Das Wien - E-Book

Österreichische Post AG - RM GZ 17A0411152K - unabhängig Ausgabe 14 Juni/2022 ANZEIGE ANZEIGE ANZEIGE ANZEIGE 23 Bezirke Rekordinflation: Gewessler besteht auf CO2-Strafsteuer S. 11 BABYLONWIEN 1010Wien Seilerstätte 1 Tel +43-(0) 1-512 84 95 Mo-Sa 18-04 Uhr Carmen Schnedl Mit ihrem Unternehmen Empire Invest erobert sie den Immobilienmarkt © Philipp Enders Empire Invest GmbH Dammgasse 4/2, 2500 Baden www.empireinvest.at office@empireinvest.at Anfragen an: theodor.boehm@gmail.com Millionen-Investmentpaket für Schlosspark Laxenburg Die Länder Wien & Niederösterreich schnüren Investitionspaket von 10 Millionen Euro S. 4 „WE ARE MUSICAL – THE NEXT GENERATION 2022“ VBW und MUK präsentieren wieder ein gemeinsames Konzert der Absolventen S. 14 Little Italian Deli Severingasse 5, 1090Wien +43 (0)1 / 8901480 dolcepepi@little-italian.com S. 6 S. 21 S. 18 S. 9 © Philipp Enders © Michael Mairhofer

DAS WIEN AKTUELL 2 Minister entdeckt sein Ministerium Der Grüne Gesundheitsminister Johannes Rauch lernt schön langsam sein eigenes Ministerium kennen. So dürfte ihm unlängst aufgefallen sein, dass es neben der Corona-Pandemie auch noch andere Themenbereiche gibt, für die er zuständig ist. Tierschutz zum Beispiel. Und da gäbe es jede Menge Handlungsbedarf. Hat doch erst Mitte Mai das „Stoppt Lebendtier-Transportqual“-Volksbegehren sensationelle 426.938 Unterstützer verzeichnen können. Hauptanliegen des Volksbegehrens war es, Tiertransporte quer durch Europa künftig zu verhindern. So sollen Schlachttiere nur noch zu den nächstgelegenen und geeigneten Schlachthöfen gebracht werden dürfen. Von dort soll das Fleisch in gekühlter oder gefrorener Form weitertransportiert werden. Damit soll die leidige Diskussion beendet werden, ob ein prall gefüllter Tiertransporter eine Stunde mehr oder weniger unterwegs sein darf, oder ob die Zeit des Auf- und Abladens dazu gerechnet werden muss. Den rund 3,8 Millionen Schlachttieren, die täglich tausende Kilometer durch aller Herren Länder gekarrt werden, soll die Fahrt in viel zu engen Transporträumlichkeiten, bei unerträglicher Hitze oder Kälte und mit zu wenig Wasser, generell erspart werden. Aufgrund der vielen Unterschriften muss dieses Volksbegehren nun im Parlament verhandelt werden. Da wird es spannend, was dem Herrn „Tierschutzminister“ dazu einfällt, denn bislang hat er sich mit Kommentaren nobel zurückgehalten. Dafür ist dem Vorarlberger in ihm aufgefallen, dass es in Wien Fiaker gibt. Also nostalgische Kutschen, die von zwei Pferden gezogen werden und die sich bei Touristen großer Beliebtheit erfreuen. Das passt ihm offenbar nicht, denn er stellt öffentlich die Frage, ob der Einsatz von Fiakern in einer Großstadt überhaupt noch zeitgemäß ist! Und er will über ein Verbot von Fiakern zumindest nachdenken. Und da wird es gefährlich – wie immer, wenn Grüne denken. Denn allzu oft haben sie Pech dabei. Das fängt schon bei der Grundannahme an. Fiaker sind selbstverständlich nicht „zeitgemäß“. Sie sind ja auch nicht als Taxi gedacht, sondern als Touristenattraktion. Genauso könnte man fragen, ob Schloss Schönbrunn noch zeitgemäß ist. Schließlich wohnt dort niemand mehr und die riesigen Gärten könnte man besser für den Anbau von Bio-Gurken verwenden. Aber wir wollen die Grünen ja nicht auf blöde Ideen bringen. Das schaffen sie schließlich ganz alleine. Fakt ist jedenfalls, dass der Herr Tierschutzminister sich mehr um liebevoll gehaltene Fiakerpferde, die gemütlich ihre Runden um den Ring ziehen sorgt, als um Schweine oder Rinder, die eingepfercht in LKW quer durch Europa gekarrt werden. Und die bekommen im Unterschied zu Wiens Fiakerpferden auch nicht hitzefrei, wenn es mehr als 35 Grad Celsius hat. Fazit ist, dass Minister Rauch zwar entdeckt hat, dass er für den Tierschutz verantwortlich ist, aber die völlig falschen Prioritäten setzt. Dieses Verhaltensmuster des dritten grünen Gesundheitsministers kennen wir bereits von seinem Umgang mit der CoronaPandemie. Johannes III. hat bis vor Kurzem eisern an der FFP2-Maske festgehalten. Doch offenbar hat er jetzt erkannt, dass diese nicht mehr zeitgemäß ist. Nachdem die Masken in ganz Europa gefallen sind, fallen sie nun auch bei uns. Ab 1. Juni ist Schluss mit Maske. Bis auf die Spitäler und Pflegeeinrichtungen. Höchste Zeit. Besonders für den Tourismus. Corona ist somit vorerst abgesagt imkrudenReich Johannes des III. ... Doch ohne Corona weiß der Herr Minister offenbar nicht so recht, was er tun soll. Dabei hätte er als Nebenerwerbs-Sozialminister alle Hände voll zu tun. Kämpfen doch zahlreiche Österreicher aufgrund der massiven Teuerungswelle um dienackte Existenz. Doch statt sich Gedanken darüber zu machen, wie er sozial Schwache unterstützen könnte, was als Sozialminister eigentlich seine Kernaufgabe wäre, trägt er kommentarlos jede Belastung, die seine grüne Kollegin im Verkehrsministerium erfindet, mit. Stichwort CO2-Steuer und Spritpreiserhöhung. Da war eine Pandemie als Ablenkung vom Versagen als Sozialminister doch praktisch. Diese ist ihm jetzt mit Ende der Maskenpflicht abhandengekommen. Doch am Horizont taucht ein Silberstreif der Hoffnung auf für den „verhüllungsfreudigen“ Gesundheitsminister. Die Affenpocken kommen! Und bei denen empfiehlt die britische Gesundheitsbehörde UKHSA für enge Kontaktpersonen von Affenpocken-Infizierten gleich eine dreiwöchige Quarantäne und eine Pockenimpfung. Gerüchten zu Folge soll sich das Kabinett von Minister Rauch schon bei der berühmten Firma Chiquita über die Lieferung von Vakzinen erkundigt haben. Vorerst könnte aber auch ein Stamperl Bananenlikör die Symptome lindern. Schokobananen sind allerdings noch nicht zugelassen – da soll es böse, adipöse Nebenwirkungen geben. Geschätzte Leser! Liebe Leserinnen! EDITORIAL von Heinz Knapp www.das-wien.at www.wkf-wien.at IMPRESSUM: Kohlmarkt 8-10, 2. Stock 1010 Wien Herausgeber/Verleger/Inhaber: Heinz Knapp, h.knapp@das-wien.at UID: ATU 63468713, redaktion@das-wien.at Lektorat: Alfred Eichhorn; Konsulent: Friedrich Knapp Grafik: Daniel Knapp, daniel.knapp@das-wien.at; Druck: Mafra Print, 15000 Praha; Vertrieb: Österreichische Post AG, Haidingergasse 1, 1030 Wien; Straßen- und Geschäftsverteilung - Wiener Stadtgebiet Verlagsadresse/Rechnungswesen/Grafik/Produktion: Die Agentur - Unabhängige Wochenzeitung, Heinz Knapp, Kohlmarkt 8-10, 2. Stock 1010 Wien, Chorturmblick 1, 9061 Klagenfurt, www.das-wien.at Offenlegung gem. § 25 MedienG: Online unter www.das-wien.at Gastkommentare: Dompfarrer Mag. Toni Faber, Joachim Brandl, Albert Fortell, Joesi Prokopetz, Angelika Niedetzky, Mag. Peter Weitzel Bei bezahlten Anzeigen, PR-Artikeln und namentlich gekennzeichneten Berichten liegt die inhaltliche Verantwortung beim Auftraggeber. Alle Berichte beziehen sich auf Stand 25.05.2022, 10:00 Uhr

