im Jahr 2025 • 100 % Ökostromversorgung am Standort • 25 % Eigenstromanteil, Ausbau auf 34 % bis 2026 durch neue PV-Anlage • Ausbau der Photovoltaik (6. Anlage) inkl. Speicherlösung • Einsatz von E-Kränen, E-Staplern, E-Fahrzeugen und E-Bikes Intelligente Stadtentwicklung durch Kreislaufwirtschaft Der Hafen Wien beweist, dass Wachstum auch ohne zusätzlichen Flächenverbrauch möglich ist. Durch Landgewinnung im Hafen Freudenau entstehen 113.600 Quadratmeter neue Betriebsflächen, was etwa 16 Fußballfeldern entspricht. Das dafür verwendete Material von rund 1 Mio. Kubikmeter stammt vollständig von Wiener Großbaustellen. Es ist ein gelungenes Beispiel für gelebte Kreislaufwirtschaft. Rekordjahr 2025: Leistung trifft Zukunft Der Hafen Wien und WienCont blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück: • Umsatz Hafen Wien-Gruppe: 55,4 Mio. Euro • Ergebnissteigerung auf 10,9 Mio. Euro • Umsatz WienCont: 21 Mio. Euro • Containerumschlag: 483.000 TEU • Rekordwert von über 2,8 Mio. TEU-Lagertagen im Containerdepot • Gesamtumschlag Wasser und Land: 1.291.336 Tonnen (+9,81%) • Gesamtumschlag Hafen Wien und WienCont: 4.101.138 Tonnen (+7,3 %) • Umschlagsmenge im Ölhafen Lobau: 1.019.798 Tonnen (+15,12 %) • 1.006 Schiffe wurden im Ölhafen Lobau be- und entladen Mehr als Logistik: Der Hafen Wien setzt neue Maßstäbe für die Zukunft Als First-Mover für Innovation und Vorreiter bei nachhaltiger Logistik stärkt der Hafen Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, seine Rolle. © Barbara Nidetzky

DAS WIEN AKTUELL 7 Auch die drei Geschäftsfelder entwickelten sich erfolgreich: • Immobilien & HQ7: Höhere Umsätze, stabile Auslastung und erfolgreiche Filmproduktionen stärken den Standort. • Hafen-Logistik: Hohe Auslastung und steigende Umschlagsmengen bestätigen die Rolle als zentrale Logistik- und Versorgungsdrehscheibe. • WienCont: Rekordwerte im Containergeschäft sowie eine positive Entwicklung der Depot- und Reparaturservices unterstreichen die Leistungsfähigkeit des Terminals. Verantwortung als Teil der Unternehmensstrategie Mit der Erstellung seines ersten Gemeinwohl-Berichts und der Auszeichnung als gemeinwohl-bilanziertes Unternehmen setzt der Hafen Wien ein starkes Zeichen für nachhaltiges Wirtschaften. Die Bilanz bestätigt die solide wirtschaftliche Basis, faire Lieferketten, verantwortungsvolle Geschäftsbeziehungen und eine klare Ausrichtung auf ökologische und gesellschaftliche Verantwortung. „Der Hafen Wien konnte 2025 trotz herausfordernder Rahmenbedingungen seine wirtschaftliche Stärke weiter ausbauen. Besonders erfreulich entwickelten sich unsere Geschäftsbereiche Immobilien, Hafenlogistik und WienCont. Die hohe Auslastung unserer Lager- und Büroflächen, Rekordwerte am Containerterminal sowie die positive Entwicklung im Bereich Massen- und Schwergut zeigen, dass der Hafen Wien seine Rolle als leistungsfähige Logistikdrehscheibe erfolgreich ausbaut. Gleichzeitig investieren wir konsequent in Nachhaltigkeit und Zukunftsthemen – von innovativen Logistiklösungen über klimafreundliche Technologien bis hin zur Erstellung unserer ersten Gemeinwohlbilanz. Damit schaffen wir die Grundlage für eine wirtschaftlich erfolgreiche und verantwortungsvolle Weiterentwicklung des Standorts“, erläutert Doris Pulker-Rohrhofer, technische Geschäftsführerin des Hafens Wien. Agenda 2026: Vom Vorreiter zum Maßstab Der Hafen Wien will seine Vorreiterrolle weiter ausbauen. Im Fokus stehen: • Ausbau von thinkport VIENNA als internationale Innovationsdrehscheibe • Ausbau emissionsarmer Logistik und E-Lkw-Infrastruktur • Erweiterung der Energieversorgung durch Photovoltaik und Eigenstromproduktion • Stärkung des Hafens als zentrale Plattform für urbane Versorgung, Resilienz und nachhaltige Stadtentwicklung „Der Hafen Wien zeigt damit eindrucksvoll, wie wirtschaftlicher Erfolg, Innovation und Klimaschutz Hand in Hand gehen können – und wie die Infrastruktur von morgen schon heute entsteht“, so Novak abschließend. v.l.n.r. Fritz Lehr & Doris Pulker-Rohrhofer (Hafen Wien-Geschäftsführung), VzBgmin Barbara Novak & Oliver Stribl (Wien Holding-Geschäftsführer) © David Bohmann ANZEIGE

