DAS 20 WIEN AKTUELL Graz-Wahl Fassungslos habe ich die Umfragen vor der Gemeinderatswahl in Graz zur Kenntnis nehmen müssen. Die Kommunisten liegen klar vorne! Was stimmt mit den Grazern nicht? Der Kommunismus hat in seiner gesamten unsäglichen Geschichte eine brutale Blutspur gezogen. Immer! Wie kann man eine derart totalitäre Partei, die die Demokratie und die freie Marktwirtschaft abschaffen will, wählen? Offenbar hat die heutige Jugend den Kalten Krieg und die Teilung Europas in Ost und West vergessen. Zur Erinnerung: Stalin 20 Millionen Tote, Mao 80 Millionen Tote, Pol Pot 3 Millionen Tote, um nur drei Beispiele zu nennen. Wem das nicht reicht soll nach Nordkorea oder Kuba schauen. Wollen die Grazer diese Zustände auch in ihrer Stadt? Ich verstehe es nicht! Amalie F., 74, Pensionistin Parteienförderung Ich halte das aktuelle Gezanke um die Erhöhung der Parteienförderung innerhalb der RegierungsKoalition für ein skandalöses Schauspiel. Offenbar spüren sich da einige in der Regierung gar nicht mehr. Während man den Pensionisten die volle Inflationsanpassung verweigert und damit faktisch die Pensionen kürzt und bei den Familienleistungen den Sparstift ansetzt, streitet diese Versager-Truppe hinter verschlossenen Türen darum, sich selbst die Taschen noch voller zu machen. Schäbiger und abgehobener geht es wirklich nicht mehr. Hier geht es nicht um das Wohl der Österreicher, sondern nur noch um den eigenen Machterhalt und die finanzielle Absicherung der abgehalfterten Regierungsparteien. Die Bevölkerung leidet unter der Rekordteuerung und den Belastungspaketen, die Wirtschaft ächzt unter der Last falscher Entscheidungen, aber die einzige Sorge der Regierung ist, wie sie noch mehr Steuergeld in die eigenen Kassen spülen können. Dr. Edwin M., 71, Pensionist Ukraine Die Forderung von ÖVP-Bundeskanzler Stocker, die Westbalkanländer hinsichtlich eines EU-Beitritts mit der Ukraine gleich zu behandeln, ist schlichtweg verantwortungslos. Die Ukraine ist ein korruptionsgebeutelter Staat, der sich zudem noch mitten in einem Krieg befindet. Dass die EU-Eliten und die heimischen Systemparteien die Ukraine auf Biegen und Brechen in die Europäische Union holen wollen, ist daher auch mit Blick auf die Sicherheit unserer Bevölkerung politischer Wahnsinn! Außerdem wird mit den Staaten des Westbalkans bereits teils seit vielen Jahren über einen EU-Beitritt verhandelt – dazu jetzt eine „Gleichbehandlung“ zu fordern, ist daher geradezu lächerlich. Die Kopenhagener Kriterien, die klar festlegen, welche Voraussetzungen ein Land für eine EU-Mitgliedschaft zu erfüllen hat, müssen auf Punkt und Beistrich eingehalten werden. Alles andere würde Nettozahler-Staaten wie Österreich noch weiter zum reinen Zahlmeister einer Transfer- und Schuldenunion degradieren, was den Steuerzahlern unter keinen Umständen zumutbar ist. Dr. Wolfgang P., pensionierter Diplomat Kulturförderung Ich halte es für einen guten Schritt, dass die Stadt Wien die seit Jahrzehnten gängige Praxis der Mehrjahresförderungen im Kulturbereich gestrichen hat. Künftig werden Förderverträge in sämtlichen Bereichen von der darstellenden Kunst über die bildende Kunst bis hin zu Film und Literatur im Regelfall nur mehr für ein Jahr abgeschlossen. Zu lange haben sich zu viele „Kunstschaffende“ schamlos an den Fördertöpfen bedient, ohne dafür