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DAS WIEN AKTUELL 19 Wiens Märkte im Aufwind – Gebühren für alle boomenden Schanigärten wurden halbiert Mit dem im Regierungsprogramm versprochenen und schrittweise umgesetzten Entlastungspaket stärkt die Stadt die Wiener Märkte. So werden die Schanigärtengebühren halbiert und Nachtlagerungsgebühren abgeschafft – zudem ermöglicht die bereits eingeführte Sonntagsöffnung mehr Freiheiten für Gastrobetriebe und deren Gäste. Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr betont: „Wien ist eine Stadt, die Genuss lebt und liebt. Die Wiener Märkte stehen für die kulinarische Vielfalt unserer Stadt und sind Orte der Lebensfreude und des Zusammentreffens in unseren Grätzln. Ohne die Wiener Marktstandler gäbe es unsere beliebten Märkte nicht. Dieser Einsatz gehört wertgeschätzt. Deshalb entlasten wir die Marktstandler durch die Abschaffung der Nachtlagerungsgebühren und die Halbierung der Schanigartengebühren, und geben ihnen damit mehr Luft zum Atmen.“ „Die Wiener Märkte boomen! Die nahezu im Jahresrythmus geknackten Besucherrekorde unterstreichen ihre gefragte Rolle als regionaler Nahversorger und beliebter gesellschaftlicher Treffpunkt. Ich freue mich, dass es uns gelingt mit weiteren Maßnahmen die Wiener Märkte als wichtige Lebensader in unserer Stadt zu unterstützen!“, so Märktestadträtin Ulli Sima. Das Entlastungspaket für die Wiener Märkte beseitigt bürokratische Hürden, reduziert die Gebühren deutlich und stärkt damit die lebendige und attraktive Marktszene in Wien. Zentraler Punkt ist die Halbierung der Schanigärtengebühren – und darüber hinaus die Abschaffung der Lagergebühr für Schanigarteneinrichtungen in der Nacht. Mussten bis jetzt pro angefangene 4 m² rund € 40/Monat entrichtet werden, fällt diese Gebühr für Schanigärten nun zur Gänze seit 1. März weg. Wiener Märkte werden nun konkret entlastet – das sind Hannovermarkt, Karmelitermarkt, Vorgartenmarkt, Meidlinger Markt, Floridsdorfermarkt, Gersthofermarkt, Kutschkermarkt, Sonnbergmarkt, Schwendermarkt, Volkertmarkt, Johann-NepomukVogl-Markt und Nußdorfermarkt –, da die Schanigartengebühren nun halbiert werden. Die Halbierung bringt im Schnitt eine Ersparnis von deutlich über € 4 pro Quadratmeter Schanigartenfläche – und das jeden Monat! Anstieg mit 5.377 Neu-Einbürgerungen Bei Nougat-Aufstrichen wenig Nüsse als Inhalt Das von der Statistik Austria erfasste erste Quartalsdrittel 2024 belegt bei den Einbürgerungen eine Zunahme von 63 Prozent gegenüber dem VorjahresQuartal. Im Detail kamen 2.037 Verfolgte des NS-Regimes bzw. deren Angehörige zu einer österreichischen Staatsbürgerschaft. Die Möglichkeit für Nachfahren von NS-Opfern die Doppelstaatsbürgerschaft zu beantragen, gibt es bereits seit einigen Jahren. Ein Gros davon lebt entweder in den USA oder in Israel. Anfangs nutzten diese Option deutlich mehr, im Jahr 2023 war die Antragstellung rückläufig. Deutschkenntnisse sowie Arbeits- oder Wohnsitzerfordernisse sind dabei keine Bedingung. 3.340 aus anderen Gründen Eingebürgerte hatten zuvor am häufigsten die Staatsangehörigkeit Syriens (616); Türkei (373) sowie Afghanistans (287). Fast die Hälfte der Einbürgerungen fiel auf Frauen (2.547). Rund ein Drittel davon waren unter 18-Jährige, ein Fünftel (1.073) waren in Österreich geboren. Quasi im Bundesländer-Ranking haben Salzburg, Steiermark und Oberösterreich die Nase vorne. Wien ist bei den neuen Einbürgerungen Schlusslicht. Drei Viertel aller Personen hatte einen Rechtsanspruch auf die Staatsbürgerschaft, auszugsweise min. sechsjähriger Wohnsitz in Österreich oder wie bei 187 Personen wegen einer Ehe mit einem Österreicher bzw. einer Österreicherin. Das Resultat eines Greenpeace-Marktchecks zum Inhalt von Nutella und Co. ist ziemlich ernüchternd: Nutella, Milka-Nusscreme und Co. enthalten – entgegen weitläufiger Annahme maximal nur 5 % Nüsse, dafür aber viel Fett (30 %) und Zucker zu ca. 50 Prozent. Zudem findet sich bei 50 Prozent der untersuchten Aufstriche Palmöl. Letzteres zeichnet verantwortlich für die massive Zerstörung von Regenwäldern. Ein weiteres Resümee der NGO ist, dass der Bio-Anteil in den Regalen zwar hoch ist, allerdings sind von 130 Produkten bloß „drei als uneingeschränkt empfehlenswert“ einzustufen. Greenpeace empfiehlt rein pflanzliche Nuss-Nougat-Aufstriche in Bioqualität, mit europäischen Pflanzenölen und Fairtrade-Siegel. Nutella erfüllt kein einziges dieser vier Kriterien. Die Umweltorganisation kürt auch ein Siegerduo, nämlich „dm“ und „Billa Plus“. In deren Regalen finden sich Produkte mit der Note „Sehr gut“. 80 Prozent der weltweiten Exporte stammen aus Malaysia und Indonesien. Lange Transporte befeuern die Klimakrise und verursachen klimaschädliche Treibhausgase. Der PalmölAnbau in gerodeten Urwäldern bedroht ca. 200 Tierarten mit Aussterben. Apropos Haselnüsse: der weltweit größte Produzent Türkei setzt für deren Ernte ca. 200.000 Kinder als Wanderarbeiter ein. Der Etikettenschwindel bei Nutella gaukelt einen 13- prozentigen Nussanteil vor.

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