Das Wien - E-Book

WIEN DAS Österreichische Post AG - RM GZ 17A0411152K - unabhängig Ausgabe 14 Juni/2026 23 Bezirke Der Hafen Wien setzt Akzente für ein klimafittes Wien Er ist zudem die Lebensader der Stadt als größtes Logistikzentrum Ostösterreichs, sichert Versorgung und schafft Arbeitsplätze. S. 6 Peter Kaiser „Es zieht mich nicht in mein Büro zurück!“ S. 10 Doppelbudget 15 Milliarden neue Schulden pro Jahr S. 12 Karl Ploberger in 10 Schritten zum eigenen grünen Spielfeld S. 28 © Christian Berger © Parlamentsdirektion/Thomas Topf © Christoph Böhler Ester Graf Neues Album „wofür es sich zu leben lohnt“ S. 24 © Annika Yanura v.l.n.r. Fritz Lehr (Geschäftsführer Hafen Wien), Doris Pulker-Rohrhofer (Geschäftsführerin Hafen Wien), Vizebürgermeisterin Barbara Novak, Oliver Stribl (Wien Holding Geschäftsführer) © David Bohmann

DAS 2 WIEN AKTUELL Österreich im WM-Fieber Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird für Österreich ein historisches Ereignis. Zum ersten Mal seit 1998 ist das Nationalteam wieder bei einer WM dabei. Zahlreiche Fans werden mitten in der Nacht vor den Fernsehern sitzen, um David Alaba und seine Kollegen gegen Argentinien, Algerien und Jordanien anzufeuern. Es ist ein Fußballfest, das vor allem Kinder begeistert. Kinder, die davon träumen, eines Tages selbst das rot-weiß-rote Trikot zu tragen. Kinder, die heute in Fußballkäfigen und auf Bolzplätzen ihre ersten Schritte machen. Umso bemerkenswerter ist es, dass ausgerechnet in diesem Moment Sportminister und Vizekanzler Andreas Babler genau dort den Sparstift ansetzt. Während sich die Republik auf die größte Fußball-WM aller Zeiten vorbereitet, wird einem Projekt die Unterstützung entzogen, das genau jene Nachwuchsspieler fördert, von denen Politiker sonst so gerne in Sonntagsreden sprechen. Die „Käfig League“ der Caritas erreicht Jahr für Jahr rund 1.300 Kinder und Jugendliche. In 18 Fußballkäfigen lernen sie nicht nur Dribbeln und Passen, sondern auch Respekt, Teamgeist und Fairness. Es sind Werte, die in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen wichtiger denn je erscheinen. Ausgerechnet für dieses Projekt ist plötzlich kein Geld mehr da. 85.000 Euro Förderung wurden in den vergangenen Jahren gewährt. Nun heißt es aus dem Sportministerium, eine Unterstützung sei nicht möglich. Die Folge: Kürzungen beim Angebot, weniger Trainings, weniger Betreuung, weniger Chancen für Kinder. Für viele Familien ist die „Käfig League“ die einzige Möglichkeit, ihren Kindern regelmäßigen Sport zu ermöglichen. Dort spielten einst auch Talente wie David Alaba oder Marko Arnautovic. Heute droht das Projekt auszubluten. Gleichzeitig wird bekannt, dass Andreas Babler persönlich zur Weltmeisterschaft nach Nordamerika reisen wird. Der Vizekanzler und Sportminister wird das erste Spiel Österreichs besuchen. Selbstverständlich nicht auf eigene Rechnung, sondern in offizieller Funktion. Natürlich stellt sich die Frage, welche Kosten dabei entstehen. Ein Business-Class-Flug nach Kalifornien kostet während der WMSaison rasch zwischen 5.000 und 8.000 Euro. Hinzu kommt noch die Entourage des Vizekanzlers, wodurch weitere Nebenkosten entstehen. Und das während sich die Hotelpreise in den WM-Städten aufgrund der enormen Nachfrage teilweise vervielfacht haben. Für ein Fünf-Sterne-Hotel im Raum San Francisco oder Santa Clara werden während des Turniers oft weit mehr als 1.000 Euro pro Nacht verlangt. Rechnet man Flug, Hotel, Transfers, Verpflegung, Begleitung und organisatorischen Aufwand zusammen, kann eine derartige Reise schnell Kosten im hohen fünfstelligen Bereich verursachen. Und das für einen Besuch von wenigen Tagen. Jetzt kann man diskutieren, ob ein Sportminister bei einer Fußball-Weltmeisterschaft anwesend sein soll und ob das hilft Österreich zu repräsentieren, oder um politische Kontakte zu pflegen. All das mag stimmen. Doch genau hier beginnt das Problem der Glaubwürdigkeit. Wer Kindern erklärt, dass für ihre Fußballförderung kein Geld vorhanden ist, sollte besonders vorsichtig sein, wenn er wenige Tage später in der Business Class Richtung Amerika abhebt. Noch irritierender wirkt dabei die öffentliche Kommunikation. Andreas Babler betont regelmäßig die Bedeutung von Kinder- und Jugendsport. In APA-Aussendungen wird erklärt, wie wichtig Vorbilder für die Sportlerinnen und Sportler von morgen seien. Die Leistungen des Nationalteams sollen gewürdigt werden. Doch Vorbilder entstehen nicht auf Ehrentribünen und in VIP-Logen. Vorbilder entstehen auf Asphaltplätzen, in Schulturnsälen und Fußballkäfigen. Genau dort, wo jetzt gespart wird. Die Weltmeisterschaft wird Milliarden umsetzen. Die FIFA verdient prächtig, Sponsoren feiern Rekordumsätze, Hotels und Fluglinien erhöhen ihre Preise. Für Politiker werden sich genügend Plätze auf den Tribünen finden. Doch für 1.300 Kinder in Österreich fehlen vergleichsweise bescheidene 85.000 Euro. Vielleicht sollte der Sportminister vor dem Abflug noch einmal darüber nachdenken, was Sportförderung wirklich bedeutet. In diesem Sinne wünschen wir trotzdem eine spannende WM! Geschätzte Leser! Liebe Leserinnen! EDITORIAL von Heinz Knapp IMPRESSUM: Herausgeber/Chefredaktion/Verleger/Inhaber: Heinz Knapp, h.knapp@das-wien.at UID: ATU 63468713, redaktion@das-wien.at Lektorat: Alfred Eichhorn Grafik: Daniel Knapp, daniel.knapp@das-wien.at; Druck: Mafra Print, 15000 Praha; Vertrieb: Österreichische Post AG, Haidingergasse 1, 1030 Wien; Straßen- und Geschäftsverteilung - Wiener Stadtgebiet Verlagsadresse/Rechnungswesen/Grafik/Produktion: Die Agentur - Unabhängige Wochenzeitung, Heinz Knapp, Chorturmblick 1, 9061 Klagenfurt, www.das-wien.at Offenlegung gem. § 25 MedienG: Online unter www.das-wien.at Kolumniste: Dr. Barbara Zink, Toni Polster, Karl Ploberger, Mag. Peter Weitzel Bei bezahlten Anzeigen, PR-Artikeln und namentlich gekennzeichneten Berichten liegt die inhaltliche Verantwortung beim Auftraggeber. Alle Berichte beziehen sich auf Stand 12.06.2026, 10:00 Uhr Gewinnen mit “ Das Wien” 1 von 5 Gutscheinen im Wert von jeweils 1.000 Euro von Wie heißt eine der beliebtesten Urlaubsinseln der Welt? a) Malediven b) Maledoofen Senden Sie eine Mail mit dem Betreff des Gewinnspiels und Ihrer Antwort an marketing@das-wien.at Teilnahmebedingungen für sämtliche Gewinnspiele: Die Teilnehmer erklären sich ausdrücklich damit einverstanden, dass ihre Daten an den jeweiligen Gewinnspielpartner weitergegeben werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Gewinne sind nicht in bar ablösbar. Einsendeschluss: Freitag, 26. Juni 2026. 1 von 2 Einkaufsgutscheinen im Wert von 500 Euro Wo befindet sich der Store von Louis Vuitton? a) Am Graben b) Kärntner Straße Betreff: Louis Vuitton Betreff: Reisen