entsprechende Gegenleistungen abzuliefern. Bestes Beispiel sind etwa die Wiener Festwochen, die unter der Intendanz von Milo Rau von Jahr zu Jahr nachlassen und nur mehr plumpe Provokation auf dem Programm haben. Wenn die Finanzierung gesichert ist, strengt sich keiner mehr an. Das ändert sich jetzt hoffentlich. Dank an Kulturstadträtin Veronica KaupHasler! Selina S., 27, Kulturinteressierte Angestellte Filmförderung Die FPÖ hat einen Anschlag auf die österreichische Filmförderung verübt. In einem Antrag hat die FPÖ die grundlegenden Rahmenbedingungen der österreichischen Filmlandschaft ändern wollen. Wer die öffentliche Förderung auf maximal 50 Prozent der Herstellungskosten begrenzen will, gefährdet die Existenz des österreichischen Films insgesamt. Während die FPÖ-Pläne den österreichischen Film de facto zerstören würden, arbeitet Kulturminister Andreas Babler daran, mit einem Investitionsbeitrag von Streaming-Diensten Mittel für den Film aufzustellen und so auch in budgetär angespannten Zeiten die Filmförderung aufzustocken. Kein österreichischer Kinofilm seit Bestehen der Filmförderung (1981) weist eine Förderquote unter 50 Prozent auf. Das liegt nicht an mangelnder Effizienz, sondern an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eines kleinen Marktes. Bei Umsetzung der FPÖ-Forderungen gäbe es künftig de facto keine österreichischen Kinofilme mehr. Niki L., 56, Filmschaffender Ungarn Über Jahre hinweg war Viktor Orbán Zielscheibe permanenter Angriffe aus Brüssel. Jede politische Entscheidung wurde kritisiert, jede Entwicklung in Ungarn zum Anlass genommen, um angebliche Defizite bei Demokratie und Institutionen anzuprangern. Umso erstaunlicher ist nun das auffällige Schweigen derselben Kreise, wenn Premierminister Péter Magyar offen Druck auf den rechtmäßig vom ungarischen Parlament gewählten Staatspräsidenten ausübt und nach dessen Weigerung zurückzutreten sogar Verfassungsänderungen ankündigt, um ihn aus dem Amt zu entfernen. Tamás Sulyok verfügt über ein gültiges Mandat und wurde vom ungarischen Parlament entsprechend den demokratischen und verfassungsmäßigen Regeln des Landes gewählt. Dass nun ausgerechnet ein Politiker, der von vielen in Brüssel als neuer Hoffnungsträger gefeiert wird, die Spielregeln ändern möchte, weil das Staatsoberhaupt politisch nicht auf seiner Linie liegt, zeichnet ein äußerst bedenkliches Bild. Gabor M., 62, Unternehmer Neutralität Danke für den Artikel über unsere Neutralität, der mir aus dem Herzen geschrieben ist! Bin Jahrgang 1944 und weiß wovon sie schreiben, noch heute berühren mich die am 15. 5. 1955 vom Balkon Schloss Belvedere gerufenen Worte: Österreich ist frei! Leopold Figl zeigte den unterzeichneten Staatsvertrag, der Österreich zu einem unabhängigen demokratischen Staat machte! Die „Menge“ jubelte ihm zu! War von meiner Familie informiert worden, was das bedeutet, für unser Land! Als am 15. 5. 1965 mein Sohn geboren wurde und die Hebamme mir mein Baby in die Arme legte, sagte sie: ihr Kind ist in Freiheit geboren, ja sie erinnerte sich und das sollte uns ALLEN immer in Erinnerung bleiben, den jungen Menschen weitererzählen ... immer weitererzählen ... Nochmals DANKE!!! Herzliche Grüße Frau Dangl 1130 Wien Senden Sie uns Ihren Leserbrief an: redaktion@das-wien.at
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