DAS WIEN AKTUELL 19 Abnehmen mit Spritze – ein Hype mit Nebenwirkungen Tik-Tok, Instagram, Facebook und andere Social Media Kanäle begleiten uns nicht nur im täglichen Leben, sie beeinflussen zunehmend auch, wie wir unseren Körper sehen. Was früher Diät, Sportprogramm oder Ernährungsumstellung hieß, wird heute oft als schnelle Lösung präsentiert: eine Spritze, ein sichtbarer Gewichtsverlust und ein neues Lebensgefühl. Doch gerade bei der sogenannten „Abnehmspritze“ zeigt sich sehr deutlich: Medizin ist kein Lifestyle-Produkt. „Abnehmspritzen können ein wertvolles medizinisches Hilfsmittel sein – sie ersetzen aber niemals eine gesunde Ernährung, Bewegung und fachliche Begleitung.“ Präperate wie Ozempic®, Wegovy® oder Mounjaro® greifen in den Stoffwechsel ein. Sie senken den Blutzuckerspiegel, das Hungergefühl wird reduziert das Sättigungsgefühl verlängert – dadurch wirken sie unterstützend bei einer Gewichtsreduktion. Sie sind jedoch nur für eine bestimmte Patientengruppe medizinisch sinnvoll – Patienten, die an Diabetes Typ II oder Adipositas leiden. Die europäische Zulassung beschreibt diese Medikamente ausdrücklich als Ergänzung zu kalorienreduzierter Ernährung und vermehrter körperlicher Aktivität – nicht als Ersatz dafür. Problematisch wird es dort, wo aus einer medizinischen Behandlung ein Trend wird. In sozialen Medien wird häufig nur das Ergebnis gezeigt: weniger Kilos, schmaleres Gesicht, neue Kleidung. Was meist nicht gezeigt wird, sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Appetitverlust, Kreislaufprobleme oder die Unsicherheit, was nach dem Absetzen passiert. Auch Behörden weisen darauf hin, dass GLP-1-Medikamente Nebenwirkungen verursachen können und nur unter medizinischer Begleitung angewendet werden sollen. Besonders gefährlich ist die Anwendung ohne ärztliche Kontrolle. Wer sich Medikamente über dubiose Internetseiten, Social Media Kontakte oder private Quellen besorgt, weiß nicht sicher, was tatsächlich enthalten ist. In Österreich und der EU wurde bereits vor gefälschten GLP-1-Präparaten gewarnt. Diese illegal erworbenen Arzneimittel erfüllen nicht die erforderlichen Standards für Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit. „Es gibt keine Abkürzung ohne Verantwortung. Eine Spritze kann den Appetit verändern, aber sie lernt niemandem, wie man sich langfristig ernährt. Genau hier liegt ein großes Risiko: Wer während der Behandlung einfach nur weniger isst, aber nicht ausgewogener, verliert nicht nur Fett, sondern möglicherweise auch Muskelmasse, Energie und wichtige Nährstoffe.“ Um langfristig etwas zu verändern, muss man auch auf vermehrte Bewegung setzen. Dies ist vor allem wichtig für den Erhalt der Muskulatur, der Stabilisierung des Stoffwechsels, der Herz-Kreislauf-Gesundheit und dem eigenen Körpergefühl. Wer abnimmt, ohne Muskulatur zu erhalten, riskiert, zwar leichter, aber nicht gesünder zu werden. Eine begleitete Kombination aus Ernährung, Krafttraining, Alltagsbewegung und realistischen Zielen ist daher kein Zusatzprogramm – sie ist die eigentliche Grundlage. Die Behandlung endet nicht mit der letzten Injektion. Wenn nach Monaten der Appetit wieder zunimmt, alte Gewohnheiten aber unverändert geblieben sind, ist eine erneute Gewichtszunahme wahrscheinlich. Die Spritze kann ein Startpunkt sein, aber sie darf nicht der einzige Plan sein. Wer diesen Weg geht, neue Routinen aufbaut und ein gesundes Körperbild entwickelt, der wird am Ende dennoch mit dem Thema von zu viel Haut an vielen Körperstellen konfrontiert. Fachärzte der Plastischen, Ästhetischen und Rekonstruktiven Medizin sind dann die richtigen Anlaufstellen. „Wir helfen Patienten, das neue Körpergefühl mit hautstraffenden Maßnahmen abzurunden und unterstützen den Patienten dabei, sich in seinem neuen Körper rundum wohl zu fühlen.