Das Wien - E-Book

DAS WIEN GARTENTIPP 23 Der „grüne Teppich“ ist in diesem Sommer vielerorts braun geworden, aber schon ein paar Regentropfen haben ihn wiederbelebt. Nun heißt es den Rasen kräftigen. Daher in den nächsten Wochen mit organischem Dünger oder einem speziellen Herbstrasendünger versorgen. Eventuell auch vertikutieren und falls nötig nachsäen. Blumenzwiebeln pflanzen Damit der Frühling bunt wird, müssen jetzt die Blumenzwiebeln in die Erde. Die ersten sollten die Narzissen, Schneeglöckchen, Krokus und der Zierlauch sein. Tulpen können bis in den Dezember gepflanzt werden. Rosen, Sträucher und Bäume setzen Noch ist es zu warm, aber im Spätherbst ist die beste Pflanzzeit für alle Gehölze. Rosen, Obstbäume und natürlich die ganze Palette an Beerensträuchern sollten vor dem Winter gesetzt werden, dann gibt es 2023 schon Blüten und Früchte. Beete neu anlegen und Herbstblumen setzen Neue Staudenbeete kann man jetzt am besten anlegen. Wichtig ist den Boden gut vorbreiten und die Töpfe vor dem setzen gut wässern. Zum Abschluss die Erde mulchen und ev. mit Eriken, Stiefmütterchen oder anderen Herbstblumen für Farbtupfer sorgen. Mit Patentkali düngen Damit die nicht ganz frostfesten Pflanzen nicht zu kräftig weiterwachsen, werden sie nun mit Patentkali versorgt. Das fördert das Ausreifen der Triebe und macht sie beständiger gegen Frost. Nicht überdüngen, eine Handvoll im Wurzelbereich ausstreuen genügt. Gartengeschichte Ein Garten voller Liebe Es war schon ein provokativer Vortrag, den der Musikproduzent Tim Smit vor einigen Jahren vor der ehrwürdigen Königlichen Gartenbaugesellschaft in England gehalten hat und meinte, dass nur ein Garten, dann perfekt ist, wenn man sich darin so wohl wühlt, „dass man darin Liebe machen kann!“ Im Interview für die TV-Sendung „Das Paradies in der Ferne“ über die Gärten von Cornwall konnte ich mich mit ihm lange über das Garteln und seine Philosophie unterhalten. Er, der den Garten von Heligan in Cornwall aus dem Dornröschenschlaf geholt hat, erläuterte mir, was er damit meint: nur wenn man im Einklang mit der Natur ist, dann kann man den Garten auch wirklich genießen. Daher steht beim ihm auch nicht das Bekämpfen von Schädlingen im Vordergrund, sondern das Fördern der Nützlinge. So entsteht das ökologische Gleichgewicht voller Liebe, das in der Natur so wichtig ist. Genauso, wie in unserem Zusammenleben – auch mit den Nachbarn (dabei lachte er). Übrigens: als Zeichender enormen Liebe zu dem Garten ihres Vaters hat seine Tochter im romantischen Umtopfhaus geheiratet. Seither ist das der Lieblingsplatz von Tim. Gartenfragen Bei meinen Tomaten sind dutzende kleine schwarze Käfer zu finden – was könnte das sein? Das sind die chinesischen Reiswanzen, die in den letzten Jahren sehr häufig (vor allem im Osten Österreichs) aufgetaucht sind. Absammeln und vernichten wird vorerst noch reichen. Langfristig mit biologischen Insektiziden sprühen. *** Der Kastanienbaum verliert wieder einmal alle Blätter – es ist aber nur ein Teil von der Miniermotte befallen. Ist er krank? Nein, er ist durstig, wie sehr viele Gehölze im heurigen Jahr. Vorerst können sie nichts unternehmen, als das gesamte Laub (wegen der Miniermotte) zu entfernen. Mulchen sie den Boden mit Kompost, wenn der Wurzelbereich frei ist, und streuen sie Rasenschnitt auf, um die Erde feucht zu halten. *** Unser gesamtes Hochbeet ist voll von Maikäferlarven – wir sind ganz verzweifelt und wollen aufgeben. Oder gibt es Abhilfe? Verzweifeln ist nicht angebracht, denn die Engerlinge sind mit 100%iger Sicherheit vom Rosenkäfer. Der richtet zwar auch Schaden an, aber viel geringer. Jetzt im Herbst Boden tiefgründig bearbeiten und absammeln. Als Vorbeugung kann man mit einem neuen Stärkungsmittel („Protect – E“, Naturrein-bio) gießen. Italienische Gartenlust in Cornwall Palmen wachsen hier, wie in Italien Dreharbeiten in Cornwall Tim Smit – ein Musikproduzent als Gartenretter

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