DAS 8 WIEN AKTUELL Beim ORF herrscht derzeit ein Zustand, der bei vielen Mitarbeitern und Gebührenzahlern gleichermaßen auf Unmut stößt. Nachdem ein neuer Generaldirektor mit Clemens Pig gewählt wurde, geben viele Player ihren Senf dazu. Mit der Wahl von Clemens Pig beginnt im ORF eine neue Ära. Pig schreibt die Direktorenposten neu aus und verändert gleichzeitig deren Zuständigkeiten. Damit geht es nicht nur um neue Namen, sondern um eine grundlegende Neuordnung der Macht- und Verantwortungsstrukturen innerhalb des Unternehmens. Für zahlreiche Führungskräfte bedeutet dies eine Phase der Unsicherheit, weil nicht nur die Besetzung der Positionen offen ist, sondern auch deren künftiger Aufgabenbereich. ORF-Struktur in Unruhe Gleichzeitig fuhrwerkt die Interimschefin Ingrid Turnher wild herum und streicht einfach mal so die beliebten Quizsendungen, wie etwa die Millionenshow. Parallel dazu melden sich mehrere Regierungsmitglieder mit Reformvorstellungen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu Wort. Statt eines geordneten Übergangs entsteht der Eindruck eines Senders im permanenten Umbau. Die Ära des gefeuerten Ex-Generaldirektors Roland Weißmann endet damit nicht bloß durch einen Personalwechsel, sondern durch einen umfassenden Umbau der Führungsstruktur. Befürworter sprechen von einer Modernisierung des Hauses, Kritiker sehen hingegen eine weitreichende Neuverteilung von Kompetenzen, deren Auswirkungen auf die journalistische und organisatorische Unabhängigkeit erst sichtbar werden müssen. Während der ORF über verpflichtende Beiträge der Bevölkerung finanziert wird und einen gesetzlichen Bildungs-, Informations- und Kulturauftrag erfüllen soll, wächst die Kritik, dass zunehmend Formate gefördert werden, die sich kaum noch von privaten Fernsehsendern unterscheiden. Politik mischt weiter mit Als wäre dieser interne Umbau nicht bereits umfangreich genug, kündigt die Politik weitere Veränderungen an. Medienminister und SPÖ-Chef Andreas Babler hat für den Herbst Reformen des ORF angekündigt. Diskutiert werden strukturelle Änderungen, Fragen der Finanzierung und die zukünftige Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Damit greift die Politik erneut in eine Debatte ein, die eigentlich zunächst innerhalb des Unternehmens geklärt werden müsste. Auch Bundeskanzler Christian Stocker hat eigene Vorstellungen über die Zukunft des ORF formuliert. Wenn sowohl der Medienminister als auch der Regierungschef öffentlich Reformideen präsentieren, entsteht zwangsläufig die Frage, wie unabhängig ein öffentlich-rechtlicher Sender tatsächlich agieren kann. Krempelt Pig ORF um? Für die Zuschauer und Beitragszahler ergibt sich daraus ein chaotischer Gesamteindruck. Während eine neue Führung erst aufgebaut wird, werden bereits Programme verändert, Kompetenzen neu verteilt und politische Reformen angekündigt. Der ORF befindet sich damit gleichzeitig in einem personellen, organisatorischen, programmlichen und politischen Umbau. Gerade ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk sollte jedoch für Stabilität, Verlässlichkeit und Unabhängigkeit stehen. Derzeit entsteht hingegen der Eindruck eines Unternehmens, das von mehreren Seiten gleichzeitig umgestaltet werden soll. Die kommenden Monate werden zeigen, ob der umfassende Umbau unter Clemens Pig tatsächlich zu einer klareren Struktur und mehr Eigenständigkeit führt, oder ob der ORF wie gewohnt zum Schauplatz von Machtfragen, politischen Interessen und strategischen Richtungskämpfen wird. Unabhängigkeit realistisch? Der ORF braucht einen klaren Verantwortlichen. Wer die Verantwortung trägt, muss aber auch die Möglichkeit haben, eigene Entscheidungen zu treffen. Werden Programmänderungen, Strukturreformen und politische Erwartungen bereits vorgegeben, droht der neue Generaldirektor zum Vollstrecker fremder Vorstellungen zu werden, statt den Sender eigenständig zu gestalten. Gerade für einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist das problematisch. Unabhängigkeit bedeutet nicht nur Distanz zur Parteipolitik, sondern auch die Freiheit der Unternehmensführung, ihren Kurs selbst festzulegen. Andernfalls entsteht der Eindruck, dass der ORF zwar einen neuen Chef bekommt, die Richtung des Hauses jedoch bereits von anderen bestimmt wird. H. K. Wie schafft man im ORF Kehrtwende zu weniger politischem Einfluss? Der umfassende Umbau des ORF unter Generaldirektor Pig in spe gelingt nur, wenn es ihm gelingt, sich weitestgehend von der Politik abzunabeln.

