Das Wien - E-Book

DAS WIEN GARTENTIPP 29 in den Blättern ist, kann man sie für die Bekämpfung von Schädlingen und Pilzkrankheiten nutzen. Blätter (je älter, je besser) klein schneiden (1/2 kg). Mit 3 Liter kochend heißem Wasser übergießen und einen Tag ziehen lassen. Abseihen und unverdünnt auf Lauskolonien sprühen. Perfekt gegen die Bohnenlaus. Gartenfragen Bei meinen Rosen gibt es einige Zweige, an denen die Blätter hellgrün oder gar gelb sind. Ist das Nährstoffmangel? Die anderen Zweige sind saftig grün! Das sind eindeutig Frostschäden. Triebe sind oft zur Hälfte gefroren und es bleiben dann nur wenige Saftbahnen, die die Blätter noch versorgen. Wie es so schön heißt: zu viel zum Sterben, zu wenig zum Leben. Also abschneiden! *** Soll ich bei den Narzissen die Samenstände abzwicken oder ist das für künftige Entwicklung der Zwiebeln egal? Wie lange muss man die Blätter wirklich stehen lassen? – die sehen gar nicht schön aus! Samenstände bei allen Zwiebelblumen abschneiden – vor allem bei den Tulpen und Narzissen. Und die Blätter bleiben stehen bis sie ganz gelb geworden sind und vertrocknen. Bis dahin gießen und ev. auch flüssig düngen. *** Bei unserem Nachbarn kommt anstelle eines alten Einfamilienhauses ein höheres Gebäude – welche Hecke wächst schnell und bietet rasch Sichtschutz? Zum jetzigen Zeitpunkt kann man nur noch Heckenpflanzen setzen, die im Topf angeboten werden oder aus einer Baumschule mit einem Wurzelballen. Das ist relativ teuer. Besser im Herbst wurzelnackt setzen. Ideal: Hainbuche (preiswert) oder die Eibe (teuer). Gartengeschichte Zum Verzweifeln! Die letzten Wochen haben die Geduld der Gärtner ziemlich auf die Probe gestellt. Zuerst die Hitze und die Lust in einen frühen Sommer zu starten. Und dann der Frost, der mehr an Winter als an Frühling erinnerte. 29 Grad und die empfindlichen Kübelpflanzen stehen noch immer im Glashaus! „Ausräumen“, hieß es da oft von meinen Gartenfreundinnen und Gartenfreunden. Aber ich blieb standhaft. Auch wenn ich (im Unterbewusstsein) die Schreie der Pflanzen gehört habe: Wir wollen hinaus, dort wo Flieder und Obstbäume blühen, wie im Mai! Dann der krasse Wetterumschwung! Graupel und Schneeschauer, Regen, eiskalter Wind und in der Nacht dann ein Aufklaren mit Temperaturen um die zwei Grad minus. Den Wein hat es „gezischt“, bei den anderen Obstbäumen ist vermutlich (noch) nichts zu sehen. Und meine Citrus & Co. sagen Danke: Sie stehen in voller Blütenpracht im Glashaus und müssen sich noch ein paar Tage gedulden. Die vielen traurigen Bilder von verwelkten Kübelpflanzen sind eine Bestärkung, dass ich auf die Eisheiligen vertraue und nichts vor Mitte Mai ins Freie stelle. Dennoch – als Botschaft an alle Voreiligen: So traurig es ist, es ist nicht zum Verzweifeln. Selbst für Obst- und Weinbauern. Wir leben in einem Land, wo es perfekte Versicherungen und eine Überversorgung von Lebensmittel gibt. Nehmen wir alles als Hinweis: Wir können alles beeinflussen, nicht das Wetter – aber das Klima. Also, das Leben ein wenig ändern und klimabewusster entscheiden. Gartenkalender Jetzt wächst das Unkraut Das Wachstum startet wieder durch. Auch das der (Un-) Beikräuter … Daher jetzt möglichst rasch die Beete säubern, denn je kleiner die Pflänzchen sind, desto leichter lassen sie sich entfernen. Danach den Boden sofort dick mulchen. Als Mulchmaterial fällt nun der erste Rasenschnitt an (sind viele Gänseblümchen drinnen, dann auf den Kompost und erst den zweiten Schnitt verwenden). Oder man verwendet die Gartenfaser zum Abdecken, genau so wie Elefantengras oder Rindenhumus. Rindenmulch nur bei Gehölzen aufbringen. Im Gemüsegarten mit Gurken, Kürbissen, Zucchini oder Tomaten noch ein paar Tage warten. Sie mögen die Kälte gar nicht. Die Eisheiligen sind Mitte Mai! Garten nicht zu sehr aufräumen – ein wildes Eck für den Igel schaffen! Ohrwurmhäuschen aufhängen – die Blattläuse sind ziemlich aktiv. Bei ganz großem Befall mit Schmierseifenwasser sprühen. Pflanze der Woche: Blauregen ist auch in Weiß eine Pracht ... Er wird landläufig Blauregen genannt, blüht aber auch in Weiß und Rosa. Die Kletterpflanze gehört zu den wuchskräftigsten Pflanzen, die mit ihren verholzten Trieben selbst Dachrinnen, Blitzableiter oder sogar Eisengeländer verbiegen können. Aufpassen sollte man aber auch bei der Neupflanzung, dass in den ersten Jahren nicht die (wilde) Unterlage austreibt. Alles was über der Veredelungsstelle austreibt (meist mit Wachs verstrichen) ist gut, darunter die Triebe wegreißen (nicht schneiden). Die schönste weiße Sorte: Wisteria floribunda alba „Shiro noda“ – macht 50 cm lange stark duftende weiße Triebe – ein Traum! Bei den blauen Sorten hat bei Sortenprüfungen die Sorte „Blue Dream“ am besten abgeschnitten! Weißer Blauregen in Sissinghurst ist allemal ein Hingucker ... Fotos beigestellt

RkJQdWJsaXNoZXIy NDYxMjE=