Das Wien - E-Book

DAS WIEN AKTUELL 2 IMPRESSUM: Herausgeber/Verleger/Inhaber: Heinz Knapp, h.knapp@das-wien.at UID: ATU 63468713, redaktion@das-wien.at Lektorat: Alfred Eichhorn; Grafik: Daniel Knapp, daniel.knapp@das-wien.at; Druck: Mafra Print, 15000 Praha; Vertrieb: Österreichische Post AG, Haidingergasse 1, 1030 Wien; Straßen- und Geschäftsverteilung - Wiener Stadtgebiet Verlagsadresse/Rechnungswesen/Grafik/Produktion: Die Agentur - Unabhängige Wochenzeitung, Heinz Knapp, Chorturmblick 1, 9061 Klagenfurt, www.das-wien.at Offenlegung gem. § 25 MedienG: Online unter www.das-wien.at Bei bezahlten Anzeigen, PR-Artikeln und namentlich gekennzeichneten Berichten liegt die inhaltliche Verantwortung beim Auftraggeber. Alle Berichte beziehen sich auf Stand 04.11.2022, 10:00 Uhr Unfähigkeit oder Absicht? In Österreich steigen die Preise weiter kräftig an. Laut Schätzung der Statistik Austria ist die Inflationsrate im Oktober auf elf Prozent gestiegen. Damit bleibt sie weiter im zweistelligen Bereich. Hauptursache dafür sind die anhaltend hohen Preisen für Haushaltsenergie und Treibstoffe. Und hier stellt sich die Frage, ob wir von der Politik wegen Unfähigkeit oder mit voller Absicht abgezockt werden. Denn während viele Österreicher nicht wissen, wie sie ihre Strom- oder Gasrechnungen zahlen sollen und sich die Spritpreise jenseits der zwei Euro eingependelt haben, schreiben Energiekonzerne Milliardengewinne. So freut sich etwa der teilstaatliche Öl- und Gaskonzern OMV allein im dritten Quartal über einen Gewinn von 3,3 Mrd. Euro. Vor Steuern. Das bedeutet eine Verdreifachung gegenüber dem dritten Quartal 2021. Damit hat die OMV heuer bereits einen Gewinn vor Steuern von 9,1 Mrd. Euro geschrieben. Das ist natürlich schön für das börsennotierte Unternehmen und dessen Aktionäre. Die Aktie legte um 7,6 Prozent zu. Das freut auch den Finanzminister. Schließlich gehören dem Staat erhebliche Anteile an dem Konzern. Alle Nichtaktionäre der OMV fragen sich allerdings gerade, wie es sein kann, dass der Spritpreis auf Rekordniveau ist, während die Weltmarktpreise sinken und staatliche Konzerne Megagewinne machen. Zockt uns der Finanzminister absichtlich ab, weil die Kassen nach der „Koste-es-was-eswolle“-Pandemie leer sind, oder liegt es schlicht und einfach am fachlichen und politischen Unvermögen, den Börsen-, Finanz- und Industriemagnaten staatlichen Widerstand entgegenzusetzen. So ist es doch die ureigenste Aufgabe der Politik und der Politiker dem Volk zu dienen und nicht multinationalen Konzernen. Dafür wurden sie schließlich gewählt. Davon sind wir, aus welchen Gründen auch immer, weit weg. So hat die Teuerung mittlerweile fast alle Bereiche erfasst. Neben Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln und in der Gastronomie sind nun auch deutliche Anstiege bei der Bekleidung zu verzeichnen. So waren laut Statistik-Austria im September die Preise um 10,5 Prozent höher als vor einem Jahr. Damit nicht genug, erwartet WifoInflationsexperte Josef Baumgartner für die kommenden Monate weitere Preissteigerungen. „Es haben noch nicht alle Energieversorger ihre Preise angepasst, insbesondere in Westösterreich sind für Bestandskunden die Strompreise noch deutlich niedriger als in Restösterreich“, sagte er im Ö1-Interview. Derartige Aussagen lassen den Blutdruck steigen. Was heißt, dass noch nicht alle Energieversorger ihre Preise angepasst haben? Angepasst an wen oder was? Die Rekordgewinne der OMV oder die Rekordgewinne der EVN? Ja glauben die alle, dass die Bevölkerung völlig bescheuert ist? Doch statt diese Auswüchse zu stoppen, zu bremsen oder zu mindern – heizen die Landesregierungen und die Bundesregierung die Teuerungswelle noch weiter an. Da werden Mieten erhöht, Gebühren hinaufgeschnalzt, Fernwärmepreise verdoppelt, oder mit der CO2-Strafabgabe eine neue Massensteuer eingeführt. Es scheint so als würden die Regierungsverantwortlichen aller Couleurs die hausgemachte Krise nützen, um die leeren Kassen auf unsere Kosten zu füllen. Dabei gäbe es genügend Alternativen. Sparen, zum Beispiel. So könnte man etwa die diversen Landes- und Bundesbudgets nach unnötigen Ausgaben durchforsten. Doch da könnte es passieren, dass die eine oder andere Subvention gestrichen werden müsste – und das könnte Wählerstimmen kosten. Da ist es doch viel praktischer sich auf eine angebliche weltweite Krise auszureden, die es lustigerweise aber nur inMitteleuropa gibt. Und auch da nicht überall. So hat etwa die ungarische Regierung mit Mehrwertsteuer-Senkungen sowie Preisdeckel auf Sprit, Energie- und Lebensmittelpreise reagiert. Davon sind wir in Österreich weit weg. Da fragt es sich abschließend noch einmal, ob wir diese unerfreuliche Situation der Unfähigkeit unserer Politiker zu verdanken haben, oder ob das Ganze mit voller Absicht passiert. Geschätzte Leser! Liebe Leserinnen! EDITORIAL von Heinz Knapp & SPAREN GEWINNEN Die gratis Online- und Print-Gewinnspielzeitung Österreichweite Angebote und Gewinnspiele www.sparenundgewinnen.at JETZTMITSPIELEN

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