DAS WIEN AKTUELL 9 Bezahlte Anzeige MUSEEN erforschen – Kultur hautnah erleben. Die vier Museen der Wien Holding – das Mozarthaus Vienna, das Kunst Haus Wien, das Jüdische Museum Wien und das Haus der Musik – machen Kunst und Kultur auf eine ganz besondere Weise erlebbar. Tickets erhältlich bei www.wien-ticket.at oder direkt bei den Museen. www.wienholding.at neug er wecken. mehr 200x272_wh_anz_museum_0226_rz.indd 1 25.02.26 10:33

DAS 10 WIEN AKTUELL Strache weiter von der Justiz verfolgt wegen Causa Lebensversicherung Die FPÖ Wien hatte für ihren Parteiobmann eine Pensionsvereinbarung abgeschlossen. „Usus, so Strache, um Politiker-Risiko zu minimieren.“ Der Prozess um die umstrittene Lebensversicherung des früheren FPÖ-Chefs HeinzChristian Strache ist am Montag am Wiener Landesgericht fortgesetzt worden. Im Mittelpunkt steht weiterhin der Vorwurf der Untreue. Die Staatsanwaltschaft wirft Strache und einem mitangeklagten ehemaligen Finanzreferenten der Wiener FPÖ vor, Parteivermögen zugunsten des damaligen Parteichefs verwendet zu haben. Strache weist die Vorwürfe zurück und spricht von einer üblichen Absicherung für Spitzenpolitiker. Der Verhandlungstag wurde allerdings nicht nur von den Aussagen der Zeugen geprägt. Stundenlang erschwerten Bauarbeiten im Gerichtsgebäude die Verhandlung. Als erste Zeugen wurden die FPÖNationalratsabgeordneten Harald Stefan und Dagmar Belakowitsch einvernommen. Beide gehören seit vielen Jahren den Führungsgremien der Wiener FPÖ an. Stefan erklärte, er habe erst Jahre nach Abschluss der Versicherung von deren Existenz erfahren. Den ursprünglichen Beschluss habe er damals nicht wahrgenommen. Auch Belakowitsch gab an, erst deutlich später von der Versicherung erfahren zu haben. Nach ihren Angaben wurde das Thema erst nach 2019 beziehungsweise im Jahr 2020 für sie bekannt. Erfolgsprämie für Strache Anders schilderte dies der ehemalige Funktionär Alexander Pawkowicz. Er erklärte, bereits Mitte der 2010er-Jahre von der Versicherung erfahren zu haben. Innerhalb der Wiener FPÖ habe es Diskussionen gegeben, wie die politischen Erfolge Straches gewürdigt werden könnten. Strache habe die Partei von niedrigen Wahlergebnissen auf deutlich höhere Werte geführt. Deshalb sei innerhalb der Partei über eine Art Anerkennung oder Prämie gesprochen worden. Die Partei sei damals von einem besonders engen und persönlichen Verhältnis unter den Funktionären geprägt gewesen. Versicherungsfall Ibiza-Affäre? Nach dem Bekanntwerden der Ibiza-Affäre und dem Rücktritt Straches im Jahr 2019 habe sich innerhalb der Partei eine Diskussion entwickelt, ob die Versicherung zur Auszahlung gelangen könne. Harald Stefan erklärte, er habe die Versicherung als Absicherung für Strache verstanden, da dieser seine gesamte berufliche Existenz in die Politik investiert habe. Gleichzeitig betonte er, sich nicht daran erinnern zu können, dass ein Rücktritt aufgrund der politischen Ereignisse ausdrücklich von den Versicherungsbedingungen erfasst gewesen wäre. Auf die Frage, ob die Ibiza-Affäre einen Versicherungsfall dargestellt habe, erklärte Stefan, er persönlich würde dies eher verneinen. Die endgültige Beurteilung liege jedoch nicht bei ihm. Zugleich bestätigte er, dass die FPÖ Anwaltskosten für ihren ehemaligen Parteichef übernommen habe. Dies sei im Interesse der Partei geschehen, da man gewollt habe, dass der frühere Obmann weiterhin unbescholten bleibe. Bezugberechtigter Strache Strache selbst sieht die Angelegenheit anders. Er spricht von einer Pensionsvereinbarung beziehungsweise einer Absicherung für Spitzenpolitiker. Solche Vereinbarungen seien seiner Ansicht nach üblich, da Politiker besonderen Risiken ausgesetzt seien. Der Versicherungsfall sei schließlich durch seinen Rücktritt im Zusammenhang mit der IbizaAffäre eingetreten. Die Lebensversicherung wurde bereits im Jahr 2007 von der Wiener FPÖ für Strache abgeschlossen. Die Laufzeit betrug zehn Jahre. Insgesamt wurden rund 940.000 Euro eingezahlt. Im Todesfall sollten Straches Mutter und seine Kinder die Versicherungssumme erhalten. Für den Fall des Vertragsablaufs war ursprünglich die Partei als Bezugsberechtigte vorgesehen. FPÖ verzichtet auf Anspruch Laut Anklage wurde dies jedoch im Jahr 2014 geändert. Strache soll gemeinsam mit dem damaligen Finanzreferenten vereinbart haben, dass die Partei auf ihre Ansprüche verzichtet und Strache selbst als Bezugsberechtigter eingesetzt wird. Da Strache die Vereinbarung sowohl als Parteichef als auch als Begünstigter unterschrieben haben soll, spricht die Staatsanwaltschaft von einem problematischen In-sichGeschäft. Der Vorwurf lautet, Parteivermögen sei dadurch einseitig zugunsten des damaligen Obmanns verwendet worden. 