DAS WIEN AKTUELL 3 Audiovisions-Stationen auf 700 m² Fläche Einzigartiger Schaubrunnen in Österreich Verkostung von Bierspezialitäten 2 stündige Erlebnistour Barrierefreier Zugang Entdecken Sie die Welt des Bieres mit allen Sinnen! Erleben mit allen Sinnen! DI – SA von 14:00 – 18:00 Uhr. Führungen um 14:00 und 16:00 Uhr. Busgruppen auf Anfrage auch ab 10:00 Uhr möglich. Um Anmeldung wird gebeten. Der Bier Shop ist von DI – SA von 14:00 – 18:00 Uhr geö net. Brauerei der Sinne am Ra altplatz 19-23, 8850 Murau Tel.: + 43 (0) 3532 / 3266 500, Mobil: +43 (0) 664 / 886 533 44 E-Mail: brauereidersinne@murauerbier.at, www.murauerbier.at/brauerei-der-sinne Inserat_BrauereiderSinne.indd 1 19.05.2022 15:35:02 ANZEIGE

DAS WIEN AKTUELL 4 Im niederösterreichischen Laxenburg, wenige Kilometer von Wien entfernt, befindet sich eine der größten Schlossanlagen Österreichs. Der dazugehörige Schlosspark zählt zu den bedeutendsten Gartendenkmälern in Österreich und Europa. Malerische Landschaftspartien, weite Wiesenflächen, mächtige Baumgruppen und der riesige Schlossteich ergeben eine einzigartige Komposition. Dazu kommen zahlreiche Pavillons und Parkstaffage-Gebäude sowie das Alte Schloss, der Blaue Hof und die mittelalterliche Franzensburg. Zur Attraktivierung dieser Anlage haben die Länder Wien und Niederösterreich nun ein gemeinsam finanziertes Investitionspaket beschlossen. „Laxenburg zählt zu den wichtigsten Ausflugszielen für die Wienerinnen und Wiener im niederösterreichischen Umland. Wie wichtig das Areal für die Bevölkerung beider Bundesländer ist, zeigt auch die stattliche Besucherzahl. Rund eine Million Gäste werden pro Jahr gezählt. Vor diesem Hintergrund freue ich mich ganz besonders, dass wir als Länder Wien und Niederösterreich gemeinsam in die Zukunft dieses historischen Areals investieren. Wir nehmen zehn Millionen Euro in die Hand, um Schloss und Park fit für die Zukunft und noch attraktiver für die Menschen zu machen“, so Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke. „Von den rund 40 Millionen Tagesausflügen, die jährlich in Niederösterreich unternommen werden, entfällt fast jeder zweite Ausflug auf Gäste aus Wien. Niederösterreich ist somit das Naherholungsgebiet der Bundeshauptstädter und Laxenburg spielt dabei eine ganz große Rolle. Mit dem Investitionspaket, das von Wien und Niederösterreich zu je gleichen Teilen getragen wird, werden wir diesen Diamanten des Ausflugstourismus wieder auf Hochglanz polieren, sodass er weit über die Landesgrenzen hinaus strahlen und Besucherinnen und Besucher anziehen wird“, betont Wirtschafts- und Tourismuslandesrat Jochen Danninger. Schlossteich wird komplett „runderneuert“ Der Schlossteich wurde in den Jahren 1795 bis 1835 angelegt und in der heutigen Formbis 1841 vollendet, er nimmt mit rund 25 Hektar Fläche eine wesentliche Rolle in der Landschaft des Schlosspark Laxenburg ein. Die romantische Teichlandschaft mit den insgesamt sieben Inseln entspricht der Landschaftsgestaltung des 19. Jahrhunderts. Der Teich wurde einst händisch gegraben und mit einer Lehmabdichtung versehen, die Uferbereiche wurden mit Holzpiloten gesichert. Zuletzt wurde der Schlossteich in den 1930er-Jahren entschlammt. Nach knapp hundert Jahren wird der Schlossteich als künstliches Gewässer nun neuerlich komplett ertüchtigt. Die künstliche Stauhaltung hat über die vielen Jahrzehnte hindurch zu starker Schlammbildung geführt, die den Teich langsam verlanden hat lassen. Zudem sind die Holzpiloten an den Ufern an vielen Stellen vermodert und das lässt die Uferbereiche stark erodieren. Bei den Sanierungsarbeiten für den Teich wird der Schlamm weitgehend entfernt und die Ufersicherung wiederhergestellt. Die Arbeiten am Schlossteich erMillionen-Investmentpaket für Schlosspark Laxenburg LandWien&LandNiederösterreich schnürenzur Attraktivierungder Anlage gemeinsames Investitionspaket von zehn Millionen Euro. Wirtschaftslandesrat des Landes Niederösterreich, Jochen Danninger gemeinsammit demWiener Wirtschaftsstadtrat, Peter Hanke © David Bohmann