DAS WIEN AKTUELL 3 Derzeit erleben wir wieder einmal eine Debatte um die Erhöhung der Parteienförderung. Treibende Kraft dabei ist die ÖVP. Das überrascht wenig. Geht der Kanzlerpartei doch langsam das Geld aus. Genau deswegen war es die ÖVP, die dieses Thema zur Sprache gebracht hat. Der darauf folgende Aufschrei war groß. Es hagelte Kritik. Schließlich ist der öffentliche Druck auf die ÖVP offenbar zu groß geworden. Die Erhöhung der Parteienförderung wurde einen Tag vor der Budgetrede des Finanzministers nun doch abgesagt. Bundeskanzler Stocker hat in letzter Sekunde die Reißleine gezogen. Der Imageschaden jedoch bleibt. Die Parteienfinanzierung in Österreich setzt sich aus mehreren Töpfen zusammen: Bundesparteienförderung, Klubförderung für die Parlamentsfraktionen, Förderungen für Parteiakademien sowie Förderungen der Länder und Gemeinden. Gesetzliche Formel als Basis Allein auf Bundesebene erhalten die Parlamentsparteien 2026 rund 79,8 Millionen Euro. Darin enthalten sind die Parteienförderung, die Förderung der Parteiakademien und die Klubförderung. Die größten Empfänger sind die FPÖ mit rund 22,3 Millionen Euro, die ÖVP mit 20,9 Millionen Euro und die SPÖ mit 17,7 Millionen Euro. Die eigentliche Bundes-Parteienförderung wird nach einer gesetzlichen Formel berechnet: Die Zahl der Wahlberechtigten zum Nationalrat wird mit 4,60 Euro pro Person multipliziert. Ein Teil wird als Grundbetrag an die im Nationalrat vertretenen Parteien ausgeschüttet, der Rest nach dem Stimmenanteil bei der letzten Nationalratswahl verteilt. Rechnet man die Förderungen von Bund, Ländern, Landtagsklubs, Parlamentsklubs und Parteiakademien zusammen, erhalten die Parteien in Österreich jährlich deutlich mehr als 250 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln. Für 2024 wurde ein Gesamtvolumen von rund 273 Millionen Euro ausgewiesen. Europaweit Spitze Österreich zählt damit seit Jahren zu den Ländern mit einer der höchsten staatlichen Parteienförderungen Europas. Die Befürworter argumentieren, dass dadurch die Abhängigkeit von Großspendern reduziert wird. Kritiker sehen darin eine übermäßige Belastung für die Steuerzahler und bemängeln, dass die Parteien dadurch weniger auf Mitgliederbeiträge angewiesen sind. Die Verschiebung erklärt sich daraus, dass die Parteienförderung vom Stimmenanteil abhängt, während Klub- und Akademieförderungen stark von der Mandatszahl beeinflusst werden. Die FPÖ konnte ihren Stimmenanteil bei der Nationalratswahl massiv steigern und erhielt dadurch fast acht Millionen Euro mehr pro Jahr. Die ÖVP verlor als ehemaliger Wahlsieger fast sechs Millionen Euro. Die Grünen büßten ebenfalls rund drei Millionen Euro ein. SPÖ und Neos legten nur leicht zu. ÖVP in Finanzierungs-Not? Bemerkenswert ist, dass die FPÖ vor der Wahl nur die drittgrößte Fördersumme erhielt und mittlerweile die größte Empfängerin von Bundesmitteln ist. Die ÖVP verlor ihre langjährige Spitzenposition. Berücksichtigt man zusätzlich die Förderungen der Länder, Landtagsklubs und Parteiakademien, fließen insgesamt mehr als 270 Millionen Euro jährlich an Parteien und deren Organisationen. Die Nationalratswahl hat daher nicht nur die politischen Kräfteverhältnisse, sondern auch die Verteilung eines beträchtlichen öffentlichen Finanzvolumens neu geordnet. Zu Ungunsten der ÖVP. Das tut freilich weh, unterhält die ÖVP doch einen riesigen Parteiapparat, der finanziert werden will. Kein Wunder also, dass ausgerechnet die ÖVP massiv auf eine Erhöhung gedrängt hat. Augenfällige Motivlage Genau hier dürfte der eigentliche Hintergrund der aktuellen Diskussion liegen. Denn die Forderung nach einer höheren Parteienförderung wäre wohl ausgeblieben, hätte die ÖVP ihre bisherige finanzielle Ausstattung behalten. Während die FPÖ von der bestehenden gesetzlichen Regelung profitiert, weil sie bei der Wahl deutlich zulegen konnte, kämpft die Volkspartei nun mit deutlich geringeren Einnahmen. Eine allgemeine Erhöhung der Parteienförderung würde diesen Verlust zumindest teilweise kompensieren. Offiziell wird dieser Zusammenhang freilich nicht hergestellt. Doch die zeitliche Nähe zwischen dem millionenschweren Förderverlust der ÖVP und der nun diskutierten Anhebung der Parteienförderung lässt Spekulationen über die tatsächlichen Motive zu. Der Eindruck, dass die Steuerzahler jene Verluste ausgleichen sollen, die die Volkspartei an der Wahlurne erlitten hat, lässt sich nicht so leicht vom Tisch wischen. Wenn die Regierung von den Bürgern Sparsamkeit verlangt, gleichzeitig aber zusätzliche Mittel für die eigenen Parteiapparate diskutiert, entsteht ein offensichtlicher Widerspruch. Denn während an zahlreichen Stellen gespart werden soll, wirkt die Vorstellung zusätzlicher Millionen für Parteizentralen wie eine politische Prioritätensetzung, die nur schwer zu vermitteln ist. Plan zu höherer Parteienförderung nach massivem Aufschrei aufgegeben Bundeskanzler Stocker zog einen Tag vor der Budget-Rede Marterbauers nach Empörungsgwelle höherer ÖVP/SPÖ-Parteienförderung den Stecker. © SPÖ Partei Förderung 2024 Förderung Veränderung nach der Wahl (2025) FPÖ 13,6 Mio. € 21,4 Mio. € +7,8 Mio. € ÖVP 26,4 Mio. € 20,3 Mio. € –6,0 Mio. € SPÖ 17,0 Mio. € 17,25 Mio. € +0,25 Mio. € Grüne 12,3 Mio. € 9,23 Mio. € –3,1 Mio. € NEOS 8,6 Mio. € 9,38 Mio. € +0,9 Mio. €

