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DAS WIEN AKTUELL 10 Am 9. Oktober wählen die Österreicher ihr Staatsoberhaupt. Direkt. In einer reinen Personenwahl. Noch ist nicht klar wie viele und welche Kandidaten am amtlichen Stimmzettel aufscheinen werden. Um antreten zu dürfen, müssen die Bewerber nämlich, bis zum 2. September, 6.000 Unterstützungsunterschriften sammeln. Man kann aber davon ausgehen, dass Amtsinhaber Alexander Van der Bellen diese Hürde ebenso locker schafft wie FPÖ-Kandidat Walter Rosenkranz. Bierpartei-Chef Dominik Wlazny (Künstlername „Marco Pogo“) hat diese Unterschriften bereits als erster der potentiellen Kandidaten abgeliefert. Ebenso Gerald Grosz und Ex-„Krone“-Kolumnist und Rechtsanwalt Tassilo Wallentin und MFG-Chef Michael Brunner werden am Stimmzettel stehen. Andere sammeln noch. Eine aktuelle Umfrage für das Nachrichtenmagazin „profil“ und den Fernsehsender ATV durch „Unique Research“ unter der wissenschaftlichen Leitung von Peter Hajek hat jedenfalls erhoben, dass die Wahl für den Amtsinhaber bereits gelaufen ist. So wollen angeblich 66 Prozent der Österreicher Alexander Van der Bellen wieder zum Präsidenten wählen. FPÖ-Kandidat Walter Rosenkranz würde mit 13 Prozent und damit weitem Abstand auf Platz zwei landen. Gerald Grosz und Tassilo Wallentin liegen ex aequo mit jeweils sechs Prozent auf Platz drei während Dominik Wlazny in der Umfrage auf lediglich fünf Prozent kommt. MFGChef Michael Brunner würde drei Prozent schaffen. So weit die Theorie. Doch wie sieht die Stimmung in der Bevölkerung tatsächlich aus? Sieht man sich die Kommentare auf den diversen Social-Media-Kanälen an, kommt man zu einer völlig anderen Einschätzung. So posten etwa zahlreiche ehemalige Van der Bellen-Wähler, diesen Fehler nicht wiederholen zu wollen. Sie stimmen diesmal für den zweiten linken Kandidaten, Dominik Wlazny. Hardcore-Linke nehmen dem grünen Präsidenten noch immer übel, dass er eine türkisblaue Regierung mit Kurz und Strache angelobt hat. Andere Basis-Grüne verurteilen Van der Bellens harten Corona-Kurs, während es auch Gruppen gibt, denen es nicht gefallen hat, dass er Bundeskanzler angelobt hat, die sich keiner Wahl stellen mussten. Es herrscht im linken Lager also alles andere als eitle Wonne, Waschtrog. Wählbare Alternative Auf der anderen Seite des politischen Spektrums stehen zwei durchaus wählbare Alternativen zur Auswahl. Da wäre einmal als FPÖ-Kandidat der Jurist und Rechtsanwalt Walter Rosenkranz. Ein langgedienter Parlamentarier, erfahrener Politiker und höchst honoriger Volksanwalt. Und dann ist auch noch der bekannte „Krone“-Kolumnist und Rechtsanwalt Tassilo Wallentin aufgetaucht. Er könnte durchaus bei der konservativen Wählerschicht punkten, denen ein FPÖ-Kandidat zu rechts und ein Van der Bellen zu links ist. Auch wenn sich einige führende ÖVP-Politiker für Van der Bellen aussprechen, bedeutet das nicht, dass die klassischen ÖVP-Wähler dem grünen Präsidenten auch ihre Stimme geben. Die Unterstützung der ÖVP-Granden für den amtierenden Präsidenten ist offensichtlich dem Umstand geschuldet, dass dieser jede noch so absurde Regierungsrochade kommentarlos durchgewinkt hat. Eigentlich ein Armutszeugnis für die Kanzlerpartei. Überraschungstag? Besonders weil die offiziellen Umfragen einen deutlichen Wahlsieg für Van der Bellen vorhersagen, könnte es für den amtierenden Präsidenten eng werden. Denn das könnte viele dazu veranlassen, nicht zur Wahl zu gehen. Das aber hilft der Konkurrenz. Wir könnten am 9. Oktober also durchaus eine Überraschung erleben. Vielleicht werden wir künftig an diesem Datum den Wallentinstag feiern, oder einen Rosenkranz beten, während wir Marco Pogos Turbobier trinken. Kampf ums höchste Amt in Österreich Zwingt ausgeprägte Protest-Stimmung Topfavorit und Bundespräsident Van der Bellen in Stichwahl? Steuerberater Mag. PeterWeitzel peter@weitzelsteuerberatung.at Reparaturbonus – reparieren statt entsorgen Der Reparaturbonus ist ein Förderprogramm des Klimaschutzministeriums, dabei werden Geldmittel in Höhe von € 130 Mio. für den Zeitraum bis 2026 zur Verfügung gestellt. In der ersten Phase, die bis 31.12.2023 läuft, sind Fördermittel von € 60Mio. budgetiert. Diese Förderaktion kann nur von Privatpersonen mit Wohnsitz in Österreich in Anspruch genommen werden. Reparaturkosten werden bis zu 50 %, max. mit € 200,00 je Reparatur, gefördert. Kostenvoranschläge werden ebenfalls bis zu 50 % des verrechneten Betrages, max. mit € 30,00, gefördert. Der Bonus ist jedoch eingeschränkt auf die Reparatur von im Haushalt verwendeten Elektro- bzw. Elektronikgeräten, die im Eigentum der Privatperson steht (also beispielsweise nicht bei angemieteten/geleasten Geräten). Reine Wartungsarbeiten werden ebenfalls nicht gefördert. Auf www.reparaturbonus.at muss vor Auftragserteilung zunächst ein Bon beantragt werden, wobei bei der OnlineAntragstellung neben dem Namen, dem Geburtsdatum, der Wohnadresse auch die E-mail-Adresse und Telefonnummer bekanntgegeben werden muss. Der Bon ist für einen Zeitraum von max. 3 Wochen gültig. Die Einlösung kann nur bei einem eingetragenen Partnerbetrieb erfolgen. Betragen die Reparaturkosten beispielsweise € 300,00, so sind lediglich € 150,00 beim Partnerbetrieb zu bezahlen. Nach Ablauf der 3Wochen kann neuerlich ein Bon beantragt werden, soferne dafür noch Budgetmittel zur Verfügung stehen. Bevor eine Reparatur in Auftrag gegeben wird, sollten zwei Informationen auf www. reparaturbonus.at eingeholt werden. Einerseits ist auf dieser Homepage eine Liste jener Gegenstände, deren Reparatur gefördert wird, online verfügbar, andererseits kann nach einem Partnerbetrieb in der Nähe online gesucht werden oder man bedient sich der Partnerliste, die nach Bundesländern getrennt heruntergeladen werden kann. Wird die Reparatur von einem nicht gelisteten Betrieb durchgeführt, so kann der Bon nicht eingelöst werden. Tipps vom Steuerprofi! © Helga Rader

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