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DAS WIEN AKTUELL 19 Verkaufspatt bei E-Bike und konventionellem Bike? Österreich ist Paradies für hohe Familien-Ausgaben Prognose mit doch mehr Österreicher zur EU-Wahl? Hat das konventionelle Fahrrad ausgedient? Eine erste Antwort darauf liefert die Statistik, die klipp und klar belegt, dass erstmals in der österreichischen Radhistorie in Summe im Vorjahr mehr E-Bikes als kommerzielle Räder verkauft werden konnten. Das Zahlenwerk im Detail dazu besagt nämlich, dass von ca. 421.000 verkauften Fahrrädern 52 Prozent davon E-Bikes waren. So viele, also, wie noch kein Jahr zuvor. Die ARGE Fahrrad legte bei Erwachsenrädern sogar noch deutlich eins drauf, rechnet vor, dass der Marktanteil in dieser Gruppe bereits auf 62 % Prozent emporgeklettert ist. Zugelegt hat auch die Anzahl bei Falt- und Transporträdern. Ein nicht so erfreulicher Umstand für die Branche ist aber, dass im Vergleich zu 2022 der Absatz um 16,8 Prozent nachgelassen hat. Mit der Folge, dass sich der Markt insgesamt also wieder dem Vor-Corona-Niveau angenähert hat. Auszug aus einem Report der Fahrrad-Interessengemeinschaft. Österreich wird also vorzeitig Europameister in der Disziplin „Wie viel zahlt ein Staat an seine Familien“. Diesen Titel liefert die Europäische Kommission quasi frei Haus noch vor der EU-Wahl am 9. Juni. Denkanstoß dazu ist ein Auszug der „Kronenzeitung“. Das finale Entscheidungsgoal anerkennt eine Studie vom EUeigenen Joint Research Centre (JRC). Österreich ist mit einer Unterstützungsleistung von 12 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt auf dem Sonnenplatz, sprich Platz eins. Die 26 weitere EU-Mitgliedsstaaten-Konkurrenz ist entzaubert, wenig effizient waren die Schlusslichter Spanien (4,1 %) sowie Griechenland bzw. Irland mit vier bzw. 3,2 Prozent. Die Bewerbsauswertung bezog sich auf die Jahre 2019 bis 2022. Bevor die Familienleistungen valorisiert wurden, schreibt sachlich dazu die Tageszeitung „Kurier“. Damit sieht sich Familienministerin Susanne Raab bestätigt, wie sie sagt. Den Jubel darüber hebt sie sich für die anstehende Nationalratswahl in der letzten Septemberwoche auf. „Dieser Familienmix ist erfolgreich und zeigt mit einer Vielzahl von finanziellen und steuerlichen Maßnahmen, dass unsere Familien bestmöglich unterstützt werden“. „Kein Land in der Europäischen Union unterstützt Familien so sehr wie Österreich“, so auch der Kleinen Zeitung gegenüber. Diese Studie untersuchte die Auswirkungen der Steuer- und Sozialleistungssysteme aller 27 EU-Staaten. Der Untersuchungsfokus galt kinderabhängigen Geldleistungen in drei Kategorien: „Leistungen für Familien mit Kindern, Ergänzungsleistungen im Rahmen von Arbeits-, Wohn- oder Sozialhilfeleistungen und Maßnahmen, die Steuern für Eltern senken“. Stichwort Leistungen zuletzt: Damit wird der Europameistertitel für unsere Fußball-Nationalmannschaft zur Formsache … Das EU-Barometer ist quasi eine letzte Umfrage des EU-Parlaments auf die anstehende Wahl im Juni. Dabei werden in allen 27 Mitgliedsstaaten relevante Themen abgefragt, aber auch der prinzipielle Zugang zur EU ist von Belangen. Ein signifikantes Gros der Österreicherinnen und Österreicher ist der EU gegenüber misstrauisch. Jeweils am vorletzten Platz, einmal hinter Tschechien sowie Bulgarien, findet sich Österreich zur Frage über das Image der EU (36 % positiv) bzw. ob die Alpenrepublik seit dem Eintritt einen Nutzen generieren konnte (56 % Ja). Der EU-Schnitt lag hier bei 71-%-Zustimmung. So beabsichtigen diesmal 70 Prozent österreichweit und 71 % Eu-weit, bei dieser EU-Wahl wählen zu wollen. Tatsächlich waren es zuletzt bei der Wahl 2019 in der Alpenrepublik 61 %. Allerdings ist das ein Auseinanderklaffen zu anderen Mitgliedsstaaten, die sich im Durchschnitt bloß mit 51 % beteiligten. Echt überraschend, weil als einziges Land, wird’s allerdings beim inkludierten Themen-Ranking: 12 Punkte, Eurovision-like, gibt es bei uns für „Die Zukunft Europas“. Erst dahinter rangieren Migration/Asyl und Klimawandel. Bei der Rubrik „Schwerpunktthema“ belegt bei uns mit 35 Prozent die Energiesicherheit (auch EU-Rest zu 37 %) Platz eins. Verteidigung und Sicherheit, das ist „nur“ für 27 % aller Österreicher das wichtigste Thema. Sind Sie anderer Meinung? Wollen Sie etwas ändern? Egal, beteiligen Sie sich an dieser EU-Wahl am 9. Juni. Österreich kann einen Abgeordneten mehr (20) diesmal nach Brüssel bei dieser siebenten Direktwahl schicken. Zumal Sie mit knapp zwei Drittel aller Österreicher etwas gemeinsam hätten, nämlich „dass ihre Stimme in Brüssel etwas bewirken kann …“ Steiermark: Frostschäden bei Obst & Wein nachhaltig Der März hatte mir nur drei Frostnächten, also Temperaturen unter 0 Grad, Rekordwerte eingeheimst. Der April wurde seinem Ruf mit Frostnächten gerecht, hat vor allem bei den steirischen Wein- und Obstbauern schweren Schaden verursacht. Der steirische Obmann des Branchenverbandes der Landwirtschaftskammer, Manfred Kohlfürst, sagt, „dass es Äpfeln, steirisches Landobst und Erdbeeren besonders getroffen hat“. Jetzt ist Bangen bis Ende Mai angesagt, weil erst da kann man sagen, was von den Früchten übrig bleibt. Rest Österreich, bis auf Teile in Niederösterreich, haben keinen Schaden erlitten. Die österreichische Hagelversicherung beziffert die Schadenshöhe mit 56 Millionen Euro.

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