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DAS WIEN AKTUELL 15 Um ein Drittel mehr für Begräbniskosten Verflechtung von Wirtschaftskammer Thalhammer – alles andere als„Profil-los“ Eine weitere unerfreuliche Konsequenz aus dem Ukraine-Krieg ist jetzt auch, dass die Begräbniskosten in Österreich in den kommenden Monaten „empfindlich ansteigen werden“. Die Bestattungsbranche rechnet sogar mit circa 30 Prozent Mehrkosten dafür. Als angeführte Gründe von Bestattern werden die extrem gestiegenen Preise für Sarg-, Personal- und Treibstoffe genannt. Deutlicher ins Gewicht fallen auch die mittlerweile hohen Papier- und Druckkosten. Aktuell kostet ein Begräbnis im Schnitt mindestens 5.000 Euro. Das ist auch ein Grund dafür, dass die – etwas günstigere Variante mit einer Urnenbestattung – von immer mehr Menschen getätigt bzw. in Betracht gezogen wird. Diese Informationen wurden vor Kurzem im Teletext veröffentlicht. Im Ö1-Rundfunk war zu hören, dass die steirische Wirtschaftskammer zwölf Regionalstellen habe. So weit, so gut. Allerdings werden diese von Personen geleitet, die gleichzeitig auch alle als „Organisationsreferenten“ werken beim ÖVP-Wirtschaftsbund, der ja von der ÖVP dominiert wird. Nicht unattraktiv, wie wir glauben, erhalten diese „Zwölf“ jährlich eine Aufwandsentschädigung von je 5.500 Euro für einen nicht definierten (?) Arbeitsaufwand. Das ist somit ein Zusatzeinkommen zum Kammer-Salär, wie der Teletext es formuliert. Freilich ist die Nutzung der Kammer-Infrastruktur für die „Wirtschaftsbund-Arbeiten“ durch eine entgeltliche Nutzungsvereinbarung zwischen Wirtschaftsbund einerseits und Wirtschaftskammer andererseits geregelt. Doch das wiederum könnte einen „parteipolitischen Hintergrund“ nicht von der Hand weisen. Wie auch immer – es hat wohl einen fahlen Beigeschmack … Die 37-jährige Oberösterreicherin Anna Thalhammer tritt mit März in die Fußstapfen von Profil-Chefredakteur Christian Rainer und wird also die neue Chefredakteurin beim Wochenmagazin Profil. Ob Rainer, der stets schrille (bunte) Outfits trägt und damit auch ein gewisses Persönlichkeitsbild vermittelte, ihr dabei als Vorbild dient, bleibt in Bezug auf ihre journalistische Laufbahn vielleicht dahingestellt. Wie auch immer – zuletzt lenkte sie ihren Fokus als Chefreporterin der Tageszeitung „Presse“ auf das in Österreich omnipräsente Korruptions-Thema. Sie hat sich auch den Ruf als „Expertin für Geheimdienste“ erarbeitet – zuletzt etwa in Recherche-Kooperation rund um die Wirecard-Causa. Sie hat zudem querbeet durch die heimische Presseszene gewirkt mit Stationen bei „Kurier“, Chefin vom Dienst bei „Biber“ als auch „Chronik-Redakteurin“ bei der Gratiszeitung „Heute“. Quasi auf die „investigative Journalismusschiene“ lockte sie im Jahr 2015 Presse-Chefredakteur Rainer Novak. Knapp zwei Jahre später schockierte sie die Linken und rockte die konservative Szene mit Beitragen zur Silberstein-Affäre, „Peter Pilz“-Dauerschleife, aber auch bei BTV und Thomas Schmids „Chataffäre“ schärfte sie ihr Profil. Ihre Bestellungwar für Insider keine (große) Überraschung, auszugsweise war des Öfteren zu lesen, dass dem „Profil“ im Laufe der Jahre die Hälfte seiner Abonnenten abkam, vor allem wegen fehlender Investigativ-Geschichten. Nach allembislang scheint der nationale Sumpf beinahe trockengelegt, aber lassen wir uns (von ihr) überraschen … Mittelschicht spürt die Inflation stark Die österreichische Bevölkerung leidet(e) extrem unter der Corona-Pandemie und aktuell die durch die Energiekrise verursachte höchste Inflation seit dem Jahr 1952. Das zeigt auch eine Studie der Agenda Austria. Und auch Gewerkschaftspräsident Wolfgang Katzian fordert ein Lösungspaket in der ORF-Pressestunde, „da diese Inflation bereits die Mittelschicht stark belastet“. Weiter sagt die Studie, dass Österreich im internationalen Vergleich eine „sehr breite Mittelschicht habe“, so Agenda-ÖkonomHanno Lorenz in der APA bzw. Teletext. Und eben bei dieser habe es „der Staat nicht geschafft im Jahr 2022 diese Mehrbelastungen abzufangen“. Nachsatz: „Geringere Einkommen wurden von ihm stärker gestützt“. Die Prognose ist düster, heißt es doch, wenn man die Inflation (aktuell für Nov. minimal geschrumpft auf 10,6 %) vonseiten des Staats nicht in den Griff bekomme, eben diese ausgeprägte Mittelschicht verurteilt ist, „anteilsmäßig zu schrumpfen“.

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