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DAS WIEN AKTUELL 16 Im Herbst steht die Wahl zum Bundespräsidenten an. Nach langem taktischen Zögern hat Amtsinhaber Alexander Van der Bellen bekanntgegeben, noch einmal antreten zu wollen. Das war nicht die große Überraschung, gilt Van der Bellen doch als der einzige Kitt, der die regierende Koalition aus ÖVP und Grünen zusammenhält. Da wundert es auch nicht, dass Bundeskanzler und ÖVP-Obmann Karl Nehammer dem Staatsoberhaupt „alles Gute“ für seine Kandidatur wünscht. Umes dem Amtsinhaber nicht allzu schwer zu machen, verzichtet die Bundeskanzlerpartei gleich ganz auf einen eigenen Kandidaten, auch wenn es von Bundesseite keine Wahlempfehlung für Van der Bellen geben wird. Ebenso keinen eigenen Kandidaten aufstellen werden die SPÖ und die Neos. Sie wollen Van der Bellen bei seiner Wiederkandidatur sogar unterstützen. Anders die FPÖ, sie hat bereits angekündigt gegen Van der Bellen antreten zu wollen. Kandidaten gibt es freilich noch keinen – die Gremien beraten noch. Damit hat der Bundespräsident bei seiner Wiederkandidatur, gute Chancen, auch gewählt zu werden. Denn bislang haben sich ausschließlich „Spaßkandidaten“ geoutet, die für das Amt des Staatsoberhauptes antreten wollen. Dazu zählen etwa der Chef der Bierpartei Marco Pogo, oder „OE24“- Fernsehclown Gerald Grosz. Bleiben noch die Grünen. Sie werden den Wahlkampf ihres ehemaligen Parteichefs mit Millionen aus der Parteikassa finanzieren. Bezeichnete doch Werner Kogler, der Bundessprecher der Grünen, ihn als „Anker der Stabilität für Österreich“. Anker der Stabilität ja, für Österreich wohl eher nicht. Denn die einzige Stabilität die Van der Bellen gebracht hat, war die, dass er seine Grünen mit aller Macht an der Regierung gehalten hat. Und das trotz einer Rekordfluktuation bei den Minister- und Kanzlerposten. Und da hat Van der Bellen beide Augen zugedrückt. Denn trotz all der politischen Skandale, den Korruptionsermittlungen und Verfassungsbrüchen der schwarz-grünen Chaosregierung, hat sich der grüne Präsident ausschließlich an „Ibiza“ erinnern können. „So sind wir nicht“, hat er gesagt. Doch vergleicht man die Ibiza-Geschichte der Strache-FPÖ mit den ganzen Machenschaften der Kurz-Administration, so könnte einem schon der Gedanke kommen, dass wir schon „so sind“. Doch wenn es nicht gegen die böse FPÖ, sondern gegen die ÖVP oder Grünen geht, dann werden hinter der Tapetentüre in der Hofburg zweierlei Maßstäbe angelegt. Die vergangenen sechs Jahre haben jedenfalls eindeutig gezeigt, dass Van der Bellen alles andere als ein Präsident für alle Österreicher ist. Überall, wo er hätte eingreifenmüssen, inWort und Tat, kam nur tiefstes Schweigen und eine Akzeptanz eines hinterhältigen und menschenverachtenden Polit-Apparats von ÖVP und Grünen. Van der Bellen hat sich damit selbst zum Präsidenten der linkssozialistischen Genossen regiert. Umso erschreckender, dass SPÖ und ÖVP das kommentarlos erdulden und keinen Gegenkandidaten aufstellen. Denn der Unmut mit der Amtsführung des Präsidenten ist auf allen SocialMedia-Kanälen genauso präsent, wie an den Stammtischen der Dorfwirtshäuser. Angesichts dieser nicht gerade positiven Stimmung für Van der Bellen, wundert es einigermaßen, dass er in Umfragen angeblich sehr gut liegt und seine Wiederwahl augenscheinlich gesichert scheint. Trotzdem gibt sich Van der Bellen beim Wahlziel bescheiden: „Mehrheit ist Mehrheit, das ist so in einer Demokratie“, sagt er und kann sich wohl noch an das Ergebnis bei der ersten Stichwahl erinnern, bei der sein Konkurrent Norbert Hofer 49,7 Prozent, erreicht hat. Fakt ist: Van der Bellen tritt im Herbst noch einmal an und hat bislang keinen ernst zu nehmenden Gegenkandidaten. Nun liegt die Verantwortung bei der FPÖ, dem Wahlvolk einen tatsächlich unparteiischen Kandidaten anzubieten. Und wenn man sich die turbulente Amtszeit des erstenGrünen Präsidenten so ansieht, dann wäre seine Abwahl im Herbst nur die logische Fortsetzung dieser in der Geschichte der zweiten Republik einmaligen Politposse. Linkssozialistischer Präsident Criticus Café Hegelhof – Grandiose Neueröffnung Das Café Hegelhof hat Kultstatus. Mit dem einzigartigen Design und der originell klassischen Innenausstattung, den antiken Möbeln im Stil des Historismus und der grandiosen Belegschaft, hat der neue Besitzer alles richtig gemacht. Viel Liebe, Geld und Leidenschaft wurde in den letzten Monaten in das Lokal gesteckt – und es hat sich gelohnt. Das Kaffeehaus hat sich seinen traditionellen Charme erhalten, an den richtigen Stellen wurde modernisiert und investiert. Die Wanddekorationen im klassischen, rustikalen Stil sowie das imperiale Deckendesign, wurde durch die dringend benötigte Renovierung, in das rechte Licht gesetzt. Die Bar und der Innenraum bieten eine unvergessliche, angenehme und entspannende Atmosphäre. Der große Schanigarten lädt zum Entspannen ein, das Personal ist flott, charmant und besticht durch Kompetenz. Detail am Rande, das Café Hegelhof hat wahrscheinlich den besten Eiskaffee der ganzen Stadt. In der Menükarte findet man sämtliche Wiener Spezialitäten, wie Melange und den Verlängerten, extravagante Spirituosen sowie traditionelle Wiener-Kulinarik und natürlich das weltberühmte Wiener Schnitzel. Seit 1921 erfreut sich das Kaffeehaus einer großen Beliebtheit. Bevor es umbenannt wurde, war das Café Hegelhof als die „Mery Bar“ bekannt. Die Lage in der Johannesgasse und die unmittelbare Nähe zur Ringstraße, machen das Café Hegelhof zu einem zentralen und beliebten Treffpunkt für Wiener und Touristen. Von außen kann man kaum erahnen, was das Lokal aus dem 19. Jahrhundert, im Inneren zu bieten hat. Fast alle architektonischen Schmankerln wurden erhalten und in Szene gesetzt. Das Café Hegelhof wurde als Teil der Wiener Kaffeehauskultur, 2011 von der UNESCO als immaterielles Weltkulturerbe, anerkannt. Café Hegelhof Johannesgasse 16 1010Wien +43 1 890 02 10 cafe@hegelhof.com Mama Rozy ist das Herz des Hegelhof © Philipp Enders

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