DAS 4 WIEN AKTUELL 2) Gültig vom Katalogpreis. 2+3) Gültig bis 23.06.2026. Nicht mit anderen Aktionen (z. B. Gutscheinen oder Rabattaktionen) kumulierbar. Alle Preise sind Abholpreise. Nicht gültig auf bereits getätigte Aufträge, Abverkaufsprodukte und Österreichs bester Preis Produkte. 3) Gegenüber den Einzelpreisen lt. DAN Preisliste. Aktion gültig beim Kauf einer kompletten DAN-Küche. -55% auf viele Einbauküchen der Marken Dieter Knoll2), Novel2), Celina2), Venda2) und Dan3) bis XXXL Küchenaktionen Sie erhalten zusätzlich zu Ihrem Kücheneinkauf einen XXXL Gutschein für Ihren nächsten Einkauf: ab einem Einkaufswert im Wert von € 3.000,- €200,- im Wert von €4 ab einem im Wert im Wert von €70 ab einem im Wert im Wert von €2. ab einem im Wert im Wert von Für bestehende und neue Preisepassinhaber. In Form von Gutscheinen für Ihren nächsten Einkauf. Gültig bis 23.06.202 ist nur ein Gutschein gültig. Nicht mit anderen Aktionen (z. B. Gutschei kumulierbar. Nicht einzulösen auf Online Only, Preishit und Marktplatz Nicht gültig auf bereits getätigte Aufträge, Abverkaufsprodukte, Österre te, sowie bei Kauf von Gutscheinen und Serviceleistungen. Keine Baraus Jokerwoc 20% sparen mit XXXL Joker! bis zu 1) 1) Gültig für bestehende und neue Preisepassinhaber. Gültig bis 23.06.2026. Nicht mit anderen Aktionen (z. B. Gutscheinen oder Rabattaktionen) kumulierbar. Nicht einzulösen auf Online Only, Preishit und Marktplatz Produkte im Online Shop. Alle Preise sind Abholpreise. Nicht gültig auf bereits getätigte Aufträge, Abverkaufsprodukte, Österreichs bester Preis Produkte, sowie beim Kauf von Gutscheinen, Serviceleistungen, Bücher, Kinderautositze, Kleinelektro und Produkte der Marken Team 7, Anrei, Sudbrock, Schöner Wohnen, Milino, System Unit, Biohort, Stern, Tierra Outdoor, Sunelements, Erpo, Brühl, Bretz, Sedda, Joka, Stressless, Austroflex, Stokke, Cybex Platinium, Scoot&Ride, ABC Design, Doona, FlyBaby, Nuna, Joie Signature, Moon Edition, TFK, Hugo Boss und Neuhaus PURE. Impressum: Herausgeber u. Verleger: XXXLutz KG, Römerstraße 39, 4600 Wels. Ausgenom alle Werbe-, A und XXXLutz Tip aus den aktuell in den letzten 30 gültigen Prospek xxxlutz.at/prosp und Online On Produkte Ausgenommen alle Werbe-, Aktions- und XXXLutz Tippartikel aus den aktuellen und in den letzten 30 Tagen gültigen Prospekten auf xxxlutz.at/prospekte und Online Only Produkte ANZEIGE

DAS WIEN AKTUELL 5 XXXL Gutschein Gültig bis 23.06. 2026 Großes XXXLutz Frühstück XXXL Gutschein Gültig bis 23.06. 2026 Hofkultur Grillschopf XXXL Gutschein Gültig bis 23.06. 2026 XXXLutz Schnitzel XXXL Restaurantgutscheine 400,- m Einkaufswert von € 6.000,- n 00,- m Einkaufswert von € 10.500,- n .000,- m Einkaufswert von € 30.000,- n 26. Pro Person und Einkauf inen oder Rabattaktionen) Produkte im Online Shop. eichs bester Preis Produkszahlung möglich. Gratis beim Kauf vieler Einbauküchen ab € 3.500,- LIEFERUNG & MONTAGE Gültig bis 23.06.2026. Aktion gültig beim Kauf vieler Einbauküchen ab € 3.500,-. Nicht gültig auf bereits getätigte Aufträge. Nicht mit anderen Aktionen (z. B. Gutscheinen oder Rabattaktionen) kumulierbar. Ohne Strom- und Wasseranschluss. Für bestehende und neue Preisepassinhaber. 30% Ausgenommen alle Werbe-, Aktions- und XXXLutz Tippartikel aus den aktuellen und in den letzten 30 Tagen gültigen Prospekten auf xxxlutz.at/prospekte und Online Only Produkte Gültig bis 23.06.2026. Nicht mit anderen Aktionen (z. B. Gutscheinen oder Rabattaktionen) kumulierbar. Nicht einzulösen auf Online Only, Preishit und Marktplatz Produkte im Online Shop. Alle Preise sind Abholpreise. Nicht gültig auf bereits getätigte Aufträge und Österreichs bester Preis Produkte. Auch im Online Shop einlösbar mit Code: EXTRA30 zusätzlich auf viele lagernde Orientteppiche, auch auf bereits reduzierte Ware chen! % % auf viele Wohnwände, Speisezimmer, Schlafzimmer oder Gartenmöbel1) geschenkt 20% XXXL Joker! % XXXL Joker! auf viele Sitzgarnituren, Boxspringbetten oder Matratzen1) geschenkt 20% XXXL Joker! % auf viele Produkte der Marken WMF, Villeroy & Boch, Homeware Professional und Gefu1) geschenkt 20% XXXL Joker! % auf viele Teppich-, Leuchten-, Vorhang-, Heimtextilien- und Babyprodukte1) geschenkt 20% mmen Aktions- ippartikel len und 0 Tagen kten auf spekte nly XXXLUTZ 6€ PARTY XXXLUTZ 6€ PARTY XXXLUTZ 6€ PARTY 8,90** 6,- 9,90** 6,- 10,90** 6,- vom Huhn + 2,- Symbolfotos. Restaurant-Gutscheine gültig bis 23.06.2026 für jeweils 2 Personen. Einzulösen in einer der XXXLutz-Filialen mit Restaurant und im XXXLutz Restaurant Mariahilfer Straße 121b/Christian Broda Platz. Gutschein bei der Bestellung abgeben! Allergeninformationen erhalten Sie bei unseren Servicemitarbeitern. Frühstück bis 11:00 Uhr. **Stattpreis bezieht sich auf unseren bisherigen Verkaufspreis. Alle Preise sind Abholpreise in Euro.

DAS 6 WIEN AKTUELL Der Hafen Wien ist weit mehr als ein Umschlagplatz: Er ist die Lebensader unserer Stadt, Innovationsmotor für die Wirtschaft und ein zentraler Baustein für die resiliente und klimafitte Stadt von morgen. Mit einer Fläche von rund drei Millionen Quadratmetern – größer als Monaco – ist der Hafen ein bedeutender Wirtschaftsmotor für die gesamte Region. Rund 200 Unternehmen mit etwa 5.000 Beschäftigten sind am Standort angesiedelt und machen den Hafen zu einer zentralen Drehscheibe für Österreich und Osteuropa. Der Hafen Wien entwickelt sich zu einer neuen Generation von Infrastruktur: wirtschaftlich stark, international vernetzt und konsequent auf Klimaziele ausgerichtet. Als größtes Logistikzentrum Ostösterreichs sichert er die Versorgung der Stadt, schafft Arbeitsplätze und positioniert Wien zunehmend als internationalen Innovationsstandort. Vom Umschlagplatz zur First-Mover-Zone Mit „thinkport VIENNA“ beherbergt der Hafen Wien seit 2025 den ersten und bislang einzigen Innovationshub eines Binnenhafens im Globalen Port Innovators Network. In Zusammenarbeit mit internationalen Hafenstandorten wie Hamburg, Valencia, Halifax und San Diego entwickelt Wien innovative Lösungen für die Güterlogistik der Zukunft. „Thinkport VIENNA“ bringt Unternehmen, Forschungseinrichtungen und die öffentliche Hand zusammen und macht Wien international als Vorreiter für nachhaltige Logistiksysteme sichtbar. „Der Hafen Wien ist First-Mover in der Hafeninnovation und zugleich eine systemrelevante Infrastruktur für unsere Stadt und den gesamten Wirtschaftsraum. Als zentrale Drehscheibe verbindet er Wien mit den europäischen und globalen Warenströmen, sichert die tägliche Versorgung und ermöglicht wirtschaftliche Wertschöpfung in großem Maßstab. Mit rund 5.000 Arbeitsplätzen, rund 200 angesiedelten Unternehmen und seiner Bedeutung für Industrie, Handel und Logistik ist er ein wesentlicher Standortfaktor für Wachstum, Beschäftigung und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Der Hafen Wien ist damit nicht nur Teil der Wirtschaftslandschaft, sondern eine ihrer tragenden Säulen“, so Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak. Vorreiter für klimafitte Logistik Der Hafen Wien zeigt bereits heute, wie klimafreundliche Logistik im Echtbetrieb funktioniert. · Einsatz von HVO100 bei allen Terminalfahrzeugen seit 2024 · 809 Tonnen CO₂-Einsparung im Jahr 2025 · 100 % Ökostromversorgung am Standort · 25 % Eigenstromanteil, Ausbau auf 34 % bis 2026 durch neue PV-Anlage · Ausbau der Photovoltaik (6. Anlage) inkl. Speicherlösung · Einsatz von E-Kränen, E-Staplern, E-Fahrzeugen und E-Bikes Intelligente Stadtentwicklung durch Kreislaufwirtschaft Der Hafen Wien beweist, dass Wachstum auch ohne zusätzlichen Flächenverbrauch möglich ist. Durch Landgewinnung im Hafen Freudenau entstehen 113.600 Quadratmeter neue Betriebsflächen, was etwa 16 Fußballfeldern entspricht. Das dafür verwendete Material von rund 1 Mio. Kubikmeter stammt vollständig von Wiener Großbaustellen. Es ist ein gelungenes Beispiel für gelebte Kreislaufwirtschaft. Mehr als Logistik: Der Hafen Wien setzt neue Maßstäbe für die Zukunft Als First-Mover für Innovation und Vorreiter bei nachhaltiger Logistik stärkt der Hafen Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, seine Rolle. Doris Pulker-Rohrhofer (Geschäftsführerin Hafen Wien) und Vizebürgermeisterin Barbara Novak © David Bohmann