830.000 Euro bei Wiener FPÖ Die Versicherung rückte innerhalb der Partei erst Jahre später wieder in den Mittelpunkt. Das Versicherungsunternehmen kündigte den Vertrag schließlich, weil man keine Politiker und politischen Parteien mehr versichern wollte. Im November 2022 erhielt die Wiener FPÖ mehr als 830.000 Euro zurück. Mit der Gründung des Team HC Strache verschärfte sich der Konflikt zwischen dem ehemaligen Parteichef und der FPÖ. Im Dezember 2019 wurde Strache schließlich aus der Partei ausgeschlossen. Der Prozess wird dieser Tage fortgesetzt. Ein Urteil liegt bislang nicht vor. H. K. Der ehemalige Vizekanzler H. C. Strache weist die Vorwürfe zurück © DAS WIEN

DAS WIEN AKTUELL 11 AUSGEZEICHNET BEREITS ZUM 9. MAL: 200x272_Sujet_Maerzen_DLG2026_Produktqualität.pdf 1 28.04.2026 08:39:42 ANZEIGE

DAS 12 WIEN AKTUELL Ob entspannte Stunden in der Therme Wien, kulinarische Erlebnisse hoch über den Dächern der Stadt oder auf der Donau, Familienausflüge mit dem Twin City Liner, Opern-Highlights beim Film Festival auf dem Wiener Rathausplatz, besondere Naturerlebnisse im Schlosspark Laxenburg oder Sport und Kultur am Otto Wagner Areal – die Unternehmen der Wien Holding sorgen auch im Sommer 2026 für ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm. Donauturm: Sommerliche Genussmomente Der Donauturm zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen Wiens und bietet mit seinem Turm Restaurant auf 170 Metern Höhe einen einzigartigen 360°-Panoramablick über die Stadt. Im Sommer stehen dort frische, leichte und mediterran inspirierte Gerichte im Mittelpunkt. Die saisonale Speisekarte setzt auf hochwertige Zutaten wie Wassermelone, Paradeiser, Sommergemüse, Gurken, frische Kräuter, Pfirsiche, Beeren und Meeresfrüchte. Zu den sommerlichen Highlights zählen unter anderem Büffelmozzarella mit gegrillter Wassermelone und Wiener Paradeisern, Lachsforelle „Mosaik“ mit Gurke, Nori und Kaviar oder Sommertrüffelrisotto mit confiertem Dotter und jungem Spinat. Bereits im Frühling erweiterte der Donauturm sein Angebot um ein weiteres Highlight: Mit dem „Donauturm Garten“ entstand auf den Grünflächen hinter dem Turm auf rund 400 Quadratmetern ein neuer Aufenthaltsbereich im Grünen. Herzstück des Konzepts ist ein Pop-up mit italienischen Spezialitäten und frisch zubereiteten Pizzen. Und passend zu den warmen Monaten setzt der Donauturm Wien auf eine Kooperation mit der bekannten Eismanufaktur Eis-Greissler. Eine Auswahl der beliebtesten Sorten wird in einer eigenen „Eis-Hütte“ im Eingangsbereich angeboten und erweitert das kulinarische Angebot vor Ort. Mehr Infos: www.donauturm.at Therme Wien: Sommerliche Auszeit mitten in der Stadt Die Therme Wien lädt auch heuer zu erholsamen Sommertagen unter freiem Himmel ein. Von Juni bis August profitieren Gäste vom attraktiven Sommertarif sowie von Sommer-Online-Tickets mit garantiertem und bevorzugtem Eintritt. Neu ist die SommerLounge zwischen Thermalbecken 2 und Solebecken. Bequeme Lounge-Möbel sowie Cocktails und Sommerdrinks aus dem Cocktail-Van sorgen für entspanntes Urlaubsfeeling mitten in Wien. Jeden Donnerstag im Juli und August verwandeln die „Summer Vibes by Therme Wien“ die neue Sommer-Lounge ab 16:00 Uhr in eine sommerliche After-Work-Location. Live-DJs sorgen bei Schönwetter für entspannte BeachclubAtmosphäre, ergänzt durch eine Cocktail-Happy-Hour von 18:00 bis 20:00 Uhr. Neu ist außerdem das vergünstigte „Summer-VibesTicket“, das den Eintritt ab 16:00 Uhr um nur 25 Euro ermöglicht. Ein besonderes Highlight erwartet Wellness- und Yoga-Fans am 10. Juli 2026 beim ersten Yoga Day Retreat in Kooperation mit Doktor Yoga. Das Programm umfasst unter anderem eine Yoga-Einheit im Garten der Inspiration, Meditation im Stein der Ruhe sowie einen speziellen Sauna-Aufguss. Mehr Infos: www.thermewien.at DDSG Blue Danube: Sommerliche Themenfahrten auf der Donau Die DDSG Blue Danube bietet auch im Sommer 2026 zahlreiche Möglichkeiten, Wien vom Wasser aus zu erleben. Beim „Brunch auf Donauwellen“ am 12. Juli und 16. August an Bord der MS Admiral Tegetthoff erwartet die Gäste ein reichhaltiges Buffet mit Frühstücks- und Mittagsklassikern sowie Livemusik. Mediterranes Flair verspricht die „Italienische Nacht“ am 3. Juli und 6. August mit italienischen Spezialitäten und passender musikalischer Begleitung. Ein weiterer Höhepunkt ist die Sunset BBQ Cruise, die jeden Mittwoch im Sommer stattfindet. An Bord der MS Kaiserin Elisabeth genießen die Gäste ein frisch zubereitetes BBQ-Buffet, einen Begrüßungscocktail, Livemusik und Sommerprogramm 2026 in den Unternehmen der Wien Holding Von Wellness und Kulinarik über Musik und Kultur bis hin zu Bewegung und Erholung im Grünen ist somit für jeden Geschmack etwas dabei. © Kurt Patzak © Therme Wien © DDSG Blue Danube/Martin Gutschman

