Das Wien - E-Book

DAS 2 WIEN AKTUELL Sommer in Wien Am 21. Juni war offizieller Sommerbeginn. Heiß war es allerdings vorher schon. Die städtischen Bäder sind voll und auch sonst hat die Bundeshauptstadt allerlei zu bieten. Ein besonderes Jubiläum feiert heuer der Prater. Er ist 260 Jahre alt. Der Wurstelprater ist heute eines der bekanntesten Wahrzeichen von Wien. Seine Geschichte reicht weit zurück. So war es vor rund 260 Jahren, im Jahr 1766, als Kaiser Joseph II. eine Entscheidung traf, die die Stadt verändern sollte. Damals war der Prater ein streng abgeschirmtes Jagdgebiet des Hofes. Doch Josef II. öffnete das Gelände für die Bevölkerung. Mit einem kaiserlichen Erlass erlaubte er den Wienern, hier zu spazieren, zu reiten oder sich einfach zu erholen. Es entstanden erste Gastbetriebe. Dann siedelten sich auch Wirte, Kaffeesieder und Lebzelter an. Schaukeln, Ringelspiele und Kegelbahnen folgten. Heute gibt es im sogenannten Wurstelprater mehr als 250 Attraktionen, die Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene anlocken. Erfreulicherweise haben sich einige wenige historische Fahrgeschäfte neben den immer wilder werdenden Adrenalin-Kick-Bahnen erhalten können. So zum Beispiel die Alt Wiener Grottenbahn. Sie ist eine der ältesten und bekanntesten Attraktionen im Prater. Für Nostalgiefans führt an einem Besuch seit Jahrzehnten kein Weg vorbei. Schon seit 75 Jahren bringt die Grottenbahn Kinderaugen zum Leuchten. Seit 2. Mai haben auch die Bäder der Stadt Wien offen. Es gibt städtische Freibäder, 9 Kombibäder und 11 Familienbäder mit 900.000 Quadratmeter Fläche und 73 Schwimmbecken inklusive sämtlicher Nebeneinrichtungen. 500 Bedienstete der Wiener Bäder sorgen für einen ordentlichen Betrieb. Der große Zustrom auf die Bäder ist ein weiterer Beweis für ihre große Beliebtheit, aber auch ihre soziale Bedeutung. Gerade in Zeiten der heiße Sommer sind sie wichtige Hitzeschutz-Partner und Orte, an denen alle Menschen kostengünstig Abkühlung und Erholung finden. Im Juni starteten zwei neue weitere Angebote. Im Gänsehäufel gibt es ein elektronisches Check-in für Inhaber von Dauer- oder Onlinekarten für einen noch schnelleren Zutritt in Betrieb. Auch im Juni testeten die Wiener Bäder erstmals verlängerte Öffnungszeiten im Freibad: Seit 20. Juni bis 2. August ist im Strandbad Alte Donau bei Schönwetter erst um 20.30 Uhr Badeschluss. Der Kassenschluss wird ebenfalls um eine Stunde verlängert. Diesem Testbetrieb folgt eine Evaluierung der MA 44, die als Grundlage für weitere Überlegungen zur Ausdehnung der Öffnungszeiten dienen wird. Wer nicht gerade im Bad liegt und im kühlenden Wasser planscht, sondern sich über die flirrende Hitze der Pflastersteine in der Innenstadt bewegen muss, dar findet auch dort Orte zur Abkühlung. Die berühmten Straßencafés bleiben zwar gut besucht, doch immer mehr Gäste suchen neben kulturellen Erlebnissen auch Orte der Erholung. Genau hier zeigt sich eine oft unterschätzte Stärke Wiens. Seine Museumslandschaft. Die Wiener Museen entwickeln sich in den Sommermonaten zunehmend zu einem idealen Rückzugsort für Touristen ebenso wie für die heimische Bevölkerung. Sie verbinden Kultur, Architektur und Geschichte mit einem Faktor, der in Zeiten häufiger Hitzewellen enorm an Bedeutung gewinnt, angenehm gekühlte Räume. Wer an einem heißen Julitag durch Wien spaziert, erkennt schnell, wie wertvoll diese klimatisierten Oasen geworden sind. Während sich viele europäische Metropolen mit überfüllten Innenstädten und mangelnden Rückzugsmöglichkeiten schwertun, bietet Wien ein dichtes Netz an Museen, Ausstellungshäusern und kulturellen Institutionen, die nicht nur internationale Spitzenkunst präsentieren, sondern gleichzeitig komfortable Aufenthaltsorte darstellen. Für den Tourismus ist das ein erheblicher Standortvorteil. In einer Zeit, in der Städte weltweit nach Antworten auf steigende Temperaturen suchen, zeigt Wien, dass Kultur ein Teil dieser Antwort sein kann. Die Museumslandschaft der Hauptstadt ist nicht nur touristisches Aushängeschild, sondern auch ein Beispiel dafür, wie urbane Lebensqualität und wirtschaftlicher Nutzen erfolgreich zusammenfinden können. Gerade im Sommer beweist Wien damit einmal mehr seine Fähigkeit, Tradition, Moderne und Lebenskomfort auf einzigartige Weise miteinander zu verbinden. Geschätzte Leser! Liebe Leserinnen! EDITORIAL von Heinz Knapp IMPRESSUM: Herausgeber/Chefredaktion/Verleger/Inhaber: Heinz Knapp, h.knapp@das-wien.at UID: ATU 63468713, redaktion@das-wien.at Lektorat: Alfred Eichhorn Grafik: Daniel Knapp, daniel.knapp@das-wien.at; Druck: Mafra Print, 15000 Praha; Vertrieb: Österreichische Post AG, Haidingergasse 1, 1030 Wien; Straßen- und Geschäftsverteilung - Wiener Stadtgebiet Verlagsadresse/Rechnungswesen/Grafik/Produktion: Die Agentur - Unabhängige Wochenzeitung, Heinz Knapp, Chorturmblick 1, 9061 Klagenfurt, www.das-wien.at Offenlegung gem. § 25 MedienG: Online unter www.das-wien.at Bei bezahlten Anzeigen, PR-Artikeln und namentlich gekennzeichneten Berichten liegt die inhaltliche Verantwortung beim Auftraggeber. Alle Berichte beziehen sich auf Stand 25.06.2026, 10:00 Uhr Gewinnen mit “ Das Wien” 1 von 5 Gutscheinen im Wert von jeweils 1.000 Euro von Wie heißt eine der beliebtesten Urlaubsinseln der Welt? a) Malediven b) Maledoofen Senden Sie eine Mail mit dem Betreff des Gewinnspiels und Ihrer Antwort an marketing@das-wien.at Teilnahmebedingungen für sämtliche Gewinnspiele: Die Teilnehmer erklären sich ausdrücklich damit einverstanden, dass ihre Daten an den jeweiligen Gewinnspielpartner weitergegeben werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Gewinne sind nicht in bar ablösbar. Einsendeschluss: Freitag, 10. Juli 2026. Betreff: Reisen Gewinnen Sie 1 von 4 Gutscheinen im Wert von jeweils 250 Euro von Wo ist der Hauptsitz von Hugo Boss? a) Metzingen (D) b) Graz (Ö) Betreff: Hugo Boss

RkJQdWJsaXNoZXIy NDYxMjE=