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DAS WIEN AKTUELL 14 Eine Studie über Familien in Zahlen des österreichischen Instituts für Familienforschung der Universität Wien zeigt, dass das zweite Coronajahr, sprich 2021, mit einem „erfreulichen“ Geburtenplus von 2,4 Prozent aufwarten konnte. In dieser Studie werden außerdemdie wichtigsten Eckdaten zu Österreichs Familien zusammengefasst. Des Weiteren ist zu entnehmen, dass es bei uns auch zu mehr Eheschließungen in diesem Jahr gekommen ist. Dem gegenüber stehen aber 103.000 alleinerziehende Mütter mit nicht volljährigen Kindern. Alleinerziehende Väter gibt es auch – und zwar 13.000. Freilich ist festzuhalten, dass die Tendenz innerhalb eines Zehn-Jahresfensters in diesem Segment um ein Fünftel rückläufig ist. Aus einem Medienpapier von Familienministerin Susanne Raab geht hervor, dass Corona den Zusammenhalt stärkte, dokumentiert am Rückgang von Scheidungen. Die Quote der „institutionellen Kinderbetreuung“ stieg von 2020-2022, auf Alterssegmente verteilt, quasi gleichmäßig um 2 Prozent herum. Geht es nach den Umweltministern innerhalb der EU, soll das neue Naturschutzgesetz „ein Meilenstein für die Natur und das Klima“ werden. Dieses wichtige Signal für den Natur- und Meeresschutz besticht mit seiner Dualität, nämlich sollen dabei nicht „neue Flächen unter Schutz gestellt werden, sondern bereits zerstörte Ökosysteme renaturiert werden“. So heißt es aktuell aus Brüssel. Erste konkrete Vorschläge liegen auf dem Tisch, dabei sollen sich die Mitgliedstaaten verpflichten – bis zum Jahr 2030 –, ein Fünftel der zerstörten Moore, Wälder oder Meeresküsten, zu renaturieren. Die österreichische Umweltministerin, Leonore Gewessler, begrüßt diese Ziele der EU, aber relativiert offenbar mit „vor allem bei seit Langem anderweitig genutzten Flächen gäbe es aber noch eine Reihe offener Fragen“. Dabei steht im Fokus die Frage, „Was heißt das für die Menschen, die von der Nutzung dieser Flächen leben (müssen)?“ Der massive „Lobbydruck“ hat die EU bislang gehindert, hier massivere Einschnitte umzusetzen. Abgang von Kušej aus dem Burgtheater Preisdeckel-Länder erhalten kein Öl mehr Familienforschung: Mehr Geburten 2021 „Naturschutzgesetz“ neu in der EU in spe Das Rennen um den neuen Burgtheaterdirektor und damit möglicherweise wichtigsten Posten im heimischen Kulturbetrieb ist dank der grünen Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer entschieden. Auf den „im Zorn“ scheidenden Martin Kušej folgt Ende 2024 der Schweizer Martin Baumann. Kušejs Bilanz, mit einer nur ca. 70 prozentigen Auslastung – trotz attraktiver Schauspielstars und sehenswerter Inszenierungen – ist ihm zum Verhängnis geworden. Sein Anfangsbonus als er die Burg als „Raum der Extreme“ bezeichnete, die nicht bloß „in einer Zunge spricht und nur auf einem Ohr hört“, ist verhallt. Zwei Jahren Pandemie haben dem 61-jährigen Kärntner, trotz auffrischender Abmischung der Aufführungen und „erwartbarer Großkalibern der Dramatik“, in seinem „Innovationsstreben“ gebremst. Letztlich ist ihm wohl die „neue Jobausschreibung“ mit einem „teamorientierten Persönlichkeitsprofil“ zum Verhängnis geworden. Dabei praktiziert(e) auch Nachfolger Baumann einen autoritären Führungsstil (Intendant Köln, 2018). Doch er soll sich dank eines „Mediators“ gebessert haben. Mal schauen ob er aus der Belegschaft ein echtes Ensemble formen kann. Der 56-Jährige hat als Empfehlung ein „Konzept der Freude“, „neu über das Theater zu denken“ sowie im Tun „ein lernender Burgdirektor“ zu werden, den Posten erobert. Wie er zum Job kam? Eine Personalagentur hat ihn angerufen und ihm geraten, sich zu bewerben. Erwartbares – Pop, Inklusion, Avantgarde – „Tu mir schwer mit dem Nationalen“ … Der russische Präsident Wladimir Putin hat vor wenigen Tagen ein Dekret unterzeichnet, woraus hervorgeht, dass es ab 1. Februar zu einem Öl-Lieferungsstopp an Länder kommt, die einen „Ölpreisdeckel“ für sich beschlossen haben. Freilich lässt sich der oberste Kremlchef – taktischerweise – einen persönlichen Spielraum offen. Demnach ist es möglich, dass auch von ihm „präferierte Länder“ – trotz Preisdeckel – weiter mit russischen Öllieferungen rechnen dürfen. Das Trio EU, die G7 und Australien hat gemeinsam einen Preisdeckel in Bezug auf russisches Rohöl, das über dem Seeweg transportiert wird, vereinbart.

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