DAS WIEN AKTUELL 13 stimmungsvolle Ausblicke auf die Wiener Skyline bei Sonnenuntergang. Karibisches Urlaubsfeeling bringt die „Karibische Nacht | Latino & Salsa Partynight“ am 9. Juli und 14. August an Bord der MS Admiral Tegetthoff. Salsa-, Merengue- und Bachata-Rhythmen, Tanzshows, Animation sowie ein karibisch inspiriertes Buffet sorgen für ausgelassene Stimmung auf der Donau. Musikalisch wird es auch bei der „Musikalischen Reise durch Wien“ am 9., 16. und 30. Juli sowie am 13. und 27. August. Wiener Lieder, Walzer- und Straussklänge sowie ein Wiener Buffet schaffen einen stimmungsvollen Abend mit besonderem Wien-Bezug. Infos und Tickets: www.ddsg-blue-danube.at Familienwoche an Bord des Twin City Liners Auch der Twin City Liner, der Schnellkatamaran zwischen Wien und Bratislava, setzt im Sommer 2026 auf attraktive Angebote für Familien und preisbewusste Gäste. Besonders beliebt ist die Familienwoche von 13. bis 19. Juli. In diesem Zeitraum reisen bis zu zwei Kinder oder Jugendliche bis 17 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos mit. So wird der Ausflug in die slowakische Hauptstadt zum besonderen Sommererlebnis für die ganze Familie. Zusätzlich profitieren Seniorinnen und Senioren ab 60 Jahren, Studierende, Präsenzdiener und Zivildiener jeden Dienstag von 50 Prozent Ermäßigung auf den Ticketpreis. Auch das Lehrlings-Special sowie Ermäßigungen für Menschen mit Behinderung gelten während der gesamten Saison. Tickets für den Twin City Liner können telefonisch unter +43 (0)1 904 88 80 bzw. online unter www.twincityliner.com gebucht werden. Vereinigte Bühnen Wien: Opern-Highlights im Freiem Auch im Sommer 2026 präsentieren die Vereinigten Bühnen Wien ausgewählte Produktionen beim Film Festival auf dem Wiener Rathausplatz. Am 3. August steht „Der Prozess“ aus der Kammeroper auf dem Programm. Die Oper nach Franz Kafkas berühmtem Roman entstand in Zusammenarbeit mit der Neuen Oper Wien und wurde hundert Jahre nach Kafkas Tod neu interpretiert. Am 24. August folgt mit „Die Fledermaus“ ein weiterer Höhepunkt. Die Inszenierung von Stefan Herheim entstand für das Strauss-Jubiläumsjahr am historischen Uraufführungsort im Theater an der Wien und verbindet die berühmte Operette mit einer modernen Sichtweise. Die Familienoper „Wo die wilden Kerle wohnen“ aus dem MusikTheater an der Wien (in der Halle E des MQ aufgeführt) steht am 28. August als Teil des Kinder Opern Festivals auf dem Programm. Weitere Informationen zu den Film Festival-Terminen gibt es auf www.filmfestival-rathausplatz.at Otto Wagner Areal: Bewegung, Kino und Musik im Grünen Das Otto Wagner Areal auf der Baumgartner Höhe entwickelt sich auch im Sommer 2026 zu einem beliebten Treffpunkt für Bewegung, Kultur und Erholung. Gemeinsam mit dem ASKÖ WAT Wien wird ein kostenloses Bewegungsprogramm für alle Altersgruppen angeboten. Bis 31. August findet jeden Montag Yoga im Rahmen von „Bewegt im Park“ statt. Im Juli ergänzt „Rückenfit – Ganzkörpertraining“ das Angebot. Auch das beliebte Sommerkino am OWA macht wieder Station am Otto Wagner Areal. Gezeigt werden „Girls & Gods“ (2. August), „Oslo Stories: Träume“ (8. August), „Come on, Come on“ (9. August), „Hit the Road“ (15. August), „Die guten und die besseren Tage“ (16. August), „Sie glauben an Engel, Herr Drowak“ (22. August) sowie „15 Liebesbeweise“ (23. August). Der Eintritt ist frei. Zum Sommerausklang gastiert von 17. bis 23. August das Kammermusikfestival im historischen Jugendstiltheater. Hochkarätige Ensembles, Solistinnen und Solisten präsentieren dort klassische Musik auf höchstem Niveau in einem einzigartigen architektonischen Ambiente. Mehr Infos: www.owa-wien.at Schlosspark Laxenburg: Romantik und Gartenkunst Auch der Schlosspark Laxenburg lädt im Sommer 2026 zu besonderen Erlebnissen ein. Bei den beliebten