Das Wien - E-Book

DAS WIEN AKTUELL 10 ÖVP in der Zwickmühle – droht gar eine Spaltung? SPÖ Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch kritisiert das Chaos in der Türkis/Grünen Regierung. Die ÖVP kommt aus der Zwickmühle nicht heraus. Aufgrund der Koalition mit den Grünen verliert die Kanzlerpartei täglich an Zustimmung. Löst sie die Koalition aber auf, so ist eine empfindliche Wahlniederlage vorprogrammiert und der Kanzlerposten ist wohl auch weg. Die aktuellen Umfragen – sei es im Bund, oder in den einzelnen Bundesländern – prophezeien den Schwarzen ein politisches Unwetter der Sonderklasse. Der erste Blitz wird wohl in Tirol einschlagen. Dort hat die Landes-ÖVP eine besonders absurde Konstruktion für ihren Wahlkampf gewählt. Altlandeshauptmann Platter ist zurückgetreten, bleibt aber bis zur Wahl im Amt. Für die ÖVP wahlkämpfen darf ein gewisser Herr Mattle, von dem außerhalb Tirols noch niemand gehört hat. Da wundert es zum einen nicht, dass die ÖVP auf den schwarzen Wahlplakaten nicht aufscheint und zum anderen, dass Meinungsumfragen die Mattle-Partei bei desaströsen 30 Prozent sehen. Bei der vergangenen Wahl waren es noch 44,2. Auf- und Untertauchen So wie Tirols ÖVP-Altlandeshauptmann Platter untergetaucht ist, ist Vorarlbergs ÖVP-LandeshauptmannWallner wieder aufgetaucht. Hatte er sich doch am 22. Juni nach „turbulenten“ Monaten zur Erholung zurückgezogen. Wir erinnern uns an „Turbulenzen“ in Form einer Finanzprüfung des Vorarlberger Wirtschaftsbunds bei der Ungereimtheiten und Korruptionsvorwürfe zutage getreten sind. Seitdem ermittelt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen Wallner. Umso erfreulicher, dass der Landeshauptmann jetzt wieder „vollkommen gesund und bei guter Fitness“ ist. Nicht so bald wiedersehen werden wir Laura Sachslehner. Sie musste als ÖVP-Generalsekretärin zurücktreten. Der Grund dafür ist ebenso skurril wie bezeichnend für den Gesamtzustand der ÖVP. Skurril deswegen, weil die ÖVP gemeinsam mit den Grünen den Klimabonus beschlossen hat, dann aber realisiert hat, dass diese 500 Euro auch an Asylwerber und Häftlinge ausbezahlt werden müssen. Diesen Kurs hat Sachslehner nicht mehr mittragen können und heftige Kritik daran geäußert. Bezeichnend für den Zustand der ÖVP ist dabei, dass die Kanzlerpartei lieber die inhaltlich völlig richtig liegende Generalsekretärin opfert, als sich von der politisch tödlichen Umklammerung der Grünen zu lösen. Wertewechsel Dabei wäre genau dieser Konflikt ein guter Grund für die ÖVP gewesen, sich auf ihre konservativen Werte zurückzubesinnen und den erfolgreichen Kurs ihres Ex-Chefs Sebastian Kurz wieder aufzugreifen. Denn außer den Grünen und einigen Gutmenschen versteht wohl niemand in Österreich, dass Asylwerber, die noch keinen einzigen Cent ins System eingezahlt haben und womöglich einen negativen Bescheid erhalten und das Land verlassen müssen, mit einem Geldgeschenk belohnt werden. Zumal sich diese ohnehin in Rundumbetreuung befinden und genauso wenig Stromrechnungen zu bezahlen haben, wie Häftlinge, die diesen Bonus ebenso kassieren dürfen. Hier hätte ÖVP-Chef und Bundeskanzler Nehammer die Notbremse ziehen müssen und mit einem Wiedergutmachungsprogramm in einen „Anti-Grün“-Wahlkampf ziehen können. Doch dazu braucht man Mut. Und den kann man bekanntlich nicht kaufen. Sachslehner hat der ÖVP klar ausgerichtet, dass sie auf dem falschen Dampfer unterwegs ist. Sie vertrete die Werte der Volkspartei: Freiheit, Leistung und Sicherheit. Die Auszahlung des Klimabonus für Asylwerber, die Weigerung der Grünen, über eine Rückführung von Asylwerbern in Drittstaaten zu diskutieren, und gleichzeitig Diskussionen über die Anhebung von Sozialleistungen oder Mindestsicherung zu führen, lehnt sie ab. „Ich bin der Meinung, dass wir mit diesen Maßnahmen den Weg verlassen, für den die Volkspartei steht. Meiner Meinung nach geben wir damit unserer Werte auf“, sagte sie in ihrem Rücktritts-Statement. Regierungschaos SPÖ - Bundesgeschäf t s führer Christian Deutsch wertete den Rücktritt als Ausdruck des Chaos in der türkis-grünen Bundesregierung und in der ÖVP. Er fordert Neuwahlen. FPÖ-Chef Kickl spottet hingegen, dass die ÖVP-Parteispitze wohl sicher schon „verzweifelt nach der Telefonnummer des Veranstaltungszentrums in Knittelfeld“, suche und erinnerte an das Delegiertentreffen der FPÖ in der steirischen Stadt 2002, das schließlich den Rücktritt von freiheitlichen Regierungsmitgliedern und das Aus für die schwarz-blaue Koalition zur Folge hatte. Derartige Rufe sind vereinzelt auch aus der ÖVP zu hören – Spaltung nicht ausgeschlossen. Die Immobilien- Kolumne Carmen Schnedl © by Philipp Enders Wie kann ich den Wert meines Hauses am Besten bestimmen. Soll ich mich da auf die Expertenmeinung des Maklers verlassen oder ist ein Gutachten sinnvoll? Ein guter Makler kennt den Markt und kann den Wert Ihrer Immobilie bestimmt gut einschätzen. Hier kommt es auch darauf an welchem Zweck und Hintergrund die Bewertung dienen soll. Eine Bewertung stellt den realen Marktwert dar, ein Gutachten oft den Sachwert, der je nach Lage stark abweichen kann vom tatsächlich zu erzielenden Kaufpreis. Ist es besser eine Immobilie zu belasten, wenn man akut Geld benötigt, oder sollte man gleich verkaufen? Das hängt ganz von Ihren weiteren Vermögenswerten ab. Grundsätzlich würde ich eher einen Verkauf empfehlen, da Sie das Geld anlegen könnten und dadurch einen monatlichen Cash Flow lukrieren könnten. Bei einem Kredit haben Sie eine höhere monatliche Belastung. Einer der häufigsten Fehler beim Immobilienkauf: Kein Grundbuchauszug: Vor einem Immobilienkauf, egal ob Haus oder Wohnung, sollte man sich einen Grundbuchauszug beschaffen. Dieser gibt Auskunft über die Eigentümerverhältnisse, Wegerechte oder Vorverkaufsrechte. Aber auch darüber, ob die Immobilie mit Schulden belastet ist, die auf den neuen Eigentümer übergehen können. Ein Grundbuchauszug kann bei den Bezirksgerichten oder bei Notaren eingeholt werden, ist aber auch online möglich. Empire Invest GmbH Dammgasse 4/2, 2500 Baden www.empireinvest.at office@empireinvest.at

RkJQdWJsaXNoZXIy NDYxMjE=