Das Wien - E-Book

DAS WIEN GARTENTIPP 23 Blätter (Taglilien) mit großen (Zierrhabarber) kombinieren. Samtige (Wollziest) mit glatten (Funkien) oder gelappten (Rodgersien) mit gezähnten (Akanthus)! Plobergers-Gartengeschichten Menschenmassen und paradiesische Schlangen Die Feierlichkeiten rund um das Thronjubiläum, die ich hautnah in London erleben konnte, waren ein ganz besonderes Erlebnis. Auch wenn ich von der berühmten „Trooping the colours“-Parade nur entfernt ein paar Pferde sehen konnte, aber wenn Millionen von Menschen gemeinsam feiern, ist das ein außerordentliches Ereignis. Vor allem, wennman an einem Tag unter den Massen spaziert und dann genau dort amnächsten Morgen ganz alleine durch den Park läuft. Da die Freudenschreie der Menschen, wenn ein Mitglied der königlichen Familie auftaucht (obwohl man es gar nicht wirklich sieht) und dann wieder die Ruhe eines Hyde Parks mit Eichhörnchen, Rotkehlchen und ein paar Krähen am zeitigen Morgen. London ist immer ein Erlebnis, vor allem aber seine Bewohner und Besucher. Denn kaum wo kommt man so rasch mit den Menschen ins Gespräch. Und – was wäre hier sonst zu erwarten – plaudert man über den Garten, die herrlichen, uralten Bäume und eine Allergie, die die mächtigen und unendlich vielen Londoner Alleebäume, die Platanen mit ihren feinen Härchen auslösen. Plötzlich beginnen nämlich alle zu Husten, weil ein Windstoß ganze Wellen von Schwebstoffen von den Bäumen fegt und die Bronchien reizt. Aber wie meinte ein Brite, der gerade einen Hustenanfall hinter sich hatte: „Die Londoner Platanen sind wunderbar und die Pollen – in jedem Paradies, gibt’s eine Schlange!“ Gartenfragen Bei meinen Tomaten rollen sich die Blätter ein. Welche Krankheit ist das? Ich setzte sie in neuer Erde, organischen Dünger und gieße wöchentlich mit Brennnesseljauche. Hier gibt es keine Krankheit, sondern das ist eindeutig ein Zeichen von zu viel Stickstoff – aber das ist in diesem Stadium kein Problem. Beginnt nun das ganz kräftige Wachstum, dann werden die Pflanzen die Nährstoffe brauchen. Mit der Brennnesseljauche würde ich aber erst in diesem Fall Ende Juni düngen. *** Unsere Stachelbeere ist heuer voll mit Mehltau. Sollen wir sie roden und eine neue setzen? Ichwürde jetzt einmal mit Schachtelhalmextrakt und Effektiven Mikroorganismen sprühen. Im kommenden Frühjahr – beim Austreiben – auch noch etwas Netzschwefel zugeben. Sollten sie dennoch die Pflanze ersetzen wollen, die gelb-grüne „Invicta“ gilt als sehr mehltauresistent. *** Unsere Feige hat völlig zerfressene Blätter, wächst aber ansonsten gut. Schädling oder Krankheit? Das ist die Feigenblattmotte, tritt manchmal auf, regional auch stark. Die Raupe dieses Nachtschmetterlings frisst die Blätter und lebt unter einem Spinngeflecht. In dieser Zeit kann sie problemlos und ohne Schaden für andere Nützlinge mit XenTari bekämpft werden. An sehr exponierten Standorten kann die Spinnmilbe auftreten, manchmal auchWollläuse. Ist aber eher selten und wird mit Rapsölpräparaten bekämpft. Gartenkalender Der Regen und die tropische Hitze haben nun das Pflanzenwachstum extrem forciert. Die wichtigsten Arbeiten sind nun: ... im Garten: Stauden aufbinden. Bei den Pfingstrosen nur die Samenstände abschneiden. Verblühte Edelrosen zurückschneiden (auf das 1. vollentwickelte Blatt – 5-teilig!). Gesät werden können nach wie vor Bohnen und Erbsen. Aber auch kleine Karotten lassen sich noch anbauen. Gurken, Kürbisse und Melonen wachsen nun besonders stark, hier sollte man unbedingt düngen. Basilikum wächst nun auch draußen kräftig. Sind im Garten viele Blätter außen angebissen, dann muss man den Dickmaulrüssler mit Nematoden bekämpfen. Schnecken mit EisenIII-Präparaten bekämpfen – aber nur punktuell. Abwehrend kann man ein Mittel aus der Mehlproduktion einsetzen. Die sogenannte „Schneckenbarriere“ hält mehrere Tage die Tierchen ab und wird deshalb dicht um Pflanzen gestreut, die besonders gefährdet sind. ... auf Balkon und Terrasse: Kübelpflanzen nun kräftig düngen. Ebenso die Balkonkästen, so sie dem Regen ausgesetzt waren. Viele Dünger werden nämlich ausgeschwemmt. Bei Fuchsien verblühtes immer ausputzen, sonst ist es bald mit neuen Blüten vorbei. ... im Zimmer: Viele Grünpflanzen können nun ins Freie gestellt werden, auch ein Umtopfen ist nun noch möglich. Monstera, Gummibaum und viele andere lieben die tropischen Temperaturen und beginnen kräftig zu wachsen. Achtung auf den Sonnenbrand in den ersten Tagen! Hohe Stauden – Wiesenraute und Riesenfenchel als Blickpunkt Great Dixter – bekannt für seine üppigen Staudenbeete Viele Stauden sind attraktiv für Insekten

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