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DAS WIEN GARTENTIPP 22 Cornwall ist eine der blühendsten Grafschaften England – die milde Witterung macht es möglich. Aber auch die besondere Gestaltung der Gärten. Unser Biogärtner Karl Ploberger besuchte mit der TV-Kamera diesen Landstrich und hat seine ganz persönlichen Erfahrungen für die Gestaltung der eigenen Gartens mitgebracht. Sechs Tipps für ein Cornwall-Paradies daheim: 1. Lokales Klima beachten Cornwall ist von Wärme gesegnet, denn der milde Golfstrom sorgt für Wachstum fast rund ums Jahr und nur wenige Tage mit Frost. Und dennoch gibt es auch hier Unterschiede: in einem Garten (Lamorran House) hat man noch nie unter null Grad gemessen. Solche milden Ecken (zwar nicht ohne Frost) sollte man auch im eigenen Garten finden und nützen für besonders empfindliche Pflanzen. 2. Garten so dimensionieren, dass er Freude und Lust macht Niemals sollte der Garten zur Belastung werden, wie es Tim Smit, der Retter von „Lost Gardens of Heligan“ provokativ auf den Punkt bringt. Nur wenn du im Garten „Lust für die Liebe“ findest, ist er perfekt! 3. Pflanzenvielfalt schafft Abwechslung Auchwenn in Cornwall vielemediterrane Pflanzenwachsen, werden sie geschickt mit anderen heimischen Gewächsen kombiniert. Oft auch solche mit ganz unterschiedlichen Ansprüchen, was durch die milden Temperaturen möglich ist. In Trebah-Garten wachsen beispielsweise Hortensien neben Yucca – einmal Feuchtigkeit liebend, einmal Trockenheit! 4. Farbkonzepte bringen Leben in den Garten Bunte Vielfalt ist zwar gefragt, schafft aber oft eine unruhige Gestaltung. Ein „Silverborder“ wurde in einem der Gärten aus ganz speziellem Anlass gesetzt: zur Silberhochzeit des Besitzerpaares. Nur Pflanzen mit silbrigem Laub oder weißen Blüten sind hier zu finden. 5. Nachhaltig planen und damit dauerhaft gestalten Gerade in Zeitender immer größeren Trockenheit (in ganz England dieses Jahr ein enormes Problem) heißt es darauf Rücksicht zu nehmen und Pflanzen zu wählen, die der extremenWitterung standhalten. Auch bei uns das Hauptthema für die kommenden Jahre. 6. Wasser als Gartenelement Das Meer ist in Cornwall – egal wo man sich befindet – höchstens 37 Kilometer entfernt. Aber nicht in allen Gärten ist das Meer zu sehen. Dafür sind künstliche Teiche, Bachläufe oder Springbrunnen angelegt worden, die den Garten zu einer ganz besonderen Oase der Ruhe werden lassen („Pinetum“-Garden, ein asiatischer Meditationsgarten). Garteln im Takt der Natur Der Herbst zieht langsam, aber sicher ins Land. Phänologisch startete der Frühherbst mit der Holunderreife. Was sollte jetzt im Garten erledigt werden: Rasen düngen DieWelt der 1000 Sonnen! Der Pflanzenflüsterer und „DAS WIEN“-Kolumnist Karl Ploberger © Christoph Böhler Nirgends ist das Meer mehr als 37 km entfernt Schroffe Felsen – glitzerndes Meer Fotos beigestellt

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