DAS WIEN AKTUELL 7 Rekordjahr 2025: Leistung trifft Zukunft Der Hafen Wien und WienCont blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück: · Umsatz Hafen Wien-Gruppe: 55,4 Mio. Euro · Ergebnissteigerung auf 10,9 Mio. Euro · Umsatz WienCont: 21 Mio. Euro · Containerumschlag: 483.000 TEU · Rekordwert von über 2,8 Mio. TEU-Lagertagen im Containerdepot · Gesamtumschlag Wasser und Land: 1.291.336 Tonnen (+9,81 %) · Gesamtumschlag Hafen Wien und WienCont: 4.101.138 Tonnen (+7,3 %) · Umschlagsmenge im Ölhafen Lobau: 1.019.798 To. (+15,12 %) · 1.006 Schiffe wurden im Ölhafen Lobau be- und entladen Auch die drei Geschäftsfelder entwickelten sich erfolgreich: · Immobilien & HQ7: Höhere Umsätze, stabile Auslastung und erfolgreiche Filmproduktionen stärken den Standort · Hafen-Logistik: Hohe Auslastung und steigende Umschlagsmengen bestätigen die Rolle als zentrale Logistik- und Versorgungsdrehscheibe. · WienCont: Rekordwerte im Containergeschäft sowie eine positive Entwicklung der Depot- und Reparaturservices unterstreichen die Leistungsfähigkeit des Terminals Verantwortung als Teil der Unternehmensstrategie Mit der Erstellung seines ersten Gemeinwohl-Berichts und der Auszeichnung als gemeinwohl-bilanziertes Unternehmen setzt der Hafen Wien ein starkes Zeichen für nachhaltiges Wirtschaften. Die Bilanz bestätigt die solide wirtschaftliche Basis, faire Lieferketten, verantwortungsvolle Geschäftsbeziehungen und eine klare Ausrichtung auf ökologische und gesellschaftliche Verantwortung. „Der Hafen Wien konnte 2025 trotz herausfordernder Rahmenbedingungen seine wirtschaftliche Stärke weiter ausbauen. Besonders erfreulich entwickelten sich unsere Geschäftsbereiche Immobilien, Hafenlogistik und WienCont. Die hohe Auslastung unserer Lager- und Büroflächen, Rekordwerte am Containerterminal sowie die positive Entwicklung im Bereich Massen- und Schwergut zeigen, dass der Hafen Wien seine Rolle als leistungsfähige Logistikdrehscheibe erfolgreich ausbaut. Gleichzeitig investieren wir konsequent in Nachhaltigkeit und Zukunftsthemen – von innovativen Logistiklösungen über klimafreundliche Technologien bis hin zur Erstellung unserer ersten Gemeinwohlbilanz. Damit schaffen wir die Grundlage für eine wirtschaftlich erfolgreiche und verantwortungsvolle Weiterentwicklung des Standorts“, erläutert Doris Pulker-Rohrhofer, technische Geschäftsführerin des Hafens Wien. Agenda 2026: Vom Vorreiter zum Maßstab Der Hafen Wien will seine Vorreiterrolle weiter ausbauen. Im Fokus stehen: · Ausbau von thinkport VIENNA als internationale Innovationsdrehscheibe · Ausbau emissionsarmer Logistik und E-Lkw-Infrastruktur · Erweiterung der Energieversorgung durch Photovoltaik und Eigenstromproduktion · Stärkung des Hafens als zentrale Plattform für urbane Versorgung, Resilienz und nachhaltige Stadtentwicklung „Der Hafen Wien zeigt damit eindrucksvoll, wie wirtschaftlicher Erfolg, Innovation und Klimaschutz Hand in Hand gehen können – und wie die Infrastruktur von morgen schon heute entsteht“, so Novak abschließend. Karl L. 80 Jahre | Zeitzeuge Spenden Sie auf care.at „ Das hat mir sehr geholfen. Heute kann ich anderen helfen.“ 104.1025003_80_Jahre_Anzeige_Karl_200x128abf_v01_RZ_DasWien.indd 1 05.11.25 16:23