DAS WIEN AKTUELL 5 folgen in mehreren Schritten, wobei zuerst die Schlüsselbauwerke saniert werden. Dabei handelt es sich um die Einlaufbauwerke von der Triesting bis Laxenburg sowie die Teichablässe innerhalb der Parkanlage. Gleichzeitig wird ein exaktes Abflussregime erstellt und der Schlamm auf etwaige Kontaminierungen untersucht. Daran anschließend werden die Entschlammung sowie die Sanierung von Uferbereichen durchgeführt und auch der Teichboden wird abgedichtet. Mit diesen Maßnahmen wird der Schlossteich langfristig erhalten werden, sowohl als wesentliches Gartendenkmal in Österreich als auch in seiner ökologischen Funktion als aquatischer Lebensraum. Selbstverständlich werden die beliebten Attraktionen wie der Bootsverleih und die Fähre zur Franzensburg auch noch kommende Generationen erfreuen. Turnierplatz in neuem Glanz Der Turnierplatz geht auf die Idee von Kaiser Franz II./I. zurück, eine dauerhafte Location für Ritterspiele im Schlosspark zu schaffen. Aufgrund der großen Leidenschaft für mittelalterliches Treiben gab es ursprünglich einige provisorische Plätze im Schlosspark. Im Jahr 1811 wurde dann die dauerhafte Lösung in Form des bis heute bestehenden Turnierplatzes errichtet. Hier fanden im Beisein der Monarchen Schaukämpfe und andere Ritterspiele statt. Ähnliche Veranstaltungen gab es bis zur Jahrtausendwende. Nun wird der Turnierplatz denkmalschutzgerecht saniert, inklusive der Gebäude und der Stützmauern rund um den Platz. Erneuert werden die Entwässerungsanlage genauso wie die Einfriedungen. Künftig soll der Turnierplatz auch mit Strom und Wasser versorgt werden, die notwendigen Leitungen dazu werden hergestellt. So kann der Turnierplatz als Veranstaltungsort im Schlosspark noch attraktiver gemacht werden. Denn der Turnierplatz soll künftig – ganz im ursprünglichen Sinn – wieder für Veranstaltungen verschiedenster Art genutzt werden. Neues Kleid für Orangerie Die Orangerie war einst Teil der Schlossgärtnerei, wo ursprünglich Pflanzen für den Schlosspark kultiviert worden sind. Das Gebäude ist weitgehend im Originalzustand erhalten geblieben und wird nun umfassend saniert. Seit vielen Jahren ist in der Orangerie ein Gartenbaubetrieb ansässig, die Sanierung soll diesen Standort für alle Gartenfreunde langfristig absichern. Neugestaltung und neue Sanitäranlagen im ganzen Park Ebenfalls aus dem Investpaket finanziert wird die Sanierung der Sanitäranlagen im Parkareal inklusive der Verlegung bzw. Erneuerung bestehender bzw. zusätzlicher Versorgungsleitungen für Wasser, Kanal und Strom. Darüber hinaus wird auch die Einfriedung rund um den Schlosspark renoviert mit besonderem Augenmerk auf die Neugestaltung des Eingangsbereiches beim Parkhaupteingang. Und nicht zuletzt soll vom Investpaket auch die Franzensburg profitieren und zwar durch Maßnahmen, mit denen die Substanz in den Innenräumen der Burg gesichert wird bzw. das Interieur bzw. im Bedarfsfall auch Kunstschätze restauriert werden. Schloss Laxenburg Betriebsgesellschaft feiert 60. Geburtstag Umdas riesige Areal kümmert sich die Schloss Laxenburg Betriebsgesellschaft mbH, die im gemeinsamen Eigentum der Wien Holding und des Landes Niederösterreich steht. Diese Gesellschaft feiert heuer ihr 60-jähriges Gründungsjubiläum. Die Aufgabe der Betriebsgesellschaft ist die Erhaltung und der Ausbau der Schlossanlage Laxenburg, einschließlich des dazugehörigen Schlossparks. www.das-wien.at © David Bohmann

DAS WIEN AKTUELL 6 CarmenSchnedl:Aufsteigender Stern am Immobilienhimmel Die jungeMaklerinhat dasGeschäft vonder Pieke auf gelernt &zieht der Konkurrenz davon. Mit Empire Invest erobert sie den Immobilienmarkt. Die Empire Invest GmbH, mit ihrem Firmensitz in 2500 Baden, ist ein junges, dynamisches Investment-Unternehmen mit der Spezialisierung auf ertragreiche Immobilien sowie an der Beteiligung von Aktiengesellschaften. Die kompetente Chefin von Empire Invest, Carmen Schnedl, ihres Zeichens ein aufsteigender Stern am Immobilienhimmel. Wir baten die Powerfrau zum Gespräch. Frau Schnedl, Sie sind Geschäftsführerin der Empire Invest Immobilienfirma, erzählen Sie uns etwas über Ihr Unternehmen und seinen Werdegang? Ich war immer schon der Überzeugung, dass jeder von uns eine Mission im Leben zu erfüllen hat. Meine Mission ist es, etwas Großes zu erschaffen und frischen Wind in die Immobilienbranche zu bringen. Genau an dem Tag als ich das begriffen hatte, war der Tag als der Werdegang der Empire begann. Somit war auch passend zu meinem Vorhaben schnell der Firmenname Empire eine klare Entscheidung. Was ist Ihr Kerngeschäft, in welchen Segmenten liegen die Stärken von Empire Invest? Die Empire Invest ist ein Investment Unternehmen, welches sich auf Anlageobjekte spezialisiert hat. Seit 2021 ist die Empire Realties GmbH nun auch eine Tochtergesellschaft der Empire Invest. Dieses Tochterunternehmen beschäftigt sich mit der Vermittlung von Immobilien für Dritte. Also ein klassisches Immobilienunternehmen, jedoch mit einer großen Vision. Die Empire Invest GmbH investiert weiters auch in Start-ups und fungiert hier als Risikokapitalgeber. Seit wann sind Sie in der Branche tätig und was genau sind Ihre Aufgaben in der Firma? Grundsätzlich bin ich im Alter von 17 Jahren in die Immobilienbranche eingestiegen. Meinen ersten Job habe ich damals in einem Luxusimmobilienunternehmen am Kohlmarkt ausgeübt. Es war eine spannende Zeit und ich konnte viel dabei lernen. Heute ist es meine Aufgabe immer wieder neue Ideen einzubringen, Kooperationspartner für die Tochtergesellschaft zu finden und dafür zu sorgen, dass unser gesamtes Firmenkonstrukt schnell wächst. Wie sind Sie zu dem Immobiliengeschäft gekommen, war das schon seit jeher Ihre Berufung? Da mein Vater auch schon in der Immobilienbranche tätig war, konnte ich schon von klein auf in die Welt der Immobilien Einblick gewinnen. Ich bin sehr gerne zu seinen Terminen mitgekommen und konnte mich schon sehr früh für diese Branche begeistern. Die Immobilienbranche ähnelt förmlich einem Schachspiel und mein Vater war ein sehr guter Schachspieler. Somit habe ich mir auch viel von seinem Verhandlungsgeschick abschauen können. Daher war für mich auch nach der Schule ganz klar, dass ich in diesem Beruf arbeiten möchte. Die Immobilienpreise steigen scheinbar unaufhaltsam, ist es ein guter Zeitpunkt, um in Immobilien zu investieren? Zum jetzigen Zeitpunkt ist es generell sehr schwierig eine seriöse Prognose zu stellen. Aber prinzipiell sind Immobilien immer eine gute Anlage – gerade in Krisenzeiten. Ab welcher Summe Eigenkapital macht es Sinn, in Immobilien zu investieren? Ich finde, dass man das pauschal so nicht sagen kann, da es auch von der Kaufabsicht des Interessenten abhängt und den finanziellen Möglichkeiten sowie Background. In naher Zukunft wird nun ja auch seitens der Banken ein höherer Prozentsatz an Eigenmitteln vorausgesetzt. Noch dieses Jahr muss jeder Kreditnehmer mindestens 20 Prozent Eigenkapital einbringen, um einen Kredit zu bekommen. Von wem holt sich ein Makler seine Provision, vom Käufer oder vom Verkäufer? Und wie hoch ist diese im Normalfall? InÖsterreich ist einMakler berechtigt bis zur gesetzlichen Höchstgrenze von 3%+USt. sowohl vom Käufer als auch vom Verkäufer zu verlangen. Wir sehen uns die Immobilie zuerst unverbindlich im Detail an und besprechen dann den Provisionssatz. Da die Empire Invest selbst auch Immobilien ankauft, können wir aus Erfahrung sagen, dass beim Ankauf meist © Philipp Enders

