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DAS WIEN AKTUELL 19 Die Hitze-Debatte um Wiens Fiaker geht in die nächste Runde. Doch ausgerechnet jene wissenschaftliche Untersuchung, auf die sich Tierschützer seit Jahren berufen wollten, bringt nun ein Ergebnis, das ihnen überhaupt nicht schmeckt. Die Veterinärmedizinische Universität Wien kommt nach einer umfangreichen Untersuchung zu einem klaren Schluss: Die Wiener Fiakerpferde kommen mit den sommerlichen Temperaturen deutlich besser zurecht als ihre lautstarken Kritiker. 58 Pferde, also fast jedes fünfte Fiakerpferd der Bundeshauptstadt, wurden über ein ganzes Jahr hinweg untersucht. Die Wissenschaftler analysierten Puls, Atemfrequenz, Körpertemperatur und sogar Stresshormone. Das Ergebnis: Kein Hinweis auf Hitzestress. Kein auffälliges Verhalten. Keine erhöhten Stresswerte. Die Tiere zeigen laut den Forschern sogar eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit an die sommerlichen Bedingungen in der Stadt. Damit platzt eine der zentralen Behauptungen der Fiakergegner wie eine Seifenblase. Während Aktivisten seit Jahren den Eindruck erwecken, die Pferde würden bei jeder Hitzewelle kurz vor dem Zusammenbruch stehen, liefert die Universität nun erstmals klinische Daten. Die zeigen: Die Pferde verfügen über natürliche Kühlmechanismen und kommen mit ihrer Arbeit offenbar deutlich besser zurecht als viele Menschen in der Wiener Innenstadt. Für die Fiakerbetriebe ist die Studie eine Bestätigung dessen, was sie seit Jahren betonen. Die Tiere werden regelmäßig tierärztlich untersucht, dürfen nur eine begrenzte Zahl an Arbeitstagen absolvieren und unterliegen strengen Kontrollen. Rund 2.500 Überprüfungen durch das Veterinäramt finden jährlich statt. Viele Pferde verbringen ihre Freizeit auf Koppeln außerhalb Wiens und genießen nach ihrer aktiven Karriere ihren Ruhestand auf weitläufigen Weiden. Besonders deutlich wird der Gegensatz beim Blick auf die Reaktionen des Vereins gegen Tierfabriken (VGT). Kaum liegen die Ergebnisse auf dem Tisch, wird die Studie nicht etwa diskutiert, sondern zunächst einmal in Zweifel gezogen. Weil die Resultate nicht ins eigene Weltbild passen, wird kurzerhand erklärt, die Untersuchung habe mit der ebenfalls angekündigten Studie der Stadt Wien nichts zu tun. Die Botschaft scheint klar: Wenn die Wissenschaft die eigene Meinung bestätigt, ist sie willkommen. Wenn nicht, muss sie offenbar erst einmal verdächtig gemacht werden. Dabei wirkt die Argumentation der Aktivisten zunehmend wie ein alljährliches Sommertheater. Kaum steigt das Thermometer über 30 Grad, wird der Stephansplatz zur Bühne für Protestaktionen, Mahnwachen und Unterschriftensammlungen. Während die Veterinärmediziner Atemfrequenzen messen und Stresshormone analysieren, messen die Aktivisten vor allem Temperaturen am Asphalt und präsentieren diese als Beweis für Tierleid. Natürlich suchen Pferde bei Hitze Schatten auf. Natürlich brauchen sie Wasser und Erholung. Genau deshalb existieren gesetzliche Vorgaben, Kontrollen und Ruhezeiten. Doch die Behauptung, jedes Pferd müsse bei 30 Grad automatisch unter unerträglichem Stress leiden, findet in der aktuellen Untersuchung keine Bestätigung. Besonders kurios wirkt der Vorwurf, die Wissenschaftler würden lediglich im Interesse der Fiaker argumentieren. Die Studie wurde laut Universität ohne externen Auftrag und aus eigenen Mitteln durchgeführt. Sie entstand also gerade nicht auf Bestellung der Branche. Trotzdem scheint das Ergebnis für manche Aktivisten nur deshalb falsch zu sein, weil es nicht den gewünschten Befund liefert. Die Debatte um die Fiaker wird damit sicherlich nicht beendet sein. Der VGT fordert weiterhin ein generelles Hitzefrei ab 30 Grad und verweist auf andere Städte. Die Universität wiederum verweist auf ihre Daten und auf konkrete Untersuchungen an den Tieren selbst. Zwischen Messwerten und Megafon bleibt letztlich die Frage: Wem soll man glauben? Jenen, die über Monate hinweg Puls, Atmung und Stresshormone analysieren – oder jenen, die seit Jahren schon vor Beginn jeder Studie genau wissen, welches Ergebnis am Ende herauskommen muss ... Sommertheater mit Pferd Criticus Umweltinitiative „Gemeinsam.SORGSAM.“ Friedhöfe sind längst mehr als reine Orte des Gedenkens. Sie sind wertvolle Grünräume mitten in der Stadt, wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen sowie Orte der Ruhe und Erholung. Die von Friedhöfe Wien betreuten 46 Friedhöfe umfassen insgesamt rund 5,2 Quadratkilometer Fläche – das entspricht in etwa der Größe des gesamten 20. Wiener Gemeindebezirks. Damit zählen sie zu den größten zusammenhängenden begrünten Flächen der Stadt und leisten einen wichtigen Beitrag für Biodiversität, Klimaanpassung und Lebensqualität in Wien. Mit zwei neuen Friedhofswäldchen mit insgesamt 140 neu gepflanzten Bäumen, Naturgräbern, Hamsterinseln, einem Silent-Walk-Rundweg, inklusiven Bewegungsangeboten (Silent Fit) und Plauderbankerln setzen Friedhöfe Wien neue Akzente für Biodiversität, Klimaschutz und Lebensqualität. Mit rund 130.000 Quadratmetern Fläche und rund 17.230 Grabstellen ist der Friedhof Meidling ein wichtiger Grün- und Erholungsraum für den Bezirk. „Mit mehr als 30.000 Bäumen und rund 140.000 Quadratmetern Naturwiesen sind die Friedhöfe Wien wichtige begrünte Oasen unserer Stadt. Mit zusätzlichen Bäumen, mehr Begrünung und naturnahen Lebensräumen machen wir Wien Schritt für Schritt klimafitter. Der Friedhof Meidling zeigt eindrucksvoll, wie wir Artenvielfalt, Erholung und Lebensqualität miteinander verbinden können. Mit den beiden neuen Friedhofswäldchen mit insgesamt 140 Bäumen, Naturgräbern und weiteren Biodiversitätsmaßnahmen entstehen attraktive Räume für Mensch und Natur und ein weiterer Beitrag zu einer klimafitten Stadt“, betont Ulli Sima, Stadträtin für Stadtentwicklung, Mobilität und Wiener Stadtwerke. © Raphael Berthold, Hype Grafik Renate Niklas, Wilfried Zankl und Ulli Sima © StadtWien/MartinVotava

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