DAS 8 WIEN AKTUELL Mehr Stammzellenspender Erstmals sind 4 Prozent der heimischen Bevölkerung als potenzielle Stammzellenspender registriert. Das teilte der Verein „Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich“ mit. Für 10 Prozent der jährlich rund 400 Betroffenen in Österreich werden jedoch noch immer keine passenden Spender gefunden. Die Typisierungsrate stieg zuletzt von 3,2 Prozent 2024 auf 3,6 Prozent im Vorjahr. „Dass wir heute die 4-Prozent-Marke erreicht haben, ist das Ergebnis von vielen engagierten Menschen“, heißt es von dem Verein. Typisieren lassen sich Menschen zwischen 16 und 45 Jahren mittels Wangenabstrich. Sterbeverfügung unbefristet Bisher nur ein Jahr gültige Sterbeverfügungen für Menschen, die unheilbar krank sind und unter schweren Leiden, gelten ab nun unbefristet. Der Verfassungsgerichtshof hatte die zeitlich beschränkte Gültigkeit als verfassungswidrig eingestuft. Weil es die Regierung versäumt hat, rechtzeitig ein neues Gesetz zu beschließen, gelten Sterbeverfügungen jetzt unbefristet. Geht es nach dem SPÖ-geführten Justizministerium soll das jedoch nicht bleiben. Gültige Sterbeverfügungen sollen demnach künftig vereinfacht verlängert werden können. Ein entsprechender Gesetzentwurf werde koordiniert. Prostatakrebs: Neue OP-Methode Am Wiener AKH wird eine neue OP-Methode bei Prostatakrebs angewendet. Dabei steht nicht mehr automatisch die Entfernung der Prostata im Mittelpunkt, „sondern die präzise robotische Behandlung des Tumors bei bestmöglichem Erhalt von Lebensqualität, Kontinenz und Sexualfunktion“, so die MedUni. Es ist das erste Spitalszentrum mit dieser Technik außerhalb der USA. Möglich wurde dies dank der durch mehrere Fortschritte der vergangenen Jahre. 5.600 Prostatakrebsfälle mit rund 7.500 Diagnosen im Jahr sind die häufigste Krebserkrankung in Österreich. Melanom: Impfstoff entwickelt In Österreich erkranken jedes Jahr etwa 2.000 Menschen an einem Melanom, rund 400 Personen sterben jährlich an den Folgen dieser Hautkrebsform. Ein neuer Ansatz in der Therapie soll nun dafür sorgen, das Überleben der Betroffenen zu verlängern, berichtet ORF. Es handelt sich um eine personalisierte mRNA-Impfung, die ergänzend zu bestehenden Immuntherapien verabreicht werden soll. Laut Studien sinkt das Risiko für einen Rückfall um fast 50 Prozent und für das Auftreten von Fernmetastasen um fast 60 Prozent. Krebsforscherin Maria Sibilia rechnet mit einer baldigen Zulassung. Mehr Organtransplantationen Im Vorjahr sind in Österreich 733 Organtransplantationen durchgeführt worden, um 15 Prozent mehr als 2024, berichtet Ö3. International liegt Österreich damit im Mittelfeld. Ende 2025 warteten 725 Menschen auf ein Organ. Am dringendsten gebraucht wurden Nieren, gefolgt von Herzen, Lungen und Lebern. Für viele kranke Menschen sei eine Organspende oft die einzige Überlebenschance, betont die Österreichische Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin. Mehr Kinder mit Kopfschmerzen Immer mehr Kinder und Jugendliche klagen über Kopfschmerzen. Studien zeigen, dass bis zu 60 Prozent zumindest zeitweise darunter leiden, berichtet Ö3. Mediziner sehen Stress, Schlafmangel und lange Bildschirmzeiten als Hauptursachen. „Besonders problematisch sei die SmartphoneNutzung, da die Kopfhaltung die Halswirbelsäule belastet und Verspannungen fördert“, sagte Stefan Petritsch vom Salzburger Gesundheitsklinikum Vöcklabruck. Er rät zu Bildschirmpausen und regelmäßiger Bewegung. 15-Jährige: Hoher Nikotin-Konsum Die Österreichische Krebshilfe warnte am Welt-Nichtraucher-Tag (31. 5.) vor neuen Formen der Nikotinsucht – vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Der Nikotinkonsum der 15-Jährigen in Österreich steigt seit 2019 wieder an. Obwohl dieselbe Altersgruppe viel weniger klassische Zigaretten raucht. Neue Produkte wie Nikotinbeutel, Vapes und Tabakerhitzer überkompensieren den Rückgang beim klassischen Rauchen, so die Krebshilfe. Sie fordert ein Verbot von Nikotinbeuteln. Marktamt: Kaum Beanstandungen Rund 32.000 Lebensmittelkontrollen führt das Wiener Marktamt jährlich durch. Einzel-fälle wie illegale Fabriken für Teigtaschen stechen heraus. Aber nur 0,5 Prozent aller Proben werden als gesundheitsschädlich eingestuft. Das unterstreiche den hohen Sicherheitsstandard in Wien, so das Marktamt. 92 Kontrolleure sind das Jahr über im Einsatz, um in rund 18.500 Betrieben, wie etwa Supermärkten oder Wohnküchen, Lebensmittel zu prüfen. Badesaison: Warnung vor Unfällen Mit der Badesaison steigt auch die Unfallgefahr. Durchschnittlich 42 Menschen ertrinken jedes Jahr in Österreich, so das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV). Ein Grund sind schlechte Schwimmkenntnisse. Laut KFV schätzt ein Viertel aller Österreicherinnen und Österreicher sich selbst als „unsichere“ bis „mittelmäßige“ Schwimmer ein. Fast ein Zehntel kann gar nicht schwimmen. Experten empfehlen deshalb, Schwimmen regelmäßig zu üben und bei längeren Schwimmrunden Bojen mitzunehmen. Immer weniger Friseur-Lehrlinge Friseurinnen und Friseure schlagen Alarm: In Österreich werden derzeit rund 2.200 Lehrlinge ausgebildet. Vor 15 Jahren waren es noch um die Hälfte mehr, berichtet Ö3. Als Grund nennt die Branche zu wenige Ausbildungsbetriebe. Viele Betriebe seien Ein-Personen-Unterehmen. Die Friseurvertretung in der Wirtschaftskammer fordert eine Halbierung der Umsatzsteuer auf 10 Prozent, damit mehr Geld für Löhne frei werde. Auch die Lehrlingsförderung müsse an die Inflation angepasst werden. © wikimedia/WrS.tm.pl © National Cancer Institute

DAS WIEN AKTUELL 9 ÖAMTC: Treibstoff-Preise im Wandel Die Spritpreise in Österreich zeigen eine gegenläufige Entwicklung. Während die Dieselpreise im Mai auf 1,72 Euro pro Liter gesunken sind, ging es mit dem Benzin-Preis nach oben. Ein Liter kostete rund 1,80 Euro, wie eine Analyse des ÖAMTC zeigt. Der Preis reagiert demnach auf die Sommermonate, in denen mehr Kilometer mit Benzinern gefahren werden. Der Tipp des ÖAMTC: Wer nicht knapp vor 12 Uhr mittags tanken kann, sollte es am Abend tun, da dann die Preise wieder günstiger sind. Neue Pickerl-Regelung soll kommen Ende Mai lief die Begutachtungsfrist für die Intervalländerung der §57a-Überprüfung „Pickerl“ für Kraftfahrzeuge aus. Künftig wird erstmals nach vier Jahren, dann alle zwei Jahre und erst bei älteren Fahrzeugen wieder jährlich geprüft. Auch für bestehende Fahrzeuge soll die Regelung gelten, womit sich das Gültigkeitsdatum ändern kann – das Pickerl muss getauscht werden. Künftig kann man das Pickerl auch nicht mehr bis zu 4 Monate überziehen, das Kfz dafür im Vorhinein prüfen lassen. Spritpreis: Fahrverhalten gleich Trotz deutlich höherer Spritpreise haben die Österreicher ihr Fahrverhalten kaum verändert. Auf der Autobahn und auf Schnellstraßen verzeichnete die ASFINAG von Jänner bis April kaum einen Rückgang des Autoverkehrs. Die Daten der anderen Straßen liegen noch nicht vor. Laut Statistik Austria werden auch keine sparsameren Autos gekauft. Von der Regierung würden keine Anreize gesetzt, den Verbrauch zu reduzieren, kritisiert VCÖ-Experte Gratzer in Ö3. 1/4 mehr Radunfälle bei Kindern Im Vorjahr verunglückten in Österreich insgesamt 3.650 Kinder im Straßenverkehr, um fast 16 Prozent mehr als im Jahr 2024. Die Zahl der bei einem Verkehrsunfall verunglückten radfahrenden Mädchen und Buben ist sogar um 25 Prozent auf 810 gestiegen. Das gab die Mobilitätsorganisation VCÖ in Berufung auf Daten der Statistik Austria bekannt. Das sei der höchste Wert der vergangenen 20 Jahre. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen für ein kindergerechtes Verkehrssystem. ANZEIGE © KI generiert/Firefly

