Das Wien - E-Book

DAS WIEN LEUTE 19 jetzt genieße ich es einfach, meine Songs selbst schreiben zu können und meine eigenen Gefühle und Gedanken aufs Blatt zu bringen. Und warum Englisch – Ich bin mit englischer Musik aufgewachsen. Ich habe drei ältere Brüder von denen jeder englische Musik gehört hat. Auchmeine Eltern hörten meistens Radiosender, in denen internationale Popmusik gespielt wurde. Und daher lernte ich die Sprache lieben, obwohl ich damals noch überhaupt nichts verstand. Als noch die guten alten Zeiten waren, in denen man sich seine CDs selbst gebrannt hat, habe ich die Titel meist so benannt, wie ich sie gehört habe. Und dann hießen die Titel halt auch mal „Ewenowene“ und ich weiß bis heute nicht wie der Song wirklich hieß, aber das war einfach das, was ich verstanden hatte. (lacht) Hand aufs Herz, wie hart und unfair ist die Musikbranche wirklich und was muss man bereit sein zu opfern, um Erfolg zu haben? Arina: Ich versuche immer das Positive zu sehen und bin einfach wie ich bin. Und es funktioniert! Ich kann mich zu den glücklichen Personen zählen, die oft zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Aber es steckt natürlich auch richtig viel Arbeit dahinter. Und ich weiß, dass harte Arbeit immer belohnt wird. Zumindest wurde ich immer in irgendeiner Weise belohnt, sei es mit einem spontanen Fernsehauftritt oder einem Interview! Und Rückschläge, dass ein geplantes Booking platzt oder man es doch nicht ins Radio schafft, machen mich nur stärker. Aufgeben tut man nur einen Brief! Welche Musik hören Sie privat, mit welchem Genre können Sie überhaupt nichts anfangen und warum? Arina: Privat höre ich tatsächlich genau dieselbe Musik, mit der ich jetzt auf der Bühne stehe. Ich darf mich ja jetzt komplett ausleben und mit Stolz sagen, dass ich das singe, was mir wirklich gefällt und genau mein Ding ist –, nämlich englische Pop-Musik. Dementsprechend kann man an meinen Songs vielleicht auch erkennen, dass Ariana Grande ein riesiges Vorbild für mich ist. Oder Katy Perry, oder Sia. Aber ich höre auch andere Musikrichtungen, je nach Stimmung. Mein Produzent Lukas Lach hat sogar erst vor Kurzem einen Goa-Song veröffentlicht und ich hab ihn total gefeiert. Ich höre also wirklich fast alles. Nur für Heavy Metal fühlte ich mich noch nie bereit! Wie darf man sich die Entstehung Ihrer Songs vorstellen, schreiben Arina: Sie selber, werden Ihnen Songs angeboten oder arbeiten Sie mit Produzenten zusammen? Die meisten Songs habe ich bisher gemeinsam mit meinem Produzenten geschrieben. Wir sind ein Superteam und da wir auch sehr enge Freunde geworden sind, erzählen wir uns oft einfach so Geschichten aus unserem Leben – und plötzlich entsteht eine neue Song-Idee! So war es auch bei „Come Over“, aber ich war tatsächlich anfangs überhaupt nicht begeistert von dem Song. Es waren zwar meine Worte, aber die erste Demoversion war einfach überhaupt nicht in meinem Stil! Ich wollte den Song schon streichen, aber nach unzähligen Stunden haben wir ein komplett neues Instrumental, das man mit dem alten gar nicht mehr vergleichen kann, arrangiert und letztendlich bin ich froh, dass wir an „Come Over“ festgehalten haben. Jetzt liebe ich den Song! Was muss ein Song haben, damit Sie ihn gut finden und singen wollen? Gibt es da persönliche Kriterien? Arina: Wenn ich mich mit dem Song identifizieren kann, finde ich ihn gut. Für mich ist tatsächlich der Text sehr, sehr wichtig. Da ich in meinem Live-Programm nicht nur eigene Songs singe, sondern eben auch Coversongs, befindet sich darunter z. B. Roar von Katy Perry. Ein Song, der mich auch sehr berührt, da er den Weg den ich noch vor mir habe, beschreibt. Ich möchte einfach zeigen, was in mir steckt, alles rausschreien und vor allem immer ich selbst bleiben! Was sind Ihre Karriere-Pläne, wie soll es weitergehen, was für Ziele haben Sie sich gesetzt? Arina: Da ich neben der Leidenschaft zur Musik auch liebend gerne als Kindergartenpädagogin arbeite, möchte ich vorerst beides weiterführen. Die Arbeit mit Kindern ist für mich ein perfekter Ausgleich zur Social-Media-Welt. Dort braucht man nicht perfekt aussehen und immer topgestylt sein. Und den Kindern ist es auch egal wer du bist, welchen Beruf du sonst machst. Sie mögen dich wie du bist und das gibt mir sehr viel Kraft. Aber mehr noch liebe ich meine Arbeit als Sängerin! Momentan geht es sich gut aus, dass ich weiterhin geringfügig im Kindergarten arbeite und die restliche Zeit in meine Karriere investiere. Wo darf man Sie das nächste Mal live sehen, was sind Ihre nächsten Auftritte? Arina: Bis jetzt habe ich nur Bookings in der Steiermark, aber ich hoffe, dass ich auch in anderen Bundesländern oder vielleicht sogar international auftreten werde. Ich liebe es einfach auf der Bühne zu stehen, um die Menschen mit meiner Musik zu berühren! Vielleicht klappt es ja mal, dass ich einen Auftritt in Wien ergattere – dann seid ihr natürlich alle herzlich eingeladen. (lacht) © Anja Kager © Anja Kager

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