Mondscheinführungen am 31. Juli, 28. August und 25. September begeben sich die Besucherinnen und Besucher auf eine stimmungsvolle Fahrt durch die nächtliche Parklandschaft zur Franzensburg und entdecken die romantische Gartenkunst des 18. und 19. Jahrhunderts aus einer ganz besonderen Perspektive. Im Mittelpunkt stehen die Franzensburg, das geheimnisvolle „Haus der Laune“ sowie die faszinierende Bedeutung des Mondes in der Gartenkunst der Romantik. Historische Hintergründe, märchenhafte Architektur und die besondere Atmosphäre des nächtlichen Schlossparks verschmelzen dabei zu einem außergewöhnlichen Erlebnis zwischen Geschichte, Natur und Fantasie. Die Führungen knüpfen an eine lange Tradition der sogenannten „Mondscheinpartien“ an, die bereits im 19. Jahrhundert zu den beliebten Freizeitvergnügen in Laxenburg zählten. Den Höhepunkt bildet der Aufstieg auf den Hohen Turm der Franzensburg und der Weg entlang des Wehrganges, von dem aus sich ein eindrucksvoller Blick über den Park im silbernen Licht des Mondes eröffnet. Mehr Infos: www.schloss-laxenburg.at © robertkovacs.net © Schloss Laxenburg BetriebsgesmbH

DAS 14 WIEN AKTUELL Karl L. 80 Jahre | Zeitzeuge Spenden Sie auf care.at „ Das hat mir sehr geholfen. Heute kann ich anderen helfen.“ 104.1025003_80_Jahre_Anzeige_Karl_200x128abf_v01_RZ_DasWien.indd 1 05.11.25 16:23 Aufwand wegen MwSt.-Senkung Viel Aufwand für Lebensmittelbetriebe wegen der Mehrwertsteuer-Senkung: Um Haushalte zu entlasten, gilt ab Juli für bestimmte Lebensmittel eine niedrigere Mehrwertsteuer – etwa für Brot, Milch oder Eier – 4,9 Prozent statt 10 %. Auch kleine Betriebe müssen dann die Preisschilder ändern. „Die Umstellung sei bürokratisch aufwendig und kompliziert“, so die Bäckerei Felzl. Die niedrigere Mehrwertsteuer gelte etwa für die Handsemmel, für das Kürbiskernweckerl aber nicht – da sei der Fettgehalt zu hoch. Erste Autobahn-Bushaltestellen Auf der Südautobahn bei Gleisdorf in der Steiermark entsteht derzeit ein österreichweites Pilotprojekt. Seit Anfang Juni wird an den ersten Autobahn-Bushaltestellen des Landes gebaut. Sie sollen künftig Bus und Bahn besser miteinander verbinden. Der Standort wurde bewusst gewählt: Die Haltestellen liegen in Gehdistanz zum Bahnhof Gleisdorf und sollen Bus, Bahn und Park-andRide-Angebote besser verknüpfen. Geplante Fertiggestellung Ende 2026 bis Anfang 2027. Mehr Insolvenzen in der Gastro Im 1. Halbjahr gab es in Österreich laut KSV1870 rund 3.400 Firmeninsolvenzen. Das ist ein leichter Rückgang um 2,6 Prozent. Sogar in den „Problembereichen“ Handel und Bau gingen die Insolvenzen etwas zurück. Anders ist es im Tourismus, hier gab es einen Anstieg um rund 8 Prozent. Während es in der Hotellerie noch gut läuft, steigen die Insolvenzen in der Gastronomie stark an. Seit Jänner meldeten 390 Gastro-Betriebe Insolvenz an, ein Plus von 10 %. 168 Mio. Euro zu viel Miete 2025 Trotz Mietpreisbremse zahlen Mieter laut Arbeiterkammer häufig unrechtmäßig zu hohe Mieten. „Es tun sich am Wohnungsmarkt zum Teil schreckliche Dinge. Unfair ist hier noch ein Hilfsausdruck“, so Thomas Ritt, Leiter der zuständigen AK-Abteilung. Dabei seien Befristungen der „Kern dieses Mietwuchers“, sie machten Mieter „unsicher und erpressbar“. Allein 2025 beliefen sich die Überbezahlungen laut AK österreichweit auf rund 168 Mio. Euro. Die AK will Geld- und, ab 50 Prozent Überhöhung, Haftstrafen. Neues Leitungs-Kraftwerk in Wien Die Stadt Wien setzt bei der Stromerzeugung auch auf Trinkwasser-Kraftwerke entlang der Hochquellenleitungen. Im Bezirk Döbling ist nun ein viertes solches Kraftwerk in Betrieb gegangen, wie wien.ORF.at berichtet. Das Trinkwasser-Kraftwerk nutzt Höhenunterschiede der Hochquellenleitungen zur Stromerzeugung. Die Anlage besteht aus 4 Pumpen, die als Turbinen genutzt werden, und erzeugt, laut Stadt Wien, Strom für etwa 200 Haushalte. Dieser werde in das Stromnetz eingespeist. Weitere Trinkwasser-Kraftwerke sind bereits in Planung. Pellets-Preise deutlich höher Die Preise für Pellets sind in den vergangenen Monaten deutlich angestiegen. Eine Tonne Pellets kostet derzeit durchschnittlich 390 Euro – das sind fast 30 Prozent mehr als noch vor einem Jahr, berichtet Ö3. Branchenvertreter raten dazu, jetzt zu bestellen, weil die Preise weiter steigen könnten. Trotz der höheren Preise ist Heizen mit Pellets noch am günstigsten, gefolgt von Heizöl. Laut WKÖ sanken die Preise für Heizöl in den vergangenen Wochen.

