Das Wien - E-Book

DAS WIEN AKTUELL 14 Österreicher sind mit ihrem Leben zufrieden VP-Mahrer präsentiert Maßnahmen-Plan gegen die Jugendgewalt – so kann es nicht weitergehen Österreich ist ein (das) Teilzeit-Land in Europa Die Daten aus einer ORF-Online-Umfrage ergeben, dass mehr als zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher mit ihrem Leben „zufrieden sind“. Sogar Bestnoten gibt es für die eigene Wohnsituation, die Arbeit, die Ausbildung und die Gesundheit. Dieses Ergebnis korreliert mit einigen Daten aus unseren zwei Erscheinungsbundesländern Kärnten und Wien, gaben bei „ORF fragt“ doch rund 90.000 Menschen mit einem Prozentsatz zu 69 Prozent an, „aktuell sehr oder eher zufrieden mit ihrem Leben zu sein“. Die zweitgrößte Zeitung des Landes, die „Kleine Zeitung“, kommt nach einer Umfrage von „s Real Immobilien“ zum Schluss, dass Kärnten bei der Lebensqualität sogar „Nummer eins“ ist. Am Land, so heißt es, heben die Bewohnerinnen und Bewohner besonders die Vorzüge mit Bergen, Seen und viel Grün hervor. Die Stadtbevölkerung schätzt eine gute Infrastruktur, Verkehrsanbindung und Sicherheit. Fakt ist, die Menschen am Land sind generell zufriedener als die Stadtmenschen. Die Motive für Kärntner nach Wien zu ziehen, sind einerseits höhere Bildungschancen und somit bessere Arbeitsmöglichkeiten. Wien wurde nicht umsonst zum 11. Mal in Serie zur „lebenswertesten Stadt der Welt gekürt“. Es hat das gewisse Extra und eben internationalen Charme. Das sind doch Argumente, abseits von Infrastruktur und gutem Öffi-Netz … In den letzten Wochen häufen sich die Gewaltexzesse in Wien und nehmen eine neue Dimension an. „Wir haben ein generell steigendes Gewaltpotential in Österreich – nicht zu bestreiten ist aber, dass Wien das klare Epizentrum der Gewalt ist“, zeigt sich Landesparteiobmann, Stadtrat Karl Mahrer besorgt über die Entwicklungen in unserer Stadt. Der österreichische Arbeitsmarkt hat ein Teilzeitproblem. Das hört man schon seit Jahren. Einen aktuellen Part dazu liefert die Statistik Austria: Mit 31 Prozent ist die Teilzeitquote in Österreich die zweithöchste nach den Niederlanden mit 43 Prozent. Die Statistik belegt zudem, dass mehr als die Hälfte der Frauen über 35 Jahren in Teilzeit arbeitet. Und nur 56 Prozent der über 55-Jährigen haben einen Job. Im EU-Schnitt sind es allerdings 62 Prozent. Was sind die Folgen? Je mehr Menschen in Teilzeit, desto schwieriger ist Österreichs Sozialsystem zu finanzieren. Und auch das Pensionssystem leidet darunter. Als teilzeitbeschäftigt gelten Menschen, wenn sie weniger als 36 Stunden pro Woche arbeiten. Generiert das österreichische Steuersystem Teilzeit-Beschäftigte? Fix ist, zusätzliche Arbeitzeit wird finanziell weniger attraktiv. Aber das wäre zu einfach. Frauen in Teilzeit haben andere Probleme wie auszugsweise Betreuungspflichten (Kinderbetreuung und Co.). Ein diskutierter Ansatzpunkt ist auch die Abschaffung von geringfügiger Beschäftigung. Damit wäre der „notorische Arbeitskräftemangel“ beseitigt. In Wahrheit fehlen aber Fachkräfte. Letzlich hat Teilzeit auch dazu beigetragen, dass Österreichs steigende Beschäftigtenquote „ausschließlich“ auf diese zurückzuführen war. Und tja, die fehlende Kinderbetreuung ist auch nicht zur Gänze der ausschließliche Grund für die hohe Teilzeitquote bei den Frauen. Fakt ist, der Rückgang an geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen über die OECD-Länder bis zum Jahr 2022 zeigt, dass der Stundenrückgang ein globaler Trend ist. Zuletzt lag Österreich mit minus 13 % deutlich hinter dem OECD-Schnitt (- 4 %) bzw. dem EU-Schnitt mit minus sechs Prozent. 10 Maßnahmen auf einem Blick: 1. Transparente jährliche Erhebung und Veröffentlichung von Zahlenmaterial zu Gewaltdelikten an Wiens Schulen 2. Flächendeckende professionelle Gewaltprävention in allen Wiener Pflichtschulen und in den sozialpädagogischen Einrichtungen der MA 11 3. Neue Formen der Vernetzung 4. Prävention im Kindesalter 5. Konsequente Durch- und Umsetzung der Schulpflicht 6. Ein Schulsozialarbeiter pro Schulstandort 7. Gewaltprävention als verpflichtende Aus- und Fortbildungsmaßnahme für Lehrkräfte festlegen und finanzieren 8. Reduktion der Asylmigration nach Wien 9. Aufstockung der verpflichtenden Jugendcollege-Plätze 10. Social Media und Aufklärungsarbeit

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