DAS 10 WIEN AKTUELL Peter Kaiser: „Es zieht mich nicht in mein Büro zurück!“ Der ehemalige Kärntner SPÖ-Landeshauptmann erteilt Gerüchten über den Antritt bei der Wahl zum nächsten Bundespräsidenten eine Absage. Er ist, betrachtet man sein Sternbild, Schütze und traf als erfolgreicher „roter“ Politiker oft ins Schwarze: Die Rede ist von Dr. Peter Kaiser, Jahrgang 1958, langjähriger SP-Landeshauptmann von Kärnten. Seit April genießt der ehemalige stellvertretende SP-Bundesparteivorsitzende und Ex-Regierungschef seine „neue“ Freizeit als Polit-Pensionist. Gemeinsam mit Lebensgefährtin Uli Wehr stehen jetzt Bildungsreisen auf dem Programm. Für seinen Nachfolger Daniel Fellner findet der Klagenfurter „Anti-Populist“ und Polizisten-Sohn lobende Worte. Harald Raffer sprach mit Peter Kaiser über seine neuen Eindrücke, Visionen und Ziele. Wie fühlt man sich als Polit-Pensionist und was macht man mit der gewonnenen Freizeit? Kaiser: Ich fühle mich seit der ersten Minute meines Polit-Pensionisten-Daseins prächtig. Das hängt mit einer guten Vorbereitung des Landeshauptmann-Wechsels zusammen. Alle Überlegungen sind aufgegangen, das neue Team hat sofort Fuß gefasst. Das erleichtert meinen neuen Zustand. Verspürt man noch das Bedürfnis in die Landesregierung zu eilen, um dort etwas durchzusetzen? Kaiser: Nein – es zieht mich nicht in mein Büro zurück. Ich entdecke gerade meine eigenen vier Wände. Was sagen Sie zum hartnäckigen Gerücht, der Peter Kaiser wird SPBundespräsidentschaftskandidat? Oder genügt es, wie Sie es einmal selbst formuliert haben, dass bereits ein Kaiser in der Wiener Hofburg residiert hat? Kaiser: Das ist ein sehr richtiges Zitat. Wenn man seinen politischen Horizont erreicht hat, soll man sich um andere Dinge kümmern – Freizeit, schöne Künste, Sport und Kultur. Wie macht sich Ihr Nachfolger Daniel Fellner? Kaiser: Er macht seine Sache sehr gut. Ich wäre froh gewesen, wenn ich damals so schnell in dieses verantwortungsvolle Amt gefunden hätte. Nach der nächsten Landtagswahl wäre auch ein VP-Landeshauptmann Gruber mit einem FP-Vize Angerer möglich. Oder eine FP/ SP-Koalition? Kaiser: Ich habe immer gesagt, dass zuerst das Volk entscheiden soll. Dann prüft man, welche Konstellation für eine gute Zusammenarbeit im Land am besten ist. Ich glaube aber, dass die Sozialdemokratie eine gute Chance besitzt, die Nummer eins zu verteidigen. Martin Gruber ist ein guter Koalitionspartner, aber es gibt auch einen sehr deutlichen Abstand zwischen VP und SP. Die SP hat in der Landeshauptstadt den Bürgermeistersitz verloren. Was läuft in Klagenfurt schief? Haben Sie einen geeigneten Kandidaten? Kaiser: Ich habe mich nie auf Namen konzentriert, sondern immer auf Inhalte gepocht. Klagenfurt braucht unbedingt eine umfassende Reform an Haupt und Gliedern. Es wäre an der Zeit, dass sich die Parteien in Klagenfurt überlegen, gemeinsam wichtige Probleme zu lösen, statt sogar gerichtlich aufeinander loszugehen. Schauen wir uns die Bundes-SP an. Fallende Beliebtheitswerte, schlechte Umfragedaten, massive Kritiken an Vizekanzler Babler. Was macht die SP falsch und wofür steht diese einst so stolze Partei überhaupt noch? Kaiser: Gerade die Grundsätze, die die Sozialdemokratie immer vertreten hat, sind eigentlich erfolgreicher als die politische Zustimmung zu dieser Partei. Ich denke, dass wir aus sozialdemokratischer Sicht diese Inhalte weiter vertreten sollen, wir aber auch eine gewisse Modernität in die Diskussion einzubringen haben. Was mich irritiert ist, dass eine eigentlich passable Leistung der SP und der gesamten Bundesregierung durch eine Negativ-Spirale auf alles, was öffentlich, gesellschaftlich und politisch ist, hinuntergezogen wird. Sie waren über 50 Jahre in der Politik tätig, davon 18 Jahre in der Regierung und 13 Jahre Landeshauptmann. Auf was sind Sie besonders © Christian Berger

DAS WIEN AKTUELL 11 stolz, woran sind Sie gescheitert? Und wollten Sie schon einmal alles hinwerfen? Kaiser: Nein. Ich wollte nie einfach alles hinwerfen. Meinen Rückzug habe ich, wie bereits ausgeführt, gut überlegt. Ich bin sehr stolz darauf, dass wir es in Kärnten immer geschafft haben, einander zu respektieren – egal ob Regierung oder Opposition. Die unter meiner Ägide eingeleitete Reform zur Abschaffung des Proporzsystems hat die Politik attraktiver, aber auch das Gestalten leichter gemacht. Gescheitert bin ich in einigen Bereichen, aber erfreulicherweise – um das zu relativieren - nie in einem Bereich, der eine vernünftig gestaltete Politik ernsthaft behindert hätte. Der damalige SP-Kanzler Gusenbauer wollte Sie unbedingt in die Bundesregierung aufnehmen. Warum haben Sie Ministerämter abgelehnt? Hätte Sie das Kanzleramt gereizt? Kaiser: Ich habe gemerkt, wie sehr ich mit Kärnten und seinen Menschen, aber auch den manchmal unbekannten Stärken dieses Landes verbunden bin. Ich habe deshalb nach reiflicher Überlegung abgesagt. Ein Blick in die Zukunft. ... Kaiser: Sie bringt immense geopolitische Herausforderungen. Wir sind mit vielen Krisensituationen konfrontiert. Man sollte diese Krisen als Chancen nutzen. Vielleicht werden wir in der einen oder anderen Frage andere Positionen erarbeiten müssen, um diese Gefahrenquellen nachhaltig begrenzen zu können. Im Bereich des Klimas hoffe ich auf Enkelverantwortung, im Bereich geopolitischer Verwerfungen wünsche ich mir ein gemeinsames, stärkeres Europa, insbesondere in wirtschaftlichen, verteidigungs- und außenpolitischen Fragen. Wir brauchen neben China, Russland und den USA eine vierte, sehr zentrale Macht. Haben Sie eine Botschaft an unsere Leser? Kaiser: Mir wird Tag für Tag der Wert der Demokratie bewusst – mit dem Wissen, in einem Land wie Österreich oder einem Bundesland wie Kärnten leben zu können. Das ist eine glückliche Fügung. Vielleicht sollte man manchmal auch etwas für Österreich und seine Menschen tun, als oft nur zu nörgeln und zu kritisieren. Man sollte diese Krisen als Chancen nutzen. Vielleicht werden wir in der einen oder anderen Frage andere Positionen erarbeiten müssen, um diese Gefahrenquellen nachhaltig begrenzen zu können. Peter Kaiser „ „ Greenpeace zu Pool-Debatte: Allein drei Konzerne verbrauchen drei Mal mehr Wasser als private Pools Greenpeace zeigt anlässlich der hitzigen Debatte um private Pools in Dürrezeiten auf: Die österreichische Industrie verbraucht um ein vielfaches mehr Grundwasser als Privatpersonen beim Befüllen ihrer Pools zusammen. Jährlich fließen 16 Millionen Kubikmeter Wasser in Privatbecken - was unbe-stritten eine große Menge ist. Doch allein die voestalpine Stahl Linz, die OMV Raffinerie Schwechat und die Lenzing AG verbrauchen mit 51 Millionen Kubik-metern pro Jahr die dreifache Menge Grundwasser. Während die Poolbefüllung öffentlich am Pranger steht, bleibt der gewaltige Wasserverbrauch der Industrie meist intransparent. Greenpeace fordert von Wasserminister Norbert Totschnig, dass er das angekündigte Wasserentnahme-Register für Industrie und Landwirt-schaft rasch umsetzt. Die Umweltschutzorganisation fordert zudem eine Was-ser-Abgabe für industrielle Großverbraucher, die es in Frankreich und den meis-ten deutschen Bundesländern bereits gibt. Sebastian Theissing-Matei Wasserexperte bei Greenpeace: “Die Poolbefüllung ist seit Jahren ein Aufreger-Thema – und das sicherlich zurecht. Aber während wir über private Becken diskutieren, schöpfen Industrie-Konzerne in einem ganz anderen Ausmaß unser Grundwasser in Österreich ab. Dieser gewaltige Ver-brauch findet oft im Verborgenen statt, ohne dass die Öffentlichkeit viel davon mitbekommt. Doch in Zeiten, in denen unsere Wasserreserven immer öfter schwinden, kann dieses industrielle Abzapfen zu handfesten Konflikten um un-ser Wasser führen.” Allein drei bekannte österreichische Konzerne verbrauchen laut Geschäftsbe-richten und Unternehmensauskünften zusammen 51 Millionen Kubikmeter Grundwasser jährlich und damit mehr als drei Mal so viel wie alle privaten Pools des Landes zusammen. Alleine die voestalpine Stahl in Linz verbraucht mit 27 Millionen Kubikmetern beinahe doppelt so viel Grundwasser wie alle Privatpools zusammen (laut Umwelterklärung). Weitere 13 Millionen Kubikmeter Grundwas-ser verbraucht die OMV Raffinerie bei Schwechat (laut Unternehmensauskunft). Die Lenzing AG im oberösterreichischen Lenzing an der Ager entnimmt mit 11 Millionen Kubikmetern ebenfalls enorme Mengen Wasser aus dem Boden (laut Unternehmensauskunft). Durch die Industriekonzerne zusätzlich genutztes Oberflächenwasser aus Flüssen ist in diesen Zahlen nicht berücksichtigt. © Greenpeace /Mitja Kobal