DAS WIEN AKTUELL 15 Marmelade darf wieder so heißen Was in Österreich seit jeher Marmelade heißt, musste jahrelang als „Konfitüre“ verkauft werden – so schrieb es eine EU-Regelung vor. Durch die jetzt in Kraft tretende novellierte EU-Frühstücksrichtlinie ist das nun vorbei: Marmelade darf ganz offiziell wieder auch so heißen. Im Supermarktregal fand man sie seit Anfang der 2000erJahre meist nur als Konfitüre oder Fruchtaufstrich. Direktvermarkter durften den Begriff Marmelade weiterverwenden, große Betriebe nicht. Wien ändert Kulturförderungen Die Stadt Wien ändert die Richtlinien für Kulturförderungen deutlich: Künftig gibt es großteils nur mehr einjährige Förderungen. Mehrjährige Gesamtförderungen sind nur mehr in Ausnahmefällen erlaubt. Nun wurden die neuen Förderrichtlinien vom Wiener Gemeinderat abgesegnet. Im Bereich der darstellenden Kunst wurde nun fixiert, dass sowohl die vierjährigen Konzeptförderungen als auch die zweijährigen Gesamtförderungen bestehen bleiben. Einigung: Neue EU-Fluggastrechte Die EU hat sich auf neue Fluggastrechte geeinigt. So dürfen etwa Familien im Flugzeug kostenlos Sitzplätze nebeneinander reservieren, Ticketpreise müssen übersichtlicher dargestellt werden. Wer künftig online nach Flugtickets sucht, soll standardmäßig den Preis mit Handgepäck angezeigt bekommen. Das soll Verbrauchern den Preisvergleich erleichtern. Die geplante Einigung muss noch vom Rat der Mitgliedstaaten und dem Plenum des Europaparlaments bestätigt werden. Hofer-Rabatte gelten nicht überall Bei der Arbeiterkammer Salzburg sind zahlreiche Beschwerden über Rabatte der Supermarktkette Hofer eingegangen. Einige der günstigen Preise werden zwar im Werbeprospekt groß beworben. Die österreichweiten Aktionen gelten dann aber nicht in den rund 30 Salzburger Filialen, berichtet salzburg.ORF.at. Mondsee, Schladming und Eggelsberg tauchen ebenfalls immer wieder auf der Liste der AK auf. Die Ausnahmen seien in den Prospekten nicht zu erkennen, kritisiert die AK und spricht von einer rechtlichen Grauzone, die erst überprüft werden müsse. Bisher habe man von Hofer keine klaren Antworten bekommen. Frühe Kreditrückzahlung teurer Künftig dürfte es teurer werden, einen fixverzinsten Wohnkredit früher zurückzuzahlen. Die neue Regelung soll mit dem Budgetbegleitgesetz beschlossen werden und für neue Kredite ab kommendem Jahr gelten, berichtet Ö3. Während die Banken die Erhöhung der entsprechenden Strafgebühr für entgangene Zinsen von derzeit einem auf drei Prozent für gerechtfertigt halten, bezeichnet die grüne Finanzsprecherin Tomaselli die Pläne als „skandalös“. Studie: Wien-Pendler sparen Miete Wer in Wien arbeitet, aber bereit ist zu pendeln, kann viel Miete sparen. Das zeigt eine Auswertung der Immobilienplattform ImmoScout24. Demnach sind Wohnungen entlang der Bahnstrecken rund um Wien teils um mehrere hundert Euro günstiger als in Wien. Die im Juni durchgeführte Analyse basiert auf 16.943 Inseraten aus dem Jahr 2026 auf ImmoScout24.at. Basis sind Bruttomieten, das heißt die Nettomiete plus Betriebskosten, exklusive Heiz- und Stromkosten. Als Berechnungsmethode für das statistische Mittel wurde der Median gewählt. Euro in Urlaubsländern mehr wert Um einen Euro kann man in einigen Urlaubsländern mehr kaufen als in Österreich. Das gilt heuer vor allem für Portugal und Spanien, wie die jährliche Auswertung der Bank Austria zum „Urlaubseuro“ zeigt. Auch in den beliebten Urlaubszielen Türkei, Slowenien, Griechenland, Kroatien und Italien bekommen Österreicherinnen und Österreicher mehr für ihr Geld. Teurer als daheim wird es im Urlaubsland USA und vor allem in der Schweiz. ID Austria mit neuen Funktionen Die Bürgerservice-App ID Austria hat neue Funktionen erhalten: Ab Ende Juli soll es einen KI-basierten Chatbot „IDA“ geben, dem man Fragen stellen kann. Außerdem ist es nun möglich, die ID Austria mit einer Vollmacht vertretungsweise für andere Personen zu nutzen. Das soll „Erleichterungen bei den digitalen Verwaltungswegen für Familien, Angehörige, aber auch für Unternehmen bringen“, so Staatssekretär Pröll (ÖVP). Neu ist auch, dass die digitale Ausweisplattform eAusweise künftig direkt vom Startbildschirm der App erreichbar ist. Verkauf von Pestiziden gestiegen In der heimischen Landwirtschaft werden wieder mehr gesundheitsschädliche Pestizide, wie etwa Glyphosat, verkauft. Das zeigt eine parlamentarische Anfrage der Grünen bei Landwirtschaftsminister Totschnig (ÖVP). Allein bei Glyphosat sind demnach die Verkaufszahlen in den vergangenen zwei Jahren um mehr als die Hälfte gestiegen. Grünen-Abgeordnete Voglhuber kritisiert, dass es keine offiziellen Daten dazu gibt, wo die Pestizide eingesetzt werden. Totschnig beruhigt: Jedes Pflanzenschutzmittel, das zugelassen wird, unterliege vorher einer strengen Prüfung. Schwechat: Neue Flughafenscanner Die neuen Flüssigkeitsscanner am Flughafen Wien starten mit Ferienbeginn. Damit fällt auch das 100-Milliliter-Limit für Flüssigkeiten weg. „Wer am ersten Ferientag seinen Urlaub antritt, kann sicher sein, dass man in Wien nicht mehr den Laptop, das iPad herausnehmen muss und dass man auch bis zu zwei Liter Flüssigkeit mitführen kann“, sagte Flughafenvorstand Julian Jäger in „Wien heute“. Wegen des IranKrieges rechnet Jäger 2026 mit einem Passagierrückgang auf 30 Mio. Passagiere (2025: 32,5 Mio.).

