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DAS WIEN AKTUELL 16 Der Klimawandel ist die größte Herausforderung in der Geschichte der Menschheit. Seine Auswirkungen betreffen ausnahmslos alle. Es ist daher geboten, dass sich alle Lebensbereiche mit diesem Thema beschäftigen – die Politik, die Wirtschaft, die Wissenschaft und Forschung, die Gesellschaft und natürlich auch die Kunst. Und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt. Vor diesem Hintergrund ruft die Stadt Wien eine eigene „Klima Biennale“ ins Leben. Sie ist eine gemeinsame Initiative der Geschäftsgruppen Umwelt, Kultur und Wirtschaft und soll Wiens Stärken als Wissenschafts- und Forschungsstandort mit künstlerischen und kreativen Strategien in den Sparten bildende Kunst einschließlich neuer Medien, Design und Architektur verbinden und visionäre Szenarien für eine klimamoderne Zukunft entwickeln. Die 1. Wiener Klima Biennale ist von April bis Juli 2024 geplant und wird vom KUNST HAUS WIEN, einemMuseum der Wien Holding, umgesetzt. Das KUNST HAUS WIEN fungiert als Veranstalter und Festivalzentrum. Die Leitung für die Klima Biennale wird noch im September ausgeschrieben. „Die Wiener Klima Biennale versteht sich als internationale künstlerische Plattform, die die Qualitäten und Potenziale Wiens im Dialog mit anderen Städten und Regionen für eine künstlerisch visionäre, kreativwissenschaftlich fundierte sowie sozial und kulturell erfahrbare Gestaltung der Welt von morgen nützt. Die Klima Biennale forciert den Austausch mit anderen Städten in Europa, kooperiert mit der Wissenschaft und Forschung, mit der Wirtschaft, mit der Politik und Verwaltung sowie mit der Zivilgesellschaft, und hier insbesondere mit jener Generation, die die größte Zukunftslast zu tragen hat: der Jugend“, freut sich Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke. „Die Dringlichkeit der Klimakrise und die Notwendigkeit einen radikalen Wandel in unserem Denken und Handeln herbeizuführen, stand Pate, als 2015 in Wien mit der ‚Vienna Biennale for Change‘ die weltweit erste interdisziplinäre Biennale stattfand. Die Idee, dass sich Kunst und Wissenschaft sparten- und disziplinenübergreifend gegenseitig inspirieren, lebt nun in der Klima Biennale fort, was mir als Stadträtin für Kultur und Wissenschaft besonders gefällt. Die emanzipatorische und aufklärerische Kraft von Kunst kann bei diesem, alle betreffenden Thema, weit in die Gesellschaft hineinwirken“, betont Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler. „Mit dem Anspruch hoher künstlerischer Qualität, wissenschaftlicher Substanz und leichter Verständlichkeit sollte es der Wiener Klima Biennale gelingen, visionäre Beiträge für die ökosoziale Gestaltung der Zukunft zu erarbeiten und zugleich ein breites Publikum für Klimafürsorge und Kreislaufkultur als nachhaltiges Wohlstandsrezept zu begeistern. Ziel ist, dass alle Menschen, die die künftige Biennale besuchen, nicht nur ihr Wissen zur Klimafrage auf neuartige, vielfach unterhaltsame Weise erweitern können, sondern auch motiviert werden, sich selbst mit frischem Mindset für effektiven Klimafortschritt und klima- und ressourcenschonende Kreislaufkultur einzusetzen“, so Umweltstadtrat Jürgen Czernohorszky. „Die Wien Holding ist mit ihren Unternehmen und Projekten immer wieder Impulsgeberin für maßgebliche Entwicklungsprozesse in der Stadt und trägt in hohem Maße dazu bei, die Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt mitzugestalten. Ich bin stolz, dass das KUNST HAUS WIEN nun auch die neue Klima Biennale umsetzen wird. Wir nützen damit die Möglichkeiten von Kunst, die Menschen zur Klimafrage emotional zu erreichen und tragen dadurch weiter zur Bewusstseinsbildung für eine klimamoderne Zukunft bei“, so Wien Holding-Geschäftsführer Kurt Gollowitzer. Weiterentwicklung der Vienna Biennale for Change Grundlage für die Wiener Klima Biennale bildet die 2015 von Christoph Thun-Hohenstein in © Paul Bauer Stadt Wien ruft Klima Biennale ins Leben Start im Frühjahr 2024 – KUNST HAUSWIEN Veranstalter & Festivalzentrum – Biennale-Leitung wird im September ausgeschrieben.

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