Das Wien - E-Book

DAS WIEN LEUTE 16 Audienz beim Kaiser gibt höchst Interessantes preis Das launige Interviewbietet Rückschlüsse auf eineweitere erfolgreiche Karriere-Fortsetzung. Ausgeschlossen sindweitere Duette und Politik. Roland Kaiser hat über 90 Millionen Tonträger verkauft und zählt seit über 40 Jahren zur Spitze des deutschen Showgeschäfts. Der Mann gehört mittlerweile zum deutschen Kulturerbe und auch in Österreich genießt der gebürtige Berliner Ronald Keiler Kultstatus. Er musste sich 2010 einer Lungentransplantation unterziehen. Dennoch steht er nach wie vor auf der Bühne und begeistert mit Hits wie „Lieb‘ mich ein letztes Mal“, „Joana“ oder im Duett mit Maite Kelly. Der Künstler wurde in Wien mit einem Stern beim Walk of Stars geehrt und wir baten ihn zum Interview. Herr Kaiser, seit gut 37 Jahren halten Sie sich an der Spitze des deutschen Schlagers, was ist das Geheimnis Ihres Erfolgs? Roland Kaiser: Ich denke es liegt daran, dass die Leute mir meine Authentizität abkaufen, sie merken wie viel Freude mir meine Arbeit macht und ich mich nicht verstelle. Glaubwürdigkeit ergibt Langfristigkeit. Ihr Duett mit Maite Kelly „Warum hast du nicht nein gesagt“ war ein großer Hit. Mit wemwird es eventuell das nächste Duett geben? Kaiser: Ich habe auch bereits einmal eines mit Nancy Sinatra gemacht, aber es wird gar kein nächstes geben. Das hat gut funktioniert und das war es jetzt auch schon, sonst sieht das immer wie ein Abklatsch eines Hits aus. Mindestens drei Generationen kennen und lieben ihre Lieder, sowohl 15-jährige als auch Menschen mit 85 singen bei Ihren Songs leidenschaftlich mit. Können Sie sich diese generationsübergreifende Beliebtheit erklären? Kaiser: Die Texte sind gut formuliert, die Leute können die Gefühle nachvollziehen, sich mit den Inhalten identifizieren. Ich glaube aber nicht, dass das ein „Roland Kaiser“-Phänomen ist, euer Udo Jürgens zelebrierte den generationsübergreifenden Fankult doch ein Leben lang. Sie sind, obwohl Sie sensationell aussehen, nicht mehr der Jüngste. Was müsste passieren, dass Sie der Showbranche den Rücken kehren? Kaiser: Na, wenn mir der liebe Gott die Fähigkeit nimmt, zu singen oder wenn mich die Fans abwählen. Das schlimmste wäre es, vor einer Möbelausstellung aufzutreten, wenn man als Künstler auf leere Sitze schaut. " " Der generationsübergreifende Fan-Kult ist –wie bei Udo Jürgens gesehen – kein ‚Roland Kaiser‘-Phänomen. Roland Kaiser © Paul Schirnhofer

RkJQdWJsaXNoZXIy NDYxMjE=