DAS WIEN AKTUELL 7 nur wenig verhandelbar ist. Die Branche boomt, aber man hört sehr oft von schwarzen Schafen unter den Maklern. Muss man heutzutage schon auf der Hut sein? Natürlich gibt es wie in jeder Branche einen Qualitätsunterschied – abhängig vom Unternehmen. Das ist auch klar erkennbar an den Dumpingpreisen der Provisionen. Ein guter Makler kann auch seine eigene Provision gut verhandeln und kennt den Wert seiner Leistung. Leider gibt es immer noch Mitbewerber, denen es an Kompetenz und Einfühlungsvermögen fehlt. Dennoch würde ich behaupten, dass der Großteil an Kollegen über ein gutes Fachwissen verfügt, um ihre Kunden gut zu betreuen. Hierbei muss man aber nochmals unterscheiden zwischen Maklern, die bereit sind ein Full Service zu bieten, und Maklern, die nur ein schnelles Geschäft machen möchten. Was macht ein seriöses ImmobilienUnternehmen aus, woran erkennt man, dass man in guten Händen ist? Wenn der Makler zuhören kann und auf die diversen Wünsche bzw. Vorstellungen des Kunden auch eingeht. Ein guter Makler ist eben nicht nur als „Türöffner“ zu sehen, sondern vielmehr das Bindeglied und Sprachrohr zwischen Verkäufer/Vermieter und Käufer/ Mieter. Außerdem sollte er den Kunden – vor allem bei Kaufabwicklungen, da sich diese natürlich um einiges umfangreicher gestalten – auch wirklichbis zumVertragsabschluss und letztendlich der Schlüsselübergabe bei allen Wegen zur Seite stehen (Notartermine, Behörden, Ummeldungen, Anfragen bei Ämtern …). Wie schwierig ist es, sich als Frau in einer männerdominierten Branche durchzusetzen? Grundsätzlich leben wir schon seit Jahren in einer Umbruchstimmung, da immer mehr Frauen in Männerdomänen vordringen. Heute sehen sich Frauen aber nicht mehr nur mit dem Eintritt in die männerdominierte Branche konfrontiert, sondern müssen auch ihren hart erkämpften Platz in diesen Branchen immer wieder aufs Neue verteidigen. Es ergibt sich also eine mehrstufige Belastung für Frauen, nicht nur der Eintritt in die Männerdomäne selbst, sondern auch die Verteidigung jeder errungenen Position in dieser. Wie schaut Ihr Alltag bei Empire Invest aus, auf wie viele Wochenstunden kommen Sie, wird auch am Wochenende gearbeitet? Wir geben stets acht, auf jedes Anliegen unserer Kunden so rasch als möglich einzugehen und dieses zu bearbeiten. In unserem Unternehmen verbindet uns vor allem die Leidenschaft zum Beruf und da kommt es natürlich auch vor, dass Besichtigungen am Wochenende stattfinden. Die Immobilienbranche ist sehr schnelllebig, daher ist es einfach notwendig, wenn man als Makler spontan und besonders flexibel in den Arbeitszeiten fungiert. Daher ist es mir besonders wichtig, dass sich jeder Makler seiner Verantwortung bewusst ist und somit seine Zeit so einteilt, dass es schnell zu einem guten Abschluss für alle Parteien kommt. Was sind Ihre Ziele mit Ihrem Unternehmen, wo möchten Sie beruflich gerne hin? Wir möchten den Namen Empire als Marke weiter aufbauen und auch die Empire Realties GmbH – also unsere Tochtergesellschaft – rasch zu einem großen Immobilienmaklerunternehmen machen. In einigen Jahren soll die Muttergesellschaft dann zu einer Holding werden. Weitere Investitionen auch in Start-ups sollen dann künftig getätigt werden. Wie ist der Ablauf, wenn sich ein Kunde für eines Ihrer Objekte interessiert? In der Regel ist es heutzutage so, dass Immobilien hauptsächlich online auf diversen Immobilienplattformen gesucht und gefunden werden. Über jene Portale wird dann vom Interessenten direkt eine Anfrage versendet und man bekommt im Idealfall sofort sämtliche wichtige Informationen zum Objekt in Form eines sorgfältig aufbereiteten Exposés. Bei Besichtigungsinteresse wird ein passender Termin vereinbart, wo dann natürlich auch noch sämtliche offene Fragen vor Ort geklärt werden. Was dürfen sich künftige Kunden erwarten, wenn sie sich für Empire Invest entscheiden? Von uns dürfen Sie jedenfalls erwarten, dass wir nicht nur die Immobilie aufsperren und dann eine Provision verlangen. Service heißt für uns, das ganze Geschäft mit den Augen des Kunden zu sehen. Wir wissen, dass ein Verkauf bzw. Kauf keine alltägliche Entscheidung ist und oft auch ein emotionaler Wert an einer Immobilie hängt. Wir evaluieren in einem unverbindlichen Erstgespräch die genauen Wünsche und Erwartungen des Kunden und können somit ein Maximum an Zeitersparnis und Komfort bieten. Empire Invest GmbH Dammgasse 4/2, 2500 Baden www.empireinvest.at office@empireinvest.at © Philipp Enders

DAS WIEN AKTUELL 8 Kein Licht, kein Handy, kein Internet, keine Gas-, Fernwärme-, Öl- oder Zentralheizung, kein Bankomat, keine Tankstelle, keine Ampeln, keine Kassa, keine Straßenbahnen. Keine Aufzüge, kein Wasser, keine Klospülung. Das alles und noch viel mehr blüht uns bei einem Blackout. Stromweg – alles weg. Jeder von uns hat das im kleinen Rahmen bereits erlebt, wenn etwa ein Kurzschluss die eigene Wohnung stromlos gemacht hat. Kurzfristig unangenehm, aber meist in wenigen Minuten erledigt. Sicherung tauschen und der Strom ist wieder da. Bei einem Blackout sieht die Sache freilich ganz anders aus. So können etwa einzelne Regionen, ganze Städte oder sogar das ganze Land, beziehungsweise ganz Europa von einem Blackout betroffen sein. Erst unlängst sind wir an einem derartigen Szenario vorbeigeschrammt. Knapp. Sehr knapp. EU-Stromnetze Das liegt daran, dass die europäischen Stromnetze eng miteinander verbunden sind. Dadurch sind sie auch anfälliger für Überlastungen, Spannungsschwankungen oder andere Fehlerquellen. So sorgen sich die Experten in wegen des überalterten Stromnetzes bei uns. Dieses stammt nämlich weitgehend aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Seit damals ist nicht nur der Verbrauch stark gestiegen, auch die Liberalisierung des Strommarkts hat die Belastung der Netze erheblich verschärft. Das bedeutet, dass unser Stromnetz an seinen Leistungsgrenzen arbeitet. Es ist für die heutigen Gegebenheiten, bei denen auch viel Strom importiert wird, nicht ausgelegt. Nur durch ein ausgeklügeltes Engpassmanagement (EPM) kann der Netzbetrieb noch aufrechterhalten werden. So müssen regelmäßig alte österreichische Gaskraftwerke spontan einspringen – das ist ineffizient und teuer. Dennoch häufen sich derartige Eingriffe. Vor allem seit 2015 ist ein eklatanter Anstieg dieser sogenannten RedispatchMaßnahmen zu beobachten. Stromverbrauch steigt Gleichzeitig steigt der Stromverbrauch in Österreich. So wollen etwa immer mehr E-Autos ihre Batterien aufgeladen bekommen. Tendenz steigend. Es ist daher nicht die Frage ob wir ein flächendeckendes Blackout erleben werden, sondern wann. Und da haben wir noch gar nicht über andere Gründe für ein derartiges Szenario gesprochen. Diese wären etwa höhere Gewalten, Naturkatastrophen, Sabotage, Cyber-Terrorismus oder schlicht menschliches Versagen. Im Sommer, wenn die Tage länger sind und nicht geheizt werden muss, würde ein Schaden für private Haushalte wohl geringer ausfallen. Allerdings verderben gekühlte Lebensmittel schneller, wenn der Kühlschrank nicht funktioniert. Im Winter hingegen wäre ein längerfristiger Stromausfall weitaus schwerwiegender. Keine Heizung, keine warmen Mahlzeiten, kein Warmwasser, etc. Rundum-Chaos Aber nicht nur die privaten Haushalte wären massiv betroffen. Die Geschäftswelt würde ebenfalls stillstehen. Keine Computer, Drucker, Kopierer, Telefone und andere Geräte. Keine Kassen in Supermärkten und Geschäften. Keine Tiefkühlware, keine verderbliche Ware. In den Städten droht durch den Ausfall von Ampelanlagen, Straßen- und U-Bahnen ein Verkehrschaos. Auch Züge würden einfach stehen bleiben. Eine Horrorvorstellung. Doch laut Experten werden wir das sehr zeitnah erleben. Die Frage ist nur in welchem Ausmaß und für wie lange. Alle Zivilschutzeinrichtungen raten daher sich darauf vorzubereiten. So sollte jeder Privathaushalt für mindestens zwei Wochen Lebensmittel vorrätig haben. Batterien, Taschenlampen, und Notstromaggregate werden ebenfalls empfohlen. Doch das gibt es derzeit nicht einmal beim Militär. Blackout – Alles wird finster! Eigenvorsorge baut da vor Österreichs Stromnetze sind an ihrer Leistungsgrenze. Fakt ist, der Stromverbrauch steigt. Somit ist ein Totalausfall programmiert. www.das-wien.at