DAS 16 WIEN AKTUELL Österreich hat in den vergangenen Tagen eine sicherheitspolitische Debatte erlebt, die viele Bürger zunehmend fassungslos zurückgelassen hat. Während die Bundesregierung weiterhin Millionenbeträge für Integration, Betreuung und zusätzliche Maßnahmen im Asylbereich bereitstellt, geraten gleichzeitig die Gefängnisse des Landes an ihre Belastungsgrenzen. Deswegen hat man seitens der SPÖ-Justizministerin (Anna Sporrer) ernsthaft überlegt, verurteilte Straftäter vorzeitig zu entlassen, weil die Haftanstalten überfüllt sind. Dises „Idee“ ist nun wegen des massiven Widerstandes von ÖVP, Neos und FPÖ abgesagt worden. Die Kugel ist allerdings aus dem Lauf und offenbart ein grundlegendes Problem. Der Staat ist nicht mehr in der Lage, die Folgen seiner eigenen Entscheidungen zu bewältigen. Anstatt die Ursachen der Überlastung zu bekämpfen, werden nun Maßnahmen diskutiert, die das Vertrauen in den Rechtsstaat weiter erschüttern könnten. Die Gesellschaft erwartet, dass jemand, der wegen einer Straftat verurteilt wurde, diese verhängte Strafe auch tatsächlich absitzt. Wird dieses Prinzip aufgeweicht, verliert die Strafe ihre abschreckende Wirkung und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung leidet. Kompromisse bei Sicherheit Besonders kritisch dabei ist der Zusammenhang zwischen Migration, Integrationsproblemen und der Belastung des Justizsystems. Seit Jahren steigen die Herausforderungen für Behörden, Gerichte und Sicherheitsorgane. Gleichzeitig wird der Eindruck vermittelt, dass die Politik vor allem auf zusätzliche Programme, Förderungen und Integrationsmaßnahmen setzt, während die Probleme im Alltag vieler Menschen zunehmen. Die Diskussion über die überfüllten Gefängnisse macht diese Entwicklung besonders deutlich. Wenn Haftplätze fehlen und deshalb über eine frühere Entlassung von Straftätern nachgedacht wird, stellt sich die Frage nach den politischen Verantwortlichkeiten. Für viele Bürger ist schwer nachvollziehbar, warum einerseits immer neue Belastungen für den Staat entstehen und andererseits ausgerechnet bei der öffentlichen Sicherheit Kompromisse eingegangen werden sollen. Abgesehen davon, wäre es weitaus vernünftiger die Haftgründe zu überdenken. Angesichts der Teuerung sind viele Menschen an ihre finanzielle Belastungsgrenze gelangt. Es kommt daher vermehrt dazu, dass sogenannte Ersatzfreiheitsstrafen angetreten werden. Wenn zum Beispiel jemand seine Strafe wegen Falschparken nicht zahlen kann, dann kann er diese auch absitzen. Dabei geht es um Tage oder maximal Wochen. Damit schießt sich der Staat aber gleich doppelt ins Knie. Denn einerseits sieht er kein Geld für die Strafe und andererseits muss er selbst für die Haftkosten aufkommen. Da wäre es doch weitaus vernünftiger „Falschparker“ nicht einzusperren, sondern sie zu soundsoviel Stunden oder Tage zu gemeinnützigen Arbeiten zu verdonnern. Und schon sind wieder ein paar Plätze frei in den überfüllten Gefängnissen! Fragwürdige Migrationspolitik Auch die Ergebnisse der Integrationspolitik sorgen für Diskussionen. Hohe Durchfallquoten bei Integrationsprüfungen und anhaltende Probleme bei der Sprachvermittlung werden von Kritikern als Zeichen dafür gesehen, dass zahlreiche Maßnahmen ihre Ziele verfehlen. Trotz hoher Ausgaben bleiben viele Menschen dauerhaft von staatlicher Unterstützung abhängig oder finden nur schwer Zugang zum Arbeitsmarkt. Parallelgesellschaften, Konflikte und Integrationsdefizite beschäftigen viele Gemeinden und Städte. Freibrief für Täter Die aktuelle Situation zeigt vor allem, dass sich die Probleme der vergangenen Jahre nicht länger ignorieren lassen. Wenn Gefängnisse überfüllt sind, Behörden an ihre Grenzen stoßen und gleichzeitig das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung sinkt, entsteht der Eindruck eines Staates, der zunehmend mit den Folgen seiner eigenen Politik kämpft. Denn ein Staat, der verurteilte Straftäter entlassen muss, weil die Gefängnisse voll sind, sendet ein fatales Signal aus. Nicht der Täter trägt die Konsequenzen, sondern die Gesellschaft. Und das kann es ja wohl wirklich nicht sein! H. K. Volle Gefängnisse und gescheiterte Migration gefährden Staatswesen Das Justitzressort sollte überfüllte Haftanstalten entlasten und Insassen vorzeitig entlassen. Das wäre fatales Signal an die Bevölkerung gewesen. www.das-wien.at KI generiert

RkJQdWJsaXNoZXIy NDYxMjE=