DAS 12 WIEN AKTUELL Die Bundesregierung feiert ihr neues Doppelbudget für die Jahre 2027 und 2028 als großen Wurf. Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) spricht von „Verantwortung“, Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) von einem „klaren Pfad aus dem Defizitverfahren“. Doch hinter den wohlklingenden Formulierungen verbirgt sich eine ernüchternde Realität: Österreich wird auch in den kommenden Jahren auf Pump leben – und zwar in einem Ausmaß, das selbst viele Wirtschaftsexperten zunehmend alarmiert. Während die Regierung von Sanierung spricht, plant sie gleichzeitig Jahr für Jahr neue Schulden in der Größenordnung von rund 15 Milliarden Euro. Das Staatsdefizit soll zwar schrittweise von 4,2 Prozent auf unter drei Prozent sinken, doch von einem ausgeglichenen Haushalt ist Österreich auch 2028 noch weit entfernt. Für viele Kritiker ist das kein Sanierungskurs, sondern lediglich eine kosmetische Korrektur, um die Vorgaben aus Brüssel gerade noch zu erfüllen. Keine Enkerlverantwortung Besonders brisant: Die Schulden von heute werden zu den Zinszahlungen von morgen. Bereits jetzt verschlingt die Bedienung der Staatsschulden Milliardenbeträge. Laut Budgetentwurf könnten die Zinskosten in den kommenden Jahren auf bis zu zwölf Milliarden Euro ansteigen. Geld, das dann für Schulen, Spitäler, Pflege oder Pensionen fehlt. Während Familien jeden Euro zweimal umdrehen müssen und Unternehmen unter hohen Kosten leiden, wächst die Rechnung für die Schuldenpolitik der Republik immer weiter an. Die Regierung verweist auf ein Konsolidierungsvolumen von fünf Milliarden Euro und präsentiert zahlreiche Offensivmaßnahmen. Mehr Geld für Bildung, Arbeitsmarkt, Pflege und Kinderbetreuung soll zeigen, dass Sparen und Investieren gleichzeitig möglich seien. Doch genau hier beginnt die Kritik. Denn viele der angekündigten Maßnahmen sind zwar populär, lösen aber die strukturellen Probleme des Landes nicht. Reform-Unwille? Seit Jahren warnen Experten vor dringend notwendigen Reformen im Gesundheitswesen, in der Verwaltung, im Bildungsbereich und beim Föderalismus. Die Kosten steigen stetig, die Effizienz bleibt vielfach auf der Strecke. Doch auch dieses Budget liefert keine großen Antworten auf die großen Fragen. Statt mutiger Reformen dominiert der bekannte politische Reflex: Mehr Geld ausgeben, neue Programme ankündigen und die Rechnung in die Zukunft verschieben. Visionsloses Budget? Selbst die als großer Erfolg präsentierte Senkung der Lohnnebenkosten wirft Fragen auf. Zwar soll der Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds ab 2028 sinken und Unternehmen um rund zwei Milliarden Euro entlasten. Doch gleichzeitig werden die Betriebe an anderer Stelle stärker belastet. Banken, Unternehmen und Arbeitnehmer sollen ihren Beitrag zur Budgetsanierung leisten. Ob unter dem Strich tatsächlich eine spürbare Entlastung bleibt, wird sich erst zeigen. Kritiker sprechen deshalb von einem Budget ohne Mut und ohne Vision. Statt die Verwaltung zu verschlanken, Doppelgleisigkeiten zu beseitigen und den Staat effizienter zu machen, werde das bestehende System weiterfinanziert. Die Regierung hoffe offenbar darauf, dass Wirtschaftswachstum und Inflation die Probleme irgendwann von selbst kleiner erscheinen lassen. Dabei wird die Lage immer ernster. Österreich befindet sich weiterhin im EU-Defizitverfahren. Die Wirtschaft wächst nur schwach, die internationale Unsicherheit bleibt hoch und die Energiekosten entwickeln sich erneut zu einem Risikofaktor. Gerade in einer solchen Situation erwarten viele Bürger von der Politik einen klaren Reformkurs und nicht bloß die Verwaltung des Mangels. Strukturprobleme Besonders schwer wiegt dabei die Generationenfrage. Jeder zusätzliche Schulden-Euro von heute muss irgendwann zurückgezahlt werden. Die Last tragen letztlich jene, die heute noch in den Schulen sitzen oder gerade ins Berufsleben starten. Ihnen hinterlässt die Politik nicht nur einen hohen Schuldenberg, sondern auch ungelöste Strukturprobleme, die von Regierung zu Regierung weitergereicht werden. Das Doppelbudget 2027/2028 mag auf dem Papier den Weg unter die magische Drei-ProzentGrenze weisen. Doch wer genauer hinsieht, erkennt vor allem eines: Österreich bleibt auch in den kommenden Jahren ein Land, das deutlich mehr ausgibt, als es einnimmt. Die Regierung verkauft das als verantwortungsvolle Sanierung. Kritiker sehen darin vor allem eines – ein weiteres Schuldenpaket mit schönem Etikett. 15 Milliarden neue Schulden pro Jahr: Regierung lobt sich dafür! Dass das Doppelbudget wohl Potenzial hat, magische Drei-Prozent-Grenze zu unterschreiten, ist möglich. Wanken Einnahmen, ist aber Feuer am Dach! Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) © Parlamentsdirektion/Thomas Topf

DAS WIEN AKTUELL 13 AUSGEZEICHNET BEREITS ZUM 9. MAL: 200x272_Sujet_Maerzen_DLG2026_Produktqualität.pdf 1 28.04.2026 08:39:42 ANZEIGE

