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DAS WIEN AKTUELL 5 Während sich die linke Journalistenelite des Landes gegenseitig einen absurden Preis nach dem anderen verleiht (selbstverständlich mit ansehnlichen Preisgeldern verbunden), ist ihren bürgerlich-konservativen Kollegen offenbar jede Karriere versagt. So stehen derzeit der Chefredakteur der ORF-News, Matthias Schrom und der Chefredakteur und Herausgeber der Tageszeitung „Die Presse“, Rainer Nowak unter Beschuss ihrer linken Kollegen. Ihr Vergehen: Sie wollten Karriere machen. Mit Unterstützung der türkis-blauen Regierung. Und sie sind keine Linken! Unerhört! Das geht gar nicht in Österreich. Dementsprechend sind auch die künstlich empörten Kommentare der vereinten Linksflöten, deren eigene Karriere oft auf guten Kontakten zur SPÖ und deren ehemaligen Bundeskanzlern fußt. „Viele Kolleg:innen (sic! – brav gegendert) sind fuchsteufelswild, weil sie hier in eine Sache hineingezogen werden, mit der sie absolut nichts zu tun haben“, sagt etwa der Vorsitzende des ORF-Redakteursrats, Dieter Bornemann. Dazu muss man wissen, dass dieser Herr Bornemann wesentlicher Teil eines linken Journalistennetzwerkes ist, das als MAO-Klub gefürchtet und berüchtigt ist. Die Bezeichnung leitet sich aus den Anfangsbuchstaben der Marc-AurelStraße, dem Sitz des „Bolschewikenblattes“ (©Michael Jeannée) Falter und dem O in ORF ab. Hauptakteure dieses „Klubs“ sind neben Bornemann dessen bester Freund Armin Wolf, Ex-ORF Chefredakteur Fritz Dittlbacher und natürlich Falter-Chef Florian Klenk. Ausgerechnet diese journalistische Linksblase empört sich, dass im Zuge der Ibiza-Affäre Chats aufgetaucht sind, die belegen, dass ihre Kollegen Schrom und Nowak mit Hilfe der türkis-blauen Bundesregierung, Karriere machen wollten. Dabei vergisst der MAO-Klub tunlichst, dass einer der Ihren, nämlich Fritz Dittlbacher, seinerzeit nur mit tatkräftiger Unterstützung von SPÖ-Kanzler Faymann ZiB-Chefredakteur geworden ist. Dabei hat es auch nicht gestört, dass dessen Ehefrau, Lou Lorenz-Dittlbacher, in genau dieser Redaktion gearbeitet hat. In anderen öffentlich-rechtlichen Sender wäre das undenkbar. Nicht so imORF. Der MAO-Klub vergisst auch, dass ZiB1Anchor Tarek Leitner gemeinsam mit einem SPÖ-Bundeskanzler geurlaubt hat, oder dass Falter-Chef Klenk selbiges mit dem derzeit vor dem Kadi stehenden Ex-Grünenchef Christoph Chorherr gemacht hat. Selbst, dass Claus Pandi, einst Innenpolitikgröße bei der Kronenzeitung, mit der Pressesprecherin eines SPÖ-Bundeskanzlers verheiratet war, gab keinen Anlass an dessen Unabhängigkeit und Objektivität zu zweifeln. Klar, handelt es sich doch bei diesen Kollegen um stramme, linientreue Linke. „Wir bemühen uns jeden Tag um sauberen und unabhängigen Journalismus. Aber natürlich leidet durch solche Affären das Vertrauen in unsere Arbeit“, sagt Bornemann, ohne dabei vor Lachen vom Sessel zu fallen. Dem nicht genug, legt der ORFRedakteursratvorsitzende noch eine Wuchtel drauf: „Berufliche Kontakte für das persönliche Weiterkommen zu verwenden, ist eine rote Linie, die nicht überschritten werden darf“. Damit ist der endgültige Beweis erbracht, dass Bornemann besser ins Comedy-Fach wechseln sollte. Wir lernen also, dass Urlaube mit Politikern und Kanzlern erlaubt sind, wenn es sich bei beiden um Linke handelt. Wenn ein Nicht-Linker dabei ist, dann ist das allerdings ein Skandal, der die Pressefreiheit gefährdet und die Republik erschüttert! Was für eine Bigotterie! Das Drama dabei ist nur, dass genau dieser Scheinheiligkeit nachgegeben wird und ORF-Chefredakteur Schrom bereits von seiner Funktion zurückgetreten ist. Ebenso hat es Presse-Chefredakteur Rainer Nowak erwischt, dessen „Vergehen“ es war, ORF-Chef werden zu wollen. Schade, um diese hervorragenden Journalisten. Erschütternd an der üblen Hexenjagd auf die wenigen konservativen Journalisten ist, dass sich die Kanzlerpartei ÖVP von der vereinten Links-Journaillie die wenigen nichtlinken Medienmacher herausschießen lässt. Ein trauriges Schauspiel und ein Armutszeugnis für die Medienpolitik der ÖVP. Die Frage ist nur, wie lang sich die konservativeMehrheit in Österreich diese offensichtliche Bigotterie von Links noch gefallen lässt. Nicht-linken Journalisten ist Karriereverboten Criticus ANZEIGE

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