DAS WIEN AKTUELL 9 Im renommierten Nachtclub Babylon in der Wiener Innenstadt werden Fantasien wahr. Doch nicht nur Herren nehmen das elitäre Haus in Anspruch, auch Pärchen peppen hier ihre Beziehungen auf. Ein Lokalaugenschein zwischen begnadeten Körpern, vollendetem Luxus und einer Hauben-dekorierten Küche. Als ganz normale Kundschaft betreten wir den von außen sehr edel, aber unscheinbar wirkenden Nachtclub Babylon in der Seilerstätte 1, im Herzen Wiens. Der Empfang ist sehr herzlich, der erste Eindruck raubt einem fast den Atem. Keine Spur von billigem Rotlichtflair, im Gegenteil: prunkvolle Möbel, Wohlfühlatmosphäre, gehalten in angenehmem karminrot. An der Bar und den Tischen präsentieren sich Frauen, die für den normalen Durchschnittsmann eigentlich in einer unerreichbaren Liga spielen. Doch hier ist einfach alles möglich, das Motto des Hauses ist klar: alles kann, nichts muss passieren. Wer hier damit rechnet, unangenehm aggressiv von den Damen angesprochen oder gar zu einem Piccolo gedrängt zu werden, der kann sich entspannt zurücklehnen. So etwas ist im Babylon nicht nur unüblich, ein solches Benehmen ist hier verpönt. Die Frauen sind alle sehr sexy gekleidet, doch keine von ihnenwirkt billig. Im Gegenteil, die von Kopf bis Fuß durchgestylten Hostessen könnten genauso als erfolgreiche Geschäftsfrauen durchgehen – vom Geschäft mit der Liebe fehlt hier jede Spur. Nachdem man sich etwas akklimatisiert hat, bekommt man von einer der Schönheiten einen Drink angeboten, Speisen und Getränke außer Champagner sind bereits im Eintritt inkludiert. Ebenfalls im Preis dabei ist eine Küche, die in vielen Top-Restaurants der Wiener Innenstadt ihresgleichen vergeblich sucht. Als stille Beobachter genießen wir das Ambiente, regelmäßig wird darauf geachtet, dass unsere Gläser nie leer sind. Während unserer Anwesenheit betreten auch einige Pärchen den Club und suchen sich gemeinsam eine der Damen aus, umetwas Abwechslung in die ehelichen Liebesspiele zu bringen. Wir unterhalten uns mit einigen Ladies über die unterschiedlichsten Themen, sind überrascht über die perfekten Englisch-Kenntnisse und erfahren ganz beiläufig, dass auch eine Deutschlehrerin die Mädchen mehrmals pro Woche unterrichtet. Ganz schnell wird einem hier klar, die Verantwortlichen tun hier alles, um den Gästen einen unvergesslichen Abend zu bereiten. Bei Bedarf wird von den Geschäftsführern Klara und Niki auch gerne eine Hausführung geboten, das Angebot der Räumlichkeiten scheint endlos. Von der unglaublich schönen Champagnerbar im obersten Stock, die gerne für Firmenfeiern gemietet wird, bis hin zur Luxussuite, deren Bett größer ist wie manches Wohnzimmer. Die Standard-Zimmer haben ihren Namen nicht verdient, denn auch hier wird Luxus großgeschrieben. Für prominente Gäste gibt es hier selbstverständlich einen unauffälligen Seiteneingang, der die VIP’s ungesehen an den anderen Gästen direkt in die gewünschten Zimmer vorbeischleust. Doch gesprochen wird hier über keinen der Gäste, wie Geschäftsführer Niki bestätigt. Im babylonischen Reich der Sinne Sich einmal fühlen wie ein König, umgeben von Traumfrauen und einem prunkhaften Ambiente, welches sprachlos macht. © KLAUS.PICHLER,www.kpic.at

DAS WIEN AKTUELL 10 Bildung steht auf der Prioritätenliste der Stadt Wien ganz oben. Für eine erfolgreiche Schullaufbahn sind nicht nur moderne Lehrpläne, Eifer und Engagement aller erforderlich, sondern auch eine entsprechende Infrastruktur. Mit der Schulbauoffensive der Stadt werden in ganz Wien neue Bildungsräume geschaffen, die qualitativ und quantitativ den Erfordernissen eines zeitgemäßen Schulbetriebs entsprechen. Am Standort Meißnergasse 1 im 22. Wiener Gemeindebezirk wird derzeit zur Bestandsschule ein Schulneubau errichtet. Geplant sind 12 Volksschul-, acht Mittelschul- und vier flexiblen Klassen. Bei einem Frühlingsfest haben Wien Holding-Geschäftsführer Oliver Stribl sowie Planer und Ausführende den plangemäßen Baufortschritt begutachtet und gefeiert. Realisiert wird das Projekt Meißnergasse 1 von der WIP Wiener Infrastruktur Projekt GmbH, einem Unternehmen der Wien HoldingTochter WSE Wiener Standortentwicklung GmbH, im Auftrag der Stadt Wien – Schulen (MA 56) in enger Kooperation mit der Wiener Stadtbaudirektion. Für die Gestaltung zeichnet das Wiener Architekturbüro silbermayr welzl nach einem von der WIP durchgeführten Realisierungswettbewerb verantwortlich. Clusterbezogenes Raum- und Funktionsprogramm Zusätzlich zu den Klassenräumen werden zwei textile Werkräume, ein technischer Werkraum, eine Ausspeisung, ein Physiksaal, eine Lehrküche, eine Bibliothek, eine eigene Verwaltungseinheit für die Mittelschule, Garderobenbereiche, ein teilbarer Normturnsaal sowie einGymnastiksaalmit dendazugehörigen Nebenräumen errichtet. Die Erweiterung und der Neubau werden durch das entsprechend zeitgemäße pädagogische Konzept mit einem clusterbezogenen Raum- und Funktionsprogramm umgesetzt. Insgesamt werden den Schülerinnen und Schüler und dem Lehrpersonal damit am Schulstandort künftig insgesamt 33 Klassenräume samt Nebenräumen zur Verfügung stehen. Die Fertigstellung ist rechtzeitig zum Schulstart 2022/2023 für Herbst 2022 geplant. „Moderne Bildungsinfrastruktur ist das Fundament für eine erfolgreiche Schullaufbahn der Kinder. In der gesamten Stadt, vor allem in den schnell wachsenden Bezirken, stellen wir mit Neu- und Zubauten hochwertigen und modernen Schulraum zur Verfügung“, sagt Andrea Trattnig, Leiterin der Abteilung Schulen, anlässlich der Feier. Freiräume, Photovoltaik und moderneWärmegewinnung „Wichtig für eine hohe Aufenthaltsqualität in der Schule sind nicht nur die Klassenräume und moderne Nebenräumlichkeiten, sondern vor allem auch ein gutes Raumklima und ausreichend Freiräume. Bei diesem Projekt gewährleisten Volllüftung, Wärmepumpen und eine Photovoltaikanlage auf dem Gründach eine klimaschonende Energieversorgung“, erklärt Wien HoldingGeschäftsführer Oliver Stribl. Darüber hinaus überzeugt der Neubau mit großzügigen Verglasungen Richtung Außen- und Freiräumen. Diese gehen direkt in den Aktiv-Park Kagran über und verbinden so die Schulgärten mit der grünen Umgebung. Auch ein großzügiger Vorplatz, der als Pausenhof genutzt wird, schafft viel Platz für die Schüler. Donaustadt: Schulneubau Meißnergasse schreitet voran Im22. Gemeindebezirkwird derzeit zur Bestandsschule ein Schulneubau errichtet. Insgesamt 24 neue Bildungsräume für Volks- und Mittelschule. v.l.n.r. Michael Stangl (WIP), Oliver Stribl (Wien Holding), Werner Silbermayr (Architekt), Karl Schindelar (WIP), Robert Hitschmann (Östu-Stettin), Andreas Meinhold (WIP) © Barbara Nidetzky