“ Daher braucht jede Behandlung eine ehrliche Beratung. Nicht jede Person mit ein paar Kilos zu viel braucht ein Medikament. Nicht jeder Wunsch nach Gewichtsverlust ist automatisch medizinisch sinnvoll. Abnehmspritzen sind kein Schönheitsfilter für den Körper. Sie sind ein medizinisches Werkzeug. Richtig eingesetzt, können sie für ausgewählte Patienten eine sinnvolle Unterstützung sein. Falsch eingesetzt, können sie falsche Erwartungen, Nebenwirkungen, Mangelernährung und gefährliche Selbstmedikation fördern. Deshalb gilt: keine Anwendung ohne ärztliche Begleitung, keine Medikamente aus unsicheren Quellen und keine Gewichtsabnahme ohne Ernährungs- und Bewegungsstrategie. Nachhaltiges Abnehmen beginnt nicht mit der Spritze, sondern mit einem Plan. Die Spritze kann diesen Plan unterstützen – ersetzen kann sie ihn nicht. Pünktlich zu Sommerbeginn bringt das Jugendprogramm WIENXTRA-Frish ein neues Highlight für junge Menschen in der Stadt an den Start: Die kostenlose Frish-Vorteilskarte. Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 13 und 26 Jahren können damit ab sofort exklusive Rabatte und Ermäßigungen bei zahlreichen Partnerinnen und Partnern in ganz Wien nutzen. Das Angebot reicht von Kultur- und Kino-Erlebnissen bis hin zu Sport- und Action-Highlights. Und das Beste: Neben der neuen Karte wartet ein vollgepacktes, großteils kostenloses Sommerprogramm auf Wiens Jugend. So einfach funktioniert es: w Digital: Die Karte kann unkompliziert auf der Website frish.at heruntergeladen oder als Screenshot auf dem Smartphone gespeichert werden. w Zum Anfassen: Wer lieber eine echte Karte in der Hand hält, kann sich diese in der WIENXTRA-Jugendinfo sowie im Medienzentrum, in der Spielebox, Stadtbox und im Cinemagic abholen. w Vorzeigen und sparen: Bei den teilnehmenden Partnern in Wien wird die Karte einfach auf dem Handy oder in der analogen Version vorgezeigt, um direkt den exklusiven Frish-Discount zu erhalten. Damit die Jugendlichen keine neuen Rabatte verpassen, liefert der Frish WhatsApp-Newsletter regelmäßige Updates direkt aufs Smartphone. Auf den Social-Media-Kanälen von Frish (Instagram und TikTok) werden zudem die unterschiedlichen Partner und Locations vorgestellt. Die ersten Highlights w Das Netzwerk an Partnern wird laufend erweitert. Zum Start können sich Jugendliche unter anderem auf folgende Vergünstigungen freuen: w Kino am Dach: 20 Prozent Rabatt auf Tickets für unvergessliche Open-Air-Kinoabende. w Area 52: An Sonntagen im August zum halben Preis gamen w Boulderbar Seestadt: Ermäßigter Eintritt für sportbegeisterte Jugendliche im Juli und August. w EASY-CANYONING: Abenteuersport im Wasser um nur € 9 mit der Frish-Vorteilskarte. w Haus der Geschichte Österreich: Gratis-Eintritt von Juli bis September. Auf den ersten Blick Von Dr. Barbara Zink WIENXTRA startet neue „Frish-Vorteilskarte“ © Patrick Connor Klopf
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