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DAS WIEN AKTUELL 15 Eine vomÖsterreichischen Automobil-, Motorrad- und Touringclub (ÖAMTC) in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass die hohen Spritpreise die Autofahrer „kaum“ dazu bringen, weniger zu fahren, aber dafür eben „langsamer“. Ein interessantes Detail dabei ist, dass für diese Studie „anonymisierte Handydaten der Telekom Austria ausgewertet wurden“. Diese Info konnte man vor wenigen Tagen via Ö3-Äther österreichweit hören. Als Grundlage dafür diente ein Rechenmodell, das belegt, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit vom „Frühsommer 2022 um 7,1 Prozent niedriger war als jene vom November 2019 – vor der Corona-Pandemie“. Es war die bislang detaillierteste Studie (Invenium Data Insights – eine Tochter der A1 Telekom Group) zu diesem Thema. Sie belegt zudem, dass viele Österreicherinnen und Österreicher auf ihr Auto stark angewiesen sind. Und außerdem, dass bei der Öffi-Nutzung zwar eine Zunahme gegenüber dem Jahr 2019 zu beobachten sei, diese aber auf „Freizeit- und BusinessReisen zurückzuführen sei“. So meint etwa Bernhard Wiesinger, „dass sich der ÖAMTC weiter dafür einsetzen wird, Bewusstsein für die positiven Effekte einer spritsparenden Fahrweise zu schaffen“. Das Motto ist Freiwilligkeit anstelle einer Strafandrohung. Eine Spritspar-Broschüre steht online zur Verfügung. Laut einer Wifo-Studie werden in Österreich klimaschädliche Förderungen im Ausmaß von nahezu sechs Milliarden Euro verteilt. Dem nicht genug, setzt der der WWF noch eins drauf. So oder so, der Löwenanteil wird demVerkehrsbereich zugewiesen. Auftraggeber dieser Studie war die Regierung. Zuletzt wurde das Wirtschaftsforschungsinstitut mit einer solchen Datenerhebung im Jahr 2016 befasst. Damals betrug diese Größenordnung etwa 3,6 bis 4,7 Mrd. Euro. Freilich ist dieser Vergleich aktuell nur bedingt gültig, da sich einerseits Anzahl der analysierten Förderungsmaßnahmen als auch andererseits die methodischen Zugänge geändert haben. 61 Prozent heute fallen dem Dieselprivileg zu, des Weiteren spielen die Pendlerförderung sowie die Steuerbefreiung für bestimmte Fahrzeuge in diesem Prozentspektrum eine signifikante Rolle. 38 weitere Prozent (ca. 1,6 Mrd. €) entfallen auf Energieerzeugung und -verbrauch. Ein großer Wirkungsbereich dabei fällt auf das Herstellerprinzip, also die Steuerbefreiung von fossilen Energieträgern und Elektrizität. Karl Schellmann von der Naturschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) sagt via Ö1-Morgenjournal, „dass die ausgewiesenen 4-6 Mrd. an klimaschädlichen Förderungen und Subventionen deutlich höher – seiner Einschätzung nach –, liegen. Es fehlen eben Daten aus den Bundesländern zu Landwirtschaft & Wohnen. Als Anlass für die Forderung der Partei nach einer Aufstockung des Personals bei der Justizwache dient eine Anfrage-Beantwortung von Justizministerin Alma Zadić (Grüne). Dabei musste die Ministerin mitteilen, dass im Vorjahr mehr als 222.000 Überstunden geleistet werdenmussten. Das sei eben „ein alarmierender Beleg für den drastischen Personalmangel“, so der FPÖ-Abgeordnete im Nationalrat, Christian Lausch. Der 53-jährige Inspektor der Justizwache (1989) fordert die Ministerin deswegen umgehend auf „zu handeln und im Zuge dessen für eine PersonalOffensive sowie eine Attraktivierung im Bereich der Justizwache zu sorgen“. Europa kämpft gegen die Vogelgrippe an Hohe Spritpreise bremsen Autofahrer Mehr Fördergelder belasten das Klima Justizwache: FPÖ fordertmehr Personal Dazu sagen die zuständigen EU-Behörden, dass Europa im letzten Jahr davon so stark betroffen war, wie noch nie zuvor. „Es ist der verheerendste Ausbruch in der Geschichte“. Im Zeitfenster zwischen Oktober 2012 und September 2022 sind demnach 2.500 Vogelgrippe-Ausbrüche in landwirtschaftlichen Betrieben angefallen. Dabei mussten/wurden rund 50 Millionen Vögel gekeult. Das bedeutet, dass Nutztiere getötet werden, um Seuchenausbrüche hintanzuhalten. Nun wird die Möglichkeit von Impfungen geprüft. In Österreich wurde am 9. November 2022 ein Ausbruch von Geflügelpest in der Steiermark bestätigt. Bei Hühnern und Gänsen wurde dabei im Bezirk Graz Umgebung das „Aviäre Influenza-Virus (H5N1)“ nachgewiesen. Vor allem in Asien infizieren sich Menschen mit diesem Virus. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben bis Ende 2020 rund 450Menschen daran. InÖsterreich ist bislang noch nie ein Mensch daran verstorben. Die Broschüre der Landwirtschaftskammer Niederösterreich sagt, dass die Stallpflicht in Österreich mit mehr als 350 Tieren am 16. März 2022 außer Kraft getreten ist.

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