Das Wien - E-Book

DAS WIEN GARTENTIPP 19 Blüten sind dort zu finden, wo der Boden stark verdichtet und trocken ist – in Töpfen, Pflasterritzen, auf Beeten mit verdichteter Erde aber auch im Rasen, wenn der Boden wenig Humus enthält. Durch viel Mulch und Kompost kann man den Boden so aufbereiten, dass dieser Klee sich nicht zu stark ausbreitet. Ganz wird man ihn aber nie wegbringen. Aber als Klee gehört auch er zu den Glücksbringern. Das könnte der Trost sein. Pflanzen für Silvester Neben dem Klee sind zu Silvester alle Frühjahrsblüher gefragt – Hyazinthen, erste Narzissen, Krokusse und Tulpen. Aber auch asiatische Einflüsse beherrschen zunehmend die Dekorationen zum Jahreswechsel. So gehört der zu Bündeln gebundene Glücksbambus (der eigentlich gar keiner ist, sondern meist Drachenbäume sind) zu beliebten Geschenken. Gartengeschichte War’s ein gutes Jahr? Hmm? In Zeiten wie diesen von einem einigermaßen guten Jahr zu sprechen, ist eigentlich verrückt, aber ich lasse hier die große Weltpolitik einfach weg und betrachte das Jahr nur aus gärtnerischer Sicht. Da war es – wieder einmal – generell zu warm. Bei den Niederschlägen gab es diesmal große Unterschiede. Der Norden Österreichs war deutlich begünstigt, der Südosten des Landes war nahe einer Steppe. Man denke nur an den Neusiedlersee, der allmählich austrocknet. Sonnenschein gab es generell genug und so waren Ernte und Blütenreichtum im Garten perfekt. Gäbe es nicht ein Phänomen, das zwar nicht neu ist, aber in den letzten Jahren immer öfter zuschlägt: der Spätfrost. Vor einigen Jahren vernichtete er die Marillenernte in der Wachau komplett, dieses Jahr fiel die Obsternte sehr regional der Kälte im April zum Opfer. Die Rosenblüte war generell in ganz Österreich eine Wucht. Dank des milden Winters gab es generell keine Frostschäden, der Spätfrost setzt diesen Pflanzen nicht so zu. Anders bei den Hortensien, sie waren in einigen Teilen des Landes blütenlos – der April-Frost war schuld. Beim Gemüse gab es großartige Ernten, dort wo es trocken war und gewässert wurde, waren die Erträge überdurchschnittlich, bei den Tomaten dagegen berichteten mir Gartenfreundinnen und -freunde von sehr unterschiedlichen Erträgen. So kann man im Großen und Ganzen von einem guten Gartenjahr sprechen – auf jedenfall war für uns alle das grüne Paradies Balsam für die Seele. In Zeiten wie diesen der wichtigste Erfolg. Allen Gartlerinnen und Gartlern ein glückliches und blühendes 2023 – ich starte hier wieder imMärz. Fragen zum Jahresende Der viele Schnee vor Weihnachten hat bei meinen Strauchrosen einige Äste abgebrochen. Soll man nun sofort schneiden oder auf den Frühling warten? Im Prinzip ist es egal, sollte allerdings der abgebrochene Ast noch andere beschädigen, würde ich ihn gleich zurückschneiden. Generell wird aber erst im März geschnitten. *** Ich habe Hyazinthen, so wie früher, auf einem Glas gezogen. Sie blühen tatsächlich, aber ich frage mich nun, ob ich die Zwiebel fürs kommende Jahr aufheben soll oder nicht? Die Pflanze verausgabt sich durch diese Blüte enorm. Manmüsste sie nun bis in den Mai hinein weiter kultivieren und auch mit Dünger versorgen. Pflanzt man sie aus, wird sie vermutlich einige Jahre benötigen, um wieder zu blühen. *** Wie war das mit den Bromelien und den Äpfeln? Ich habe eine Pflanze, die wächst enorm, blüht aber nicht. Sie wurde vor vier Jahren blühend gekauft und hat nach dem Abblühen viele nur grüne Seitentriebe bekommen. Wenn diese Bromelie tatsächlich schon so groß ist, kann man es mit dem Apfel-Trick versuchen, dass sie blüht. Die ganze Pflanze in einen durchsichtigen sehr großen Plastiksack stecken und zwei, drei Äpfel dazu legen. Das Ethylen, das beim Reifen der Äpfel frei wird, löst bei der Bromelie den Blühimpuls aus. Pilze - Klee und erste Frühlingsboten © Christoph Böhler

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