DAS 14 WIEN AKTUELL Im letzten Jahr hob sich der Premierenvorhang für die Zusammenarbeit zwischen Österreichs größtem und traditionsreichsten Binnenschifffahrtsunternehmen und der Oper BURG GARS. Nach dem erfolgreichen Start in die nautisch-kulturelle Zusammenarbeit wird sie nun auf die nächste Ebene gehoben. Im Fokus der Kooperation stehen Vorteile für das Publikum, wobei ein EasyUse-Prinzip gilt. Opernticket und Fahrkarte der DDSG Blue Danube gelten während der Saison gegenseitig als Rabattgutschein. Zudem bündeln die Partner ihre Synergien in der Kommunikation. Die DDSG Blue Danube bewirbt das reichhaltige Kulturprogramm der Festspiele in Gars, zu dem auch „Oper für Blinde“, „STARS in GARS – Unterreiner & Friends“, „KulturBURG“ und „EventBURG“ sowie exklusive Kinderführungen zählen, auf ihren neun Schiffen, die in Wien, der Wachau und nach Bratislava (Slowakei) im Linienverkehr unterwegs sind. Zudem ist der niederösterreichische Kulturveranstalter an den Verkaufsstellen der Reederei im Eigentum von VERKEHRSBÜRO und Wien Holding präsent. Die Partnerschaft ist Teil der intensiven Zusammenarbeit der DDSG Blue Danube mit der niederösterreichischen Kultur- und Tourismuslandschaft und Institutionen der Freizeitwirtschaft. Höhepunkt bei den Festspielen in Gars ist der Opernhit „Madama Butterfly“. In Puccinis Oper über die tragische Liebschaft der Geisha Cio-Cio-San und des Marineoffiziers Pinkerton begeistern heimische Publikumslieblinge sowie internationale Nachwuchsstars wie beispielsweise in der Regie mit Matthias von Stegmann und der musikalischen Leitung von Karsten Januschke. In der „KulturBURG“ gibt es wieder ein hochkarätiges Rahmenprogramm mit unter anderem Lidia Baich, Wolfgang und Stefan Vladar, Daniela Fally, Andreas Schager oder Erwin Steinhauer. Ganz im Zeichen der Artenvielfalt steht die diesjährige Klima-Tour der Stadt Wien, die im Frühsommer auch in vielen Bildungseinrichtungen zu Gast ist: Am 11. Juni machte die KimaTour Station in der Musik- und Informatikmittelschule Wendstattgasse 5 – mit dabei: Bildungsstadträtin Bettina Emmerling und Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. „Mit der Klima-Tour sorgen wir mit ungewöhnlich gestalteten ELastenrädern für Aufmerksamkeit und beantworten viele Fragen rund ums Thema Klimaschutz – gerade junge Menschen sind hier sehr interessiert“, betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. „Wir bieten Klimabewusstsein zum Anfassen – jedes der Räder widmet sich einem anderen Klimathema: Von Kreislaufwirtschaft über Wasser bis hin zu Grünraum.“ Mitmach-Stationen, Alltagstipps und die Möglichkeit, mit Expertinnen und Experten der Stadt ins Gespräch machen die Klima-Tour zum besonderen Erlebnis. „Unsere Pädagoginnen und Pädagogen sowie unser Schulpersonal leisten jeden Tag großartige Arbeit und legen das Fundament dafür, dass Kinder mit Freude lernen und Neues erleben wollen. Angebote wie die Klima-Tour an den Wiener Schulen sind eine wunderbare Ergänzung dazu. Sie bringen zusätzlichen Schwung in den Schulalltag und verbinden den Lernstoff mit Themen aus dem Alltag der Kinder. Es freut mich, wenn wir den Unterricht auf so vielfältige Weise bereichern können“, sagt Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling. Jedes Jahr steht ein anderes Thema im Fokus der Klima-Tour – heuer ist es die Artenvielfalt. „Artenvielfalt und Biodiversität sind enorm wichtig für die Lebensqualität in unserer Stadt, weil sie ein Leben in einem guten Umfeld ermöglichen und grüne Oasen überall für Abkühlung und bessere Luft sorgen“, so Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. „Kleine und große Grünräume wie hier die Schmetterlingswiese sind Lebensräume für Pflanzen und Rückzugsort für viele Tiere und Insekten.“ Wien ist jetzt schon Vorreiter in Sachen Artenvielfalt: Davon zeugen viele Projekte wie zum Beispiel naturnahe Wienerwaldwiesen, Amphibienteiche, eine naturnahe Waldbewirtschaftung oder große Renaturierungsmaßnahmen im Naturareal Breitenlee oder beim Liesingbach. „Madama Butterfly“ legt auf neue Ebene ab DDSG Blue Danube und Oper BURG GARS bauen Zusammenarbeit mit attraktiven Angeboten aus. Puccinis Oper von 11. Juli bis 1. August. Klima-Tour bringt Artenvielfalt in Schulen Mobile Tour zu Klimathemen macht in vielen Bildungseinrichtungen Station. Klima-Tour-Station in der Informatikmittelschule Wendstattgasse mit Bildungsstadträtin Bettina Emmerling & Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. © Stadt Wien/Arman Rastegar

DAS WIEN AKTUELL 15 131 Millionen sahen ESC 131 Mio. Menschen haben heuer am Fernsehen den 70. Eurovision Song Contest von Wien verfolgt – ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (146 Mio.). Grund dafür war allen voran der Boykott einiger Länder wegen der Teilnahme Israels. Insgesamt stimmten laut EBU Fans aus 148 Ländern – mehr als im Vorjahr – über die Songs ab. Außerhalb der 36 Teilnehmerländer voteten Menschen beispielsweise aus den USA, Kanada oder der Türkei am meisten. Neue Bezahloptionen bei PayPal Der Online-Finanzdienstleister PayPal bietet in Österreich neue Bezahlmodelle an. Die mehr als 2 Millionen Kundinnen und Kunden in Österreich können neben der Sofortzahlung jetzt auch „Bezahlen nach 30 Tagen“ bei Beträgen bis 2.000 Euro oder eine Ratenzahlung auswählen. Das „Jetzt kaufen, später zahlen“- Modell biete auch andere Anbieter wie etwa Klarna an. Schuldnerberater warnen immer wieder, solche Bezahloptionen würden vor allem junge Menschen dazu verleiten, über ihrem Budget zu leben und sich zu verschulden. Haushaltsenergie wieder teurer Die Preise für Haushaltsenergie haben im April insgesamt erneut zugelegt, einzig die Strompreise sind gesunken. Der Energiepreisindex der Energieagentur stieg gegenüber März um 2,6 Prozent, im Jahresvergleich lag das Plus bei 10,7 %. Ausschlaggebend war vor allem die Blockade der Straße von Hormus. Superbenzin verteuerte sich im April zum Vormonat um 2,8 %, im Jahresvergleich lag das Plus bei 16,7 %. Beim Diesel stiegen die Preise um 10,1 % gegenüber März und um 37,2 % im Jahresvergleich. Die Heizölpreise legten im Monatsvergleich um 12,6 % zu, im Jahresvergleich um 62,6 %. Österreicher meiden Kredite 88 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher versuchen, Kredite zu vermeiden – dennoch haben über 40 Prozent bereits mehrmals einen Kredit aufgenommen. Für die große Mehrheit (79 Prozent) kommen nur ein fixer Zinssatz in Frage, unabhängig vom Haushalts-Nettoeinkommen. 63 Prozent befürchten, durch Kredite in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten – Frauen stärker (68 %) als Männer. Der Wohnkredit ist die aktuell am häufigsten genutzte Kreditform in Österreich. Industrie verbraucht viel Wasser Angesichts der Trockenheit in Österreich und der dadurch entstandenen Debatte um die Befüllung von privaten Pools hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace auf den Wasserverbrauch der Industrie erinnert. Demnach verbrauchen allein die drei Konzerne Voestalpine, OMV und Lenzing AG laut Geschäftsberichten drei Mal mehr Wasser als alle privaten Pools zusammen. So stellen jährlich 101 Mio. Kubikmeter Grundwasser für die genannten Konzerne 16 Mio. Kubikmeter gegenüber. Die in Privatbecken fließenden verbrauchen nur vergleichsweise geringe Mengen, so Greenpeace. Schneemangel setzt Gletschern zu Kurz vor Sommerbeginn liegt auf Österreichs Gletschern rund ein Drittel weniger Schnee als im langjährigen Mittel. Das wirkt sich auch auf Seen und Flüsse aus, die vom Schmelzwasser der Gletscher gespeist werden. Das zeigen aktuelle Messergebnisse der Glaziologen Fischer und Wiesnegger von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. „Wir müssen damit rechnen, dass heuer einige Gletscher verschwinden“, sagt Fischer. Problematisch sei das auch, weil Gletscher natürliche Wasserspeicher sind. Fallen diese weg, habe das Folgen für das Grund- und Trinkwasser. Gewinnen mit “ Das Wien” Senden Sie eine Mail mit dem Betreff des Gewinnspiels und Ihrer Antwort an marketing@das-wien.at Teilnahmebedingungen für sämtliche Gewinnspiele: Die Teilnehmer erklären sich ausdrücklich damit einverstanden, dass ihre Daten an den jeweiligen Gewinnspielpartner weitergegeben werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Gewinne sind nicht in bar ablösbar. Einsendeschluss: Freitag, 26. Juni 2026. Gewinnen Sie 1 von 4 Gutscheinen im Wert von jeweils 250 Euro von Wo ist der Hauptsitz von Hugo Boss? a) Metzingen (D) b) Graz (Ö) Betreff: Hugo Boss 1 Gutschein im Wert von 1.000 Euro von Wo ist der Firmensitz von Moncler Mode? a) Mailand, Italien b) Köln, Deutschland Betreff: Moncler © David Bohmann

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