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DAS WIEN AKTUELL 8 Saisonstart für die 3. Mann Tour in Wien Auf den Spuren von Filmbösewicht Orson Wells in „Der dritte Mann“ – Wien Kanal feiert heuer 100-jähriges Jubiläum. Landeshauptmann Ludwig überreichte hohe Auszeichnung an drei Polizeioffiziere Das Wiener Kanalnetz war ein Drehort des Kinoklassikers „Der dritte Mann“, der 1949 in London Premiere hatte. Ab sofort können Interessierte wieder in die Kanalisation zu den Originalschauplätzen abtauchen. Dabei erhalten sie Einblicke in die Filmwelt von damals und in den heutigen Arbeitsalltag der Wien Kanal-Mitarbeiter. „Die „3. Mann Tour“ im Kanal zählt jährlich rund 19.000 Besucher und ist ein Highlight für Gäste aus aller Welt und für die Wiener selbst“, so Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. Die Führung startet vis-à-vis vom Café Museum im Esperantopark am Karlsplatz. Gekennzeichnet ist der Einstieg durch ein überdimensionales rotes Betonkanalgitter samt weit sichtbaren Leuchtbuchstaben „3. Mann Tour“. Sie weisen den Weg sieben Meter in die Tiefe – in den Wiener Untergrund. Kanalarbeiter führen 50 Minuten mit spannenden Erzählungen und erstaunlichen Fakten durch ein heute modernes Abwassersystem in historischen Gemäuern. Heuer steht der Saisonstart unter besonderen Vorzeichen, denn der städtische Kanalbetrieb wird 100 Jahre alt. Seit ihrer Kommunalisierung im Jahr 1923 hat sich die Unternehmung der Stadt Wien zu einer wichtigen Säule der öffentlichen Daseinsvorsorge entwickelt. „Wien Kanal trägt wesentlich zur Gesundheit und Sicherheit der Wienerinnen und Wiener wie auch zum Umweltschutz bei“, betont Czernohorszky. Bei der Tour wird daher großes Augenmerk auf den bewussten Umgang mit den Abwasseranlagen gelegt. Die Abwasserprofis von Wien Kanal fischen täglich 20.000 kg Müll aus den unterirdischen Röhren – Müll, der dort nichts verloren hat. „Wir haben in Wien ein bestens ausgebautes Angebot für die richtige Müllentsorgung, Kanal und Klo müssen nicht als Mistkübel verwendet werden. Wir alle können hier einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Meine Bitte an jede Wienerin und jeden Wiener lautet: Spül keinen Müll!“, so Czernohorszky. Kürzlich verlieh Landeshauptmann und Bürgermeister Michael Ludwig im Rathaus das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien an die Polizeioffiziere, Generalmajor Franz Semper sowie Hofrat Werner Trawnicek und das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien an Oberst Johann Wlaschitz. In seiner Begrüßungsrede unterstrich Ludwig den Beitrag der drei versierten und langgedienten Polizeioffiziere, „die hinter den Kulissen viel dafür Sorge getragen haben, dass Wien stets als eine der sichersten Millionenmetropolen weltweit galt und gilt“. Sicherheit sei ein „ganz besonderer Wert“, ohne ein hohes Sicherheitsempfinden gebe es keine Wohn- und Lebensqualität. Deshalb komme es darauf an, das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung weiter zu verbessern, so Bürgermeister Ludwig, der die gute Arbeit der Wiener Polizei hervorhob: „Gleich, ob das konsequente Einschreiten gegen Gewalttäter bei Corona-Demonstrationen, die Mithilfe beim Contact Tracing oder bei der Erfassung der ukrainischen Kriegsflüchtlinge: Die Kooperation zwischen der Stadt Wien und der Polizei ist bewährt, vertrauensvoll und funktioniert gerade in schwierigen Zeiten besonders gut.“ Deshalb sei es eine Selbstverständlichkeit, dass die Stadt alles tue, um die Wiener Polizei zu unterstützen. Etwa mit der Übernahme der Parkraumbewirtschaftung, des Pass-, Melde- und Fundwesens oder durch finanzielle Hilfe bei der Anschaffung von technischer Ausrüstung. Er poche aber auch auf die Einhaltung der Regeln respektvollen und rücksichtsvollen Zusammenlebens. Wo das nicht der Falls sei, seien in Zusammenarbeit von Stadt und Polizei umgehend Maßnahmen gesetzt worden: „Ich erinnere nur an die Schwerpunktaktionen gegen die RoadrunnerSzene, an das Alkoholverbot am Praterstern und an die jüngste Verordnung einer Waffenverbotszone am Reumannplatz.“ Seit vielen Jahren sei auch klar, dass die Wiener Polizei weiter mehr Personal benötigt, um ihre Aufgaben bestmöglich zu erfüllen, sagte Bürgermeister Ludwig. Etwa wenn man bedenke, dass ein Bezirk wie Favoriten mehr Einwohnerinnen und Einwohner hat als Linz, aber mit der Hälfte der Polizistinnen und Polizisten auskommen müsse. Ludwig: „Wir werden hier nicht nachlassen, dass die Wiener Polizei die Ressourcen bekommt, die sie zur bestmöglichen Bewältigung ihrer Aufgaben benötigt.“ © PID/VOTAVA Fotos Stadt Wien / Christian Jobst

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