DAS WIEN AKTUELL 11 Die Bevölkerung stöhnt unter den steigenden Preisen. Alles ist teurer geworden. Viele haben bereits ernste Probleme, das tägliche Leben zu bewältigen. Während einkommensschwache Gruppen ohnehin amLimit leben und sich nur mit Sozialhilfe über Wasser halten können, kämpft derzeit aber sogar der Mittelstand damit, denmühsamaufgebauten Lebensstandard halten zu können. Ein Alarmzeichen für die Politik! Denn der Mittelstand entscheidet Wahlen. Man sollte also meinen, dass eine verantwortungsvolle Bundesregierung dementsprechend reagiert und die Bürger vom steigenden Kostendruck entlastet. „Die Schlangen vor den Sozialmärkten werden immer länger und die Regierung steckt in der Zwischenzeit den Kopf in den Sand und tut nichts“, kritisiert etwa der stellvertretende SPÖKlubvorsitzende Jörg Leichtfried. „Es reicht und zwar endgültig! Die Preise explodieren, das Leben wird jeden Tag teurer und die Regierung macht nichts. ÖVP & Grüne befeuern die Kostenlawine sogar noch und erfinden neue Steuern. Die ungenierte Abzocke der Landsleute muss endlich aufhören“, sagt auch der niederösterreichische FPÖ-Landesparteiobmann Udo Landbauer. Grüner Belastungshammer Neue Steuern? Ja, denn die grüne Umweltministerin Gewessler hält trotz massiver Preissteigerungen an der Einführung der übrigens völlig sinnlosen CO2-Bepreisung ab 1. Juli 2022 weiter fest. Vor allem die Treibstoffpreise werden „dank“ dieses CO2-Belastungspakets nochmals wesentlich angehoben. Menschen, die auf das eigene KFZ angewiesen sind, wie etwa Hunderttausende Pendler, werden massiv unter dem unsozialen und ideologisch getriebenen Belastungshammer der grünen Ministerin leiden. Angst vor Neuwahl Statt die Menschen zu entlasten, macht die Bundesregierung also das genaue Gegenteil. Sie belastet die Bürger noch zusätzlich. Kein Wunder, dass die Koalition aus ÖVP und Grünen in den Umfragen ständig an Zustimmung verliert. Wobei auffällig ist, dass vor allem die ÖVP massiv verliert, während die Grünen nur leicht abbauen. Das mag daran liegen, dass es bei den Menschen auf Unverständnis stößt, dass die größere Kanzlerpartei den Belastungsideen des ideologisch verblendeten Juniorpartners keinen Riegel vorschiebt. Der Grund dafür dürfte Angst vor Neuwahlen sein. Denn die ÖVP Strategen wissen genau, dass sie ein fettes Minus vor dem Ergebnis hätten, wenn wir heute zu den Urnen schreiten würden. Dem könnte man allerdings entgegen halten, dass dieses Minus nicht kleiner wird, wenn man alle absurden Wünsche der Grünen erfüllt. Ganz im Gegenteil. Mittelstands-Killer In der Realität kommt die Politik der angeblichen Wirtschaftspartei ÖVPderart an, dass dieZugeständnisse an die Grünen als Umfaller wahrgenommen werden. Damit lässt die ÖVP die sozial Schwächsten im Stich und ruiniert den Mittelstand. Diese Politik zerstört den Wohlstand, den Generationen mit harter Arbeit aufgebaut haben. Und das nur um eine Koalition mit den Grünen aufrecht zu erhalten, die ohnehin nie gepasst hat. Die Nagelprobe für die ÖVP wird die CO2-Steuer sein. Denn bei Spritpreisen von zwei Euro pro Liter, ist es mehr als verrückt auch noch eine Steuer einzuführen, die Tanken noch teurer macht. Genau das wollen die Grünen aber. Wenn die ÖVP da mitmacht, dann begeben sich Nehammer und Co. endgültig in die Geiselhaft der Grünen. Das würde einer politischen Selbstaufgabe gleichkommen. Hausgemachter Spritpreis Es ginge auch anders. Das sehen wir, wenn wir nach Ungarn schauen. Der böse, böse Viktor Orban unterstützt seine Landsleute in der Krise und hat den Spritpreis staatlich gedeckelt. Dort kostet der Liter Benzin Euro 1,24. Bei uns Euro 1,99. Und das bei dem für alle gleichen Weltmarktpreis, der angeblich für die Kostenexplosion verantwortlich ist. Mit anderen Worten: Unser hoher Spritpreis ist hausgemacht, denn mehr als die Hälfte sind Steuern und Abgaben. Und „dank“ der grünen Verkehrsministerin wird es ab Juli noch teurer. Neuwahlforderung Höchste Zeit die Notbremse zu ziehen. Denn sich von einer 10-Prozent-Partei an der Nase herumführen zu lassen, ist für eine Kanzlerpartei mehr als peinlich. Neuwahlen jetzt! CO2-Strafsteuer bringt ÖVP gehörig unter Zugzwang Ministerin Gewesslers CO2-Bepreisung kommt ab Juli 2022. Dabei gehen Preise durch die Decke und Inflationsrate steigt weiter an.

DAS WIEN AKTUELL 12 XXXLUTZ TRAUMRAUMPLANER Wohnträume verwirklichen. Sie wünschen sich ein Zuhause wie vom Innenarchitekten geplant? Die Traumraumplaner von XXXLutz unterstützen Sie bei der Verwirklichung. Foto: XXXLutz Der Weg zu Ihrem Wohntraum mit den XXXLutz Traumraumplanern geht über folgende drei Schritte: Terminvereinbarung: Vereinbaren Sie einen Termin für ein unverbindliches Beratungsgespräch und profitieren Sie vom Know-how der XXXLutz Experten. Schicken Sie dazu einfach eine E-Mail an: beratung@traumraumplaner.at oder rufen Sie unter folgender Nummer an: +43 664 625 21 67. Individuelle Beratung und Planung: Im persönlichen Gespräch erörtern die XXXLutz Traumraumplaner Ihre Wohnsituation unter Berücksichtigung der Raumstimmung, der Anschlüsse, des Lichteinfalles, der Zugangssituation etc. und erarbeiten mit Ihnen ein Konzept zur Realisierung Ihrer Traumräume. Die Experten konzipieren maßgeschneiderte Einrichtungslösungen – visualisiert anhand von 3D-Plänen – und begleiten und unterstützen Sie während der gesamten Projektumsetzung. Umsetzung und Finalisierung: Nach der Planungsphase und Kostenevaluierung – erst dann, wenn alle Ihre Wünsche zu 100 % erfüllt wurden – wird die Theorie in die Praxis umgesetzt: Die XXXLutz Traumraumplaner kümmern sich um einen reibungslosen Ablauf, die Koordination der Auftragsabwicklung und ein einwandfreies Ergebnis. 17.03.2022 14:49:11

DAS WIEN AKTUELL 13 Foto: XXXLutz Die ideale Einrichtungslösung für Ihr Zuhause ● individuelle Betreuung ● XXXL Auswahl an Markenküchen, Top-Möbelprogrammen und Features ● Unverbindlich – ohne Kaufpflicht ● Expertise von professionellen Beratern Weitere Informationen unter: +43 664 625 21 67 beratung@traumraumplaner.at www.traumraumplaner.at Traumraumplaner 17.03.2022 14:49:20 ANZEIGE

DAS WIEN AKTUELL 14 Die Vereinigten Bühnen Wien (VBW) und die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK), beides Unternehmen der Wien Holding, präsentieren am 20. Juni 2022 bereits zum vierten Mal WE ARE MUSICAL – THE NEXT GENERATION. Das eigens entwickelte und 2017 gemeinsam ins Leben gerufene Konzert, das auch dieses Mal wieder ganz im Zeichen der Nachwuchsförderung steht, findet heuer erstmals im Raimund Theater statt. Stars & „The Next Generation“ im Raimund Theater Neben den MUK-Absolventen des diesjährigen Abschlussjahrgangs und Studierenden des Studiengangs „Musikalisches Unterhaltungstheater“ darf sich das Publikum auf die Stargäste Caroline Athanasiadis, Vincent Bueno und Verena Scheitz – alle drei sind ebenfalls MUK-Alumni – freuen. Gemeinsam werden sie einen abwechslungsreichen Querschnitt aus dem Genre präsentieren, der Einblicke in die Welt des Musicals gewährt. Durch die Veranstaltung führt wie bisher der bekannte Regisseur und MUK-Dozent Werner Sobotka. Unter der musikalischen Leitung von Peter Uwira, selbst Univ.-Prof. im Studiengang Musikalisches Unterhaltungstheater, spielt eine 7-köpfige Liveband. Christian Struppeck, VBW-MusicalIntendant: „Die Förderung junger Künstlerinnen und Künstler ist uns sehr wichtig. Mit THE NEXT GENERATION veranstalten die VBW in Kooperation mit der MUK bereits zum vierten Mal eine Initiative, mit der wir Absolventinnen und Absolventen sowie Studierenden die Möglichkeit geben, sich in einem unserer Theater einem breiten Publikum zu präsentieren. Im Zuge dieses Konzerts können sie wichtige Erfahrungen für ihre Zukunft im Musiktheater sammeln und zudem mit renommierten Kolleginnen und Kollegen der Branche gemeinsam auf der großen Bühne stehen. Ein Abend, der also ganz dem Nachwuchs des Genres Musical gewidmet ist.“ Prof. Dr. Franz Patay, VBW-Geschäftsführer und ehemaliger Rektor der MUK: „WE ARE MUSICAL – THE NEXT GENERATION fördert seit 2017 junge Künstlerpersönlichkeiten am Ende ihrer Ausbildung. Dieses eigens von uns und der MUK konzipierte Konzert ermöglicht es den Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs „Musikalisches Unterhaltungstheater“, die diesen Abend zusammen mit etablierten Stars bestreiten, sich im feierlichen Rahmen unserer Musical-Fangemeinde und einem breiten Publikum zu präsentieren. In den vergangenen Jahren wurde dieses VBW-Nachwuchsförderungsformat äußerst begeistert angenommen, wir freuen uns daher schon sehr auf die heurige Aufführung im Raimund Theater.“ Dr. Andreas Mailath-Pokorny, Rektor der MUK: „Die MUK bildet die Stars von morgen aus, das beweisen die vielen herausragenden Talente, die ihr Studium an der einzigen Universität im Eigentum der Stadt Wien abschließen. Dazu gehören auch die Stargäste, die im Rahmen von WE ARE MUSICAL – THE NEXT GENERATION mit den jungen Künstlerinnen und Künstlern des Studiengangs Musikalisches Unterhaltungstheater auf der großen Bühne im Raimund Theater stehen. Wir sind froh, dass die Vereinigten Bühnen Wien dieses Format auch heuer wieder ermöglichen, denn es gibt dem Nachwuchs Gelegenheit, einzigartige Erfahrungen für ihre beginnende Karriere zu sammeln.“ Univ-Prof.in Alexandra Riener, Leiterin des Studiengangs Musikalisches Unterhaltungstheater: „Die Ausbildung der Studierenden des Studiengangs Musikalisches Unterhaltungstheater an der MUK ist intensiv, vielfältig und konzentriert. Ihr umfassendes Training in Gesang, Tanz und Schauspiel, und noch so vieles weitere mehr, gibt den Studierenden die Möglichkeit und den Raum, um zu gefragten Bühnenpersönlichkeiten heranzuwachsen. Durch diese zeitgemäße Ausbildung sind die jungen Darsteller auf Bühnen in und außerhalb Österreichs gefragter denn je. Bei WE ARE MUSICAL – THE NEXT GENERATION präsentieren die jungen Absolventen ihre Bachelor-Show auf der großen Bühne gemeinsam mit bereits arrivierten Darstellern, die wie sie die MUK absolviert haben. Das Ende der Ausbildung an der MUK wird so zum Beginn ihrer Bühnenkarriere durch eine generationenübergreifende Handreichung ganz besonderer Art.“ WE ARE MUSICAL – THE NEXT GENERATION WE ARE MUSICAL – THE NEXT GENERATION gibt jungen Künstlern die Möglichkeit, zum ersten Mal auf einer großen Bühne zu stehen, um sich dort einem breiten Publikum vorzustellen. An diesem Abend stehen sie Seite an Seite mit bekannten und bereits in der Branche etablierten Gästen im Rampenlicht. Termin: WE ARE MUSICAL – THE NEXT GENERATION 20. Juni 2022 im Raimund Theater (Wallgasse 18-20, 1060 Wien) Tickets: Erhältlich unter www.musicalvienna.at, bei Wien Ticket unter 01/588 85-111 sowie an allen Vorverkaufsstellen der Vereinigten Bühnen Wien. „WE ARE MUSICAL – THE NEXT GENERATION 2022“ VBW und MUK präsentieren wieder gemeinsam das AbsolventenKonzert des Studiengangs Musikalisches Unterhaltungstheater. © Jan Frankl

DAS WIEN AKTUELL 15 IHR Pizza Harry Erleben und genießen Sie unser einzigartiges Ambiente und unsere kulinarischen Köstlichkeiten. Wir haben täglich von 11:00 bis 23:00 Uhr für Sie geöffnet. Das Spessore Team freut sich auf Ihren Besuch. www.pizzeria-spessore.at Bisamberger Straße 7 2100 Korneuburg DAL 1987 ANZEIGE

DAS WIEN AKTUELL 16 Neben der europäischen Sumpfschildkröte, der Zaun- Smaragd-, und Mauereidechse sowie der Blindschleiche beherbergt Wien vier Schlangenarten: Ringelnatter, Würfelnatter, Schlingnatter & Äskulapnatter. So unterschiedlich die einzelnen Spezies in ihrem Aussehen sind. Einige Gemeinsamkeiten weisen alle 9 Tierarten auf: Sie sind ungiftig! Sie erfüllen wichtige Aufgaben in der Natur! Sie sind streng geschützt! Sonne weckt die Lebensgeister Nicht nur wir Menschen freuen uns über das Frühlingserwachen und warme Sonnenstrahlen. Gerade jetzt im Frühjahr entdecken viele Menschen vermehrt Schlangen in Gartenhütten, Garagen und im Keller. Üblicherweise finden die Tiere auf demselben Weg wieder hinaus, über den sie in die Gebäude gelangt sind. Gefahr für Mensch und Haustier besteht nicht! Wer es Reptilien wohnlich machen möchte, sollte unbedingt auf Insekten- und Unkrautvernichtungsmittel verzichten, damit diese Giftstoffe nicht in die Nahrungskette gelangen. Ein Gartenteich mit Uferzone erfreut nicht nur das Auge. Auch Ringelnattern haben Freude daran. Eidechsen tummeln sich gerne auf sonnigen Mauerelementen mit Fugen und Spalten zum Verstecken. Naturnahe Hecken oder Reisighaufen sorgen für Schutz und Unterschlupf. Schlingeln & schlängeln inWien Schlangen sind, wie alle Reptilien wechselwarm und nutzen ausgiebige Sonnenbäder, um ihre Körper auf „Betriebstemperatur“ zu bringen. Ein Sonnenbad ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, die Tiere zu beobachten, doch bitte mit Abstand, um sie nicht zu stören. Obwohl die Pandemie mittlerweile abgesagt ist und die Hospitalisierungszahlen überschaubar sind, hat die Bundesregierung als allerletztes Land in Europa eisern an der FFP2Maskenpflicht festgehalten bis zum 1. Juni. Ab dann sei es vorerst vorbei mit der „Anschober-Burka“, die wir getrost auf den Müllhaufen der Pandemiegeschichte werfen können. Offenbar tut sich der neue Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) schwer, sich von der Masken-Folklore seiner gescheiterten Vorgänger zu lösen, denn die Atempause gilt vorerst nur für drei Monate. Dann wird neu evaluiert. Jetzt werden einmal die CoronaSchutzmaßnahmen weitgehend zurückgenommen. Die derzeit noch im lebensnotwendigen Handel und in Öffis geltende Maskenpflicht wird ab 1. Juni (bis auf die Stadt Wien) für vorerst drei Monate ausgesetzt, in Spitälern und Heimen bleibt sie aufrecht. Außerdem bleibt die Impfpflicht über den Sommer weiter ausgesetzt. Das haben Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) und Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) in einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Nur in vulnerablen Settings wie Krankenhäusern und Alten- und Pflegeheimen bleibt sie aufrecht. Rauch und Edtstadler begründeten die Befristung auf drei Monate damit, dass noch nicht das Ende der Pandemie da sei. Die Pandemie verschaffe uns nur eine „Atempause“. Man müsse davon ausgehen, dass die Maske im Herbst wieder notwendig werden könne. Alle Szenarien gingen davon aus, dass im Herbst neue Schutzmaßnahmen nötig sein könnten, sagte Rauch. Das ist insofern drollig, da heute noch niemand sagen kann, wie sich das Virus weiterentwickelt, ob es sich weiterentwickelt und ob es im Herbst dafür dann einen geeigneten Impfstoff geben wird. Aber Hauptsache der Paniklevel wird aufrechterhalten. Von derartiger Panik war am ÖVPParteitag freilich nichts zu merken. Ganz im Gegenteil. „So viele in so einem kleinen Raum heißt auch, so viele Viren, aber jetzt kümmert es uns nicht mehr – schön, dass ihr da seid!“, hat Bundeskanzler Nehammer den Delegierten zugerufen, die ihn daraufhin auch brav mit 100 Prozent zum Parteivorsitzenden gewählt haben. Da fällt einem spontan die altrömische Weisheit „Quod licet Iovi, non licet bovi“ ein. Deutsch: „Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen nicht erlaubt“. Jetzt wissen wir wenigstens, dass die Regierung Handelsangestellte als Rindviecher sieht, denn zu diesem Zeitpunkt galt die Maskenpflicht noch. Der Tourismus kann jedenfalls ab 1. Juni aufatmen. Die befürchtete Maskenpflicht an Badestränden ist vom Tisch und hätte wohl zahlreiche Touristen davon abgeschreckt, ihren Urlaub inÖsterreich zu verbringen. Ob der Rückstand bei der Buchungslage dadurch aufgeholt werden kann, wird sich zeigen. Denn in anderen Urlaubsdestinationen wie Italien, Kroatien oder Spanien herrscht schon länger völlige Maskenfreiheit, während unser Gesundheitsminister davon geträumt hat, dass die Badegäste selbst im Wörthersee eine FFP2-Maske tragen müssen. Gesundheitsminister Johannes Rauch, der auch für den Tierschutz zuständig ist, dürfte generell ein Problem mit dem Tourismus haben. So hat er unlängst empfohlen, über ein Verbot von Fiakern nachzudenken. Es stelle sich die Frage, ob der Einsatz von Fiakern in einer Großstadt überhaupt noch zeitgemäß sei, hat er in einem Interview mit dem ORF gesagt. „Man sollte sichGedanken darübermachen, nämlich wirklich aus Gründen des Tierschutzes, ob man ein Pferd diesem Stress aussetzen sollte“, befand der Minister. Er würde eine Debatte darüber begrüßen, obWien auf Fiaker insgesamt verzichten könnte, sagte er. Das ist einigermaßen erstaunlich. Besonders für einen Grünen. Müssen Fiaker doch weder Benzin, noch Diesel tanken und sind mit lediglich 2 PS (Pferdestärken) unterwegs. Auch die Hitzediskussion erscheint Pferdekennern einigermaßen lächerlich, handelt es sich bei Tieren doch ursprünglich um Steppenbewohner, die mit Hitze umgehen können. Das hat man davon, wenn man einen Vorarlberger, der bestenfalls Pferdeschlitten kennt, zumMinister in Wien macht. Die Kritik an den Verbotsphantasien des Tierschutzministers ließ auch nicht lange auf sichwarten. Der Fiaker ist eine langjährige Wiener Institution und muss auch für den österreichischen Tourismus erhalten bleiben. Man kann die Fiaker nicht aus dem Wiener Stadtbild verbannen – das geht gar nicht, hieß es da. Aber Gesundheits- und Tierschutzminister Rauch kann sich freuen. Jetzt kommen die Affenpocken. Da ist er gleich doppelt zuständig. Einmal für die Affen und einmal für die Pocken. Und es gibt bereits einen ersten Fall in Österreich. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor einer Ausbreitung der Affenpocken in Europa. So sagt etwa der Europa-Chef der WHO, Hans Kluge, dass er besorgt sei, dass sich die Ausbreitung des Virus in den Sommermonaten in der Region beschleunigen könnte. Massenveranstaltungen, Festivals und Partys könnten die Übertragung vorantreiben. Nicht so unser Gesundheitsminister. Er sagt: „Aktuell gibt es in Österreich keinen Anlass zur Sorge“. Hoffentlich hat er Recht. Denn wenn nicht, dann laust uns doch der Affe – und das wollenwir alle nicht. Criticus Lächerliche FiakerDebatte Wiens Schlangenwelt ist ungiftig Insgesamt neun Reptilienarten sind inWien heimisch. © Josef Semrad via Donau

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